Das Yonaguni Monument

  • Zitat von "Ragnarsson"

    Die Begründung wurde doch geliefert. Sie sind allesamt entlang an Schwachstellen im Gestein gelegen und wurden somit abgetragen. Erklärt doch alleine schon Wiki


    Genau und weil das da steht wird es vorbehaltlos geglaubt. :mrgreen: Klar ;)



    Erklär mal kurz, wie dieser Geologe nach ein paar kurzen Tauchgängen wissen will, dass das mit dem ALLESAMT an den Schwachstellen stimmt ?


    Woher will er denn bitte wissen, wo und ob bei den vorderen Absätzen z.B. ursprünglich die Schwachstellen gewesen sind und genau da durch abgetragen diese Formation entstanden ist ( Glaskugel ? ).
    Bei solchen Aussagen wie ALLESAMT nach so kurzer Zeit und unter so schelchten Sichtbedingungen unter Wasser usw. wäre ich mal ganz vorsichtig.
    Das klingt nämlich ziemlich an den Haaren herbeigezogen, nur um irgendeine gut klingenden Begründung für sein Urteil zu geben.
    Gibt´s es für diese so klare Aussage, wie du sagst, Belege, außer das es halt da steht ?


    Jack

  • Da ich kein Geologe bin kann ich dir das nicht ultrapräzise beantworten, allerdings sieht man das ja auch oft im Granit beispielweise, dass du dort ganz klare Linien und Winkel heisst weil da einfach ein übergang von Granit auf ein anderes Gestein mit weniger Dichte vorhanden ist. Und das schliesse ich da nicht aus und ich denke ein Geologe kann das doch schon recht gut beurteilen wenn er da genug Daten wie Erdschichten etc hat, da sich diese ja nicht nur auf wenige Meter beschränken.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Ich würd jetzt mal vermuten, dass die aufsitzenden Korallen für das eigentliche Gestein einen ganz guten Schutz bieten. Allerdings kenne ich die genauen Bedingungen vor Ort ja nicht.


    Es ist ja auch nicht gesagt, dass das Ding wirklich 10.000 Jahre unter Wasser liegt. Der Boden kann sich auch deutlich später gesenkt haben. Selbst Kimura geht ja mittlerweile davon aus, dass das Ding erst seit 2000 bis 3000 Jahren unter Wasser liegt.

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • Ich habe hier übrigens noch einige Artikel von und über Wolf Wichmann gefunden, einem Geologen, der sich mal ausführlicher mit dem Monument beschäftigt hat und daran nichts künstliches erkennen kann:


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14255408.html
    http://www.spiegel.de/sptv/special/a-242694.html
    http://www.spiegel.de/sptv/special/a-242689.html


    Passend zu seiner Einschätzung ist auch, dass es auf der Insel Yonaguni reichlich Stellen gibt, an denen sich ebenso rechteckige und getreppte Formen finden:


    http://www.flickr.com/photos/52735321n00/507661559/
    http://www.flickr.com/photos/haramizu3/6222054085/

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • Ich glaube die große Problematik besteht darin, dass es sich um zwei Gruppen von Wissenschaftlern handelt, die aus unterschiedlichen Fachgebieten kommen.


    Da sind die Geologen die sagen, alles natürlich, kommt so auch woanders vor, keine Bearbeitung erkennbar und Entstehung nachvollziehbar.


    Auf der anderen Seite die Archäologen, Formen sind zu regelmäßig, rechte Winkel kommen in der Natur kaum vor, wirkt wie eine Anlage.


    Beide Seiten möchten nun recht haben.


    Was mir zu denken gibt, es gibt für den archäologischen Ansatz keine Beifunde. Es gibt nichts, was auf eine menschliche Nutzung oder Bearbeitung hinweist. Bei den Pyramiden z.B. fand man Schutt, Werk- und Wohnhütten, verlorene Werkzeuge, Reste von Schüsseln, etc. Also den ganzen Müll den eine größere Gruppe von Menschen hinterlässt, wenn sie sich an einem Ort länger aufhält. Und das man dieses Plateau nicht mal eben so "bearbeitet" dürfte klar sein.
    Es finden sich aber keine Beifunde.
    Dazu kommt die völlige Isolierung des Fundes. Es gibt keine Verweise oder Hinweise irgendwo auf diese Anlage. Auch nicht in Sagen oder Legenden. Es gibt auch keine Siedlungen in der Nähe, die Kontakte dahin unterhalten haben könnten. Zumindest nicht in der fraglichen Zeitspanne.


