Hochzeit und Ehe

  • Zitat

    Sind mein Mann und ich denn wirklich die einzigen Deppen, die aus Liebe heiraten? Wir sind beide arme Schlucker, haben kein Kind, und kriegen auch keinerlei Steuervorteile durch die Ehe.


    :mrgreen: Keine Angst Tina, hier gibt es noch einen größeren Deppen und der bin ich.
    Weiß nämlich schon seit meiner Jugend, daß ich für eine Zweierbeziehung nicht geeignet bin und habe trotzdem geheiratet.
    Mittlerweile sind es schon 9 Jahre und wir haben eine schöne Zeit.
    Besser als vorher.
    Kann mir eigentlich gar nicht mehr vorstellen, daß ich mich trenne.

  • Klar, dass Beziehungen und Ehen heute schneller auseinandergehen, als früher... Man ist nicht mehr vom anderen abhängig, es ist keine Sünde mehr, etc... Und dass früher Beziehungen glücklicher waren, ist totaler Schwachsinn... Ich glaube, dass eine Beziehung sowieso nur dann glücklich sein kann, wenn man vom Partner nicht erwartet, dass er einen unterhält (nicht im Sinne von Geld jetzt, sondern im Sinne von Entertainment :) aller Art), das heißt, wenn man ihn nicht fortwirft, sobald der "Alltag" (oohh, böses Wort) einkehrt. Aber Leute, die von einer Beziehung nichts als Spass und Spannung erwarten, haben meiner Ansicht nach sowieso keine Ahnung von Liebe, ob mit Trauschein oder ohne :)


    Wollte das mal loswerden...

  • wenn man bedenkt , dass die meiste sexuelle und körperliche Gewalt immer noch in beziehungen und Ehe erfahren wird muss man sich über Scheidungsraten nicht wundern , denn heute kann und darf Frau über sich selbst bestimmen und ist nicht mehr die Sklavin die alles erdulden muss ...immerhin schrieb das Gesetz noch in den 50 Jahren vor , dass die Ehefrau alle sexuellen Variationen , wann immer ER möchte , !wohlwollend! zu akzeptieren habe ...und viele Menschen sehen den Partner immer noch als persönlichen Besitz an , und erkaufen sich mit der Ehe , nur dass alleinige sexuelle Verfügungsrecht , als Erfüllungssklave der eigenen Egoistischen Wünsche und Träume , in denen der partner eine fest zugeschriebene Rolle zu erfüllen hat ...ohne wiederworte oder eigene Gedanken , Wünsche und Träume ...

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Naja, Extremisten gibts auf jeder Seite. Glaube nicht, dass jeder Mensch jüdischen Glaubens so denkt.


    Besonders lustig fand ich den Satz:


    Zitat

    Wir Juden sind Nachkommen von Abraham, Isaak und Jakob.


    Natürlich... Auch jeder Konvertit übernimmt den allgemeingültigen Stammbaum. :mrgreen:

    Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen, was es zum Abendbrot gibt. Freiheit ist, wenn das Schaf eine Heckler&Koch hat.


    Konquistadore: Mit einem großen Knall auftauchen macht eben viel viel mehr Eindruck als wenn einer angeschlurft kommt und sagt:"Jo, denne bin euer Gott, läuft!"

  • Um nicht mißverstanden zu werden, die Kritik bezog sich auf diese spezielle Seite. Leider kenne ich mich nicht aus, wieviele Ehen es zwischen Juden und anderen Glaubensrichtungen oder auch Atheisten es gibt. Im Christentum ist das nicht weiter ungewöhnlich und auch beim Islam ist dieser strikte Zwang Muslim zu sein, wohl inzwischen stark aufgeweicht.

  • Also ich denke man muss unterscheiden zwischen der standesamtlichen Heirat und der konfessionellen.


    Natürlich können standesamtlich alle Heiraten.


    Konfessionell sieht das schon anders aus. Heiratet man katholisch muss zwar der eine Partner nicht katholisch aber mindestens christlich sein. Moslem oder jüdisch oder buddhistisch oder was auch immer geht nicht.
    Per Definiton nimmt dann bei der Hochzeit die evangelische Frau die Religion ihres Mannes an.
    Grund ist, bei der Hochzeit handelt es sich um eine Salbung. Diese kann natürlich nur Angehörigen einer Religion gegeben werden.


    Evangelisch kann man auch ökomenisch heiraten. Was mit Hochzeiten mit Fremdreligion ist, da habe ich keine Kenntnisse.


    Jüdisch wird auch nach Ritus geheiratet (das mit dem Glas zertreten und so). In liberalen Gemeinden wird der Partner während der Hochzeit in den Kreis der Gemeinde aufgenommen und quasi in den Stamm der Juden. Bei orthodoxen Gemeinden muss man erst Jude werden und durch Studium der Thora und Prüfung vor einem Rabbi nachweisen das man die Regeln kennt und lebt. Man braucht Fürsprecher und dann kann man erst heiraten.

  • Und... nur weil etwas lange Zeit bestand hatte, muss es nicht richtig sein. Menschen neigen manchmal dazu, konservativ zu sein und Veränderungen als böse zu bewerten. Ich zum Beispiel bin extrem froh, dass Linkshänder nicht mehr umprogrammiert werden, und auch, dass ich einem guten Freund zu seiner Hochzeit mit seinem Mann gratulieren konnte. Und das, obwohl ihm sicherlich viele Leute versucht haben zu beweisen, wieviel toller es als Mann doch mit einem Steak auf dem Teller... äh... einer Frau an seiner Seite ist.


    Grüße,
    DocMaT


    Das finde ich eine sehr, sehr lobenswerte Einstellung :!:


    Einer meiner besten Kindheitsfreunde wird auch einen Mann heiraten. Mir hat er sich schon recht früh in der Schule mit seinem "Geheimnis" anvertraut. Abgesehen von seinen Eltern war ich sogar einer der ersten, die von seiner Vorliebe wussten. Für mich war das nie ein Problem? Warum auch? Aber man muss wissen, dass wir in einer recht katholischen und konservativen Kleinstadt aufgewachsen sind, wo man über so etwas gerne geschwiegen hat.


    Im Spätherbst wird er jetzt auch, ganz offiziell und in feierlicher Zeremonie, einen Mann heiraten. Beide sind beruflich ziemlich erfolgreich, trotzdem sehr bescheiden und sprühen nur so vor Humor und Lebensfreude und ich gönne den beiden ihr Glück einfach nur, denn es war wahrlich kein leichter Weg!


    Ich war zwar schon auf einigen Hochzeiten, dass ist aber die, auf die ich mich am meisten freue. Eigentlich wäre ich gerne Trauzeuge gewesen, doch dafür wurden schon zwei andere Personen ausgesucht. Da ich aber in Teilzeit als selbstständiger Fotograf arbeite, bin ich nun auch der offizielle Fotograf der Hochzeit :)


    Als Geschenkidee habe ich mir auch schon etwas ganz besonderes einfallen lassen. Ich werde für die beiden eine solche Hochzeitshomepage erstellen, in dem dann auch alle Fotos und Videos zur Zeremonie zu finden sind. Da beide beruflich im IT-Bereich tätig sind, würde ein solches Geschenk meiner Meinung nach auch ganz gut passen.


    Weiß eigentlich jemand, ob man eine solche Homepage erst einmal mit einem Passwort versehen kann? Es wäre gut, wenn erstmal nur eingeladene Gäste Zugriff auf die Seite hätten. Mit der Erlaubnis der beiden könnte ich die dann später auch öffentlich machen. Sie werden da sicher nichts dagegen haben, aber ich will sicherheitshalber vorher fragen.


    Edit Ricya: Beitrag abgetrennt und eigenes Thema erstellt.....hat mit Vegetariern nicht wirklich was zu tun

    der WLAN gesteuerte Turbodieselrasenmäher von Dschingis Khan wird auch dich bald einholen! :twisted:

  • ch wäre ja sogar für eine Abschaffung der gesetzlichen Ehe. Wer braucht das heutzutage noch?


    Und wie werden dann die diversen Annehmlichkeiten die mit einer Ehe einehrgehen gesetzlich geregelt?

    Was du heute kannst besorgen, ist mit Sicherheit nicht derart wichtig, dass es sich nicht auch verschieben lassen würde!

  • Der angedachte Sinn der Boni ist ja, dass dadurch Leute belohnt werden, die sich vertraglich verpflichten, in Notfällen finanziell füreinander einzustehen.
    Halte aber den Fokus auf Kinder relavanter, und da besteht ja das Problem, dass unverheiratete Paare mit Kindern im Vergleich zu verheirateten deutlich benachteiligt werden.
    Soll heißen, der Ehe die zusätzlichen Rechte und Pflichten zu entziehen und dafür mehr Kohle in Eltern zu stecken, würde mir tatsächlich wie ein Fortschritt scheinen. Ein gigantischer Anteil der Ehen endet eh schnell.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • ...in dem man alle Menschen gleich behandelt, egal ob sie sich in eine Ehe befinden oder nicht?
    Stichwort Gleichberechtigung.


    Dann erklär das mal bitte konkret am Beispiel der Hinterbliebenenrente.

    Was du heute kannst besorgen, ist mit Sicherheit nicht derart wichtig, dass es sich nicht auch verschieben lassen würde!

  • Ich sehe das ähnlich wie du, nämlich dass das Konzept der Ehe überholt ist. Ich habe schon sehr oft mitbekommen, dass die Beziehung nach der Hochzeit in die Brüche ging, da durch den Vertrag (Klingt das nicht romantisch?) es gesetzlich verboten ist sich zu trennen und deshalb der Anreiz etwas für die Beziehung zu tun, damit diese nicht in die Brüche geht, verloren geht.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.