Definitiv keine Täuschung, aber was könnte es gewesen sein?

  • Im letzten Urlaub ist mir etwas passiert was ich mir als rationell denkender Mensch nicht erklären kann.


    Es ist Ende Mai, noch Vorsaison in Griechenland, wir liegen nach dem Frühstück noch ziemlich allein am Strand und genießen die milden Temperaturen des griechischen Frühsommers.
    Das Wetter ist schön, der blaue Himmel zu etwa einem Drittel mit weißen Wolken bedeckt.
    Im MP3-Player lausche ich konzentriert einem spannenden Hörbuch als mir plötzlich kühl wird.
    Ich öffne die Augen und blicke nach oben, wo sich gerade die Sonne hinter einer größeren Wolke versteckt.
    Da zu erwarten ist dass die Sonne erst nach einigen Minuten wieder hinter der Wolke hervor kommt, setze ich meine Brille auf um zu schauen ob die Strandbar schon besetzt ist und ein Chance auf einen Frappé besteht.
    Da sehe ich neben besagter Wolke ein seltsames Objekt.
    Kein Flugzeug und auch keine "fliegende Untertasse" oder sonst irgendetwas was man in den Lüften fliegend erwarten würde, sondern eine Art Zylinder der sich überhaupt nicht zu bewegen scheint.
    Zuerst glaube ich mich getäuscht zu haben, reibe mir die Augen und schaue noch einmal genau hin.
    Das Objekt ist immer noch da und hat sich auch nicht bewegt.
    Eindeutig ein zylindrisches Objekt, etwa 5 mal so lang wie der Durchmesser, von der Farbe her ein helles anthrazit (ich glaube das nennt man gunmetal), offenbar mit metallischem Glanz und angedeuteten Längsrippen.
    Eindeutig ein künstliches Objekt, da absolut gerade Linien und konstanter Durchmesser.
    Die Höhe kann man nicht wirklich schätzen, da es außer den Wolken keinerlei Bezugsobjekte gibt.
    Trotzdem würde ich sagen das Objekt befindet sich ungefähr auf der gleichen Höhe wie die Wolken und mache meine Frau auf das Objekt aufmerksam.
    Die hat natürlich ihre Sonnenbrille auf, die richtige Brille in der Badetasche und sieht zwar etwas, allerdings ziemlich unscharf.
    Die Kamera ist natürlich im Hotelzimmer, allerdings habe ich fast immer ein kleines Fernglas in der Strandtasche um die Delfine zu beobachten, die in diesem Teil Griechenland oft bis in die Nähe der Küste kommen.
    Also das Fernglas ausgegraben und Richtung Himmel gerichtet.
    Leider nichts mehr zu sehen, was aber nicht bedeuten muss dass dieses komische Objekt zwingend verschwunden sein muss.
    Denn es sich dich neben dem Wolkenrand befand kann sich natürlich auch die Wolke zwischenzeitlich davor geschoben haben.


    Jetzt also eine Frage an die "Ufologen":
    Ich persönlich glaube nicht an Ufos, nicht weil ich Leben in fremden Sonnensystemen ausschließe, sondern weil ich glaube das dieser Planet voller kriegslüsterner Barbaren garantiert auf jeder intergalaktischen Karte als "No-Go-Area" vermerkt sein dürfte.
    Also hat jemand eine Erklärung was ich da gesehen haben könnte?
    Oder hat jemand anderes vielleicht auch schon einmal eine "schwebende Mülltonne" in schätzungsweise einigen tausend Meter Höhe gesehen?
    Haben vielleicht die USA oder andere Mächte irgendwelche bisher unbekannte "Big Brother-Apparaturen" die uns ständig im Auge behalten?


    Gruß


    Das Füchslein

  • Hallo


    Da du in Sonnenrichtung geschaut hast, denke ich, du solltest dir keinen grossen Kopf darüber machen... Denn:
    Was du gesehen hast, ist vermutlich der Schatten eines Objektes. Da das Objekt vermutlich näher an der Sonne war als du, war der Schatten grösser als das Objekt selbst. Das könnte alles gewesen sein. Von Weltraumschrott im in nähe eines Geostationären Orbits bis hin zu einem Flugobjekt in grosser Flughöhe, oder eines Objektes mit kleiner Geschwindigkeit. Was dich optisch wahrscheinlich verwirrt ist die Tatsache, dass ein Schatten ungleich das Objekt selbst ist..



    mfg Vivajohn

  • Hallo,


    ich bin Techniker mit jahrzehntelanger Berufserfahrung und das war definitiv kein Zeppelin und auch kein Schatten, sondern absolut scharf zu erkennen.
    Da sich das Objekt nicht bewegt hatte scheidet eigentlich jedes bekannte Flugobjekt aus, genauso wie Weltraumschrott die ISS oder sonstige große Objekte im Orbit.
    Allenfalls ein geostationärer Satellit würde sich ebenfalls nicht bewegen, aber der dürfte wohl kaum mit bloßem Auge erkennbar sein.
    Auch wenn die Blickrichtung so in etwa hinkommen würde.


    Also noch einmal detailiert und wie gesagt ich will hier niemanden einen Bären aufbinden:


    Ein zylindrischer Körper, dunkel aber nicht schwarz, circa 5 mal so lang wie der Durchmesser und eindeutig viel zu glatt und perfekt um irgendein natürliches Objekt zu sein.
    Die Schönwetterwolken befinden sich in der Regel in Höhen zwischen 2000 und 4000 Metern, daher setze ich einmal 3000 Meter als geschätzte Höhe an.
    Da ich bei der Bundesmarine als Richtschütze einer 40mm-Flak gedient habe, kann ich Entfernung und Größe von Objekten halbwegs einschätzen und würde die Länge bei circa 6 Metern und den Durchmesser bei circa einem Meter vermuten.
    Alo ungefähr die Größe eines Airbus-Triebwerkes, nur wie schon gesagt absolut symmetrisch, relativ dunkel und ohne jede Lichterscheinungen.
    Die Blickrichtung war ziemlich genau Richtung Süden etwa 2 Drittel der Höhe zum Zenit.
    Die Uhrzeit ungefähr 10 Uhr 30 Ortszeit.
    Also genau die Richtung in die man schaut wenn man das Kopfteil der Strandliege so ausgerichtet hat das man im Frühsommer schon möglichst viel Sonne mitbekommt.
    Und es war definitiv keine Einbildung, da meine Frau es ebenfalls gesehen hat, wenn auch nur kurz und mangels Brille nur als kleinen, dunklen Fleck neben einer weißen Wolke.


    Und um es noch einmal zu betonen, keiner von uns glaubt an UFOs oder Aliens, allerdings trauen wir unseren zweifelhaften "Freunden" in Übersee so ziemlich alles zu, wenn es darum geht ihren ausgeprägten Verfolgungswahn durch Totalüberwachung mit immer neuen technischen Mitteln zu hegen und zu pflegen.


    Gruß


    Das Füchslein

  • Du kannst ein Objekt dass deiner Aussage nach 6 Meter Lang und einen Durchmesser von etwa 1 Meter aus mindestens 3000 Meter Distanz so genau beschreiben dass du ganz klar erkennst, dass die Oberfläche absolut glatt und perfekt war? Ebenso kannst du aus dieser Entfernung, wo du auch keinerlei Anhaltspunkte am Himmel hast, auch ausmachen dass sich das Objekt auch absolut nicht Bewegt hat? Ich denke hier täuschen dich entweder deine Sinne ziemlich stark oder du überschätzt deine Fähigkeiten masslos.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Hallo,


    ich habe eine gemessene Sehschärfe von 125 Prozent, was auch der Grund dafür war dass ich bei der Marine in der Verwendungreihe 31 und nicht in den Verwendungsreihen 42 oder 44 eingesetzt worden bin, wie es vom erlernten Beruf her logisch gewesen wäre.
    Der Schleppsack für ein Luftziel-Schiessen hat in etwa dieselbe Größe und man diesen sehr gut bis in eine Höhe von 4000 Metern erkennen.
    Das ist in etwa die maximale Steighöhe einer 40mm Flak-Granate und in etwa 2,5 mal niedriger als ein Passagierflugzeug.
    Also ich weiß schon sehr gut wovon ich rede.


    Fakt ist das ich etwas gesehen habe was ich mir nicht erklären kann und darauf hoffe das mir jemand einen Tipp geben könnte.


    Gruß


    Das Füchslein

  • Hallo,


    die Form passt genau, die Farbe kommt auch in etwa hin.


    Aber wie gesagt, es war im Mai und da ist das griechische Festland (Chalkidiki) noch fast menschenleer.
    Unser Hotel ist immer das Erste das im Ort die Saison eröffnet und Letzte welches im Oktober schließt, alle anderen Unterkünfte sind noch geschlossen, die Inhaber sitzen entweder noch in ihren Heimatorten oder bereiten sich auf die Saison vor.
    Es sind vielleicht 30 Touristen im ganzen Ort und die sind so im Schnitt Mitte 50.
    Also nicht unbedingt die Klientel die sich im Urlaub mit Solarzeppelinen beschäftigt, eher die Typen Wandervögel, Naturverbundene oder einfach Faulenzer.
    Und die Griechen haben derzeit ganz andere Sorgen und auch nicht das Geld um so ein Teil mal eben so entfleuchen lassen zu können.
    An einer Leine hing das Teil nämlich nicht und flog auch viel zu hoch.


    Ich werde aber trotzdem im Hinterkopf behalten dass es vermutlich wirklich so ein "Solarzeppelin" war.
    Aber vielleicht ist Uncle Sam ja auch schon so pleite dass man die teuren Aufklärungsdrohnen mit Motor gegen die preiswertere Version "Montgolfier" ausgetauscht hat.


    LG


    Das Füchslein

  • Naja, die Dinger kosten ja nicht die Welt. So ein Ding war doch mal im YPS-Magazin, wenn ich mich nicht irre und bei Amazon kriegste das auch für 5 Euro, in Griechenland wohl noch ein bissel billiger. Erscheint mir zumindest im Moment die einfachste Erklärung.

  • An einer Leine hing das Teil nämlich nicht und flog auch viel zu hoch.

    Vielleicht hat der Besitzer es ja losgemacht und frei fliegen lassen; schon ein normaler Kinderluftballon mit Helium kann ja gut mal 20km hoch steigen, bevor es ihn zerreißt.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Was spricht tatsaechlich gegen eine Drohne? Mein Mann hat letztens auch zwei ueber der Autobahn fliegen sehen. Keine Ahnung in welchen Farben und Formen die schon existieren....

    "Man sollte nicht alles zu ernst nehmen, vor allem nicht sich selber."


    Es ist schön an etwas zu glauben und nicht nur das- sich fast sicher zu sein- dass dieser Glaube Wirklichkeit ist.

  • Hallo Kassiopeia ,


    echte Drohnen kenne ich mittlerweile recht gut.


    Unsere Firma liegt direkt neben einer der Haupt-Stromtrassen im Lennetal und von meinem Bürofenster aus kann ich direkt auf diese Strommasten sehen.
    Diese Leitungen und speziell die Isolatoren werden in regelmäßigen Abständen auf Schäden - zum Beispiel durch Blitzschläge - oder Risse kontrolliert.


    Ganz früher machte man dies indem Mitarbeiter jeden einzelnen Mast bestiegen und dort nach Beschädigungen suchten.
    Aufgrund der steigenden Lohnkosten kam man dann irgendwann auf die Idee die Kontrollen wortwörtlich "fliegend" zu machen und fliegt seither mit einem Helikopter die Trassen ab und nimmt die Sichtprüfung im Schwebeflug ab.
    Mittlerweile ist das Verfahren wohl auch zu teuer und zur Zeit macht man Versuche mit ferngesteuerten "Quadkopter-Drohnen" mit Kamera.
    Die Dinger haben vier Rotoren an den Ecken und einen Durchmesser von circa 80 Zentimetern.
    So ganz scheint man den Drohnen aber noch nicht zu vertrauen, denn die Helikopter fliegen danach trotzdem zur Sicherheit die Strecke nochmals ab.


    Es kann also gut möglich sein dass ähnliche Versuche auch im Bereich der Verkehrsüberwachungen auf Autobahnen laufen.


    Liebe Grüße vom
    Füchslein