    Was noch mehr verwundert, anscheinend wurde auf dem Plateau nichts aufgebaut :shock:
    Es gibt keine Spuren von Grundmauern oder ähnlichem auf dem Plateau, lediglich die terrassierten Platten und Flächen. Aufgegeben bevor fertig? Möglich, aber unwahrscheinlich, da man auch damals bereits parallel arbeitete. Man hätte also Spuren finden müssen.


    Notwendige Ressourcen
    Eine große Arbeiterschaft muss versorgt werden mit Nahrungsmitteln und Werkzeugen. Zur Nahrungsmittelproduktion braucht man landwirtschaftliche Flächen. Es gibt aber keine in der Nähe.
    Um Granit zu bearbeiten braucht man Metallwerkzeuge. Man braucht Hütten um Erz zu schmelzen und Schmiede um das Roheisen oder Kupfer zu Werkzeug zu verarbeiten. Und bei einem solchen Großprojekt auch mehr als einen. Auch hier, Fehlanzeige.


    Abschließend möchte ich noch auf den Giant´s Causeway in Irland verweisen
    Giant´s Causeway
    Auch hier, rechte Winkel, sechseckige Formen, Terrassen wie von Menschenhand. Und doch natürlichen Ursprungs. Es gibt also durchaus rechtwinklige Formen in der Natur.


    Zitat von Jack

    Bei solchen Aussagen wie ALLESAMT nach so kurzer Zeit und unter so schelchten Sichtbedingungen unter Wasser usw. wäre ich mal ganz vorsichtig.
    Das klingt nämlich ziemlich an den Haaren herbeigezogen, nur um irgendeine gut klingenden Begründung für sein Urteil zu geben.


    Die Bedingungen sind aber für die Befürworter der Theorie genauso schlecht. Nun könnte man sagen, eine Festlegung auf einen künstlichen Ursprung unter so schlechten Bedingungen klingt an den Haaren herbei gezogen. Insbesondere als das sie nicht in Deckung zu bringen ist mit dem Fundumfeld.

  • Ich glaube die große Problematik besteht darin, dass es sich um zwei Gruppen von Wissenschaftlern handelt, die aus unterschiedlichen Fachgebieten kommen.


    Da sind die Geologen die sagen, alles natürlich, kommt so auch woanders vor, keine Bearbeitung erkennbar und Entstehung nachvollziehbar.


    Auf der anderen Seite die Archäologen, Formen sind zu regelmäßig, rechte Winkel kommen in der Natur kaum vor, wirkt wie eine Anlage.

    Einspruch! Die Befürworter des künstlichen Ursprungs sind keineswegs Archäologen. Der entschiedendste Hauptvertreter Masaaki Kimura ist Geologe, steht aber mit seiner Meinung sowohl in der japanischen als auch ausländischen Fachwelt weitgehend alleine da. Die anderen Hauptvertreter sind Journalisten und Autoren ohne jeglichen wissenschaftlichen Hintergrund.


    Archäologen haben sich bisher nur marginal mit dem Momument beschäftigt und zwar aus eben jenen Gründen, die du recht gut dargelegt hast: Es gibt bisher keinerlei handfeste Belege für menschliche Einwirkungen an diesem Monument. Das Monument selbst wird von den meisten Geologen als natürlich eingestuft und es kamen bisher trotz unzähliger Tauchgänge keinerlei Gebäudereste, Werkzeuge, Keramiken oder sonstige eindeutig menschliche Hinterlassenschaften zutage. Ohne solche Funde gibt es gar keinen Grund für eine archäologische Untersuchung.


    Übrigens gibt es einen recht guten Grund, warum Kimura mit seiner Meinung in der Fachwelt sehr alleine dasteht: Er möchte das Monument als Teil eines untergegangenen Kontinents, wahlweise Lemuria oder Mu ansehen. Beides sind Konzepte, die in der Wissenschaft schon seit vielen Jahrzehnten keine Rolle mehr spielen sondern nur noch in esoterischen und Pseudowissenschaftlichen Kreisen verwendet werden. Von daher scheint Kimuras Einschätzung wohl rein gar nichts mit seiner wissenschaftlichen Ausbildung zu tun zu haben sondern mehr mit seinem persönlichen Wunschdenken.

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • NEIN NEIN NEIN !!!


    Ich glaube ich muss zugeben, dass ihr wirklich recht habt :mrgreen: .


    Habe mich mal mit weiteren Berichten und Foto´s von anderen Geologen beschäftigt, die diesen Felsen ( im Rahmen der Möglichkeiten unter Wasser und Gesteinsproben entnahme etc. ) untersucht haben.
    Selbst Robert M. Schoch ( Geologie Prof. an der Uni Boston ), der das Teil sehr genau in Augen schein genommen hat, teilt fast diese Meinung.

    Zitat von "Robert M. Schoch"

    As difficult as it may be for some to believe, after carefully studying the Yonaguni Monument I have to report that I do not believe it is an artificial, human-made structure. It is indeed an absolutely incredible structure, and well worth seeing, but I must conclude that, based on all of the evidence, it is primarily a natural structure. The rocks of the region break out neatly, both along horizontal and vertical planes, and naturally form the step-like appearance. This is seen both underwater and on the surface of Yonaguni.


    However, if I simply state that the Yonaguni Monument is natural, I leave out part of the story. On the island is evidence of very ancient human habitation, including tombs and other structures artificially carved from the bedrock (see the accompanying photo) that I am convinced mimic, and were stylistically inspired by, the natural features of the island, including the step-like features now submerged by the ocean. Indeed, I believe that even though the Yonaguni Monument may be primarily natural (say, over 95% natural), parts may have been "touched up" by ancient humans and the ancient inhabitants of the island may have both admired and utilized the Yonaguni Monument. Analogously, we can consider the famous prehistoric cave paintings of Europe. The caves themselves are natural (although in a few places perhaps artificially enlarged), but the caves were utilized by ancient humans and the paintings on their walls and ceilings are clearly artificial productions by early humans. Although, disappointingly, the Yonaguni Monument is natural, the island itself attests to habitation by an early human population.


    Was kurz gesagt in etwa sagen will, dass er ca. 95% für natürlich entstanden hält und ev. einen kleinen Rest durch Menschenhand "nachgebessert" betrachtet.


    Gut, ich habe zwar nie definitiv behauptet, dass das alles durch Menschen gemacht wurde, habe aber die ( massive ) Bearbeitung durch Menschen durchaus für möglich gehalten.
    Dennoch bin ich durch eigene Quellensuche aber auch nicht zuletzt durch eure gute Argumentation mit guten und interessanten Belegen vom Einsamen Schützen, inzwischen ziemlich überzeugt, dass es sich tatsächlich hauptsächlich um natürlich geformte Felsformationen handelt.
    Natürlich wird "man" eventuelle neue Untersuchungen des Felsens im Auge behalten ;) .


    Nichts desto Trotz: Eine gute und interessante Diskussion Leute, Danke :thumbsup:


    Jack

  • Naja ich würde mal eher sagen das genau diese Einstellung typisch ist für Wissenschaftsvertreter. Jedem der aus der Reihe tanzt wird ausgeschlossen. Was ich mich frage wie soll man im meeresboden etwas finden wenn keiner sucht. Weiterhin ob man überhaupt was finden würde nach zehntausend Jahren im Meer dürfte fraglich sein.

  • Zitat

    Was ich mich frage wie soll man im meeresboden etwas finden wenn keiner sucht.


    Und wie kommst Du auf die Idee, das keiner gesucht haette?


    Zitat

    . Weiterhin ob man überhaupt was finden würde nach zehntausend Jahren im Meer dürfte fraglich sein.


    Man findet ja auch an anderen Stellen im Meer Relikte menschlichen Ursprungs, warum also nicht dort?

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Zitat

    Einspruch! Die Befürworter des künstlichen Ursprungs sind keineswegs Archäologen. Der entschiedendste Hauptvertreter Masaaki Kimura ist Geologe, steht aber mit seiner Meinung sowohl in der japanischen als auch ausländischen Fachwelt weitgehend alleine da. Die anderen Hauptvertreter sind Journalisten und Autoren ohne jeglichen wissenschaftlichen Hintergrund.

    Auch wenn sich mal alle ( außer mir ) wieder einig sind. @ Schütze bei Wikipedia steht sehr wohl Archäologen.


    Zitat

    Nach Ansicht einiger Archäologen und Geologen könnte es sich um Überreste einer Kultur handeln, die während der letzten Eiszeit im Südwesten Japans lebte. Sie stützen sich vor allem auf die geraden Linien und genauen Winkel, die nicht natürlichen Ursprungs sein könnten und eine gezielte Bearbeitung durch den Menschen als Erklärung notwendig machten.


    Zitat

  • Tja dann steht das da eben. Dummerweise werden keine konkreten Namen genannt. In der englischen Version werden fünf konkrete Namen genannt: Gary and Cecilia Hagland und Tom Holden (Taucher), Masaaki Kimua (Geologe) und Graham Hancock (Autor), also kein Archäologe. Dein Wiki-Zitat widerlegt meine Einschätzung also nicht.

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -