Zwangseinweisung - Schwester

  • Guten Abend Liebe Gemeinde,


    es geht mir um folgendes.. auch wenn ich darüber bisher noch nicht offiziell gesprochen hab. Ich hab ne stark depressive Schwester.. soweit nichts besonderes sag ich mal, allerdings lehnt sie jede Form der Therapie ab und mein stattdessen sich ritzen zu müssen. :evil:


    Naja.. gut, nicht mein Bier (nicht falsch verstehen aber mir geht sowas eigtl. eher weniger nah da ich solche Themen einfach schon zu häufig durchhatte)


    Allerdings, hatte sie vorhin mal ihren Laptop ausversehen stehengelassen, und da hab ich ZUFÄLLIG gesehen das sie auf inen Suizidforum angemeldet ist.. die Kranke Scheiße. Die unterstützen sich gegenseitig bei ihren vorhaben.. frag ich mich, wie durch muss man im Kopf sein?!


    Naja meine Frage ist da eigtl. ob man nicht spätestens da mal mit der Mutter sprechen koennt und somit evtl. übern Arzt ne Zwangseinweisung verordnen kann?


    Ebenfalls ehrlich bin ich in folgendem, ich halt die Leute nicht mehr am Leben.. das hab ich genug getan und da ist mir Egal ob Freunde oder Familie.. Allerdings würde meine Mutter das psychisch ganz sicher nicht mehr schaffen da die Frau eh schon kaputt ist..


    wäre super ne Antwort zu erhalten.. Link zum Forum spar ich mir, den kriegt man auf Anfrage (und selbst da nicht jeder)


    mfg. Euer Krob

  • Wende dich an den psychosozialen Dienst der Stadt in der deine Schwester lebt. Nummer gibts beim Gesundheitsamt. Die können sie umtersuchen und einweisen, wenn es nötig ist.


    Außerdem hat jeder Arzt im Notfall das Recht dazu. Auch ein Notarzt. Eine bloße Mitgliedschaft in so einem Forum ist jedoch kein hinreichender Grund. Dazu muss eine akute Gefährdung vorliegen, also konkrete suizidale Absichten, ein Abschiedsbrief oder ähnliches.

  • Ich rate dir zu dem mit dem ich mit dir drüber gesprochen hab, und das mein ich ernst, das bewirkt wunder ;)

    Ich suche noch eine Inhaberin für ein Freehostingprojekt ;)
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    Was manchmal für verrückte Dinge geschehen..oÒ

  • Ich rate dir zu dem mit dem ich mit dir drüber gesprochen hab, und das mein ich ernst, das bewirkt wunder ;)


    Dürfen wir auch an dieser Aussage teilhaben oder soll es ein "großes Geheimnis" bleiben?
    Ansonsten ist es nur Spam und etwas, was Du Krobelus genausogut per PN mitteilen hättest können.


    Grüße Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Du kannst niemanden einfach so zwangseinweisen lassen ohne konkrete Notwendigkeit, das wäre ja noch schöner.
    Abgesehen davon wäre das ein absoluter Vertrauensbruch deiner Schwester gegenüber.
    Dein Post klingt so als ob Du sie einfach nur loswerden willst.


    Ehrlich gesagt spricht aus deinem Post ein gewisser Mangel an Empathie und Du hast ja offensichtlich auch nicht die Bereitschaft, dich selbst mit den Problemen deiner Schwester zu beschäftigen.
    Sofern sie minderjährig ist kannst Du deine Bedenken deiner Mutter mitteilen, sofern sie volljährig ist könntest Du erstmal das Gespräch mit deiner Schwester suchen, das ist dir aber anscheinend schon zu anstrengend.


    Was auch immer chris dir empfohlen hat klingt nicht nach einem seriösen Vorschlag, es gibt in so einer Situation nämlich nichts "was Wunder wirkt".

    Rise like Lions after slumber
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    Shake your chains to earth like dew
    Which in sleep had fallen on you
    Ye are many - they are few.

    Einmal editiert, zuletzt von Rodion ()

  • Was auch immer chris dir empfohlen hat klingt nicht nach einem seriösen Vorschlag, es gibt in so einer Situation nämlich nichts "was Wunder wirkt".


    Da pflichte ich Rodion bei.
    Darum habe ich auch nach diesen ominösen "Ratschlag" gefragt.


