Was können wir für die Cannabis-Freigabe tun?

  • Ganz ehrlich, Leute?


    Ich bin für die Freigabe von Cannabis und aller Cannabis-Produkte!


    Ganz früher hatte sich die Schweiz (das Herkunftsland eines Großvaters von mir!) aufgelockert in dieser Thematik gezeigt, für lange Jahre auch die Niederlande.


    California hat gelockerte Cannabis-Gesetze an den Tag gelegt, kürzlich wurde noch ein anderer US-Amerikanischer Staat liberal, so weit ich informiert bin, noch freier als California.


    Auch Südamerikanische Länder lockern ihre dahingehende Politik.


    Da frage ich mich, wann Liberalität und Freigabe endlich Europa erreichen?


    Schizophren erscheint mir eine Politik, die den Vertrieb von Alkohol in allen Bereichen unterstützt, den von Cannabis jedoch unterbinden will (nichts gegen Alkohol :D ).



    Alkohol ist ein Zellgift, dessen extensiver Gebrauch mannigfaltige, gar tödliche Krankheiten bewirken kann bis hin zum Leberversagen. Ganz im Gegensatz zu Cannabis.



    Für mich liegen die Vorteile einer Cannabisfreigabe offen auf der Hand, sowohl für den einzelnen Menschen wie auch für unsere Gesellschaft.



    Für den einzelnen Menschen bringt Cannabis-Konsum den angestrebten bewusstseinserweiternden Zustand viel effektiver OHNE die schädlichen Nebenwirkungen von Alkohol.



    Unserer Gesellschaft stünden Milliarden an Euro mehr zur Verfügung, um sie sinnvoll zu verwenden, als ihr bisher verlorengehen, weil der Gesetzgeber Cannabisgebrauch kriminalisiert, statt ihn zu besteuern.



    Wiederum könnte unsere Gesellschaft zig Millionen bis Milliarden Euro einsparen, indem sie ihre Beamten um diese Arbeitsstunden erleichterte, die mit der Ahndung leichten Drogenkonsums verlorengehen (außer in dem Leistungsnachweis der Beamten).



    Risikofaktoren, wie sie etwa der Alkoholkonsum birgt, gingen verloren.



    Was also können wir JETZT tun, um die angestrebte Drogenliberalisierung in unserem Land (jeweils) zu fördern?



    Wer organisiert die Unterschriftenlisten und wie viele Unterschriften brauchen wir, um erfolgreich die Freigabe weicher Drogen staatlich durchzusetzen?



    Eure Meinung dafür oder dagegen wuerde mich interessieren, deshalb dieser Thread.

  • Mir ist das offen gesagt vollkommen egal. Ich habe weder ein Problem mit Alkohol, noch mit Cannabis, weil ich beides nicht benutze! :) Ich kenne allerdings einige, die dank Cannabis den Zugang zu haerteren Drogen gefunden haben. Was nun nichts heisst. Ich kenne mich nicht gut genug mit dem Thema aus, um behaupten zu koennen, dass Cannabis schneller in den Abgrund fuehrt als Alkohol, da muesste man vielleicht mal den einen oder anderen Drogenexperten konsultieren. Sicher ist wohl, dass nichts wirklich schaedlich ist solange man es nicht uebertreibt.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Ich wäre eher dafür statt das Gras zu legalisieren, eher den Alkohol zu verbieten. Der Missbrauch von beiden ist jetzt schon viel zu gross. Ich verurteile niemanden wenn er mal ne Tüte raucht und kriminalisier ihn auch nicht, aber der exzessive Gebrauch in manchen Szenen ist einfach schrecklich (ja beim Alkohol noch sehr viel schlimmer). Desweiteren fürchte ich dass sobald das Grass erlaubt ist, die Meinungmache auch loslegt und dann noch andere Drogen legal sehen will die ja angeblich auch nicht so schlimm sind.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Dieses "Alkohol ist viel gefährlicher" geht mittlerweile auch nicht mehr auf. Tatsächlich gibt es mittlerweile schon mind. genausoviel süchtige Kiffer wie es Alkoholiker gibt. Das Komasaufen Jugendlicher ist eher ein Problem des Jugendschutzes, gegebenfalls müssten Flatrateaktionen verboten werden.


    Wenn Cannabis legalisiert werden soll um den Schwarzmarkt (gestreckten Stoff) und Beschaffungskriminalität loszuwerden, braucht man aber ein sinnvolleres Konzept als das die Niederlande haben.
    So müssten Kiffer ihr Zeug selber anbauen, Coffeeshops sind nämlich nichts anderes als Dealer mit legalisierter Fassade.

