Veggie-Day - Sinn oder Unsinn?

  • Ich weiß gar nicht, was ihr habt.
    Ich fände solch einen Tag gar nicht schlecht. Von mir aus könen auch ruhig Eier, Milch, Honig und Gelatine weg dan müsste ich nicht mehr genau hinschauen. :baetsch:
    Nebenbei bemerkt würde es der westichen Bevölkerung nicht einmal schaden, wenn man einen essenslosen Tag einführen würde. :)
    Man muss sich nur mal überlegen, wie sich Menschen früher ernährt haben. Dort gab es Fleisch nur alle paar Wochen mal. Selbst wenn man nur einmal die Woche ein Huhn schlachtet sind das immer noch 52 Hühner im Jahr und soviele Tiere hatten damals nur wenige Menschen. Fleisch war teurer Luxus und mitnichten etwas selbstverständliches. Es war eher eine Zusatznahrung. Ein Zubrot. Ich weiß nicht, warum das heute nicht ebenso sein sollte. Klar, können wir es uns jetzt leisten, aber das kann doch kein grund sein?
    Ich schlürf doch auch nicht 5 Liter reines Fett nur weil ich es mir leisten kann. Drogen sind hier auch recht günstig zu bekommen, dennoch konsumiere ich sie nicht.
    Unser maßloser Konsum hat uns sämtliche Relationen vergessen lassen.


    Pro Veggieday!



    EDIT:


    Zitat von Animus

    Ekelhafte vegetarische Speisen werden wohl niemanden vom Fleisch weglocken.


    Tut mir leid, mein Guter, aber wenn das Zeug bei dir ekelhaft schmeckt, machst du etwas falsch. ;)
    Klar es gibt immer verschiedene Geschmäcker aber ekelhaft? Bei mir schmeckt nichts ekelhaft. :(



    Gruß Sinchen

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

  • Ja, da bin ich ein klein wenig arg Vorurteilsbelastet. Immerhin sind gerade die Grünen die Vorreiter des Gutmenschentums, auch was Halal angeht.

    Das eine hat doch mit dem anderen nix zu tun.


    Aber aufzwingen sollte man niemandem etwas.

    Ich lese hier immer, das es aufgezwungen wird, etc.
    Was ist denn, wenn es in der Kantine Fisch gibt? Auch kein Fleisch im geschmacklichen Sinne.


    Oder anderes Beispiel: bei mir in der Gegend ist es ein ungeschriebenes Gesetzt, dass Freitags Wurst-Gulasch mit Nudeln-Tag ist. Da flippt auch nicht die Halbe Region aus, wie man denn bitte Allen die geliebte Kartoffel vorenthalten kann.


    Und dann noch das ständige "Ich esse was ich will!".
    Das ist doch auch Quatsch. Tagtäglich bestimmen etliche Gesetzte, Reglungen und Vorschriften was wann wo und wie gegessen wir, und was nicht.
    Wann seit ihr das letzte Mal mit einer schönen Portion Softeis durch den H&M geschländert? Oder habt euch in der S-Bahn eine Tüte Fritten gegönnt.
    Softgetränk beim Hallensport? Vergesst es...
    Ja, es kommt sogar noch schlimmer: Mir ist es vom Staat verboten 5 Tage die Woche zwischen 8 und 18 Uhr ein kühles Bierchen zu genießen. ;)


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Ich esse allgemein nur wenig Fleisch und in der Mensa esse ich zu fast 100% sowieso vegetarisch, weil ich das Fleisch dort widerlich finde, dennoch halte ich den Veggie Day für Bevormundung. Man soll eher besseres vegetarisches Essen anbieten, d.h. statt komischer Grünkernbratlinge z.B. leckere Sojawürstchen. So könnte man sicher viele Fleischesser eher davon überzeugen, dass vegetarische Kost nicht nur aus Körnern und Gemüse besteht. Ich selbst esse beispielsweise in der Mensa immer nur die Tofucurrywurst, weil sie mir einfach besser schmeckt als die echte Wurst.

