Schafe als Organspender für Menschen?

  • Wir suchen keine ausreden, um organe nicht spenden zu müssen!!!


    Es gibt genug menschen, die das eh nicht können. Mich eingeschlossen. Dann müsste ich doch für solche züchtungen sein, oder??? Bin ich aber nicht.
    Oft genug werden organe einfach abgestossen, selbst wenn sie genetisch ganz gut zu den erkrankten passen. Da wäre ein klonen aus körpereigenen stammzellen wohl die bessere lösung. Doch dazu bräuchte man embryonale stammzellen, d.h. meine eltern hätten schon damals damit rechnen müssen, dass ich mal krank werde. Ausserdem kostet sowas ne menge geld. Adulte stammzellen sind eine alternative, passen aber nur bedingt zu einem erkrankten.
    Selbst wenn ich gesund wäre, hätte ich ein problem damit, meine organe zu spenden und da geht es sicher einigen ähnlich. Ich glaube, dass körper und seele eines sind und könnte mir nicht vorstellen, mich ausweiden zu lassen. Dann wäre ich schon eher für ein klonen, wenn es möglich wäre, doch ich arrangiere mich mit meinen erkrankungen. Früher wären die menschen auch an ihren erkrankungen gestorben, sowas nennt man natürliche auslese. Alles, was heute übernatürlich am leben gehalten wird, ist ein eingriff in naturgesetze, mal davon abegesehen, dass künstliche komata von vielen sowohl jüngeren als auch älteren patienten gar nicht gewollt sind. Dazu kann ich nur jeden auffordern, dies schriftlich festzuhalten. Das thema der verlängerten lebenserhaltung ist komplexer als man denkt.

  • Sucht keine Ausreden um eure Organe nicht spenden zu müssen!!!

    Also so lange wir die Möglichkeit haben frei zu Entscheiden, brauchen wir keine Ausreden zu finden!
    Ich finde es nach wie vor schwierig hier für mich eine endgültige Entscheidung zu treffen und ich finde es auch nicht gut, wenn hier mit der Schuldfrage herumgewuselt wird, denn immerhin sind es meine Organe, sie gehören zu meinem Körper und ich entscheide hier noch über mich alleine.
    Und ich finde nur weil es medizinisch möglich ist Organe zu spenden und Leben retten kann, heißt das noch lange nicht das es falsch ist keine zu spenden. Die Entscheidung muss wirklich jeder für sich treffen.
    Ich will nicht von irgendwem gemobbt werden, nur weil ich hier mal an mich selbst denke...

    Zitat

    Wir haben keine Überpopulation. Die Ressourcen auf der Erde würden schätzungsweise bei einer gerechten Verteilung 12 Milliarden Menschen ernähren können.

    "--Würde bei einer gerechten Verteilung.." - genau das ist das Stichwort. Mit den Worten: Würden, Sollen, Hätten werden die Leute nicht satt.
    Es geht nun mal nicht gerecht zu und aus dem Grund ist es auf der einen Seite der Weltkugel menschlich gesehen sehr eng, während auf der anderen Seite noch Platz ist.
    Sollen die Leute rüber wandern, damit es sich die Waage hält?


    Es gibt nun mal keine Gerechtigkeit was die Ressourcen betrifft, wir hier leben in einem Übermaß, und in Afrika und Indien sterben Kinder. Genau so sieht es aus.


    Liebe Grüße von Yen.

  • Zur Überpopulation:


    Da gibs noch andere Sorgen als Ernährung.
    Davon abgesehen wenn wir unsere überschüssigen Lebensmittel in die 3. Welt verschicken (und das ist nicht nur Afrika), könnten die ihre eigenen Erzeugnisse nicht mehr absetzen, was zur Folge hat das die in ihrer Armut bleiben und von uns abhängig bleiben.
    Das ist aber schon alles lange bekannt.
    Aber die Überbevölkerung ist noch lange nicht erreicht, das stimmt schon.


    Zur unsere Rente:
    Die Altersarmut ist ja eher darauf zurückzuführen daß wir sogar zu wenig Nachkommen haben, und die die jetzt einen Job haben hangeln sich mit unterbezahlten und befristeten Jobs durch, die tragen auch nicht viel zur Rentebei.
    Dieses Problem ist auch schon Jahrzehnte bekannt, eine Mindestrente würde man jedoch nicht einführen, da man ja "Nichtstuer" belohnen würde.