  • Ich muss sagen, das mir völlig egal ist, ob Canabis legalisiert wird oder nicht. Ich weiß aber das der THC-Gehalt vieler heutigen Canabissorten viel höher ist als dies noch vor sagen 30-40 Jahren war,
    so das man eigentlich nicht mehr von einer sanften Droge sprechen kann. Wer sich damit das Gehirn zerbröseln will, der soll das bitteschön auch tun,
    wenns denn sein soll. Aber bitte zuhause, oder in irgendwelchen Szeneclubs wo es mich eh nicht interessiert.


    Ab und zu mal ne Tüte Rauchen denke ich, ist wie ab und zu mal ein Bier trinken, aber wie Ragnar befürchte ich das viele Leute sich mit dem Zeug eindecken und loskiffen
    was was Zeug hält (naja ist ja jetzt schon so, ändern tut sich da nichts) Viele gerade Jugendliche Kiffen weils verboten und damit cool ist, vielleicht würde ein Teil des Reizes verlohren
    gehen, wenn es erlaubt wäre......mhm :denk: keine Ahnung obs so wäre...


    Naja vielmehr hab ich dazu nun auch nicht zu sagen, Thema abgehakt^^.


    Grüße Schatti :winks:

  • Zitat von Tina

    Ich kenne allerdings einige, die dank Cannabis den Zugang zu haerteren Drogen gefunden haben.

    Dieser Satz wir ja häufig als Argument gegen Cannabis-Legalisierung genannt.
    Das ist aus meiner Sicht aber komplett falsch. Sicherlich rutschen einige Kiffer zu härteren Drogen ab. Aber woran liegt das? Meiner Meinung nach an dem Beschaffungsweg!
    Wer ein Tütchen rauchen will und nicht selber anbaut (oder Freunde hat, die ran kommen), der muss zum Dealer gehen. Und dieser verschafft einem dann ja erst den Zugang zu anderem Zeugs. Nach dem 5ten Besuch bekommt man dann halt ein kleines Schneebällchen mit. Gratis natürlich, zum probieren.


    Würde man sein Gras von Anfang an legal in Apotheken oder so beziehen, dann würde man ja gar nicht erst mit härterem Zeug in Berührung kommen.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Richtig der Umstieg zur härteren Droge erfolgt über den Dealer. Allerdings woher beziehen dann Apotheken oder Coffeeshops den Stoff? Auch über den Dealer.


    Die einzig sinnvolle Lösung wäre da der Selbstanbau und eigene Produktion. Ist mit Marihuana noch ganz leicht, mit Haschisch könnte es etwas anspruchsvoller für den Kiffer werden.

  • Hmm..


    Oder der Umstieg zu härteren Drogen erfolgt dadurch das Gras etc nicht mehr knallt.
    Oder weil man gerne auf Technopartys abhängt.
    etc etc pp


    Ausserdem wenn das Zeug legal verkauft wird ,sterben die Dealer nicht aus. Das ist naives Wunschdenken.
    Da Shit wahrscheinlich relativ teuer sein wird legal , werden Leute ohne viel Geld sich es weiter hin beim billigen Dealer beschaffen. Ähnlich wie mit Zigaretten.


    Zitat

    Risikofaktoren, wie sie etwa der Alkoholkonsum birgt, gingen verloren.


    Jep..kiffer waren auch viel sicherer als Alkis. Auch wird man überhaupt nicht süchtig ;) Oh man..
    Dann gibte es eben keine 14 jährigen mehr die sich ins Koma saufen sondern kiffen.



    Zitat


    Für den einzelnen Menschen bringt Cannabis-Konsum den angestrebten bewusstseinserweiternden Zustand viel effektiver OHNE die schädlichen Nebenwirkungen von Alkohol.


    Ähm ja...also so bunt und so ..hm´kay


    Zitat

    Für mich liegen die Vorteile einer Cannabisfreigabe offen auf der Hand, sowohl für den einzelnen Menschen wie auch für unsere Gesellschaft.


    Echt? Also mir geht es besser wenn du dir ein durchziehst?


    Also zur Therapie gerne.
    Für den Freizeitspaß nicht.

    But now the rains weep o'er his hall,
    with no one there to hear.
    Yes now the rains weep o'er his hall,
    and not a soul to hear.