    Ich war die letzten Monate viel mit suizidgefährdeten Boderlinern zusammen. Manchmal ist die Situation und die Psyche dieser Menschen überaus komplex und sehr tief verankert.
    Manche hatten wir dabei, bei denen selbst langjährige Therapeuten irgendwann mit ihrem Latein am Ende waren, vor allem, wenn die Erkrankten selbst nicht an großer Mitarbeit interessiert waren.
    Da gibt es in der Tat keine "Wunder die irgendwie wirken" können.


    Und rumexperimentieren bei Menschen mit dieser Art der psychischen Erkrankung kann auch gefährlich sein.


    Zuerst sollte man mit Verständnis darauf reagieren und nicht mit Drohungen (wie z.b. Zwangseinweisung), denn dann erreicht man genau das Gegenteil.
    Am besten wäre einfach mal bei Beratungsstellen oder Ärzten nach zu fragen, welche Möglichkeiten man hat um Betroffenen zu helfen.


    Dazu, Krobelus, würde ich empfehlen zuerst ein Gespräch mit der Familie zu führen, sich dann Beratung einzuholen und anschließend mit der Schwester reden welche Möglichkeiten es für sie gibt. Evtl. kann sie sich dann mit irgendeiner Art von Hilfe anzufreunden. ;)


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Grundsätzlich schließe ich mich den anderen soweit an. Nur indem konkrete Hinweise für ein solches Vorhaben vorliegen kannst du was machen.


    @ Rodion, ohne dich angreifen zu wollen aber was du ihm da andichtest ist nicht ganz richtig.


    Das was Krobe so schreibt mag vielleicht erstmal so rüberkommen, als hätte er keine Empathie für diese Situation. Trotz allem sind da schon einige Nebensätze die darauf schließen lassen, dass er es zwar könnte auf Grund seiner Lebenserfahrung aber nicht mehr will. Er hat scheinbar lernen müssen, dass man manchen Menschen in bestimmten Situationen nicht mehr helfen kann. Zumindest nicht als persönlich beteiligter. Ich meine auch mich zu erinnern, mal etwas von ihm gelesen zu haben das noch ein wenig mehr seinen Lebensweg beleuchtet und ebenfalls aufschluss darüber gibt, wie er manche Situationen bewertet. Von daher finde ich es nicht ganz angemessen zu behaupten, er wäre nicht empathisch.

  • Ok, ich möchte das dann hiermit zurücknehmen.


    Ich finde aber einige seiner Formulierungen sehr barsch, es geht immerhin um seine Schwester.
    Vielleicht sollte er erstmal das direkte Gespräch mit ihr suchen und falls das nichts bringt mit Personen aus ihrem Freundeskreis sprechen?
    Wichtig wäre auch immer noch das Alter der Schwester, ist sie minderjährig, sollte auf jeden Fall der Rest der Familie involviert werden, soweit möglich.

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  • Zitat

    Vielleicht sollte er erstmal das direkte Gespräch mit ihr suchen und falls das nichts bringt mit Personen aus ihrem Freundeskreis sprechen?


    Ein direktes Gespräch muss nicht unbedingt hilfreich sein.
    Die Tücke an dieser Krankheit besteht darin dass man auch oftmals seinen sozialen Kreis vernachlässigt, bzw nicht in die eigene Probleme einweiht.
    Seine Schwester muss jedoch bereit dazu sein sich Hilfe zu suchen, außer es besteht wirklich eine realistische Gefahr bezüglich eines Suizidversuches.


    Krobelus dürfte seine Schwester besser kennen als wir es tun, ich halte es auch für sinnvoll den Rest der Familie bezüglich dessen zu involvieren.

    Sit down before fact as a little child, be prepared to give up every preconceived notion, follow humbly wherever and to whatever abysses nature leads, or you shall learn nothing. -Thomas Henry Huxley

  • @ Rodion, ohne dich angreifen zu wollen aber was du ihm da andichtest ist nicht ganz richtig.