    "Ich bin ein Nachtschwärmer. Am helllichten Tage bin ich kaum zu gebrauchen." ~ Graf Krolock (Tanz der Vampire)

  • Ich fände einen Veggie-Day nicht schlimm, da ich eh nicht so die Fleischesserin bin, aber trotzdem finde ich, dass man so einen Tag nicht unbedingt einführen muss.


    Von mir aus kann es ihn geben und es würde vllt auch etwas bringen - man kann ja die ganze restliche Woche und morgends und abends entscheiden, was man ist.
    Und wem es nicht passt, der soll sich eben selber was mitnehmen.


    Man könnte es ja auch langsam einführen mit alle zwei Wochen ein Veggie-Day (;


    Was ist schon so schlimm daran einen Tag kein Fleisch zu essen. Es gibt ja dann auch bestimmt mehrere Gerichte. Wenn einem Tofu nicht schmeckt, dann gibts genug anderes.
    Gemüsepfanne, Salate. Nudeln und Kartoffeln bestehen ja auch nicht aus Fleisch, darauf muss man ja dann auch nicht verzichten.

  • Also ich empfinde das ganze als eher unnütz. Wenn ich Lust auf Fleisch habe in der Kantine, will ich nicht hören:"Nö du, heute ist Vegetarischer Tag!".


    Dieses:"Manche wissen garnicht, wo Fleisch/Milch/Eier herommen" ist denke ich kein wirkliches Argument, das ist nur bei ganz wenigen Menschen so. Es gibt welche die sagen, ihr bösen Jäger, kauft euer Fleisch im Supermarkt wo kein Tier dafür sterben muss, ja, aber das sind eben seltene Exemplare einer sonst doch recht intelligenten Gattung. Wenn ich sage, ich habe heute Lust auf Gemüse-Reispfanne, kann ich das immernoch essen.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • Zitat

    Tut mir leid, mein Guter, aber wenn das Zeug bei dir ekelhaft schmeckt, machst du etwas falsch. ;)
    Klar es gibt immer verschiedene Geschmäcker aber ekelhaft? Bei mir schmeckt nichts ekelhaft. :(


    Hmm, da hast du mich etwas falsch verstanden :D
    Vegetarische Gerichte sind genauso lecker wie fleischhaltige Speisen.
    Ich wollte eher darauf hinaus dass in Kantinen die Qualität der Gerichte oftmals etwas ernüchternd ist :mrgreen:

    Sit down before fact as a little child, be prepared to give up every preconceived notion, follow humbly wherever and to whatever abysses nature leads, or you shall learn nothing. -Thomas Henry Huxley

  • Als würden wir in totaler Freiheit leben, schreien wir hier wegen Bevormundung auf, obschon wir überall bevormundet werden und in diesem Fall vielleicht sogar mit positiven Folgen.

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Es sollte zwar Ziel sein, dass wir im allgemeinen deutlich weniger Fleisch essen, aber ich glaube das ist nicht gerade der richtige Weg.
    Ich fände es besser, wenn die übelsten Bedingungen in der Fleischproduktion verbessert werden. Das würde zwar die Preise erhöhen, aber ich denke die Leute würden weniger Fleisch essen und es mehr schätzen. Leider wird aber alles auf extrem Billig getrimmt mit entsprechenden Folgen für Mitarbeiter (extrem niedrige Löhne), Tierquälerei, extreme Klimaschädigung und Landverbrauch für Viehfutter...
    Irgendwie wird es mir immer recht grausig, wie extrem billig Fleisch im Supermarkt angeboten wird, da wundert mich gar nichts mehr...

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Und wieder wären wir an einer Stelle, wo wir den Kapitalismus zu hinterfragen hätten müssen sollen.

