Suche Antwort auf absurde Frage....

  • Ricya, denn sie will nur wissen wodurch man beim endlosen Fallen sterben wuerde!


    Ja, genau! ;)
    Was passiert mit dem menschlichen Körper, wenn man endlos fällt.


    Ich sagte ja, daß diese Frage etwas abstrus ist, da man sich das Szenario vorstellen muß, da es ja keine "endlos-Löcher" gibt in Wirklichkeit. :)
    Würde das Loch quer durch die Erdkugel gehen, hätte man in gewissem Sinne zwar auch einen endlosen Fall, aber da würde wohl der Faktor "Erdanziehungskraft" eine Rolle spielen, je näher man dem Erdkern kommt.


    Im Endeffekt hat sie ja jetzt durch diesen film andere Dimensionen mit ins spiel gebracht. Sowas kann ich mir eher vorstellen.


    Ja, so war der Film, aber die andere Dimension interessiert mich in meinem Beispiel nicht!
    Durch diesen Film bin ich auf die Frage gekommen was mit einem passieren würde, würde man tatsächlich in ein Endlosloch fallen.
    Einfach ein Endlosloch: ohne irgendwelche Einwirkungen von außen. Normale Erdathmosphäre und immer gleichbleibende Schwerkraft.
    Was würde da wohl mit einem geschehen?


    Für mich eine Horrorvorstellung!


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Also ich denke man würde in extreme Panik geraten (weiß man selbst das das Loch unendlich ist? Oder denkt man gleich machts Zack und vorbei?) und der Körper würde dagegen anarbeiten. Ausschüttung sämtlicher Hormone und irgendwo eben zwischen Hysterie, Glückseeligkeit und Panik. Irgendwann wird man wohl komplett abstumpfen und verdursten denke ich mir, Wahnsinn halte ich auch für eine gute Option.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • Wie ist es bei solchen Geschwindigkeiten eigentlich mit dem Atmen? Ich finde es persoenlich sehr schwierig, anstaendig Luft zu bekommen, wenn man mit offenem Visier auf dem Motorrad sitzt. Aber Fallschirmspringer haben ja auch keinen geschlossenen Helm auf.


    Zu dem Thema faellt mir gerade noch was ein: wer erinnert sich nicht an die Bilder vom 11. September, auf denen Menschen aus dem WTC sprangen um dem Feuer zu entgehen! In dem Zusammenhang wurde damals gesagt, dass die Menschen den Aufschlag nicht mitbekommen wuerden, weil sie vorher durch den Sturz das Bewusstsein verlieren wuerden. Warum weiss ich allerdings nicht.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Das liegt soweit ich weiß daran, dass der Körper unter enormen Druck steht um die Angst einzudämmen, dass er zuviele Hormone ausschüttet die dich dann quasi ausnocken. Zuviel des Guten eben.
    Deshalb auch meine Frage, weiß ich das das Loch endlos ist und ich mich darauf einstellen kann, oder denke ich es kann jederzeit vorbei sein.


    Das mit der Luft geht schon, durch die Nase atmen hilft ungemein.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
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  • Zitat von Tina

    Die Geschwindigkeitsrekorde liegen jedenfalls bei knapp ueber 500km/h, und dazu muss man sich kopfueber fallen lassen. Sprich, wenn man in Bauchlage faellt, faellt man deutlich langsamer und dei Reibungshitze wird nicht so gross.

    Gut, das beantwortet tatsächlich keine einzige meiner Fragen, auf die du dich beziehst... :P


    Zitat von Tina

    Ricya, denn sie will nur wissen wodurch man beim endlosen Fallen sterben wuerde! Wenn Du mit der Hitze im Erdkern kommst, kannst Du genauso gut mit dem Aufschlag am Ende kommen. Den will sie ja nicht. Es geht nur ums Fallen!