    Das was Krobe so schreibt mag vielleicht erstmal so rüberkommen, als hätte er keine Empathie für diese Situation. Trotz allem sind da schon einige Nebensätze die darauf schließen lassen, dass er es zwar könnte auf Grund seiner Lebenserfahrung aber nicht mehr will. Er hat scheinbar lernen müssen, dass man manchen Menschen in bestimmten Situationen nicht mehr helfen kann. Zumindest nicht als persönlich beteiligter. Ich meine auch mich zu erinnern, mal etwas von ihm gelesen zu haben das noch ein wenig mehr seinen Lebensweg beleuchtet und ebenfalls aufschluss darüber gibt, wie er manche Situationen bewertet. Von daher finde ich es nicht ganz angemessen zu behaupten, er wäre nicht empathisch.



    Danke, du nimmst mir die Worte ausn Mund, ich will meine eigene Schwester wohl kaum abschieben etc, ich will nur einfach nicht mehr. Wie Wissbegierig schon sagte.



    Zu den Fragen: Meine Schwester ist älter als ich, 22 Jahre. Und ums genau zu nehmen, Sie will sich nicht helfen lassen. Mit meiner Mutter habe ich schon über das Forum gesprochen aber sie meinte auch nurnoch das sie sich drauf verlassen muss das meine Schwester sagte sie versucht nichts mehr.


    Ebenfalls hatte sie schon mit einem Arzt aufgrund der Zwangseinweisung gesprochen. Meine Schwester hat 2 Versuche hinter sich, trotzdem hieß es man koenne nur was tun wenn sie ab dem Moment nochmal was versucht (sie war ja schon 3 Wochen in Therapie *roll eyes*


    Naja. Weitere Fragen beantworte ich gerne. Und nochmal danke an Wissbegierig das du mich nochmal richtig gestellt hast.


    Gruß

  • Danke, du nimmst mir die Worte ausn Mund, ich will meine eigene Schwester wohl kaum abschieben etc, ich will nur einfach nicht mehr. Wie Wissbegierig schon sagte.

    Ich weiss was du meinst.
    Ich hab auch einen ähnlichen Fall hautnah mitbekommen.
    Am Anfang will man der Person noch helfen, macht alles damit es ihr besser geht und versucht immer wieder auf sie einzureden.
    Aber mit der Zeit merkt man, dass es einfach nichts bringt und das die Person eine Mauer um sich herumgebaut hat, die man nicht mehr durchbrechen kann. Das kann dem "Helfenden" sehr viel Energie rauben. Gerade wenn es sich um einen Menschen handelt, der ihm Nahe steht. Dann hat man die Wahl trotzallem seine Kraft in die betroffene Person zu investieren oder man zieht für sich eine Linie und sagt "Bis hier hin versuche ich ihr zu helfen, aber ich mach mich nicht selbst dafür kaputt".
    Ich denke schon, dass dir deine Schwester wichtig ist, aber irgendwann hat man einfach nicht mehr die Kraft ständig gegen Windmühlen anzukämpfen. Das kann ich sehr gut verstehen.


    Ebenfalls hatte sie schon mit einem Arzt aufgrund der Zwangseinweisung gesprochen. Meine Schwester hat 2 Versuche hinter sich, trotzdem hieß es man koenne nur was tun wenn sie ab dem Moment nochmal was versucht (sie war ja schon 3 Wochen in Therapie *roll eyes*

    Ich denke, solang deine Schwester nicht bereit ist sich helfen lassen, wird eine Therapie ihr nicht helfen.
    Der Betroffene muss in der Therapie aktiv an sich selbst arbeiten wollen, und so wie du die Situation beschreibst, will sie nichts ändern.
    Zumindest in der jetzigen Situation nicht.


    Hast du denn eine Ahnung, warum sie diese Suizidgedanken hat ? Also ist bei euch in der Familie ein für sie einschneidenes Erlebnis vorgekommen, mit dem sie nicht fertig geworden ist? Oder hat sie andere Probleme weshalb es soweit kam?
    Hat deine Schwester denn eine Person, der sie sich ein bisschen öffnet und mit der sie redet? (Familie oder Freundeskreis)
    Wenn ja, könnte diese Bezugsperson ihr versuchen zu verdeutlichen, dass es gut für sie wäre sich helfen zu lassen.


    lieben Gruß, Lilli

  • solche Foren:


    http://www.selbstmord.de/ldl/index.php


    Da helfen sich Leute auch, wie bei einer Selbsthilfegruppe, als Alternative zu Zwangsbehandlungen, bzw. Zwangseinweisungen.
    Da ist Selbsthilfegruppe bitte auch nicht falsch zu verstehen, sozusagen nicht irgendwie als zu paradox.
    Therapien, Selbsthilfegruppen = in dem Fall die einzige Alternative zu geschlossenen medizinischen Einrichtungen, gemeint ist die Sorte: geschlossene Psychiatrie.
    Ich will hier ja niemandem zu nahe treten, aber Beihilfe zu solchen Selbstmorden, bzw. jdn. in den Selbstmord treiben zu wollen, oder so...
    Vieleicht brauchen da doch mehr Leute Hilfe, als welche, die das, vieleicht auch nur vieleicht, sowieso schon wissen.
    Ich denke nur, Werbung ist das sicher nicht ( der Link ).

