Kannmir einer sagen,was dass für eine spinne ist?

  • Hallo alle miteinander.


    Ich wollte mal nachfragen,ob jemand weiß,was dass für eine Spinne ist und ob,dies die einzige ihrer Art ist,die so etwas kann?
    Habe dieses Video beimYoutube durchforsten gefunden und dass hat mich echt beeindruckt.


    In der Überschrift steht zwar,neue Spezies,aber bei all den Fake Videos glaub ich an so etwas nicht mehr so schnell..
    Wäre nett,wenn mich einer aufklären könnte,oder vielleicht sogar mal beschreiben könnte wie eine Spinne so etwas fabrizieren kann,da dies ja eine komplexe Struktur hat,also die Figur mein ich


    Danke Im Vorraus


    Hier das video:


    http://www.youtube.com/watch?v…c&feature=player_embedded

  • Hallo,
    soweit ich das aus den Infos herauslesen konnte, gehören die Tiere in die Gattung Cyclosa. Im englischen Wikipedia ist eine Art Cyclosa tremula (als unsichere Bezeichnung) erwähnt.
    Es gibt mehrere Spinnen, die "Dinge" in ihr Netz einweben, andere Arten der Gattung Cyclosa z.B. oder auch Arten der Gattung Argiope (hier sind es aber aus Spinnfäden hergestellte Strukturen). Meistens dienen sie dazu, von der Spinne abzulenken oder das Netz zu "verwischen".
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gold-Wespenspinne
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kreisspinnen


    Ob eine weitere Spinnenart tatsächlich "spinnenähnliche" Strukturen herstellt, ist mir jetzt nicht bekannt.


    Grüße,
    DocMaT

  • habe mir das Video betrachtet ....
    glaube nicht an neue Spezies , zumindest würde es dann nicht zur Gattung Spinne gehören mit 6 Beinen ....
    gibt Insekten , welche den Spinnen sehr ähnlich sind , doch keine Netze weben , aber sich sehr schnell darin verfangen ....
    und das käme gedanklich bei mir an 2. Stelle nach FAKE !!!
    lg

  • Adonai :
    Wo siehst du denn 6 Beine? Das große etwas im Netz ist nicht die Spinne, sondern eine von der Spinne geschaffene Struktur. Die Spinne ist das kleine oberhalb, das kaum zu sehen ist. Und... Spinnen, also Araneae, sind eine Ordnung in der Klasse der Arachnida, also viel umfassender als eine Gattung. Eine Gattung wäre z.B. Araneus, also die Kreuzspinnen, aus der der Familie der Araneidae, und Araneus diadematus, also unsere "normale" Kreuzspinne, ist dann die Art.
    Also: Eine Klasse (z.B. Spinnentiere) enthält Ordnungen (z.B. Webspinnen), die aus Familien (z.B. Echte Radnetzspinnen) bestehen, die wiederum Gattungen (z.B. Kreuzspinnen) beeinhalten, die sich dann in Arten aufteilen (z.B. Gartenkreuzspinne).



    Grüße,
    DocMaT

  • Adonai :
    Wo siehst du denn 6 Beine? Das große etwas im Netz ist nicht die Spinne, sondern eine von der Spinne geschaffene Struktur. Die Spinne ist das kleine oberhalb, das kaum zu sehen ist. Und... Spinnen, also Araneae, sind eine Ordnung in der Klasse der Arachnida, also viel umfassender als eine Gattung. Eine Gattung wäre z.B. Araneus, also die Kreuzspinnen, aus der der Familie der Araneidae, und Araneus diadematus, also unsere "normale" Kreuzspinne, ist dann die Art.
    Also: Eine Klasse (z.B. Spinnentiere) enthält Ordnungen (z.B. Webspinnen), die aus Familien (z.B. Echte Radnetzspinnen) bestehen, die wiederum Gattungen (z.B. Kreuzspinnen) beeinhalten, die sich dann in Arten aufteilen (z.B. Gartenkreuzspinne).



    Grüße,
    DocMaT


    muss ich dann doch noch mal genauer anschauen , mein englisch ist nicht gut und dachte es ging um die Struktur mit 6 Beinen ...
    Danke !

  • Zitat

    muss ich dann doch noch mal genauer anschauen , mein englisch ist nicht gut und dachte es ging um die Struktur mit 6 Beinen ...
    Danke !