  • Zitat

    Ich wäre eher dafür statt das Gras zu legalisieren, eher den Alkohol zu verbieten


    Hmja, wie gut das klappt hat uns ja die Prohibition bereits gezeigt. :) Ein Verbot wird das Problem nicht loesen. Man sieht es ja jetzt. Drogen sind verboten und werden trotzdem konsumiert. Allerdings sehe ich das wie Valten, Dealer werden deswegen nicht aussterben.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Ich denke jeder sollte selber über sein Schicksal bestimmen. Wenn jemand (zuviel) Alkohol trinkt , oder Drogen nimmt (darunter zähle ich auch Cannabis) dann ist das sein Bier. Es sollte aber nicht in der Öffentlichkeit noch Salon fähig gemacht werden. Ist eh schon schlimm das manche überhaupt so ein Zeugs brauchen. Reicher machts nur andere .

  • Jep..kiffer waren auch viel sicherer als Alkis. Auch wird man überhaupt nicht süchtig ;) Oh man..
    Dann gibte es eben keine 14 jährigen mehr die sich ins Koma saufen sondern kiffen.


    Das ist so nicht richtig. Auch wenn ich den Konsum von THC nicht verherrlichen möchte und dieser durchaus mit vor allem psychischen Gefahren verbunden sein kann, ist es in einigen Belangen sicherer als Alkohol.
    Erstmal ist die Abhängigkeit nicht körperlicher Natur, bei schwer alkoholabhängigen Menschen ist dagegen auch eine körperliche Abhängigkeit vorhanden.
    Dann gibt es nicht den Effekt einer Vergiftung, bzw. müsste die Dosierung dabei so hoch sein, das sie auf normalem Wege(Konsum) nicht erreicht werden kann. Eine THC-Vergiftung mit tödlichen Folgen, wie dies beim Alkohol ja bekannterweise öfters geschieht, gibt es nicht.
    Daher wird sich auch niemand ins Koma kiffen.
    Langzeitschäden entstehen vor allem durch die Beimengung von Tabak beim Konsum, direkt verursachte Schäden durch den Wirkstoff THC gibt es relativ wenige, im Vergleich zum Alkohol mit seinen vielen Möglichkeiten dem Körper zu schaden.


    Was die Legalisierung angeht, so muss man dies auch vom ökonomischen Standpunkt sehen. Mehreinnahmen von Steuergeldern, neue Arbeitsplätze, etc. Dazu kommen noch die medizinischen Anwendungsmöglichkeiten.
    Prinzipiell bin ich für eine Legalisierung, denke aber, das die klassischen Aktivisten die sich so dafür einsetzen, dem Anliegen eher schaden als nutzen. Das sind dann nämlich meistens wieder diese typischen Dauerkiffer.
    Bei einer Legalisierung würde ich durchaus die Möglichkeit des straffreien Kaufs und Konsums gelegentlich nutzen, der Preis wäre mir dabei relativ egal.
    So konsumiere ich schon seit vielen Jahren nicht mehr, weil ich kein Interesse daran habe, in diesen Kreisen zu verkehren.


    Davon mal ganz abgesehen, kenne ich absolut niemanden, für den THC eine Einstiegsdroge war. Und auch keine "Dealer" die einem gratis härtere Drogen geben wollten zum probieren. Und dann wäre man als mündiger Mensch auch durchaus in der Lage dies abzulehnen.
    Ich hätte in meiner Jugend und während des Studiums genug Gelegenheiten gehabt, auch andere Substanzen auszuprobieren, aber nie das Bedürfnis.

    Rise like Lions after slumber
    In unvanquishable number
    Shake your chains to earth like dew
    Which in sleep had fallen on you
    Ye are many - they are few.

  • Ich halte die Idee Gras zu legalisieren für relativ gut, weil man so sicher gehen kann das eben nur "Zeug" auf die Straße kommt, dass nicht von irgend einem Giftpanscher gestreckt wurde. Ich kenne viele die gerne mal einen hin und wieder rauchen (hin und wieder sind bei mir alle 2-3 Monate, manchmal auch ein halbes Jahr nicht). Ich kenne auch einen, der das ganze öfter macht, aber kein Suchtpotenzial zeigt und einen zweiten der immer mit dabei ist und sich ein "chillen" ohne Gras garnichtmehr vorstellen kann. Somit ist ein Suchtpotenzial gegeben, aber es ist eben beschränkt auf Menschen die sowieso eine natürliche Schwäche für sowas haben. Zudem sehe ich auch nicht wo Alkohol schlimmer oder besser ist, ausser das ich nochnie gehört habe das einen einen Kater vom Kiffen gekriegt hat. Ich hab mir mal sagen lassen von einem bekannten der sich damit auskennt das der orale Konsum bei 30-40 Gramm liegen müsste um einen Menschen wirklich gefährlich werden zu können. Wer aber schonmal probiert hat (und das werden die meisten haben auch wenn sie es [verstänlicherweise] nicht öffentlich zugeben) der weiß, dass selbst wenn man zäh ist alleine bei 1,5 gramm oder so schon Schluss ist, weil man einfach nichtmehr in der Lage ist da noch einen zu rollen oder sonstwas.


