Ein Unterschied zwischen Mensch und Tier

  • Hallo an Alle,


    Ich bin neu hier, mein erster Beitrag blabla ihr kennt das. Ich fang direkt mal an:


    Heute morgen, habe ich über den Unterschied zwischen dem Menschen und dem Tier nachgedacht.
    Fairer weise muss ich dazusagen, dass ich während dessen einen Joint geraucht hab.
    Ohne frage ist der Mensch eines der intelligentesten Wesen auf unserer Erde.
    Durch diese Intelligenz ist der Mensch in der Lage, sich selber zu verletzen. Mir ist neben dem Menschen,
    kein weiteres Tier bekannt, außer vielleicht ein anderer Primat, was sich selber verletzen kann.
    Ich denke das Tiere nicht genug Intelligenz besitzen, um diese Möglichkeit der Selbstzerstörung in Betracht zu ziehen.


    Mit "verletzen" will ich nicht direkt von Ritzen oder Selbstmord reden,
    sondern eher von Dingen wie Rauchen, andere Drogen, Essen von ungesunden Lebensmitteln und ähnliches.


    Ihr braucht nichts dazu zu sagen.
    Hauptsache Ihr nehmt mich ernst, auch wenn ich Rechtschreibfehler gemacht hab. Ich bin sehr sympatisch.


    LG Kartoffelbozz

  • Och doch es gibt einige Tiere die sich selbst verletzen. Schau dir nur mal Tiere an die unkontroliert einen Ausschlag oder eine kleine Wunde haben, Katzen und Hunde verletzen sich da selbst indem sie sich wund scheuern oder einfach die Wunden wieder aufreissen. Gezielten Selbstverletzen ohne Reiz von aussen hast du beim Menschen allerdings auch nur bei einer psychischen Erkrankung. Kein Mensch fügt sich mal einfach so Verletzungen zu.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Einige Tiere verletzen sich selbst. Papageien, die sich aus Kummer und Einsamkeit bei Einzelhaltung die Federn ausreissen. Von Delfinen in Gefangenschaft sagt man, dass einige von ihnen einfach nicht mehr an die Wasseroberfläche kommen und so ertrinken. Und Mäuse, die von Toxoplasma befallen sind, fürchten sich nicht mehr vor Katzen. (Das ist natürlich ein anderer Grund, aber trotzdem quasi Selbstverletzung.)


    Und natürlich gibt es auch Tiere, die Dinge fressen, die ihnen nicht gut tun. Hunde fressen Schokolade, wenn sie sie bekommen. Dabei ist Theobromin für sie ziemlich giftig. Wespen stopfen sich mit gärendem Obst voll. Das ist sicher auch nicht gesund für sie. Einige Katzen finden Katzenminze ganz wunderbar, obwohl es keinen Nährwert für sie hat. Und die Männchen einiger Mäusearten kopulieren sich zu Tode.


    Tiere tun ziemlich viel eigentlich sinnloses, gefährliches oder sogar tödliches, wenn es ihnen nur genug "Spass" bringt. Da ist der Mensch nicht alleine, sondern in guter Gesellschaft.

  • Zitat

    Mit "verletzen" will ich nicht direkt von Ritzen oder Selbstmord reden,
    sondern eher von Dingen wie Rauchen, andere Drogen, Essen von ungesunden Lebensmitteln und ähnliches.

    DocMat hat schon Wespen erwähnt, aber auch Elefanten, Paviane und andere Affen laben sich an vergorenen Früchten.
    Und bei Delfinen wurde schon beobachtet, dass diese auf Kugelfischen rumkauen und sich mit dem Gift berauschen...


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Haha, sich selbst vorzustellen mit dem Schlusssatz:"Ich bin sympathisch!" ist mega geil =D. Mögt mich, ich hab gesagt das ist so!


    Nein, aber beispielsweise fressen Jaguare Rinde von Bäumen die Halluzinogene enthalten und hängen dann stundenlang einfach nur ab. Die können sich in der Zeit auch nicht wirklich wehren und geben sich selbst der Umwelt preis (was im Dschungel von Südamerika eher suboptimal ist).
    Alkohol "genießen" viele Tiere, wenn sie denn kriegen. Nur reagieren alle Unterschiedlich. Elefanten werden bspw. aggresiv soweit ich weiß.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • Nunja, Rauschmittel sind da um sie zu nutzen, dass ist wohl korrekt. Allerdings alles mit Maß und Ziel. Natürliche Drogen sind oftmals nicht so schlimm wie chemische (auch wenn es natürlich auch hier Ausnahmen gibt) und nicht alle Organismen sind darauf ausgelegt sie auch über längere Zeit zu verkraften. Beispielsweise macht es einem gesunden Erwachsenen Menschen nichts, einmal im Monat mit Freunden gut einen zu trinken. Also nicht sich Besinnungslos zu saufen, sondern so dass man am Ende angeheitert heimtappert, sich noch ne Tiefkühlpizza gönnt und dann ins Bettchen geht und am nächsten Tag ohne Kater erwacht. Allerdings nutzen viele Rauschmittel ja nicht, um sich mal ein bisschen in Euphorie zu versetzen, sondern geben sich das oft und zu heftig.


    Um bei meinem Jaguarbeispiel zu bleiben: Wenn die Jaguare das jeden Tag machen würden, wären sie ausgestorben weil versuch du mal komplett groggy und high zu jagen. Ich glaub nicht das das gut klappt ;)

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  • Ich bin auch noch neu hier :winks:


    Ich denke, dass einige Säugetiere/Tiere dem Menschen nicht wirklich in vielem nachstehen.
    Orkas z.B. haben sehr komplexe Emotionen, sie leben in Gemeinschaften zusammen und haben daher auch ihre Familie. Sie jagen zusammen und wenden geschickte Manöver an. In Gefangenschaft verletzten sie sich selbst.
    Elefanten trauern um tote Angehörige.
    Hunde essen nicht mehr, wenn das Herrchen stirbt.
    Und das sind nur einige Beispiele und ich denke, man sollte davon abkommen die "Menschheit" als das Non plus Ultra anzusehen, denn
    so ist es nicht.
    Wir sind auch nur Tiere, die ihren Meister noch nicht gefunden haben ;).
    (Und nein, ich bin kein Misantroph...bin auch sympathisch *g).


    Liebe Grüße
    Kassiopeia

    "Man sollte nicht alles zu ernst nehmen, vor allem nicht sich selber."


    Es ist schön an etwas zu glauben und nicht nur das- sich fast sicher zu sein- dass dieser Glaube Wirklichkeit ist.

  • Es kommt aber auch immer darauf an von welchem Standpunkt man ausgeht.


    Rein von der technischen, logischen und künstlerischen Komponente ist der Mensch mit weitem Abstand das intelligenteste Tier auf dem Planeten.
    Instinktiv, überlebenstechnisch und naturbezogen gesehen, haben wir viel Intelligenz allerdings schon eingebüßt.


    Die Frage ist halt was ist sinnvoller?


    Global bzw. auf die Umwelt bezogen, wäre es warhscheinlich weitaus besser, dass wir mehr zum Instinktiven und Natürlichen zurückkämen.
    Für unser Überleben aber war die geistige Entwicklung absolut notwendig.


    Was uns Menschen oft so dumm dastehen lässt, ist einfach die Erfindung der Gesetze und der Moral.
    Wenn sich im Tierreich 2 Tiere gegenseitig umbringen weil es einen Interessenskonflikt gibt, sieht jeder das als normal an.
    Für uns Menschen bzw. aufgrund unserer Weiterentwicklung und Art-/ sowieo "Gesellschaftserhaltung ist dies allerdings eine verstörende, unnormale Sache.


    Ich bin jedenfalls froh ein Mensch zu sein, da ich es mir wahnsinnig beschissen vorstelle, mein Essen jeden Tag erstmal sammeln/jagen zu müssen. ;)

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.

  • Na ja, im Krieg bringen sich die Menschen auch gegenseitig um, Tag für Tag.
    Ob ein "Tier" ohne Moral ist, kann ich nicht wirklich beurteilen.
    Eine Orka Gemeinschaft hat z.B. auch bestimmte Verhaltensregeln, es ist nicht so, dass dort jeder macht, was er will. Das Sagen hat das älteste und erfahrenste Weibchen.
    In einem Wolfsrudel bestimmen auch Gesetze und Regeln das Zusammensein, wer sich nicht daran hält, wird bestraft.
    In meinen Augen sind die Rudelbildungen ähnlich wie unsere Gesellschaft..ohne Regeln kein Zusammenhalt.
    Und unsere Gesetze und die Moral halten ja auch nicht jeden Menschen vom Töten und Vergewaltigen ab. Verstörend mag dies für die Mehrheit sein, aber dennoch wird es diese Dinge wahrscheinlich dauerhaft geben (es sei denn unsere geistige Entwicklung schreitet noch etwas voran, da ist noch viel Raum nach oben ^^)
    Klar, technisch und wahrscheinlich auch künstlerisch sind wir definitiv anderen Tieren überlegen, das ist wohl unbestritten.
    Na ja, manchmal schäme ich mich ein Mensch zu sein, weil viele so wenig Respekt vor anderen Lebewesen haben...aber da wir wohl die "herrschenden" Tiere unseres Planeten sind, ist es wahrscheinlich besser ein Mensch zu sein, als irgend etwas anderes Terrestrisches :)

    "Man sollte nicht alles zu ernst nehmen, vor allem nicht sich selber."


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    2 Mal editiert, zuletzt von Kassiopeia ()

  • denke ich, missbraucht der Mensch seine Intelligenz.


    Wir sind, ohne zweifel würde ich sagen, die intelligentesten Lebewesen der Erde;
    Aber das der Mensch, dank seiner Intelligenz, in der Lage dazu ist, ein anderes Lebewesen der Erde auszurotten
    und dies auch noch macht! (Es gibt tausend Beispiele), ist echt sehr destruktiv für sein Lebensraum und somit auch für sich selbst.


    Mein Fazit: Intelligenz ist keine gute Eigenschaft, wie wir alle annehmen, je mehr Intelligenz ein Mensch besitzt, desto mehr verletzt er
    seine Umwelt und im endeffekt sich selbst.


    Zum Beispiel Albert Einstein: Ich behaupte sein IQ war überdurchschnittlich hoch. WOW Relativitätstheroie :clap: .
    Trotzdem war er mitverantwortlich für die Entwicklung der Atombombe. Stark.
    .. nebenbei bemerkt, bei diesen Beispiel rottet der Mensch sich sogar selber aus!


    Ein anderes Beispiel: Ein Kollege hat mir erzählt, dass Bill Gates eine halbe millionen Dollar in die erforschung von "Mückenmassen-
    vernichtungswaffen" investiert, weil sie ihm auf den Sack gehen.
    Ich hab es ihm geglaubt und erstma gelacht und es dann gegoogelt.


    hab diesen Artikel auf der Nachrichtenseite "Die Welt" gefunden:


    http://www.welt.de/wissenschaf…t-Selbstmord-Gen-aus.html


    Gut in den Artikel wird direkt am Anfang geschrieben:


    "Mücken sind gefährliche Tiere", sagt Simon Warner. Jedes Jahr sterben
    nach Berechnungen der
    Bill-Gates-Stiftung etwa 725.000 Menschen an den
    Folgen eines Mückenstichs.


    Aber direkt im nächsten Satz steht:


    Simon Warner ist Forschungsleiter bei der britischen Gentechnik-Firma Oxitec. Sein Unternehmen hat,
    für den Kampf gegen die Mücken eine besondere Waffe entwickelt: gentechnisch veränderte Mückenmännchen.


    Klar, die Mücken könnten natürlich auch irgendwann alle rund 7,2 Milliarden Menschen ausrotten aber ich glaube soviel wollen
    die ganicht Essen, denn darum gehts den doch nur. Oder irre ich mich?


    Der Mensch dagegen ist so intelligent, dass er, einfach nur zum selbstschutz, eine so effiziente "Waffe?" entwickeln kann, die die Mücken (stellenweise)
    komplett ausrotten kann. Ist auch ne starke Leistung, aber ethisch korrekt?


    Ich denke ich habe genug geschrieben, um meinen Primären Standpunkt zu verteidigen: Der Mensch verletzt sich absichtlich selber (ok ich gebe zu, eher indirekt!).