    Dein Englisch scheint genauso gut zu sein wie deine Augen: Die Fake-Spinne hat ebenfalls 8 Beine... ;)


    Ich frage mich jetzt aber, warum die Spinne ein großes Abbild ihrer selbst webt. Welchen Nutzen hat das? Beute anlocken ja wohl kaum...


    Nebenbei: ich würde die Art "Puppetmaster-Spider" nennen. ;)


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Vielleicht soll die künstliche Spinne von der echten ablenken; wenn ein Vogel kommt, schnappt er sich die falsche Spinne, und die echte Spinne überlebt...


    Was mich aber an dem Video am meisten irritiert hat, war das Netz, in dem diese Kunstspinne hängt. Es würde mich nicht wundern, wenn doch alles nur eine Erfindung war. Dass Filmleute mitten in der Nacht mitten im Urwald zufällig auf ein solches Tier stößt, das ja nur wenige Zentimeter groß ist und von weitem wie eine normale Spinne aussieht (bis auf die merkwürdigerweise alle herabhängenden Beine) finde ich reichlich seltsam. Oder ist mein Englisch so schlecht, dass ich das falsch verstanden habe?


    Die Kunstspinne selbst sieht für mich so aus, als wäre es die zurückgelassene Haut nach der Häutung einer anderen, größeren Spinne.

  • Zitat

    Vielleicht soll die künstliche Spinne von der echten ablenken; wenn ein Vogel kommt, schnappt er sich die falsche Spinne, und die echte Spinne überlebt...

    Kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Die eigentliche Spinne war ja nur wenige Millimeter groß. Da wird kein Vogel drauf aufmerksam.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Ich halte das Gebilde in der Mitte des Netzes, genau wie Dietlinde, auch eher für eine Spinnenhaut. Was mich allerdings skeptisch stimmt, ist der desolate Zustand des Netzes; Spinnen reparieren ihren sorgsam angelegten Beutebeschaffungsapparat doch i.d.R. relativ schnell nach einer Beschädigung, immerhin hängt davon ja auch ihr Jagderfolg ab. Und das Netz im Video ist ja zu ca. 35% zerstört.






    Zitat

    Sie ist vieleicht auf andere Spinnen spezialisiert die in der Atrappe ein paarungsbereites Weibchen sehen, z.B.

    Wäre das sinnvoll? Liefe die deutlich kleinere Attrappenherstellerspinne nicht viel eher Gefahr, von der größeren Spinne auf Paarungssuche gefressen zu werden, als vice versa?

  • Vielleicht verhindert die kleine Spinne auf diese Weise, dass ihr Netz von einer größeren Spinne zerstört wird, damit sie ihr eigenes an diese Stelle baut (ja, einige Spinnenarten tun dies).
    Die große Spinne sieht die eben so große Spinne und verzieht sich wieder.
    Das hätte den Vorteil, dass die Netzfläche für diese kleine Spinne relativ groß sein kann, ohne dass sie Gefahr laufen muss, dass andere Spinnen ihr den Fangplatz streitig machen.


    Interessant wäre auch zu wissen, welche Fressfeinde sich dort herumtreiben. Wenn es nur Minivögel, kleine Fledermäuse und Eidechschen dort gibt, fällt eine große Spinne vielleicht nicht mehr in ihr Beuteschema


    3. und wahrscheinlichste Möglichkeit: unter Umständen könnte es dort eine unter den Beutegreifern bekannte Spinne geben, welche eine gefährliche Menge Gift austeilen kann oder einfach eklig schmeckt. Durch Mimikry hätte die kleine Spinne somit diesen Umstand zu ihrem Vorteil genutzt, weil keiner sie so fressen mag.


    Liebe Grüße, Sina

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

  • Das lässt sich nur durch langfristige Beobachtung feststellen. So eine Beobachtung kann Tage dauern.


    Bisher halte ich die "Ködertheorie" für sinvoller als die "Fressfeindeabwehrtheorie".


    Eine bestimmte Art der Springspinnen hat sich tatsächlich auf die Jagd nach Radnetzspinnen spezialisiert, ob die dort vorkommt und die Atrappe zur Ablenkung dieser dienen kann, ist mir so jetzt nicht bekannt.