    Ich versuch mal dir meinen Gedankengang zu erklären. Dann merkst du vielleicht, dass meine Faktoren Druck und Hitze gar nicht so abwegig sind.
    Also, die Aufgabenstellung ist ein unendlicher Fall.
    Fallen heißt, von einem Körper mit einer viel höheren Masse angezogen zu werden, ohne dass man sich selbs wegdrücken kann. Also fällst du auf einen Planeten zu. Der Weg dahin ist aber unendlich, da du ja unendlich fallen willst (musst). Dabei erhöht sich dann der Druck bis ins unendliche, je dichter du dem Planeten kommst.
    Das sind einfach meine ersten Gedanken zu einem unendlichen Fall.
    Wenn du aber den Planeten, der dich und alles andere anzieht, wegraddierst, dann gibts natürlich auch keinen Grund zum Fallen mehr. ;)


    Aber gut, nehmen wir mal an, die einzige Kraft, die auf einen Einwirkt ist die Anziehungskraft von irgendetwas, was nicht da ist und somit auch nix anderes anzieht: dann beschleunigst du halt bis zum Maximum; und wenn du dieses erreicht hast, also keine Beschleunigung mehr wirkt, dann bist du halt schwerelos (So wie wir halt auch nix mehr von der Drehbewegung der Erde spüren, da es hier ja keine Beschleunigung gibt).
    In der Zwischenzeit kann es natürlich gut passieren, dass du (je nach körperlicher Verfassung) ohnmächtig wirst und wieder aufwachst, oder (je nach maximaler Anziehungskraft) einfach auseinander gerissen wirst (Verhältnis zwischen Beschleunigung und der Massenträgheit deines Körpers).
    Oder anders gesagt: wenn dein Körper reissfest genug ist um die Beschleunigung (abhängig von der Anziehungskraft) auszuhalten wirst du verdursten. Wenn nicht machts rrrrrtschhhhh..... ;)


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Mann Davy, Du denkst viel zu logisch und viel zu physikalisch! :) Tu doch einfach mal so als waeren wir bei Alice im Wunderland und alles ist moeglich, auch endloses Fallen! :)

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


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  • Bei meinem letzten Absatz hab ich ja nur die Beschleunigung nach einer fiktiven (aber nicht näher genannten) Anziehungskraft genommen. Das ist schon Wunderlandig genug. ;)


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Zitat von Silver

    Davy, es geht wohl mehr um die psychologischen Auswirkungen als den um die physischen.

    Laut Eröffnungspost: nein!
    Da gehts um alles.
    "Es gib ein Bodenloses Loch und man fällt rein, was passiert?"


    Wenn du die Frage psychologisch klären willst, dann mach es doch. Aber lass mir auch meine Physik. :P


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Zitat von Tina

    Es geht einzig und allein um den Fall.

    Und gehört da nun die Beschleunigung zum Fall mit dazu? Der Luftwiderstand? Die Gewissheit niemals aufzuschlagen?


    Da ihr ja alle anscheinend so super in Ricyas Kopf gucken könnt ( :P ) macht mir doch mal nen Katalog fertig, welche physikalischen, chemischen und psychologischen Faktoren und Aspekte ich (wir) hier mit einbeziehen soll und darf...


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Ojemine,


    ich dachte, schon eine Antwort allein zu finden wäre schwer, aber anscheinend ist es schon die Fragestellung an sich, die Probleme macht! ;)


    Und gehört da nun die Beschleunigung zum Fall mit dazu? Der Luftwiderstand? Die Gewissheit niemals aufzuschlagen?


    Also, ich stelle es mir so vor:


    Man stolpert, fällt in das Loch. Dann geht´s los....abwärts. Fallgeschwindigkeit ist immer die Gleiche, da es rein planetentechnisch keine Anziehungskraft gibt. Dennoch stellen wir uns vor, wir fallen mit konstanter Geschwindigkeit nach unten.


    Wenn du aber den Planeten, der dich und alles andere anzieht, wegraddierst, dann gibts natürlich auch keinen Grund zum Fallen mehr.


    Doch, vergiß´die physikalische Logik, phantasiere ein bißchen. ;)
    Also, Du fällst zwar nach unten, aber es herrscht keine Anziehungskraft vor, die Dich irgendwann schneller werden läßt, der Fall ist immer gleich. Auch keine Schwerelosigkeit....nur fallen....ewiges fallen.


    Die Gewissheit niemals aufzuschlagen?


    Ist das wichtig?
    Oder denkst Du das hat irgendwann eine Auswirkung auf die Psyche?
    Nehmen wir mal an, Du fällst schon seit Stunden....vielleicht stumpfst Du auch so ab, daß es Dir irgendwann latte ist, ob Du aufschlägst oder nicht?!


    Man hat doch beim Fallen oft so ein flaues Gefühl im Magen.
    Würde das irgendwann einmal nachlassen?
    Würde der Körper sich irgendwann an das "Fallen" gewöhnen, oder ist man vorher schon wahnsinnig geworden?


    Ich habe da irgendwie einen Zeichentrickfilm; oder - Serie im Hinterkopf (fragt mich nicht mehr welche/n) und da fallen die auch wo runter (eine Höhle oder Grube oder so). Und die kommen ewig nicht unten an, da fangen die an sich während des Fallens Geschichten zu erzählen und rumzublödeln.....


    Wäre das eventuell auch möglich?


    Und zu dem Punkt mit dem Ohnmächtig werden:
    Das kenne ich als Folge bei Flugzeugabstürzen. Da wird man angeblich schon beim Fall ohnmächtig und bemerkt den eigentlich Aufprall des Flugzeuges auf der Erde nicht.


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Zitat von Ricya

    Also, ich stelle es mir so vor:


    Man stolpert, fällt in das Loch. Dann geht´s los....abwärts.

    Gut, du startest also mit einer Abwärtsbeschleunigung von 0 (da wo du stolperst und noch nicht fällst), und fällst dann nach unten, was heißt du Beschleunigst schon mal.
    Das beißt sich schon mal extrem mit dem nachfolgenden Satz:

    Zitat von Ricya

    Fallgeschwindigkeit ist immer die Gleiche,

    Die Fallgeschwindigkeit kann erst dann immer die Gleiche sein, wenn die maximale Geschwindigkeit erreicht ist. Bis dahin Beschleunigst du. Beschleunigst du von Anfang an nicht, dann fällst du auch nicht (oder aber bist immer schon gefallen, sozusagen fallend geboren). ;)
    Und da du ja in ein Loch stolpern willst muss es irgendeine Beschleunigung geben. ;)
    Die kann natürlich (theoretisch) seeeeeeeeehr gering sein, dann stört sich dich aber nicht weiter.
    Wenn wir von Anziehungskraft der Erde und den hier geltenden Beschleunigungen nehmen können wir uns das wohl einfacher vorstellen, da sicher viele schon mal vom 3-Meter-Turm gesprungen sind.


    Also: um mit konstanter Geschwindigkeit zu fallen müssen wir diese Geschwindigkeit erstmal durch Beschleunigung erreichen, da wir ja bei (Abwärts)Geschwindigkeit 0 starten.
    Und halt die Beschleunigung ist hier das Zünglein an der Waage...


    Zitat von Ricya

    Ist das wichtig?

    Hey, wenn wir hier schon dutzende physikalische Gegebenheiten ausklammern wollen und können, dann können wir doch auch die massive Adrenalin-Ausschüttung, die unseren Kreislauf sicherlich nach ner Weile extrem belasten wird, ausklammern - natürlich nur wenn du willst. Ist ja dein Wunderland, dass wir hier bauen. ;)


    Zitat von Ricya

    der Fall ist immer gleich. Auch keine Schwerelosigkeit....nur fallen....ewiges fallen.

    (Nehmen wir mal an wir haben die Maximale Geschwindigkeit sicher und unbeschadet erreicht und fallen jetzt konstant weiter)
    Wie gesagt: ich denke ab hier können wir Fallen nicht mehr von Schwerelosigkeit unterscheiden.
    Es ist die Beschleunigung, die auf uns einwirkt, nicht die Geschwindigkeit!
    Vereinfachtes Beispiel: Du sitzt in einem Porsche auf der Autobahn. Der Fahrer beschleunigt jetzt von 30km/h auf 210km/h - du wirst in den Sitz gepresst.
    Jetzt fährt der Fahrer über die nächsten 5 Ausfahren konstant 210km/h - du merkst das nicht. Würde die Landschaft nicht an dir vorbeirasen, dann würdest du gar keine Bewegung wahrnehmen.
    Wenn jetzt der kleine gelbe Prius vor euch auf die Überholspur zieht, dann bremst der Fahrer abrupt bis auf 120km/h ab, was, so blöd es sich auch anhören mag, auch eine Beschleunigung darstellt - dieses kriegst du natürlich wieder mit weil du einmal ordentlich nickst. ;)
    Fällst du also in konstanter Geschwindigkeit, dann dürfte sich das ganze genaus anfühlen wie die 5 Ausfahren mit Tempo 210 - du siehst nur die Landschaft vorbeirasen, spürst aber nix...


    Zitat von Ricya

    Man hat doch beim Fallen oft so ein flaues Gefühl im Magen.
    Würde das irgendwann einmal nachlassen?

    Ja.
    Das flaue Gefühl im Magen ist doch, soweit ich weiß, lediglich die Massenträgheit deines Körpers. Dein Körper wird nach unten gezogen (beschleunigt plötzlich abwärts), während er durch die Trägheit aber lieber noch am angestammten Platz bleiben möchte. ;)


    Zitat von Ricya

    Würde der Körper sich irgendwann an das "Fallen" gewöhnen, oder ist man vorher schon wahnsinnig geworden?

    Das ist der Knackpunkt.
    Wenn dein Körper die Beschleunigung übersteht, dann gewöhnt er sich natürlich ans Fallen. Ob aber der Geist da mitmacht, dass weiß ich nicht.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Das Gewicht der Partikel ist aber kack egal und sie würden dich wahrscheinlich sogar eher überholen, da du mehr Luftwiderstand hast als dein Erbrochenes. Die Fallgeschwindigkeit hat aber rein garnix mit dem Gewicht zu tun.


    Schon mal was von Physik gehört? Masse mal Beschleunigung? Ich gegen ein Corn Flake? Ich falle schneller! Und glaub mir, ich hab mehr Masse! ;)


    Ist beim Fallschirmsprung denn schon die maximale Beschleunigung erreicht, bevor der Fallschirm sich öffnet, bzw. der Körper aufschläg?


    Und ich habe auch nix von Brennen oder Feuer gesagt, sondern nur von Reibungshitze....


    lg Davy


    Die ist dann erreicht, glaub mir. Beim Sprung aus 3000 Meter (üblich) wird die Maximalgeschwindigkeit erreicht. Ca. 500 km/h


    Die Fallgeschwindigkeit kann erst dann immer die Gleiche sein, wenn die maximale Geschwindigkeit erreicht ist.


    Es kommt immer auf den Körper und den Luftwiederstand an. Jeder Körper hat seine Maximalgeschwindikeit.


    Aber ich denke Ricya ging es eher um das körperliche. Ich würde nochmal sagen, man krepiert.


    LG
    Ltkilgor

    Toleranz ist ein Beweis des Mißtrauens gegen ein eigenes Ideal.
    Nietzsche
    Es gibt Dinge, die sind so falsch, daß noch nicht einmal das absolute Gegenteil richtig ist.
    Karl Kraus

  • Hmm.. spannende Frage!


    Ich denke, dass Naheliegendste wäre, dass man ins trudeln gerät, ohnmächtig wird und durch die entstehenden Kräft der Kreislauf kolabiert. Sollte man aber tatsächlich nen länger andauernden "Dauerflug" hinkriegen gibts auch noch andere "Todesszenarien":
    --> Erfrierung. Durch den permanenten Luftaustausch ist der Körper irgendwann unfähig, seine Temperatur noch zu halten.
    --> Dehydration. Also analog zum "verdursten", welches bereits gesagt wurde. Dazu muss aber miteinbezogen werden, dass durch den enormen Fahrtwind wahrscheinlichauch deutlich mehr Flüssigkeit über die Haut "abgegeben" wird, was viel schneller zu einer Austrocknung führt.


    mfg Vivajohn