    Vielen Dank nochmal für die weiteren Antworten und echt cool das ausgerechnet Du alles gelesen hast :ratlos: :mrgreen:


    LG Kartoffelbozz :ciao:


    PS: Sorry für Rechtschreibfehler ich habe keine lust alles nochmal zu lesen.. und vorallem entschuldige ich den Rechtschreibfehler "Sympatisch" in mein ersten Post :oops:


    ICH BIN WIRKLICH SYMPATHISCH ;)

  • Einstein hat nicht an der Atombombe selbst gearbeitet, sondern lediglich geraten, welche zu bauen um einer möglichen Bedrohung durch Nazideutschland (welches selbst unter verdacht stand Atombomben zu bauen) entgegenwirken zu können. Man kann quasi jede gute Sache die die Menschheit entdeckt oder erfindet auch zum bösen verwenden. Feuer wärmt dich, brät dir dein Essen und sorgt für Licht... Gleichzeitig kann es dich vernichten. Ein Messer sorgt dafür, dass du dich selbst schützen kannst, Dinge kleinschneiden und kann in fast jeder Lebenslage genutzt werden... Aber eben auch zum töten. Diese Argumentationskette kann man mit fast allem endlos fortführen.


    Intelligenz ist sehr wohl eine gute Eigenschaft, allerdings muss aus dieser Intelligenz heraus erst ein Verständnis geboren werden. Um bei deinem Atombombenbeispiel zu bleiben: Bei den ersten Tests haben noch amerikanische Soldaten etc. bei der Explosion aus "sicherer" Entfernung zugesehn. Später waren alle verstrahlt, weil keiner eine Ahnung hatte, wie die Bombe letztendlich wirkt (ausser das sie ein wirklich großes Feuerwerk macht).


    Ich gehe mal davon aus, dass das Beispiel von Bill Gates sich nur auf Moskitos etc bezieht und das nur in Bereichen in denen Krankheiten wie Malaria oder auch Ebola vorkommen. Dort sind diese Tiere gefährlich für alles und jeden und man MUSS gegenwirken. Klar, es könnten auch alle Menschen diese Gebiete verlassen. Aber wie soll man das regeln? Sollen wir alle Menschen aus Südamerika und Afrika evakuieren und in Nordamerika, Europa und Westasien ansiedeln?


    Menschen vernichten sich Gegenseitig, dass ist wohl wahr, aber das tun bspw. Löwenrudel auch wenn eins durch das Gebiet des anderen streift. Wir Menschen haben eben NOCH komplexere soziale Strukturen und viel mehr Antriebsgründe, weshalb wir auch wirklich überdurchschnittlich gut darin sind, uns gegenseitig kalt zu machen.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



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    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • Trotzdem sollten wir mittlerweile gelernt haben, dass man an den Genen nicht herumpfuscht. Auch nicht an denen von Mücken. Egal wie lästig sie für uns sind, für kleine Insektenfresser stellen sie womöglich die Nahrungsgrundlage dar und diese würden dann zusammen mit den Mücken verschwinden. Krankheiten sind natürlich nicht schön, aber mittlerweile so ziemlich die einzige "Waffe", die die Natur noch hat. Der Natur ins Handwerk zu pfuschen, ist nur in seltenen Fällen eine gute Idee.


    Wenn Tiere eigene Artgenossen töten, dient das idR auch nur der Arterhaltung. Das neue Löwenmännchens tötet den Nachwuchs des unterlegenen vertriebenen Männchens, weil die Natur so dafür sorgt, dass das bessere Genmaterial weitergegeben wird. Menschen jagen und töten Tiere aus Spaß, Tiere jagen andere Tiere, um sie zu essen. Gut versorgte Hauskatzen ausgenommen. Menschen bringen andere Menschen meist aus geringen Motiven um. Geld etwa.

    "Sucht mich am Himmel dort, wo die Nacht den Tag besiegt.
    Wie jemand neulich sagte, leben heißt zu lernen wie man fliegt.
    Und wenn ich auch allein flieg, wähl ich doch selbst mein Ziel!"

  • Trotzdem sollten wir mittlerweile gelernt haben, dass man an den Genen nicht herumpfuscht.

    Das Gegenteil ist doch der Fall. Wir haben entdeckt, dass man an Mutter Natur noch ein paar Kleinigkeiten "verbessern" kann. Höhere Ernteerträge z.B.. Was ist mit all den Krankheiten, welche in unseren Genen stecken? Die kann man sehr wohl modifizieren. Was immer wieder vollkommen ignoriert wird, und da gebe ich dir absolut Recht, sind die Auswirkungen unserer "Bessermacherei". Da werden Maisfelder gepflanzt, deren Pollen sich frei verteilen können um sich mit "normalem" Mais zu kreuzen etc.. Sowas ist natürlich grob fahrlässig und den- oder besser diejenigen sollte man mal gehörig einnorden aber das passiert nicht...am Ende müssens unsere Kinder ausbaden.
    Grundsätzlich aber die Genmodifikation verteufeln ist Blödsinnig, da sie sehr viel gutes Potenzial beherbergt.


    Krankheiten sind natürlich nicht schön, aber mittlerweile so ziemlich die einzige "Waffe", die die Natur noch hat.

    Das klingt doch sehr so, als wäre Mutte Natur 1. entschieden gegen uns, 2. eine Wesenheit mit Geist und Verstand nach unseren Maßstäben (Was nebenbei bemerkt auch jeglicher Grundlage entbehrt. Wäre sie so eine Entität, dann hätte sie sicherlich vollkommen andere Ideen und Vorstellungen und wir als Spezies wären nur eine Spezies wie all die anderen auch.)
    Warum sollten wir von diesem Planeten verschwinden? Höchstens noch durch eigenes Verschulden. Wir sind einfach viel zu viele für einen einzigen Schlag.

  • Das Problem ist halt, dass man ein solches Potential nicht einschätzen kann. Zu dem Thema fällt mir spontan die synthetische Biologie ein, welche ein relativ neuer Wissenschaftszweig ist. Das Potenzial steckt hierbei natürlich darin, dass man sich seine Organismen bauen kann wie ein Lego-Haus. Das Problem ist allerdings, dass das freisetzen dieser neuen Lebewesen irreversibel ist, auch wenn es bisher nicht wirklich gelingt welche zu "bauen", die überhaupt außerhalb des Labors überleben können. Die Komplexität der Umwelteinflüsse, die Fähigkeit sich zu reproduzieren und die Möglichkeit individueller Mutationen macht eine Vorhersage komplett unberechenbar.
    Obwohl ich selber ein befürworter der sythetischen Biologie bin, gebe ich Manetuwak recht, dass es Verantworungslos ist, einen derartigen Organismus einfach frei zu lassen ohne auch nur erahnen zu können, was er in unserem Ökosystem anrichten kann.
    Auf der anderen Seite werden viele Ressourcen langsam knapp und derartige Forschungen könnten neue Wege in der Energielösung sowie der Medizin einschlagen.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Zitat

    Menschen jagen und töten Tiere aus Spaß, Tiere jagen andere Tiere, um sie zu essen


    Na, nicht nur. Auch ich weiss einen schoenen Wildschweinbraten zu schaetzen! :) Gegen die reine Trophaenjagd bin ich strikt, aber Jagd an sich ist leider nicht mehr wegzudenken, sie gehoert zur Forstpflege einfach dazu und ist sogar gesetzlich festgelegt.


    Uebrigens gibt es auch Tiere, die Artgenossen oder andere Tiere zum Spass toeten. Unsere naechsten Artverwandten, Schimpansen und Bonobos, tun genau das!


    Zitat

    Wenn Tiere eigene Artgenossen töten, dient das idR auch nur der Arterhaltung. Das neue Löwenmännchens tötet den Nachwuchs des unterlegenen vertriebenen Männchens, weil die Natur so dafür sorgt, dass das bessere Genmaterial weitergegeben wird.


    Halte ich jetzt nicht fuer ein wesentlich edleres Motiv als Geld ehrlich gesagt! :D Oder faendest Du es in Ordnung, wenn der neue Partner einer Frau mit Kind das Kind jener Frau umbringen wuerde? :)

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Intelligenz und Dummheit sind ein Paar. Denn je höher die Intelligenz ist , desto größer sind die Dummheiten die begangen werden können. : D
    Außerhalb der Betrachtung polarisierter menschlicher Definitionen ist Intelligenz schwer einzuordnen und je nach Betrachtungsweise relativ.Unter dem Aspekt des Überlebens betrachtet hat sich die Intelligenz der Tierwelt bewährt , wobei der Mensch biologisch gesehen auch ein Tier , ein Säugetier ist.
    Es wird sich wohl noch herausstellen müssen wie lange die Menschheit überlebt , und ob Technologie als neue Lebensgrundlage das meiste Leben auf der Erde zerstört , oder zum Ziel die Möglichkeit einer Expansion im Universum erreicht wird ?
    Wir Menschen halten uns für die Intelligentesten und wissen nicht ob wir womöglich schon eine Dummheit ohne Rückfahrkarte begangen haben , nur weil wir denken dass Astronomie und ein Weltraumprogramm die Dinosaurier zum Überleben verhelfen hätte können.

  • Zitat

    nur weil wir denken dass Astronomie und ein Weltraumprogramm die Dinosaurier zum Überleben verhelfen hätte können.


    Hallo Diaperhead,


    ehrlicherweise finde ich deine Beiträge immer amüsant. Du versuchst immer mit furchtbar verschachtelten und verschraubten Sätzen deine Meinung kundzutun. Warum du dabei den majestätischen Plural "wir" benutzt, entzieht sich mir jedoch. Denn ich glaube, dass du der EINZIGE bist, der das denkt. Wenn denn der Impact der Grund für das Aussterben der Dinosaurier war (was ja auch nur eine Theorie, wenn auch eine schlüssige ist), dann sind sie ausgestorben, weil sie sich nicht schnell genug den veränderten Lebensbedingungen anpassen konnten. Das deutete sich jedoch im Vorfeld bereits an. Eine hohe Spezialisierung bei Lebewesen bedeutet immer, das eine Anpassung an neue Gegebenheiten extrem schwer wird.
    Der Mensch ist aber nicht extrem angepasst, sondern nutzt seine Intelligenz um seine Umwelt an sich anzupassen oder sich entsprechende Hilfmittel herzustellen, z.B. Kleidung für Klimazonen die uns nicht zuträglich sind. Da nicht zu erwarten ist, das wir diese Fähigkeiten verlieren werden, ist auch ein Aussterben des Menschen bei einem vergleichbaren Impact unwahrscheinlich.
    Es wird zu einer massiven Reduzierung der Bevölkerung kommen, vielleicht werden von 7.000.000.000 Menschen nur 10.000 oder 100.000 überleben. Da aber eine Population von wenigen 100 ausreicht um eine menschliche Population zu erhalten ist das Überleben eigentlich gesichert.
    Als dumm würde ich nur die bezeichnen, die seit ewigen Zeiten immer wieder den Untergang der Menschheit voraussagen, nicht wahr Diaperhead?

  • Naja, wäre halt dir Frage wie schnell dem Menschen etwas einfällt, bzw diese Überlebensmaßnahme auch durchführen könnte. Durch einen Meteoriteneinschlag könnte ein ziemlich langer "Winter" entstehen, der keine Sonnenstrahlen mehr durchlässt, oder nur sehr schwach und sollten die Pflanzen dann nicht mehr in der Lage sein Photosynthese zu betreiben, dann würde es schon eng werden. Wie verheerend soetwas sein kann, hat man ja 1816 gesehen, als der Tambora-Vulkan auf der indonesischen Insel Sumbawa ausgebrochen ist und der vulkanische Winter über langen Zeitraum für Missernsten und Hungersnöte weltweit gesorgt hat.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Selbst ein jahrelanger Winter nach solch einem Einschlag würde die menschliche Rasse nicht einfach so vernichten. Ich denke, wir können überein kommen, dass sehr sehr viele Menschen sterben würden und ab einem gewissen Punkt Anarchie herrschen würde auf den "Straßen", aber ich bin mir sehr sicher das es auch für solche Fälle zumindest bei gewissen Personenkreisen einen Notfallplan gibt. Manche Amerikaner (und wahrscheinlich auch andere auf der Welt, aber ich kenns halt nur von den Amis) haben sich Bunker mit Essensvorräten etc gegen ne Zombieapokalypse angelegt, allein die würden ja schon reichen um sie ein paar Jahr durchzubringen. Ganz zu schweigen von den zig Forschungs- und Testeinrichtungen die eine eigene elektrische, sowie trinkwassertechnische Versorgung haben und fernab von den meisten Zivilisationen liegen. Auch dort wäre ein Überleben wohl zumindest denkbar. Eine "Ausrottung" der menschlichen Spezies halte ich nurnoch für möglich, sollte entweder der Planet komplett unwirtlich für immer werden, eine extreme Pandemie ohne Heilmittel ausbrechen oder die Menschheit sich selbst durch einen allesvernichtenden Krieg auslöschen.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil