10.000 Jahre alte Höhlenmalereien in Indien - zeigen sie Außerirdische?

  • Die Neuentdeckten Höhlenmalereien in der Region Charma, ungefähr 130km entfernt von der Stadt Raipur (etwas östlich von Indiens Mitte), gießen wieder Wasser auf die Mühlen der Präastronautik-Anhänger.
    So sollen die auf 10.000 Jahre datierten Malereien Aliens mit Raumanzügen und UFOs darstellen.


    Ich bekomme hier im Moment leider keine Bilder rein, die müsst ihr euch in den Links (unten) angugucken.


    Die Zeichnungen sind alle ziemlich einfach gehalten und bieten (meiner Meinung nach) genug Spielraum für verschiedenste Interpretationen.
    Das als UFO mit 3 Standfüßeben gedeutete Bild sieht für mich jetzt auch nicht wirklich nach ner Fliegenden Untertasse aus. Aber der "Raumanzug" ist schon spannend, mit seinen Antennen. :D
    Könnte natürlich auch wieder ne Schamenkluft, oder soetwas sein.


    Interessant: In den umliegenden Dörfern soll es angeblich einige Mythen und Legenden über Kleinwüchsige - die sogenannten Rohela - geben, die mit runden Fluggeräte vom Himmel auf die Erde kamen und ein paar Dorfbewohner bei der Abreise mitnahmen.


    Quelle: Times of India
    Auf deutsch nachzulesen: Grenzwissenschaft-Aktuell


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Interessanter als die "Antennen" die mich mehr an abstehende Haare als an Antennen erinnern finde ich die Hände und Füße mit den überproportionalen Fingern und Zehen, die mehr Klauen ähneln. Insbesondere die Zehen sind erheblich zu lang und wenn ich richtig zähle, deren nur 4. Ich hab aber 5 an jedem Fuß. Also kaum eine natürliche Darstellung, oder?

  • Wenn man mal den Artikel der Times betrachtet so wird im Vornherein schon von falschen Tatsachen ausgegangen:


    Zitat

    "The paintings are done in natural colours that have hardly faded despite the years. The strangely carved figures are seen holding weapon-like objects and do not have clear features. Specially, the nose and mouth are missing. In few pictures, they are even shown wearing space suits. We can't refute possibility of imagination by prehistoric men but humans usually fancy such things," the archaeologist said.


    Ich konnte auf die Schnelle keinerlei Referenzen des Archäologen finden. Abgesehen davon ist es meiner Ansicht nach sehr bedenklich wenn nicht von den Fakten ausgegangen wird sondern vielmehr eine eigene Interpretation als Grundlage für die Behauptungen verwendet wird.
    Das ist keine Wissenschaft sondern Wunschdenken.

    Sit down before fact as a little child, be prepared to give up every preconceived notion, follow humbly wherever and to whatever abysses nature leads, or you shall learn nothing. -Thomas Henry Huxley

  • Die Tatsache, dass es sich nicht um neu entdeckte Wandmalereien handelt und auch der Artikel geben dem Ganzen einen faden Beigeschmack. Nichtsdestotrotz sind die Zeichnungen ungemein spannend - sofern sie > 150 Jahre alt sind, was ich allerdings glaube.



    Allgemein ist die indische Geschichte voll von ähnlichen Malereien, Skulpturen, Statuen, Geschichten usw. Der Raum für Spekulationen ist riesig, jedoch sind die Indizien hier glaubhafter als in vielen anderen Bereichen.

  • Ich frage mich warum wir immer annehmen das unsere Vorfahren fotorealistisch gezeichnet haben. Wenn man in tausend Jahren auf ein Bild von Salvadore Dali stößt, nimmt man dann auch an das er Aliens gezeichnet hat die uns gezeigt haben wie wir unsere DVD-Spieler bedient haben?

  • Zitat

    es ist ja nicht nur in dieser Höhle,solche zeichnungen gibt es tausendfach auf der Erde


    Richtig, es gibt unzählige unterschiedliche Darstellungsformen in den verschiedensten Kulturen und Epochen. Wenn das alles Aliens waren, dann haben mehrere tausend verschiedene Alienvölker über Jahrtausende hinweg die Erde besucht. Da fragt man sich, was die ständig hier wollten, das war ja schon fast Massentourismus.


    In denjenigen Gebieten, in denen es (mutmaßlich) authentische mündliche Überlieferung gab, wie zum Beispiel in Nordamerika oder Australien, konnte man zur Deutung der Felsmalereien auf die Aussagen der indigenen Kultur zurückgreifen. Es zeigte sich, dass nach dem Verständnis dieser Völker viele der Darstellungen Schamanen, Geister oder andere überirdische Kräfte zeigen - was sich mit der gängigen archäologischen Interpretation deckt. Tatsächlich sind z.B. Tier-Mensch-Mischwesen bis weit in die Bronzezeit auch in Europa eine häufige Darstellungsform. Solche Abbildungen findet man besonders dort, wo die Grenzen zwischen den Welten - der Welt der Tiere, der Lebenden und der Toten - als sehr durchlässig betrachtet wurden (vgl. Traumzeit in Australien oder Anderswelt in der Latènezeit). Dahinter steht ein ganz anderer Realitätsbegriff als unser heutiger, der zwischen "Fakt" und "Fiktion" sauber unterscheidet. Man darf darum auch nicht annehmen, dass ausschließlich dargestellt wurde, was man "real" zu Gesicht bekam. Die Vision des Schamanen war ebenso Teil der Realität.

  • Zitat

    Also fotorealistisch sieht doch etwas anders aus,es ist ja nicht nur in
    dieser Höhle,solche zeichnungen gibt es tausendfach auf der Erde

    Okay, fotorealistisch war wohl der falsche Begriff. Ich meinte das sie eben nciht nur das so detailgetreu wiedergegeben haben, was sie wirklich erblickt haben sondern auch andere Dinge gezeichnet. Im Prinzip hat ad_santiago das aber gut auf den Punkt gebracht.


    Ich dachte früher auch immer das an der Dogen-Sache zum Beispiel etwas dran sein müsste, aber nachdem ich die Hintergründe kannte war das alles nicht mehr so mysteriös.

  • Die Völker verewigten für sie signifikante Ereignisse an den Wänden. Dass nicht alle Malereien, die bizarre Wesen zeigen, auf ausserirdische Begegnungen zurückzuführen sind, ist wohl wahr.


    Hingegen denke ich, dass ein kleiner Prozentsatz authentisch ist und das Gesehene wiedergibt. Ganz nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit.

  • Zitat

    Die Völker verewigten für sie signifikante Ereignisse an den Wänden.

    Woher weißt du das? Vielleicht haben sie auch nur Dinge an die Wände gemalt die ihrer Fantasie entsprachen. Wir machen das mit unserer heutigen Kunst ja auch nicht anders, oder beruht der Herr der Ringe auf wahren Ereignissen?


    Zitat

    Hingegen denke ich, dass ein kleiner Prozentsatz authentisch ist und das
    Gesehene wiedergibt. Ganz nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit.

    Nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit kommen Aliens, selbst wenn sie irgendwie eine Möglichkeit finden interstellare Raumfahrt in einem Stil zu betreiben für den wir nichtmal theoretische Ansätze haben, gar nicht zu uns. Nehmen wir mal an eine Superrasse beschließt jeden Stern zu besuchen und braucht im Durchschnitt einen Tag pro Stern. In der Milchstraße gibt es 1-3 Milliarden Sterne. Gehen wir mal vom unteren Ende aus, dann brauchen sie immer noch 2.739.726 Jahre um jeden Stern zu erforschen. Wie hoch ist also die Chance das sie genau die Erde finden?


    Es wird sogar noch schöner. So etwas wie Menschen gibt es seid, wenn wir mal ganz großzügig sind, ca. 4,5 Millionen Jahre die Erde seid 4,5 Milliarden Jahre. Wenn die Chance für einen Alienbesuch für jeden Zeitpunkt gleich hoch ist, dann sind die Chance das sie zu früh kamen bei 99.9%


    Wenn man beide Wahrscheinlichkeiten zusammen nimmt ist es ungefähr so als würde man dir auftragen ein Sandkorn in der Wüste zu suchen. Dieses Sandkorn ist aber nur eine Stunde im Jahr da und du weißt nicht in welcher Stunde und wo es sein könnte. Würde es da groß´etwas ändern wenn du nicht alleine suchst, sondern wenn zehn Leute suchen? Oder hundert? Wie hoch sind deine Chancen es zu finden?


    Wohl gemerkt, das alles ist eine vereinfachte Anschauung, wenn wir noch tiefer in die Materie einsteigen würde die Wahrscheinlichkeit noch geringer werden.



    Wie hoch ist da noch die Chance das Aliens die Erde mal besucht haben?

  • Wie hoch ist da noch die Chance das Aliens die Erde mal besucht haben?

    Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit, dass das Universum exakt so aussieht wie es jetzt aussieht? Nichtig. Kosmische Wahrscheinlichkeiten sind alle derart gering, wenn du sie auf die Art runterbrichst; aber du wirst halt auch feststellen, dass die Wahrscheinlichkeiten für alle Dinge die wirklich passiert sind zuvor ähnlich gering oder noch geringer waren.; passiert sind sie trotzdem - denn wenn eine nahezu unendliche Anzahl an Dingen eine Wahrscheinlichkeit gegen null aufweist, wird aller Wahrscheinlichkeit nach eine signifikante Anzahl dieser Dinge trotzdem geschehen.


    Btw reißt du damit auch diese spezifische Diskussion über indische Höhlenmalereien radikal in Richtung Grundsatzdiskussion über Alienbesuche an sich. Das wirkt halt, als gäbe es keine anderen sinnvollen Gegenargumente.


    Woher weißt du das? Vielleicht haben sie auch nur Dinge an die Wände gemalt die ihrer Fantasie entsprachen.

    Auch Phantasie entstammt irgendwoher. Tolkien selbst hat es immer abgestritten, aber es ist ja auch kein Zufall, dass er nach zwei erlebten Weltkriegen eine Geschichte über einen Weltkrieg verfasst hat - mit klassischen mythologischen Figuren, die auch alle irgendwo ihre Ursprünge herhaben.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
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  • Zitat

    Woher weißt du das? Vielleicht haben sie auch nur Dinge an die Wände
    gemalt die ihrer Fantasie entsprachen. Wir machen das mit unserer
    heutigen Kunst ja auch nicht anders, oder beruht der Herr der Ringe auf
    wahren Ereignissen?

    Dass sie hie und da ihrer Fantasie freien Lauf liessen und ein künstlerisches Werk auf Basis Illusion und Einbildungskraft errichteten, schliesse ich nicht kategorisch aus.


    Aber da frage ich mich bloss, warum wurden viele Wandmalereien an Stellen gesichtet, die oftmals an schwer zugänglichen Plätzen angebracht wurden? Warum die Mühe? Warum gerade in Höhlen, die nicht unbedingt als Wohnplätze benutzt wurden und in die man sich nicht nach einer erfolgreichen Jagd zurückzog?


    Weiter wurden mehrheitlich Tierdarstellungen oder Jagdszenen angebracht. Dinge, die in damaliger Zeit üblich waren.


    Man weiss es nicht. Aber alles als Fantasie und Kunst abzutun halte ich für unwahrscheinlich.


    Ähnliches Phänomen in anderen Kulturen, die zur Huldigung resp. Verehrung häufig Skulpturen und Statuen anfertigen liessen.



    Warum sollte es bloss eine "Alien-Superrasse" geben? Ob und wie viele verschiedene Völker in den Weiten des Alls hausen, ist unbekannt. Schwierig, mit einer Unbekannte eine Wahrscheinlichkeitsrechnung aufzustellen. Noch immer ist ungeklärt, wie gross denn das Universum ist. Je grösser, desto mehr Planeten, desto grösser die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo andere Lebensformen existieren. Ohne eine Zahl zu nennen.


    Weiter wäre es möglich, dass früher in unserem Sonnensystem Aliens lebten und uns besuchten. Was wissen wir von anderen Planeten/Monden (in unserer "Nähe") denn genau? Sind/waren sie wirklich unbewohnt? Nicht jeder Planet muss erforscht werden. Ähnlich wie wir, werden sich wohl andere auch an den für sie am nähesten orientieren.


    Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist - jemand gewinnt auch im Lotto. Leute werden vom Blitz getroffen. Möglich, dass es halt einfach passiert ist.

  • Es ist recht schwer über die Wahrscheinlichkeit des Universums in seiner jetzigen Form zu sprechen. Wir wissen ja gar nicht ob es überhaupt zu anderen kosmischen Konstanten hätte kommen können. Und selbst wenn, dann sähe das Universum halt anders aus. Hier haben wir den Punkt, das es irgendwie ja aussehen musste. Es müssen aber keine Aliens auf der Erde gewesen sein, deshalb kann man beide Wahrscheinlichkeiten schlecht vergleichen.


    Im übrigen ist es recht schwer darüber zu diskuttieren wie wahrscheinlich es ist das Aliens auf den Höhlenmalereien abgebildet sind, wenn man nicht über die Wahrscheinlichkeit eines Alienbesuches überhaupt redet. Und natürlich basiert Fantasie immer auf irgendetwas, selbst heutigen Filme. Aber die Figuren von Tolkien sind halt verändert worden so das es sie in der realen Welt nicht gibt.


    Letzlich muss man es so sehen: Ist es möglich das die Höhlenmalereien irgendwelche Aliens zeigen welche über Technik verfügten bemannte Raumfahrt jenseits unserer Vorstellungskraft zu betreiben, dies aus irgendeinem Grund auch tun (Warum nehmen die keine von-Neumann Sonden?), auf der Erde landen aber sich nur mal nkurz den Eingeborenen zeigen um dann wieder abzudüsen (wieder aus uns unerfindlichen Gründen) und noch dazu das Glück hatten genau im richtigen Moment hier aufzutauchen?


    Die Antwort ist ja, natürlich ist es möglich. Aber man kann die Sache viel besser und einfacher erklären ohne irgendwelche Aliens hinzu zu ziehen (Btw. wieso eigentlich Aliens und keine inzwischen ausgestorbene Art von Superkakerlaken?)


    Zitat

    Aber da frage ich mich bloss, warum wurden viele Wandmalereien an
    Stellen gesichtet, die oftmals an schwer zugänglichen Plätzen angebracht
    wurden? Warum die Mühe? Warum gerade in Höhlen, die nicht unbedingt als
    Wohnplätze benutzt wurden und in die man sich nicht nach einer
    erfolgreichen Jagd zurückzog?

    Den klassischen Höhlenmensch gab es wohl so gar nicht, das heißt der Mensch hat nie in Höhlen gelebt. Das ist so etwas wie ein moderner Aberglaube, der im Gleichschritt mit der verkorksten Ansicht geht das wir unsere Vorfahren für ein bissel blöde im Kopf halten die keine Pyramiden usw. bauen können. Höhlen waren also immer schon Kultstätten. Und wenn sie heute schwer zugänglich sind wissen wir nicht ob es damals auch so war, die Erdoberfläche verändert sich ja ständig.



    Unsere Filmwelt beruht auch auf heute üblichen Dingen, die mit einer Prise Fantasie gewürzt werden. Eine durchschnittliche Familie zieht in ein durchschnittliches Haus ein aber plötzlich stellen sie fest das dort ein Geist/Dämon oder ähnliches umgeht. Und selbst Fantasiewesen wie die Schlümpfe usw. benehmen sich sehr ähnlich den Menschen. Ich sehe da also keinen Anhaltspunkt.




    Sattel das Pferd mal von hinten auf, vielleicht gibt es da draußen überhaupt keine Aliens und wir sind die einzigen. Halte ich persönlich für unwahrscheinlich, fest steht aber das wir noch gar kein anderes Leben gefunden haben. Allerdings haben wir auch noch nicht groß danach gesucht, mal vom Mars abgesehen.
    Ich denke durchaus das es da draußen noch Leben gibt, aber diese riesige Zahl von Superzivilisationen kann ich nciht ganz glauben. Dazu muss man sich ein paar Faktoren ansehen. Zunächst einmal die Frage wie und wann Leben entsteht. Du brauchst zunächst einmal Wasser, soweit wir wissen denn irgendwie muss man die Molekülketten die sich bilden ja auch lösen können und da bleibt eigentlich nur Wasser. Ich weiß das dieses Thema etwas umstritten ist und gleich wieder jemand Kohlenstoff-Chauvinismus schreit, deshalb will ich diesen Punkt nur anreißen und nichtmal als entscheidenden Faktor zählen. Vielleicht ein anderes Mal wenn ich die Muse dafür habe.
    Fakt ist aber das wir auch gar nicht wissen ob zwangsläufig Leben ensteht, wenn die Gegebenheiten dafür gegeben sind. Und selbst wenn, ein bisschen belebter Schleim kann nicht durchs All reisen. Du brauchst also auch einen Planeten der in der habitalen Zone liegt (auch in der galaktischen habitalen Zone wo die meisten Sterne übrigens nicht liegen), eine Atmosphäre und noch dazu darf dein Planet nicht unter Dauerfeuer von Asteroiden und ähnlichem stehen. Ständige Erdbeben, Flutwellen und Vulkanausbrüche die regelmäßig zu einem Massensterben führen (öfters als auf der Erde) sind ebenfalls nicht so klasse für die Entwicklung von höheren Leben. Es bleiben also gar nicht mehr soo viele Planeten die Leben oder gar höheres Leben hervor bringen können. Und als wäre das alles nicht schon schön genug bleibt ja noch die Sache mit der Intelligenz. Unsere Fähigkeit zu denken und unsere Umwelt zu manipulieren ist eine Überlebenstrategie, aber wie gesagt nur eine. Wir, die Säugetiere, sind ja quasi nur die zweite Garde an höheren Lebensformen die diesen Planeten beherrscht und einige von uns, eben der Mensch, hat Intelligenz entwickelt. Vor uns gab es aber die Dinosaurier die gut 170 Millionen Jahre lang die Erde beherrschten haben (zum Vergleich, uns gibt es 4,5-5 Millionen Jahre) und von denen hat keiner so etwas wie unsere Intelligenz gezeigt. Es war ja auch nicht nötig. Folglich wird es da draußen wohl auch einige Planeten geben auf denen höheres Leben existiert aber keine Intelligenz. Außerdem brauchen wir auch die Möglichkeit unsere Intelligenz einzusetzen um unsere Umwelt zu manipulieren, das heißt Hände und am besten sogar einen Daumen, Tentakel oder ähnliches mit dem man dann auch Dinge bauen kann. Alles in allem werden wohl nur die wenigsten Sterne da draußen intelligentes Leben hervor bringen. Sagen wir also mal das auf 0,001% der Planeten da draußen intelligentes Leben existiert, dann bleiben immer noch 10.000 Zivilisationen. Erscheint viel, aber wie viele davon können tatsächlich die Raumfahrt entwickeln? Eine Zivilisation kann relativ schnell ausgelöscht werden, durch so schnöde Sachen wie ein Asteroid oder nur ein billiger Atomkrieg. Andere werden wohl auf dem selben Entwicklungsstand sein wie wir oder sogar noch weniger weit entwickelt.
    Außerdem wissen wir auch gar nicht ob es überhaupt möglich ist die Lichtgeschwindigkeit zu knacken. Sämtliche Ansätze die wir haben beruhen auf exotischer Materie. Für ein Wurmloch von der größe von gerade mal einen Meter bräuchte man davon aber schon mehr als die Erdmasse. Oh und wahrscheinlich gibt es sie auch überhaupt nicht. Nur mal so am Rande. Außerdem wird sich interstellare Raumfahrt aufgrund der Gefahren und der Anstrengungen für Leib und Leben wohl eher mit Sonden bewältigen lassen.



    Hinzu kommen die Zivilisationen, welche gar kein Interesse an der Raumfahrt haben. Nur weil wir unbedingt wissen wollen ob es da draußen noch Leben gibt, muss das auf die Aliens nicht zutreffen. Vielleicht ist für sie Kunst, Religion usw. viel wichtiger als die dämliche Frage ob es nun noch andere Lebewesen da draußen gibt. Bleiben also vielleicht noch 100 Zivilisationen die jetzt in diesem Moment (kosmologisch gesehen meine ich damit die letzten 4-5 Millionen Jahre) Raumfahrt betreiben können und dies auch tun.
    In einem vorherigen Beitrag habe ich ja schon erwähnt das es ein enormer Zufall wäre wenn sie die Erde überhaupt finden.
    Aber selbst wenn man das alles ignoriert und sich vorstellt das dort massenweise Aliens herum schwirren, dann kommt die nächste Frage: Wieso sollten sie sich überhaupt für uns interessieren? Wenn es so viele von ihnen gibt, warum sollten sie dann überhaupt auf einem Planeten landen der von unterentwickelten Affen bevölkert wird (was wir im Vergleich zu einer solchen Zivilisation auch heute noch wären), wenn sie sich doch mit anderen unterhalten können die eher auf ihrem Entwicklungsstand sind. Oder wieso haben sie einen Planeten wie die Erde nicht besetzt, wenn es hier offensichtlich ncihts gab was sie daran hindern kann?
    Ich denke da kommt eine menschliche Eigenschaft zum tragen. Wir wissen heute das wir nicht der Mittelpunkt des Universums sind, können uns aber irgendwie noch immer nicht richtig damit abfinden. Wir gehen also davon aus das wenn uns Aliens finden, sie natürlich auch hier landen müssen und mit uns Kontakt aufnehmen. Es könnte aber genauso gut sein (ist vielleicht sogar wahrscheinlicher) das sie einfach nur unser System entdecken, kurz eine Meldung machen das der Planet schon besetzt ist und das Volk für eine Kontaktaufnahme noch zu primitiv ist und dann weiter fliegen.


    Immer noch nicht überzeugt? Dann bleibt noch die Frage, wenn es so viele Aliens gibt, ja wo sind sie dann? Denkt mal über das Fermi-Paradoxon nach und es wird sogar noch besser. Wir leben im sogenannten Orionarm, eine Art Korridor der 10.000 Lichtjahre lang und 3.500 Lichtjahre breit ist. Falls da also wirklich Aliens sind, welche in den letzten 10.000 Jahren Radiowellen ausgesandt hat, müssten diese uns ja inzwischen erreicht haben. Raumfahrende Aliens müssten zwangsläufig über die Entwicklung des Radios gestolpert sein, da Radiowellen ein natürliches Phänomen sind und nicht nur eine schnelle (Lichtgeschwindigkeit) und so gesehen wohl auch recht billige Möglichkeit sein um Informationen zu übertragen. Somit scheint es im Orionarm wohl doch keine Superzivilisation zu geben, womit wieder die Frage bleibt wie sie uns gefunden haben.


    So, jetzt bin ich ein bissel offtopic geworden und wie gesagt: Das alles sind Zahlenspielereien die nichts beweisen. Aber sie beruhen halt auf den uns bekannten Fakten und zeigen das es wohl gar nicht soo viele Aliens da draußen gibt und wenn, dann werden wir sie wohl kaum interessieren.


    Wenn man sich jetzt ansieht was alles dagegen spricht das überhaupt irgendwann mal Aliens die Erde besucht haben, das wir die Höhlenmalereien auch bequem ohne Aliens erklären können, was bleibt da noch auf der Seite das sie Aliens zeigen? Nicht mehr viel, außer eben dem Punkt das es grundsätzlich möglich ist. Es ist aber auch grundsätzlich möglich das Angela Merkel in Wirklichkeit ein Einhorn ist.



    Zitat

    Weiter wäre es möglich, dass früher in unserem Sonnensystem Aliens
    lebten und uns besuchten. Was wissen wir von anderen Planeten/Monden (in
    unserer "Nähe") denn genau? Sind/waren sie wirklich unbewohnt? Nicht
    jeder Planet muss erforscht werden. Ähnlich wie wir, werden sich wohl
    andere auch an den für sie am nähesten orientieren.

    Nach allem was wir heute wissen war/ist wohl nur auf Europa und dem Mars jemails die Möglichkeit für Leben gegeben. Und selbst wenn wir das ausklammern, wo sind sie dann heute? Wir müssten ja zumindest ein bissel Weltraumschrott von ihnen finden, aber bis auf den Black Knight Satteliten, von dem wir auch gar nicht genau wissen ob es ihn gibt und wenn dann wissen wir nicht wo er her kommt, haben wir nichts gefunden. Von Spuren ihrer Zivilisationen auf den jeweiligen Planeten mal ganz zu schweigen. Aber auch wenn man das irgendwie vergisst, bleibt noch ein Punkt.
    Wenn eine Rasse bereits die Möglichkeit hat zu einem anderen Planeten zu bereisen, warum haben sie es nicht getan als es auf ihrem Heimatplaneten ungemütlich wurde, wo doch die lauschige Erde direkt vor ihrer Haustür war? Weil sie so viel Respekt vor den unterentwickelten Menschen hatten? Es ist fraglich ob sie das im Angesicht der totalen Vernichtung noch als Argument hätten gelten lassen, wohl eher nicht.



    Jetzt bin ich ein bissel abgeschweift und kann nur noch 5 Stunden schlafen. Aber ich hoffe das war es wert.

  • Im übrigen ist es recht schwer darüber zu diskuttieren wie wahrscheinlich es ist das Aliens auf den Höhlenmalereien abgebildet sind, wenn man nicht über die Wahrscheinlichkeit eines Alienbesuches überhaupt redet.

    Da haste dann aber das Problem, dass man das über jeden Thread hier sagen kann, der Aliens involviert. Bis zu nem gewissen Grad hast du da auch Recht; aber nach n paar Jahren fällts halt auf, wenn wirklich absolut jede Diskussion über n spezifisches Thema in immer dieselbe Grundsatzdiskussion abdriftet, zu der man nicht wirklich was antworten kann. Klar ist das unwahrscheinlich; unwahrscheinlich ist es aber auch, dass dieselbe Person dreimal hintereinander im Lotto gewinnt. Solls trotzdem gelegentlich geben.
    http://www.welt.de/vermischtes…tereinander-im-Lotto.html
    Und wenn man mal lustig ist, und davon ausgeht, dass die Aliens auf der Venus wohnen (Was wiederum ebenfalls möglich ist, aber nicht sehr wahrscheinlich), bringt die Wahrscheinlichkeitsrechnung eh nix - bringen würde sie nur was, wenn man sinnvolle Parameter zur Rechnung hätte. Ergo sind wir hier in nem endlosen Redux aus Bullshit, der seit Jahren jede Aliendiskussion im Paraportal flutet.


    Hier gehts um die Wandmalereien, und die sehen jetzt halt schon irgendwie hübsch detalliert aus, sogar mit verschiedenen Arten von Figuren, einige haben sowas wie Helme auf, andere nicht...
    Und jetzt halt die Frage - Haben die Wandkünstler sich das alles blankweg in nem Anfall von Kreativitätswut aus dem Arsch gezogen, oder will das irgendwas ausdrücken, bzw. bezieht es sich auf irgendwas, oder nimmt irgendwas als Vorlage? Ich find den Vergleich mit modernen Künstlern immer merkwürdig hier; das waren Steinzeitmenschen, da gabs keine Picassos und Dalís. Die haben gezeichnet, weil sie nicht schreiben konnten, und auf diese Art Geschichten notiert haben.
    Und wenn dann eben zweiteres zutrifft, was soll das darstellen - mal abgesehen von "Keine Aliens, auf absolut keinen Fall sind es Aliens, Aliens könnens gar nicht erst sein".


    Sich damit zu beschäftigen bringt auch abseits der Aliens nen Erkenntnisgewinn über das Ticken der damaligen Menschen.
    @ Silver btw, wer Comics zeichnet, weiß, dass sich Figuren mit weniger Fingern als normal leichter zeichnen lassen, insbesondere wenn man auf Stein arbeitet. Darum sieht das Zeug oft auch so rudimentär aus, nur hier haste halt teilweise auch auffällige Details, wie den Helm/die Antennen des einen Typen. Schon komisch, einerseits faul bei den Fingern, andererseits Fleißarbeit am Kopf.



    Kopfschmuck, der dem Dorfmediziner vorbehalten war? Sieht schon ziemlich chefmäßig aus, der. Kann das sein, dass der nen Pimmel hat, oder liegt das am Muster des Gesteins?

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  • Femshep: Gerade daß es auf der Erde, Änderungen durch Katastrophen und Massenaussterben gab, ist es wahrscheinlich auch erst zu "Uns" gekommen.


    Das eigentliche Problem mit der Präastronautik (und die "Alien-Höhlenmalereien zählen da schon zu) ist:
    Hätten Außerirdische unsere Zivilisation "gepimt" gäbe es noch mehr Spuren und noch deutlichere Entwicklungsprünge. Im Grunde weisen die PA-Thesen ja auch auf einen außerirdischen Kolonialismus hin, und der würde wahrscheinlich sogar heute noch bestehen, oder zumindest ein exopolitischer Kontakt falls die uns in die Unabhängigkeit überlassen hätten.

  • Natürlich führen solche DIskussionen letztlich immer zu Grundsatzdebatten, weil die Prä-Astronautik eben ein grundsätzliches Problem hat: sie geht mit modernen Augen an historische Darstellungen. Wenn man aber ein Auto in einem Farbfleck sehen will, dann muss man zuerst einmal wissen, was ein Auto ist; und da es unzählige Darstellungen aus den verschiedensten Epochen und Kulturen gibt, wird man immer irgendetwas finden, das irgendwie wie das Gesuchte aussieht. Man könnte den Test machen und ein willkürliches modernes Objekt auswählen, das man dann auf historischen Darstellungen sucht, um zu beweisen, dass die Maler Zeitreisende waren. Dabei gilt jedoch: je unschärfer das Objekt definiert ist, umso leichter fällt es, entsprechende "Belege" aufzutreiben. Weiß jemand wie Außerirdische aussehen? Nö. Also hat man eine schier unerschöpfliche Auswahl.


    Jede kulturelle Äußerung muss auf Grundlage dessen bewertet werden, was bereits über diese Kultur bekannt ist. Darstellungen von Menschen mit TIermasken, Federschmuck, magischen Utensilien oder phallischen Attributen sind ja nicht nur aus der Steinzeit bekannt, sondern finden sich weltweilt in zahlreichen Epochen, deren religiöse und mythische Vorstellungswelten wesentlich besser dokumentiert sind. Die Zuordnung zu Außerirdischen ist demgegenüber komplett willkürlich und in etwa so sinnvoll wie das Interpretieren von Rorschach-Flecken.

  • Natürlich führen solche DIskussionen letztlich immer zu Grundsatzdebatten, weil

    der selbsternannte PP-Skeptiker es sich auf die Art leichter machen kann, sich nicht mit dem eigentlichen Thema beschäftigen muss, und dieselben Grundsatzargumente runterseiern kann, die er schon seit Jahren immer bringt, wenn so ne Diskussion aufgeht. Nen kleinen Absatz in deinem Beitrag hast du Höhlenmalereien gewidmet; aber mehr als "Bloß keine Aliens" fällt dir auch nicht ein. Aber - den Punkt hatten wir bereits mehrfach, es ist redundant, ihn zu wiederholen.
    Jetzt kommt aber trotzdem alles, was sich ein Hirn andünkt, nachträglich in den Thread rein, und wiederholt, dass es keine Aliens sein können, weil es keine Aliens sein können. Die Leute, die denken es waren Aliens, sind schon längst kotzend abgezogen.
    Das ist dassebe Vorgehen, was bei den Alienfreunden kritisiert wird. Dauerhaftes Wiederholen des eigenen Standpunktes ohne zugehörige neue Argumente, gefolgt von gegenseitigem Arschzubuttern mit Danksagungen. Klar ist diese Seite wahrscheinlich im Recht, aber ihr argumentatives Vorgehen, zumindest hier im Thread, unterscheidet sich null von dem von Leuten wie Däniken.


    Effizient, aber nicht lustig; da kann man auch anfangen, sich einfach selbst zu copypasten. Es ist halt schlicht Off Topic; wie als ob einer ankommt, und in jedem Thread, der sich auf einen bestimmten Film bezieht, immer dieselbe allgemeine Diskussion über Hollywood lostritt, jahrelang, und sich dabei jedes Mal aufs Neue vorkommt wie der Mann mit dem dicksten Pimmel der Welt. Es hängt zusammen, ja, aber wenn man sich anstrengt, könnte man auch einfach über den jeweiligen Film diskutieren.
    Ich bin mir bewusst, dass ich grad auch ne Grundsatzdiskussion betreibe, das liegt aber auch daran, dass mein Versuch, zu den Höhlenmalereien zurückzukehren, direkt mal komplett ignoriert wurde. Ich schau wieder rein, wenn (falls jemals) sichs wieder On Topic bewegt.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Rônin ()