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Ich glaube das ist nicht ein Problem des Kapitalismus sondern ein Problem des Menschen allgemein.
    Ich denke, egal was für ein System es gibt, es wird immer Menschen geben, die das ausnutzen werden, und das nicht nur irgendwelche pöhsen Firmenbosse sondern auch der "kleine" Mann. Es ist leicht die Schuld auf andere zu geben, aber wir selber fördern das alles ja.
    Jeder weiß wenn er ein elektronisches Gerät oder ein 5-Euro T-Shirt kauft, dass Menschen dafür leiden und sterben, dass die Umwelt übelst zerstört wird, aber trotzdem kaufen wir es. Wäre den Kunden das Leid der Menschen nicht egal, dann würden sie die Produkte nicht kaufen und die Firmen würden umdenken müssen, aber solange der Großteil der KUNDEN das akzeptiert wird es auch so weiter gehen.


    Jeder weiß, dass er durch sein Verhalten viel Leid anderen zufügen kann, aber das eigene Wohl (oder von nahen Verwandten/Freunden) ist halt deutlich mehr Wert als die von unbekannten. Da würde ein Systemwechsel vom Kapitalismus zum Kommunismus oder was auch immer nichts daran ändern. Die Menschen werden immer andere Menschen ausbeuten, im kleinen oder großen, wenn sie die Möglichkeit haben. Dann gibt es vielleicht mal wieder ein Medienbericht über einen Skandal, alle regen sich auf und einen Monat später ist alles wieder beim alten.
    Wenn man wirklich etwas ändern will, muss man es bei SICH machen und anderen ein Vorbild sein. Bei anderen zu fordern ist leicht, aber wenn das jeder so macht, kann sich nichts ändern.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Der Mensch ist böse. uhuhu. Totschlagargument also.


    Ich kann mir ungefähr vorstellen, wie billige Elektronik oder auch Kleidung unter welchen Bedingungen produziert werden, aber wissen tu' ich es nicht. Und neben der ganzen Reizüberflutung, dass Ganze vom kleinen "Mann" noch zu verlangen, ist zu viel des Guten. Zudem kommt das Finanzielle noch dazu.


    Man kann in einem falschen System nicht richtig leben; das ist nichts anderes als eine Illusion und dient nur der eigenen Moral.

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


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    Erich Fromm

  • Aber jeder der Nachrichten liest, weiß was abgeht, sicher nicht im genauesten, aber wer behauptet nicht davon zu wissen, der WILL es nicht wissen.
    Ich sage ja nicht, dass der Kleine Mann alleine Schuld ist, aber zu sagen, dass er sich nicht auch selbst darum kümmern soll, ist für mich mehr als heuchlerisch.
    Aber was schlägst du als Alternative für den Kapitalismus vor? Und was würde sich jetzt groß an Ausbeutungen ändern? Was sollte sich ändern? Was würde das für uns bedeuten? Wären wir einverstanden?


    Sag einfach mal was du dir vorstellst, momentan höre ich nur Kapitalismus ist schlecht, aber ich höre keine Alternativen.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Zitat

    Aber was schlägst du als Alternative für den Kapitalismus vor? Und was würde sich jetzt groß an Ausbeutungen ändern? Was sollte sich ändern? Was würde das für uns bedeuten? Wären wir einverstanden?


    Wie du schon sagtest zerstört allein der Faktor Mensch jedes gerechte System.
    Ich würde dies nicht einmal als "der Mensch ist schlecht" bezeichnen sondern vielmehr als "der Mensch folgt seiner Natur"


    Zitat

    Und neben der ganzen Reizüberflutung, dass Ganze vom kleinen "Mann" noch zu verlangen, ist zu viel des Guten. Zudem kommt das Finanzielle noch dazu.


    Tut mir leid, aber jeder ist für seine Taten verantwortlich.
    Die Krux an dieser Situation ist einfach dass wir als Bewohner eines Wohlstandslandes mit so ziemlich jedem gekauften Gut armen Ländern schaden.
    Sei es nun ein simples Kabel, ein PC oder auch Nahrungsmittel. Das kapitalistische System ist für mich ehrlich gesagt auch ein Gräuel, aber welche realistische Alternative kann in diesem Fall vorgeschlagen werden? Homo homini lupus eben..

    Sit down before fact as a little child, be prepared to give up every preconceived notion, follow humbly wherever and to whatever abysses nature leads, or you shall learn nothing. -Thomas Henry Huxley

  • 1. Haben wir nicht wichtigere Themen in der Politik?


    2. In den Kantinen gabs schon immer vegetarische Alternativen. Das da ist nur Missionierung.


    3. Der Grund für die widerliche Massenhaltung ist nicht der verfressende Verbraucher, wie das immer so dogmatisiert wird, es sind die Subventionen. Die artgerechte Zucht ist durchaus machbar, nur lohnt es sich für die meisten Viehzüchter nicht, wegen der verkappten Agrarpolitik.


    4. Zum Klimawandel ist Klein-Deutschland eh viel zu unbedeutent im Gegensatz zu anderen Ländern.

  • Es gäbe vielerlei alternative Wirtschaftsformen, wie diese hier, man muss sich nur wagen es vorzustellen.


    Zitat

    aber wer behauptet nicht davon zu wissen, der WILL es nicht wissen.

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Zitat von Nachdenker

    1. Haben wir nicht wichtigere Themen in der Politik?

    Ich hasse dieses (pardon) dämliche "Argument".
    Es gibt immer ein Thema in der Politik, was wichtiger ist, als ein anderes. Im Endeffekt kriegen wir gar keins mehr gelöst.


    Zitat von Nachdenker

    2. In den Kantinen gabs schon immer vegetarische Alternativen.

    Falsch. Ein Flächendeckendes Angebot von vegetarischen Alternativen in Kantinen ist noch nicht gegeben. Es gibt überall noch Kantinen ohne Alternative (sofern man, wie ich, die täglich angebotene Folienkartoffel oder den kleinen Salat mit Brotkrumen nicht als Alternative annimmt).


    Zitat von Nachdenker

    Das da ist nur Missionierung.

    Für was? Einen gesünderen Lebensstil durch Maßvollen Umgangen mit Fleisch?
    Ja, stimmt. Diese dreckigen Missionare. Genauso räudig wie die, die für einen Maßvollen Umgang mit Alkohol werben. Ekelhafte Leute!


    Zitat von Nachdenker

    4. Zum Klimawandel ist Klein-Deutschland eh viel zu unbedeutent im Gegensatz zu anderen Ländern.

    Einer der Größten Klimasünder in Punkto CO2-Ausstoß ist die Massenrinderhalten, besonders in Argentinien. ;)
    Und Deutschland ist dafür nicht zu klein. Ich bin auch zu klein, um den Plastikmüll in den Weltmeeren zu stoppen. Aber trotzdem kaufe ich keine Alditüten und schmeiße die danach in die Ostsee.
    Aufschieben bringt gar nichts...


    Zitat von Nachdenker

    Der Grund für die widerliche Massenhaltung ist nicht der verfressende Verbraucher, wie das immer so dogmatisiert wird,

    Er trägt aber definitiv seinen nicht allzu kleinen Teil bei...


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Ich habe mir jetzt einen Teil durchgelesen (das mit der Planwirtschaft) und musste etwas schmunzeln. So wie das beschrieben wird, kann das ja in der heutigen Zeit kaum funktionieren, so lange man es mit sehr einfachen Produkten zu tun hat, kann das vielleicht funktionieren, aber wenn man z.B. Elektronikartikel, Internet, Autos von heute ansieht, dann besteht das aus einem gigantischen Netzwerk an Produktionsverflechtungen. Die heutige Wirtschaft ist gigantisch, wie viele Leute sollen in so einem Komitee sitzen? Wie soll sicher gestellt werden, dass es zu Entscheidungen führen kann? Die Rechnung Man braucht für dieses Produkt so und soviel Menschen Zeit und Mittel funktioniert bei den heutigen Produktionen überhaupt nicht mehr. Nehmen wir mal so etwas scheinbar einfaches wie eine Computermaus. Diese besteht schon aus zich Bauteilen, die in Massen produziert auch für andere Artikel benutzt werden können. Z.B. das USB-Kabel, oder der USB-Controller, oder Widerstände. Man muss also nicht nur betrachten was jetzt z.B. das zusammenbauen von meinetwegen 1 Mio Mäuse kosten würde, sondern ob z.b. durch höhere Produktion von USB-Kabeln die z.B. die Preise oder Ressourcen für andere Produkte verändern (wenn man sich also z.B. entschließt doch keine Mäuse zu bauen, so kann sich dadurch auf einmal die Situation von anderen elektronischen Geräten verändern). Man kann nicht einfach jedes Produkt einzeln ansehen, das macht einfach keinen Sinn, aber das komplette Gewirr zu betrachten und damit eine "Vernünftige" Lösung zu finden, bei denen alle oder die Mehrheit der Kommission einverstanden ist halte ich für illusorisch. Wie groß soll dann die Kommission sein? Um so kleiner sie ist umso weniger kann man überblicken, um so größer sie ist umso schwieriger wird es sein Entscheidungen zu treffen. Und selbst wenn man feste Regeln versucht zu entwickeln, werden diese immer zu einem gewissen Teil willkürlich sein. Wer soll entscheiden welcher Punkt wichtiger ist als welcher anderer. Wie kann man objektiv entscheiden ob z.B. eine Computermaus wichtiger ist als z.B. eine Klimaanlage im Auto, oder etwa ein bestimmtes Möbelstück oder ein Abendkleid...

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • Ist nichts weiter als Planwirtschaft die schon gescheitert ist und eh nur utopisch wie propanda war.


    Und wie viel mal scheint der Kapitalismus gescheitert zu sein und besteht trotzdem weiterhin? Der Kapitalismus hat nicht gesiegt, er hatte lediglich den Vorteil, dass die Idee von freier Marktwirtschaft breiter war als die Idee einer Plan- oder Bedürfnisorientierter-Wirtschaft und hat sich dadurch als einzige Wirtschaftsform durchgesetzt. Nicht weil es besser, sondern weil die Idee des Kapitalismus in den Menschen manifestiert war.



    @Team


    Könnt ihr alle Beiträge diesbezüglich in einem seperaten Thread zusammenfassen? Wir wollen ja nicht OT werden hier, obschon die Alternativen auch mit "Verzicht" zu tun haben. Wenn Menschen sogar aufzuschreien haben, wenn sie in ihrer Vollgefressenheit noch mehr Fleisch reinstopfen wollen mit der Begründung, sie wollen "unabhängig" entscheiden :bitchplease:


    res
    Sobald die Diskussion weitergeführt wird, werde ich mich auf deinen Post beziehen .



    In der Zwischenzeit ein interessantes Interview mit einem Kulturwissenschaftler unter anderem über Kapitalismus.

    „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Ja zum Kapitalismus und mögliche Alternativen lohnt sich schon ein anderer Thread.


    Thema:


    Es ist nie wirklich bewiesen daß Vegetarier gesünder leben. Lediglich ein paar Risiken wurden gemindert, dafür sind ein paar neue hinzugekommen, Stichwort: Lymphknotenkrebs.


    Seriöse Ernährungsexperten raten zwar zur Fleischreduzierung, lehnen aber Vegetarismus eher ab.


    Nochmal zur Massenhaltung: Tatsächlich wird zuviel Fleisch produziert, gleichzeitig zu wenig verzehrt. Dem Verbraucher trifft also nicht die Schuld, es ist tatsächlich die EU-Subventionspolitik. Dahinter steckt auch daß man eventuelle Nahrungsmittelknappheit (durch Krieg/Katastrophe) mit bewusster Überproduktion vermeinden will, trotzdem Reformbedürftig. Ist dann aber schon EU-Politik und weniger Bundesregierung.