  • Zitat

    auf Paarungsuche gehen nur die Mänchen, diese sind auch viel kleiner als
    das Weibchen und könnte somit noch in Beuteschema dieser Spinne fallen.

    Aber trifft dieser Geschlechtsdimorphismus wirklich auf alle Spinnenarten zu? Bin nicht gerade ein Spinnenspezialist ;)

  • Ich halte nix von deiner Ködertheorie, da Spinnen sich ihren Geschlechtspartner nicht auf Sichtweite suchen, sondern durch den Einsatz von Pheromonen. Viel logischer wäre es also, statt eine weibliche Spinne nachzubauen, ihr "Parfüm" nachzuahmen, wenn sie es wirklich auf betörte Männchen abgesehen haben sollte.

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  • das mit dem Duftstoffen kenne ich nur von Skorpionen, bei Spinnen war mir das nicht bekannt.


    Der Grössenunterschied bei den Geschlechtern ist bei allen Spinnen vorhanden.


    Ich halte nicht viel davon Aufmerksamkeit irgendwelcher Fressfeinde auf das eigene Netz zu lenken, aber sowas muss halt beobachtet werden.

  • Skorpione SIND Spinnentiere. :P ;)

    Ich halte nicht viel davon Aufmerksamkeit irgendwelcher Fressfeinde auf das eigene Netz zu lenken

    Ich denke, so abwegig ist das gar nicht. Schmetterlinge haben ja
    auch ein sehr buntes Aussehen, aber viele von ihnen (wie zB. das
    Tagpfauenauge) versuchen eben durch diese auffällige Färbung, auf Sicht
    jegende Tiere wie Vögel zu verscheuchen, was ja zunächst auch paradox
    klingt.



    Beispiel: Greifvogelsimulation für eine ungestörte Paarung.


    Die Aufmerksamkeit wird, wie du richtig sagst, auf die potenzielle Beute gelenkt.
    Wobei der Fressfeind sich aber sofort abgeekelt, ängstlich oder desinteressiert abwendet. :D


    Ich würde mich freuen, wenn wir die Erforschung dieser Spezies verfolgen. Bin nämlich wirklich gespannt, was dieses Tier uns damit sagen will. ^^


    Ganz liebe Grüße, Sina

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  • Der Grössenunterschied bei den Geschlechtern ist bei allen Spinnen vorhanden.

    Nur so am Rande, bei der Wasserspinne (Argyroneta aquatica) ist das Männchen etwas größer als das Weibchen. Aber das ist wirklich die Ausnahme.


    Ich habe eine Weile überlegt, und bin momentan der Meinung, dass es sich bei der Struktur im Netz um einen Schutz handelt. Es gibt einige Schlupfwespen, die ihre Eier in Spinnen legen. Durch den Aufbau ihrer Augen sollte die optische Illusion ausreichen, dass sie die große Spinne anfliegen und das Ei am "Hinterleib" ablegen. Nach Spinne riechen sollte die Atrappe sowieso, da ja ständig eine Spinne in der Nähe ist. Einige andere Tiere und Pflanzen nutzen solche Tricks, um Hautflügler anzulocken (Ölkäferlarven, die sich versammeln und Weibchen spielen, um ein Männchen einer Biene anzulocken, Ragwurzarten die Weibchen spielen, um bestäubt zu werden...).


    Eine Netzspinne hat normalerweise schlechte Augen, und sie dürfte eine anfliegende Wespe auch erst zu spät bemerken. Fliegt das (aus den Augen der Spinne betrachtet) Mistviech aber die falsche Spinne an, kann die echte Spinne wahlweise entkommen oder zupacken. Das könnte auch erklären, warum die falsche Spinne so viel größer ist. Der Parasit sucht sich mit sicherheit einen Wirt, der die besten Möglichkeiten für den Nachwuchs bietet. Selbst wenn die kleine echte Spinne grade nicht an ihrem Platz und sichtbar im Netz ist, dürfte die große Spinne angeflogen werden. Kleine Spinnen im Netz großer Spinnen sind meist Männchen, die sowieso nur noch kurz leben, zu kurz, um der Wespenlarve Zeit zur Entwicklung zu geben.


    Nur meine Idee dazu.


    Grüße,
    DocMaT