Amerika ist gar nicht so dumm...

  • ...wie oft behauptet wird. Jedenfalls ist die Zahl der aktiven Museen in den USA erstaunlich hoch:


    http://www.washingtonpost.com/…ks-and-mcdonalds-combined


    Zitat

    There are roughly 11,000 Starbucks locations in the United States, and about 14,000 McDonald's restaurants. But combined, the two chains don't come close to the number of museums in the U.S., which stands at a whopping 35,000.


    Es gibt rund 11.000 Starbucks-Filialen in den Vereinigten Staaten und ungefähr 14.000 McDonald's-Restaurants. Aber zusammengerechnet kommen beide Kennen nicht einmal nahe an die Zahl der Museen in den USA, welche die Riesenmenge von 35.000 erreicht.

    Wirklich erstaunliche Zahlen. Es wäre interessant, sie mal mit denen aus Deutschland zu vergleichen.

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • Ich finde es eher dumm, ein Volk insgesamt als dumm zu bezeichnen. Es gibt in jedem Land gebildete und ungebildete, dumme und schlaue Menschen.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Die Anzahl der Museen sagt, finde ich, nicht viel über die Dummheit/Schlauheit eines Volkes aus. Es gibt Museen mit allen möglichen Inhalten und Themen und die werden da ziemlich sicher auch in die Zahl mit einbezogen. Kultur ist nicht gleichzusetzen mit Intelligenz. Das denke ich mir immer wieder, wenn ich abstrakte Kunst anschaue oder Performance-Kunst. Das ist wirklich einfach Geschmacksache. Ich würde nicht behaupten, dass Menschen die sich solche Sachen gerne anschauen automatisch schlau sind :mrgreen: Aber immerhin erweitern sie ihren Horizont.


    Was mir an den Amerikanern teilweise fehlt ist der Tiefgang und die Tatsache, dass sie keine "eigene" Geschichte haben bis auf die 200 und ein paar Jährchen. Es gäbe viele Traditionen und Werte, die man auch auf der anderen Seite des Teichs hätte fortleben lassen können aber damals ging es eben um den Aufbruch in eine neue Welt mit wenig Platz für Tradition. Da wurde dann einfach was neues erfunden. Wenn man heute die Mentalität der Engländer z.B. mit den Amerikanern vergleicht, haben die nicht mehr so viel gemeinsam, bis auf die Sprache, die sich ja auch verändert hat.


    Dafür sind sie sehr (Gast-)freundlich, wenn auch etwas oberflächlich. Aber das muss einen ja nicht stören, wenn man nur in der Ferienzeit da ist und nett behandelt wird - ich beziehe das im Übrigen auch nicht auf ALLE Amerikaner. Wie Tina schon gesagt hat, gibt es überall schwarze Schafe.

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
    - Albert Einstein

  • Zitat

    Was mir an den Amerikanern teilweise fehlt ist der Tiefgang und die Tatsache, dass sie keine "eigene" Geschichte haben bis auf die 200 und ein paar Jährchen.


    Also ich kenne auch genug Landsleute ohne Tiefgang, die nicht aus den USA kommen. :) Und dass sie keine "eigene" Geschichte haben ist so auch Bloedsinn. Damit wuerdest Du jedem Migranten in Deutschland die eigene Geschichte absprechen. Da hat eben jede Familie eine eigene Geschichte.

    Tina

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  • Das Problem ist eben, die Amis haben so ihre ganz eigene Lebensart (Kultur will ichs nicht unbedingt nennen, manches is echt weit von Kultur weg) und die kommt uns seltsam vor. Für uns ist es unverständlich, dass in Privathaushalten Kühlschränke stehen die so groß sind wie ein halber Raum, dort 10 Gallonen Milch drin stehen und in jedem zweiten Keller genug Waffen sind, um damit ein Heer auszurüsten. (Das gilt jetzt für Texas, meine Exfreundin ist Texanerin und es ist wirklich so)


    Teilweise haben die Amis aber auch Museen für ganz ganz hanebüchene Dinge. Deshalb würde ich das jetzt auch nicht direkt zu Bildungseinrichtungen zählen.


    Aber die Amis sind wirklich ganz anders als wir, deshalb kommen sie uns oft komisch vor. Das selbe würde uns aber auch so vorkommen, wenn wir bspw. nach China gehn, oder zu einem afrikanischen Stamm oder auch nach Indien. Wir sinds eben anders gewohnt und mit den Amis haben wir noch am meisten "direkten Kontakt".

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • Zitat

    Für uns ist es unverständlich, dass in Privathaushalten Kühlschränke stehen die so groß sind wie ein halber Raum, dort 10 Gallonen Milch drin stehen


    Wir muessen aber auch nicht ne Stunde oder laenger fahren, um an den naechsten Supermarkt zu kommen, was fuer viele Amerikaner nunmal so ist. :) Mal abgesehen davon, dass es in Amerika auch noch weit haeufiger Grossfamilien gibt als bei uns, und da ist es sinnvoll, in so grossen Mengen einzukaufen.

    Tina

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  • Lebensmittel werden auch in den USA überschüssig produziert und dementsprechend auch verkauft.
    Allerdings muß nicht jeder US-Bürger Kilometerweit fahren, das gilt nur für Landbevölkerung.


    Die Anzahl an Museen sagt nichts über die Intelligenz der Bevölkerung aus, genauso wenig wie die Anzahl an Akademikern.


    Der Waffenbesitz ist auch nicht so wie es in den Medien dargestellt wird, in bestimmten Bundesstaaten hat zwar tatsächlich fast jeder eine Waffe, die meisten Straftaten werden aber mit illegalen Waffen durchgeführt. Das Waffengesetz hat keinen Einfluß auf die Kriminalität, in England z.B. gibt es gar keine legalen Privatwaffen und die Straftaten mit Schußwaffen haben dort trotzdem zugenommen.
    Zwar wird die Diskussion bei Amokläufen immer wieder neu entfacht tatsächlich sind solche Fälle seltene Ausnahmen, das Hauptproblem dort ist die Bandenkriminalität und die benutzen keine Waffen aus dem Laden.

  • Naja Tina, eigentlich Leben in diesem Haushalt 2 Personen (Der Vater meiner Ex und dessen Freundin), solange sie halt zu Besuch ist 3. Aber 3 Personen verbrauchen keine 30 Liter Milch schnell genug, damit sie nicht verdirbt, ebensowenig wie sie mal kurzerhand 8 Kilo Fleisch essen. Ich denke das ist einfach nur Dekadenz.


    Nachdenker: Das mit den Waffen habe ich deshalb ja Extra auf Texas bezogen. Sie war über Silvester dort und hat sich nicht vor die Tür getraut weil die sich wirklich mit Halbautomatischen Waffen auf die Straße stellen und in die Luft ballern... besoffen.... mit hunderten von Menschen um sie rum...


    Der Waffenbesitz ist schon ein Problem, weil die die eine solche Waffe besitzen eben oftmals auch mal schießen wollen und das nicht nur auf Zielscheiben.

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  • Der Waffenbesitz ist schon ein Problem, weil die die eine solche Waffe besitzen eben oftmals auch mal schießen wollen und das nicht nur auf Zielscheiben.


    Die haben sowas weils andere auch haben.
    Wer damit wirklich was anstellen würde, wäre schneller im Knast als er gucken könnte. Die ganzen Waffen sind alle registriert und zurückverfolgbar. Daher besteht unter Kriminellen immer noch der illegale Waffenhandel, und den gibt es auch in Ländern mit Waffenverbot.

  • Nachdenker, es ist mir schon bewusst, dass ein Großteil der Personen die dort eine Waffe besitzen die nicht besitzen um eine Bank damit zu überfallen oder einen Mord zu begehen.
    Aber ich weiß z.B. das die dort gerne mal in die Wüste fahren und sich betrinken. Dann schießen sie auf Kakteen, bis diese umfallen. Es gibt relativ oft Gerichtsverhandlungen, weil irgend ein Dummkopf mit seiner Schrotflinte meint, er müsste Kakteen die unter Naturschutz stehen über den Haufen ballern.


    Zudem ist es eben so, dass es auch zu Unfällen kommt. Dann macht man halt mal dumme Sachen (wie z.B. sich erstmal 20 Margaritas reinziehen und dann mit Freunden en bisschen angeben mit den Dingern). Zack, passiert was. Deshalb bin ich auch kein Freund von diesen frei verkäuflichen Waffen, nicht etwa, weil es dadurch mehr Kriminalität gibt (die es definitiv auch gibt!), sondern weil eben hierdurch Leute an Waffen kommen, die wenig Ahnung von sowas haben und dann passiert irgendwas

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  • Ich bin jetzt kein echter Verfechter für die freien Waffen, aber das gleiche Problem gibt es auch mit Kraftfahrzeugen oder anderen gefährlichen Dingen.
    Alkohol und Spinnerei ist immer ein Risiko.


    Sinnloses Rumballern in der Öffentlichkeit bzw. Vergehen gegen den Naturschutz werden auch in den USA geahndet.

  • Klar werden die geahndet, wenns denn jemand mitbekommt. Wie gesagt die fahren in die Wüste und Texas ist verdammt groß, da fällt das nicht direkt auf.

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  • Ach Schütze es gibt auch ganz andere dort natürlich. Ich hab mal in einem Irish Pub in Saarbrücken nen Typen aus Massachusetts kennen gelernt, der war echt cool. Haben uns lange über Politik unterhalten, über Geschichte und Biologie. Der war gebildet und aufgeschlossen und hat sich sogar bemüht ein bisschen deutsch mit mir zu sprechen. Klar, es gibt solche und solche, aber die USA sind eben eine sehr gemischte Nation und diese Wahnsinnigen die es dort in einigen Staaten gibt überschatten eben die, die eigentlich echt tolle Menschen sind. Ich behaupte ja auch nicht das jeder Texaner so ist, aber es ist eben schon eine Vielzahl an Menschen.


    Meine Theorie dazu ist, dass die Amis dadurch das sie noch eine recht junge Nation sind und aus vielen Immigranten bestehen noch keinen Weg gefunden haben, über gewisse Punkte überein zu kommen. Die deutsche Geschichte ist ja schon relativ alt, dennoch haben wir erst ab 1850 angefangen uns zu einem Staat zu entwickeln, der wirklich ein einheitliches Auftreten hat. Es gab gute und schlechte Zeiten und alles wurde erprobt und gestärkt. Am Ende ist dann zumindest mal ein halbwegs anständiges System dabei heraus gekommen, die Amis müssen noch ein wenig daran arbeiten. Ich mag das wirtschaftliche System dort eben nicht und kenne einige recht komische Leute von dort, wobei ich zugeben muss das die alle aus Texas, Kentucky und WIsconsin kommen und die Staaten haben ja nicht den besten Ruf.

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  • Mal abgesehen davon, dass das Klischee vom blöden Amerikaner ein absolutes Europa-Hillbilly-Vorurteil ist, sagt es andersrum halt auch absolut nichts über den Bildungsdurchschnitt einer Nation aus, wieviele Museen dort stehen. Ebenfalls abgesehen davon, dass da halt auch erstmal wer rein muss, bringt es der Bildung auch wenig, sich mal in irgendeinem Kronkorkenmuseum umgeschaut zu haben.
    Wir verstehen unter Museum evtl. auch n bisschen was anderes, in den USA hast du drölf kleine Ausstellungen, die sich so bezeichnen.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Angel_Museum


    Schlauer wirste da nicht.

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    Einmal editiert, zuletzt von Rônin ()

  • Selbst wenn es mehr sind - wieviele mehr waeren es tatsaechlich im Verhaeltnis zur Einwohnerzahl? Abgesehen davon muesste man dann auch noch messen, wieviele Besucher diese Museen haben. Ich gehe gern ins Museum, aber an grosses Gedraenge wissbegieriger Bildungshungriger kann ich mich nicht erinnern (was mit ein Grund ist warum ich gerne ins Museum gehe - es ist leer! :D ) !

    Tina

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  • Gemeint waren wohl eher sowas wie das Museum für Naturkunde und Geschichte in New York. Aber davon wirds in den USA wohl auch nicht mehr als in Europa geben.


    Bei so ner hohen Anzahl glaub ich fast schon, dass einfach alles gemeint war, was sich ein Museum nennt.

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