  • Hallo nachdenker,


    du schaust bei deinen beispielen aber nur auf deutschland, oder???
    In anderen ländern gibt es noch genügend nachwuchs, auch in industrieländern. Was in afrika abgeht, wissen wir alle. Selbst bei uns in deutschland gibt es noch jede menge harz-4-empfänger, die unzählige kinder in die welt setzen, nur um an mehr geld durch die arge zu gelangen, oder durch den unterhalt der väter "reich" zu werden. Ich kenne da leider einige fälle. Das thema ist sooooooooooo komplex. Meine mutter arbeitet in einer kita. Sie ist samt all ihrer anderen kollegen komplett überfordert. Wir wohnen hier in einer armen gegend mit hoher arbeitslosigkeit und wenig industrie. So werden arme menschen gezüchtet und damit meine ich die kinder von eltern, die keine perspektive haben und sich schon lange damit arrangiert haben. Doch die gefahr ist eine ganz andere. Unser staat züchtet alkoholabhängige schmarotzer. Sorry, dass ich das jetzt mal so anbringe, denn ich bin, wenn ich in die stadt reinfahre ständig von unterbelicheten volk umgeben, was eben 4 und mehr kinder an der hand hat, sich aber einen dreck drum schert. Unsere kitas werden nicht dünner besiedelt, nein, es fehlen sozialarbeiter und psychologen an der eingangstür der einrichtungen, weil drogenabhängige mütter und väter ihre kinder im winter mit sommersachen in die kita bringen und mit den autoritätspersonen der einrichtung einschlisslich der kindergärtnerinnen umgehen, als hätten sie einen saufkompanen vor sich. Es ist nur traurig, in gegenden wie dieser züchtet der staat asoziale umfelder für kinder, die ohne pesrpektive aufwachsen und für die es normal ist, nicht zu arbeiten oder für etwas zu kämpfen, das ihr überleben sichert.
    Sicher sieht es nicht überall so aus. Ich weiss, dass im westen unseres landes kitaplätze teuer und rar sind, dass dort gebildete menschen kaum mehr als 1-2 kinder in die welt setzen. Dass ehrliche und hart arbeitende menschen, es schwerer haben zu überleben als hartz 4 empfänger, mit nem sack voller kinder.
    Das system ist grausam. Die grenzen zwischen arm und reich werden immer deutlicher. Man sollte nicht immer nur zu oberflächlich auf eine thematik schauen, sondern rausgehen und sehen, was dort passiert.
    Ausserdem ist die altersarmut auch relativ zu sehen. Unsere rentner bekommen noch ganz gutes geld, sicher gibts auch hier unterschiede, doch was passiert mit uns in 30 jahren???


    Die leute, die hier noch einen job haben, sind so unterbezahlt, dass sie einen 2. job annehmen müssen. Und ihre arbiet wird zumeist mit füssen getreten, so dass viele im burnout landen. In einer nachbarstadt musste eine schule geschlossen werden, weil 80 % der lehrer im burnout waren. Wovon??? Von mangelndem respekt und manglehafter disziplin der schüler einerseits und einsparungen im personal andererseits. Es ist nur noch schlimm mit anzusehen und das resultat der politik in unserem land. Im kapitalismus wird nur der stärkere überleben, so wie es schon vor millionen vor jahren war.

  • Wie kann man den da bitte so eine Paralelle ziehen?


    Kann man wohl. Alles wird in diesem Forum in Frage gestellt, aber nicht der Kapitalismus.


    ist ein eingriff in naturgesetze


    Also ist es auch ein Eingriff in Naturgesetze, wenn ich mich bei einer Infektion mit Antibiotika behandeln lasse. Natürlicherweise würde ich ja verrecken. Aber ich greife in die Natur ein, um mein Überleben zu sichern. Nimmst du etwa keine Medikamente, wenn du krank bist? (Nur so nebenbei: Mit 'krank' meine ich nicht nur Kopfschmerzen)


    Ich will nicht von irgendwem gemobbt werden, nur weil ich hier mal an mich selbst denke...


    Du bist ja die Empathin hier im Forum, und behauptest ständig, dass du alles tust, um mögliches Leid zu verhindern und gleichzeitig verzichtest du auf Taten, die Leben von Menschen retten könnten ohne deines auf irgendeine Art und Weise zu beeinflussen. Na ja. Ich kann das nicht ernst nehmen.

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Hi mostwanted,


    ja sicher fängt der eingriff hier an, mit der verbesserten medizinischen lage, auch mit hilfe der antibiotika werden menschen älter und darum geht es hier. Wo vor vielen jahren noch menschen an infektioenn gestorben sind, leben sie heute weiter. Genau darum geht es. Damit verlängert sich die lebenserwartung, dadurch und durch einen bewussteren umgang mit unserem körper.

  • Du bist ja die Empathin hier im Forum, und behauptest ständig, dass du alles tust, um mögliches Leid zu verhindern und gleichzeitig verzichtest du auf Taten, die Leben von Menschen retten könnten ohne deines auf irgendeine Art und Weise zu beeinflussen. Na ja. Ich kann das nicht ernst nehmen.

    Ich finde du gehst zu weit. Du weißt nicht was ich tue um Leid zu verhindern!
    Und du weißt nicht was ich bisher getan habe, um Menschen zu retten.
    Du gehst automatisch davon aus, das - wenn ich hier zum Thema Organ-Spende egoistische Vorbehalte habe - dann automatisch in jede Richtung egoistisch denke. Meine Behauptung Leid zu verhindern, bezieht sich hier auf Gewaltfreiheit, die Dinge die ich anspreche, oder über die ich schreibe, sind im Vergleich zu den Dinge die ich mit anderen Menschen erlebt habe, sehr banal.


    Mosti du bist wirklich total überheblich in deiner Art über andere zu werten!


    Grüße von Yen.

  • Vorerst mal regt es mich auf, dass Menschen hier den Tod von anderen befürworten, weil sie Angst um ihr Rentenalter haben etc. Solidarität statt Konkurrenz verdammt! Wenn jemand die Möglichkeit hat anderen das Leben zu retten und es nicht tut, ist das meiner Meinung nach gleichzusetzen mit jemandem, der eine verletze Person sieht und sich denkt "Ja.. Hmm.. Renten, Überbevölkerung und so... Der ist ja sowieso schon bizzl alt.. Lass ich ihn halt verrecken, ist ja meine freie Entscheidung".

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Ich glaube, dass körper und seele eines sind und könnte mir nicht vorstellen, mich ausweiden zu lassen.

    Das ist so eine Sache, die ich irgendwie nicht nachvollziehen kann.
    Wir schädigen unseren Körper täglich mit Zigaretten, einem Übermaß an Fleisch und Fett, Alkohol, Straßenabgase, etc und das noch, während wir uns in ihm befinden!
    Nach unserem Tod lassen wir uns bei 1200°C verkohlen und das was dann noch übrig ist zermalen und zerstampfen. Oder wahlweise in der Erde von Millionen von Maden zerfressen, welche sich über Augen, Nase, Mund und After in unseren Körper bohren und welche in ihrer zweiten Entwicklungsstufe eine solch hohe Wärme bilden, dass auch die restlichen Flüssigkeiten aus uns verdampfen. Danach fallen wir aus unserer Aufblähungsphase als trockener Klumpern in uns zusammen.


    Also in wie fern ist es da schlimmer ein gesundes Organ, welches noch zum Weiterleben fähig wäre, wenn der Rest nicht tot wäre, chirurgisch und sauber zu entnehmen und damit ein oder mehrere Leben zu retten.


    Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Das ist ziemlich irrational. Zu viel "The Eye" geschaut oder was? :D


    Natürlich ist es euer Recht, keine Organe zu spenden, und das will ich auch ganz sicher nicht nehmen, aber irrational finde ich es trotzdem irgendwie. ;)
    Vielleicht bin ich hier auch diejenige, die nicht richtig durchblickt und der ihr Körper einfach nicht wichtig genug ist.


    Und ich glaube auch nicht, dass ihr bei einer schlimmen Krankheit so ehrlich wärt zu sagen: "Ach, lass das mit der Spenderniere bei mir mal, ich hätte meine auch nicht abgegeben."


    Ganz liebe Grüße, Sina

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

  • @ corvus corax,


    ich wusste, dass das kommt. Ich helfe gern und überall. Und wie ich verbrannt werde oder überhaupt, habe ich noch gar nicht beschlossen, was ich aber weiss, ist, dass ich nicht auseinandergenommen werden möchte. Das wiedert mich einfach an. Ich sehe mich als ganzheit und nicht als ersatzteillager. Sorry, ist meine meinung und das soll sie auch bleiben. Ob du es irrational empfindest oder nicht, ist nicht mein problem.
    Ich bin eine person, die gerne hilft, wer mich kennt, weiss das, deswegen lasse ich mich hier nicht als buhmann abstempeln, nur weil mir der gedanke, etwas auszuweiden und woanders reinzupflanzen komplett aufstösst und mir ein falsches gefühl hinterlässt.
    Wenn ich totkrank auf eine spenderniere warte, weil ich jeden 2. tag an der dialyse hänge, dann warte ich wie jeder andere auch. Aber ich bin mir auch bewusst, dass ich es nicht schaffen könnte. Und der gedanke, ein fremdes organ in mir zu tragen, ist schon komisch, auch wenns mir mein leben retten könnte. Da tickt wohl jeder anders und mit analytischem denken hat die geschichte nicht viel zu tun, sondern mit meinem gefühl dazu.

  • Man muss differenzieren, wenn ich anderen Menschen helfen kann, dann tue ich es, immer und überall.
    Das ist für mich ein Ausgleich zu meinem eigenen Ego.
    Ich frage mich halt bei dieser Diskussion warum Menschen die aus ganz persönlichen Gründen nicht spenden wollen, angegriffen werden.
    Auf der einen Seite wird ein gesundes maßvolles Leben so was von ignoriert (Drogen, Alkohol, Fleisch, Fett usw) und auf der anderen Seite wird einem Egoismus vorgeworfen wenn man seine sowieso schon kaputten Organe nicht auch noch spenden will.
    Will jemand meine kaputte Lunge, oder mein Hepatitis Leber, oder meine kurzsichtigen Augen?
    Bekomme ich dafür seine gesunden Augen, seine gesunde Lunge und eine neue Leber? (EDIT: Ich habe mich verschrieben, ich meine Leber und nicht Niere.. ist eigentlich egal ist sowieso alles im Eimer - grrr blödes Thema)


    Was soll das eigentlich?
    Ich bin der Meinung ich darf sehr wohl sagen, wenn ich etwas nicht will, das ist mein Recht und verdammt noch mal, ihr könnt traurig sein, oder euch drei mal im Kreis herum drehen, es nicht kapieren. Es ist mir ehrlich gesagt egal.
    Ich finde dieses ganze Thema total verlogen.
    Das leben besteht nicht nur darin, möglichst lange am Leben zu bleiben. Sondern das man während seines Leben endlich mal kapiert, das es mehr gibt, als den Menschen und seine Bedürfnisse.
    Ja ich verzichte auf ein Organ, das habe ich schriftlich hinterlassen. Ich gehöre zu denen die ganz bewusst sterben wollen, wenn ihre Zeit da ist.
    So das musste endlich mal raus!


    Grüße von Yen.

  • Es ist ok nicht zu spenden, es ist aber nicht ok dies rational versuchen zu rechtfertigen. Und alle die nicht spenden können, sind ja davon sowieso nicht betroffen.

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Sagen wir mal so, ich würde nie einen menschen für mein sterben verantwortlich machen, nur weil er seine organe nicht gespendet hat. Genauso wenig mache ich den rest der welt dafür verantwortlich, dass ich krank geworden bin...;-) und schon hat sich diese diskussion für mich erübrigt...;-)
    Solche gedanken kamen mir noch nie. Vielleicht etwas hinterwäldlerisch, aber ist so....;-) und gebt doch zu, ihr habt auch noch nicht oft darüber nachgedacht, eure organe irgendwann mal zu spenden, wenn ihr gestorben seid. Ich denke, das machen die wenigsten. Vielleicht denke und fühle ich aber auch so, weil ich eben krank bin und meine organe zum teil nur zur hälfte funktionieren. Ich bin dankbar dafür, dass sie nicht komplett ausfallen. Da dies ein resultat einer langsam und stetig schleichenden autoimmunreaktion ist, und nicht ein notfall von null auf hundert, fühlt es sich doch ganz anders und weniger dramatisch an. Man substituiert hormone oder stellt seine ernährung um, so arrangiert man sich halt. Zum thema stammzellen gibt es auch noch einiges zu sagen, es gibt kliniken, z.b. im düsseldorfer raum, die schwer erkrankten die stammzelltherapie anbieten, jedoch mit keinem erfolgsversprechen, sondern einer möglichkeit der genesung. Dort werden adulte stammzellen ins rückenmarkt injeziert und je nachdem, welche organe betroffen sind, sollen sich zerstörte körpergewebe regenerieren oder komplett ersetzt werden. Da aber nicht alle organe bzw. zellgewebe erneurt werden können mit adulten stammzellen ist ihr einsatzgebiet begrenzt. Nervenzellen z.b. können ersetzt werden. Diese art der therapie wird nicht von den kassen getragen und wird vornehmlich bei seltenen autoimmunerkrankungen wie ms oder lupus eingesetzt. Bei ganz aussergewöhnlich schweren fällen des lupus wurde auch schon mal komplett von einer krankenkasse übernommen. Beim lupus kommt es zu entzündungsschüben im körper und jedes gewebe kann angegriffen werden. Sind organe dermassen zerstört und das blut überfüllt mit immunkomplexen, dann hilft keine plasmapharese mehr, dann muss man ganze organe retten...;-)


    Das als alternative zu spenderorganen wäre sinnvoller, denn wer findet auf die schnelle schon organe, die allesamt zum erkrankten passen...;-)

  • Zitat

    Es ist ok nicht zu spenden, es ist aber nicht ok dies rational versuchen zu rechtfertigen. Und alle die nicht spenden können, sind ja davon sowieso nicht betroffen.

    Wer sagt denn sowas?
    Wer bestimmt was ok ist und was nicht?
    Wer bestimmt, was rational ist und was nicht?
    Wahrscheinlich brennt mir heut der Kragen, aber so etwas geht mir allgemein auf den Zeiger.


    Rational bedeutet lediglich: Vernunft orientiertes Denken - Lateinisch: rationalitas = Denkvermögen, abgeleitet von ratio: Vernunft.
    Wenn jemand aufgrund seiner Erfahrung/Gedanken/Beobachtung für sich entschieden hat, etwas nicht zu tun (oder zu tun), dann handelt er rational, eben weil eine Analytische Beobachtung ein Denken voraussetzt.
    Das hat übrigens auch nichts mit Emotionalität zu tun, beides kann man leicht vereinen, indem man über seine Gefühle nachdenkt und die Handlung danach abwiegt.


    Wenn ich heute aus den Bauch entscheiden würde meine Organe zu spenden, würde ich emotional handeln und nicht rational.
    Wenn ich aber darüber nachdenke, was mir an der ganzen Sache zusagt oder misshagt, meine Gefühle sozusagen Analysiere geht das großen Schrittes in die Ratio.
    Ob ich spenden kann oder nicht, spielte in meinem Fall nur eine untergeordnete Rolle.


    Grüße von Yen.

  • ist zwar OT. aber trotzdem.


    Wenn wir beerdigt werden, werden wir nicht von Maden gefressen. Das hat auch leicht nachvollziehbare Gründe.


    1. der Sarg: bis der Eichensarg verfällt gibs da nicht mehr viel zu fressen.


    2. die Tiefe: die ganzen Aas-suchenden Fliegen und Käfer würden uns da gar nicht finden.

  • Zitat von Mostwanted

    Kann man wohl. Alles wird in diesem Forum in Frage gestellt, aber nicht der Kapitalismus.

    Überpopulation -> Ausrede zum Nichtspenden -> Kapitalismus?!?
    Darf ich mal wissen, was du dir hier grade wieder für eine Verschwörungstheorie zusammenspinnst?! :cursing:


    Du interpretierst grad in alle Menschen das schlechteste hinein. Und damit gehst du zu weit. Das grenzt schon an "unter Druck setzen".


    Und da du es ja anscheinend nicht kapiert hast:
    Ich bin NICHT dafür, dass man alle alten und kranken Menschen vernichtet!
    Meine Fresse, wie ich es hasse, sowas immer noch extra dazu erwähnen zu müssen, weil irgendein Gutmensch wieder wild interpretieren muss.
    Ich dachte eigentlich, da hätte ich beim Thema "Zweischneidiges Schwert" schon ausreichend zu gesagt, aber einige wollen dann lieber austeilen...


    Und zum Thema Überpopulation:
    Ja richtig, der Planet könnte theoretisch 12 Milliarden Menschen Ernähren. Aber ich könnte aus deinem Link leider nicht alle Bedingungen dafür herausfiltern.
    Vorraussetzungen wären eine gerechte Verteilung aller Nahrungsmittel (dies ist schonmal nur mit Abschaffung jeglicher Weltwirtschaft, dem Weltfrieden, der Einführung eines Weltstaates und einem enormen logistischen Aufwand möglich).
    Aber wie siehts mit der Anbaufläche aus? Geht man von der Momentan bestehenden Anbaufläche für Nahrung aus? Oder von der Gesamten Anbaufläche (also auch alles, was heutzutage nicht in Nahrung, sondern in die Industrie geht, wie Verpackungsmaterialien und Energiegewinnung jeglicher Art)? Oder geht man sogar von der global möglichen Anbaufläche aus?


    Desweiteren sehe ich es auch nicht ganz richtig, eine Population nur am globalen Rohstoff- und Platzvorkommen zu messen.
    10.000 Wölfe sind global gesehen noch keine Überpopulation Wenn sich allerdings alle 10.000 Wölfe in die Lausitz pressen, dann ist das definitiv eine Überpopulation...


    Zitat von Yen

    Wahrscheinlich brennt mir heut der Kragen, aber so etwas geht mir allgemein auf den Zeiger.

    Diesmal bin ich wohl der Empath, denn ich kann das gerade seeehr gut nachvollziehen...


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

    Einmal editiert, zuletzt von Davy Jones ()

  • Wenn wir beerdigt werden, werden wir nicht von Maden gefressen. Das hat auch leicht nachvollziehbare Gründe.


    1. der Sarg: bis der Eichensarg verfällt gibs da nicht mehr viel zu fressen.


    2. die Tiefe: die ganzen Aas-suchenden Fliegen und Käfer würden uns da gar nicht finden.

    Du weißt schon, dass sich viele Tiere durch Holz fressen?
    Wie Maden entstehen, können sicherlich andere besser erklären, mir wird schon ganz schummrig wenn ich drüber nachdenke (das sind die einzigen Tiere bei denen mir übel wird - was mir ausserordendlich leid tut, was ich aber leider nicht ändern kann).
    Ich weiß allerdings wie eine Leiche aussieht, wenn man sie nach einiger Zeit aus ihrem Sarg holt.
    Kein besonders schöner Anblick - da hilft nur Einbalsamieren.


    Liebe Grüße von Yen.

  • Hallöchen,


    die verwesung findet ohne sauerstoffbeteiligung auch ohne aasfauna statt, siehe sarg. Wir verwesen darin nur nicht so schnell, dafür sorgen bakterien und pilze...;-) aber was hat das nun mit organspenden zu tun??? Ich weiss nicht, was mit organspendern passiert, werden sie verbrannt oder wieder zugemacht und in den sarg gepackt???
    Was lexidriver im anderen thread beschreibt, unterstreicht mir mein gefühl von ersatzteillager und einer art willkür. Das muss schrecklich sein, so "behandelt" zu werden, erst recht, wenn die mediziner nun noch kriterien finden müssen, ab wann man "tot" ist. Komme mir vor wie in einem gruseligen horrorfilm wie hostel, ich konnte diesen genau so lange schauen, bis die erste bohrmaschine den oberschenkel durchbohrte.
    In östereich werden tote also generell ausgeschlachtet und in der schweiz darf man dahingegen selbst entscheiden, wann man gehen will....ich komme nicht mehr klar.
    Ich wünsche mir, ein friedvolles ableben und möchte danach auch nicht geschlachtet werden. Falls ich einmal in die lage kommen sollte, künstlich am leben erhalten zu werden, obwohl es klar ist, dass ich nie wieder bei klarem bewusstsein sein werde, dann möchte ich erlöst werden aus diesem zustand. Ich finde, jeder soll zu lebzeiten darüber entscheiden, was für ihn wichtig ist. Der eine spendet eben organe, der andere nicht. Ich würde aber nie wollen, dass ein gesetz darüber bestimmt. Ich denke, wir haben auch nach dem tod noch wenigstens das recht darüber zu bestimmen, was mit unserem körper passiert. ( verbrennen oder nicht z.b.) man kann sich ja auch aussuchen, wie man beerdigt wird, schon da gibt es unzählige möglichkeiten.