  • wäre super ne Antwort zu erhalten..


    Hatte ein 1:1 Erlebnis. Zu intim. Schicke ich via PN, evtl. hilft es. Und der "Familienrat" könnte genau das Gegenteil bringen. In so einer Situation braucht man keine Gruppe, sondern eine (max. 2) Person der man vertraut.

    Dein Post klingt so als ob Du sie einfach nur loswerden willst.


    Dann hätte er das wohl kaum geschrieben, sondern würde einfach abwarten. Seine Aussage wird wohl auch einen Hintergrund haben (evtl. zu viel erlebt).

    Ich denke, solang deine Schwester nicht bereit ist sich helfen lassen, wird eine Therapie ihr nicht helfen.


    Exakt. Man muß das selbst erkennen. Aber was will man machen, wenn jemand diesen Weg gehen will? Ganz schwieriges Thema. (ich kenn das selber :( ).


    LG
    Ltkilgor

    Toleranz ist ein Beweis des Mißtrauens gegen ein eigenes Ideal.
    Nietzsche
    Es gibt Dinge, die sind so falsch, daß noch nicht einmal das absolute Gegenteil richtig ist.
    Karl Kraus

  • Krasse Story!
    Klar ist es nicht gerade die feine englische jemanden einzuweisen, aber wenn die Person aufgrund der depri eine Gefahr für sich selbst darstellt, dann erfordert es nun einmal die Situation.
    Wenn man richtig depri denkt man auch nicht mehr klar und kann demzufolge keine logischen Entscheidungen über sein Leben treffen. Ob man das in dem Moment erkennt oder nicht ist eine andere Sache.
    Ich kann mir schon vorstellen wie dich das unter Druck setzen muss - aber wenn es zu ihrem besten ist...
    Man sollte sich manchmal vielleicht auch fragen womit man eher umgehen kann: mit den Konsequenzen wenn etwas passiert und man sie nicht eingewiesen hat oder mit dem schlechten Gewissen. Für mich hätte sich die Frage an der Stelle schon beantwortet.

  • Es ist ja so, daß man jemanden unmöglich so mal schnell in die Psychatrie einweisen kann. Es bedarf da schon einer Anschauung des Vorgangs. Und selbst wenn sich jemand versucht das Leben zu nehmen...sei es von ihm selbst gemeldet oder entdeckt von aussenstehenden, so hält diese Person sich nur in der Regel für einige Tage in der geschlossenen Psychathrie auf, bis weitere Schritte geklärt sind. (Kommt auch sehr darauf an was genau passiert ist und ob auch andere Personen damit direkt einbezogen oder gefährdet wurden )
    Das heißt: wenn die Person selbst sagt, daß wieder alles in Ordung ist, dann kann sie nicht weiter dort festgehalten werden und muß eigenmächtig einer weiteren Therapie zustimmen wenn sie es will.


    Deshalb: es ihr schwer ans Herz legen, daß es so nicht weiter gehen kann (innerhalb der Familie)


    Wenn sie Foren aufsucht wo die sich darüber aufgeilen (sorry für das Wort) , dann zeigt mir das, daß es sich um Menschen handelt die keine Beachtung finden und dem Schneidezyklus als mitunter einfachem Weg wählen.


    Ich würde sie wirklich nerven und ordentlich in die Mangel nehmen...und sie auch über so dämliches Verhalten zusammenstauchen. Auch sollten ihre privaten Kontakte ins Visier genommen werden und welchem Druck sie im Jetzt oder in der Vergangenheit ausgesetzt ist/war, um sich selbst ein Bild davon machen zu können, ob es "ernst" ist oder sie es macht wie es mir neuerdings auch als Modeerscheinung vorkommt.