    Zudem halte ich das Verbot von Alkohol und Cannabis für grenzwertig, weil es Drogen sind die nicht von jetzt auf gleich schlagartig abhängig machen wie etwa Crystal Meth oder ähnliches. Somit sollte jeder erwachsene Mensch, der wirklich mündig ist in der Lage sein zu erkennen:"Uh ich drifte da auf was zu, das nicht gut ist!" und den Konsum einschränken. Prinzipielles Verbot ist also eher Kontraproduktiv, weil man sich denkt:"Wenn schon, dann aber richtig!".
    Dazu was zu mir, ich bin mal auf etwas zugedriftet was man schon fast als Alkoholismus beschreiben kann, weil ich einfach sehr oft einfach mal so ein Bier getrunken habe und das kam mir normal vor. Als ich das ganze dann überdacht habe, habe ich das wieder eingeschränkt und jetzt trinke ich wenn ich mich mit Freunden treffe um zu Labbern und Billiard zu spielen oder auch mal beim Essen wenn ich auswärts esse, zuhause nie. Manchmal übertreibt mans, aber das verkraftet der Körper ganz gut, solange sich das in Grenzen hält (ein oder zwei Abstürze im Jahr bringen dich nicht unter die Erde). Somit denke ich, dass jeder der einigermassen in der Lage ist Situationen zu reflektieren nicht in ein solches Loch fallen kann, wenn er die "weichen" Drogen konsumiert, während Heroin, Cocain oder eben künstliche Drogen da ne ganz andere Hausnummer sind. Ich denke auch nicht, dass die Kokoser empört aufschreien, wenn Gras legalisiert wird, eben ganz einfach deshalb weil es sogar bis zu einem Gewissen Punkt in gewissen Kreisen gesellschaftlich Akzeptiert wird. Wenn du offen sagst:"Ich habe schonmal gekifft!" wirst du vielleicht schief angeschaut und das wars, niemand wird dich dafür verteufeln. Wenn du aber sagst:"Ich habe gekokst!" ist das wieder was ganz anderes.


    Just my 5 cents.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • Hallo!


    Erst vor wenigen Tagen hatte ich mit meinem Schwager, welcher Arzt ist, eine ganz kurze Diskussion über dieses Thema. Aus moralischer Sicht würde ich eine Legalisierung von Cannabis durchaus befürworten bzw. ist es mir auch ziemlich egal, da ich es selbst nicht konsumiere. Es gibt da eine Sache, die derzeit (noch) nicht lösbar ist. Es geht dabei um Cannabis im Straßenverkehr. Es gibt zwar Drogenschnelltests, die Cannabis-Konsumenten bis zu einer gewissen Genauigkeit generell überführen können, aber nicht solche, die beweisen können, dass der Verkehrsteilnehmer zur Zeit des Tests unter Drogen steht. Hier sehe ich aktuell eines der größten Argumente gegen eine baldige Legalisierung.


    lg,
    Botrytis

  • Hi Leute, vielen Dank Euch für die vielen schnellen Antworten!


    Den Vergleich mit der Prohibition in den US sehe ich auch: Ohne diese wären die legendären Gangsterbanden wie etwa um Al Capone gar nicht möglich gewesen. Auch andere Gangster, wie etwa Charles Lucania, sprich Lucky Luciano, der bis zum Boss der Cosa Nostra aufstieg und den US-Markt schließlich v.a. mit Heroin überschwemmte, hatten ihre Aufstiegswurzeln auch in der Prohibitionszeit im illegalen Alkoholvertrieb. Hätte die US-Amerikanische Regierung den legalen Handel mit Alkoholika nicht verboten, hätte sie dem illegalen Handel kein Monopol bereitet. Das ganze Gangsterwesen, das wir heute aus jener Zeit kennen, hätte es sooo nie gegeben.


    Soll heißen: Im Vergleich zu manch staatlich reglementierter Wirtschaftsform ist der Drogenmarkt frei und unreglementiert (da bisher ohnehin illegal). Das Bedürfnis bedingt die Nachfrage, darauf reagiert das Angebot.


    Noch klarer: Die Nachfrage wird nicht sinken, nur weil sich das einige Gesetzgeber so wünschen mögen (die Konsumenten wären ja auch bescheuert, wenn sie ihr Bedürfnis nach einer Gesetzeslage ausrichten würden). Der MARKT besteht immer. Und irgendwer wird IMMER den Bedarf abdecken.


    Den Konsumenten/Endabnehmern ist es schlussendlich egal, WER ihren Bedarf deckt/ihr Bedürfnis befriedigt.


    Also haben wir genau zwei Moeglichkeiten: Entweder der Staat liefert die Ware, reglementiert und BESTEUERT. DAVON hätte die ganze Gesellschaft eine ganze Menge. Oder illegale Strukturen machen das Geschäft, unversteuert (da zwangsweise illegal), davon haben alle NICHTS.


    Ob legal oder illegal: Einer macht das Geschäft!


    Es ist, wie betont, ein Multi-Milliardengeschäft, das der Staat (egal, wen wir wählen) sich bisher entgehen lässt, während er diese Einnahmen den Gangstern überlässt. Auf der anderen Seite kostet der Polizei-/Justizaufwand, was BTM betrifft, wiederum Milliarden.


    Trotzdem beklagt jeder Staat bei der Finanzierung notwendiger Ausgaben das Fehlen nötiger Geldmittel und die immensen Kosten und Überlastung von Polizei und Justiz...


    Was weiters den Vergleich heute noch verbotener Substanzen mit heute legalen "Stoffen" wie Alkohol, pharmazeutischen Mitteln etc. betrifft: Hier wie dort wäre auch weiterhin niemand zum Konsum gezwungen. In all diesen Fällen kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er diese Substanzen konsumieren möchte oder nicht.


    Wenn wir unsere Bürger wirklich für mündig halten, müssten wir ihnen die freie selbstverantwortliche Entscheidung überlassen. Hielten wir sie hingegen doch nicht für mündig/entscheidungsfähig, sollten wir die Aristokratie wieder einführen, damit sie die Bürger an die "Leine" nimmt und die Entscheidungen für sie fällt. :)



    Immerhin handelt es sich zumindest bei Cannabis auch nur um natürlich vorkommende Pflanzen, wie es sie in der Natur viel giftiger gibt, OHNE dass der Mensch jedesmal mit Justizaufwand und Tatütata dem "lieben Gott"/der Natur ins Handwerk pfuscht. Und aus so manchen weit gefährlicheren Pflanzen lässt sich ja auch etwas sinnvolles basteln (etwa Fingerhut = Digitalis).



    Oder müssen wir den "Bürger" in seinem (Konsum)Verhalten wirklich für so unmündig halten, dass wir mit noch mehr Aufwand jeden Fingerhut, jeden Großen Baerenklau und jeden Fliegenpilz kontrollieren, verbieten und ausrotten wollen?

  • @ Nachdenker


    Ich behaupte BEIDES nicht...


    Dass die Gruppierung, die sich Ende des 18. Jahrh. lose fand und im Laufe des 19. Jahrh. strukturierte und sich "Cosa Nostra", "unsere Sache" (sinnigerweise), nannte, um sich gegen die sizilianischen/italienischen Grundbesitzer zu positionieren, nichts mit der US-amerikanischen Prohibition des 20. Jahrh. zu tun hatte, bestreite ich nicht (wie doof muesste man da sein...)


    Allerdings verhalf die Prohibition (des 20. Jahrh., Du Schlaubesser) einigen heute bekannten Unterweltgroessen zu ihrer Karriere. So etwa Alfonso Capone, Salvatore "Lucky Luciano" Lucania, Vito Genovese und anderen mehr.


    Wenn Du schon die "Geschichte der Mafia" benachdenkst, solltest Du da mal den Rüssel 'reinstecken...



    Und zum Zweiten:



    Ach, ne... Gibt es "verschiedene" Gruppierungen, die als "MAFIA" bezeichnet werden? NEIN!!! Woher hat das Jungchen das?



    Und wer hat behauptet, dass eine dieser Gruppierungen ohne Drogendeals "Pleite" gehen würde? Huch!!! Ich war's nicht...!


    Also: Bevor Du über die Geschichte "nachdenkst", solltest Du Dich mit ihr befassen...

  • Sorry, Du scheinst der einzige leidenschaftliche Kiffer zu sein! :mrgreen:

    Stimmt nicht. Dazu muss mans aber nicht legalisieren. :nerd:
    In Colorado haben sie ja Anfang Januar Gras legalisiert; Premiere in den USA. Wenn sich das dort weiter ausbreitet, kann man das als Argument auch für Deutschland benutzen, da sich herausstellen wird, dass die Legalisierung ausschließlich positive Wirkungen hat.
    Größter Kontrapunkt für den Staat: Etwas zu legalisieren bringts nur, wenn man dadurch dem Bürger Geld stehlen kann; siehe Alkohol und Zigaretten.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
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