Steigender Extremismus auf allen Seiten?

  • Jetzt hast du dir ein Beispiel herausgesucht, was man nicht unbedingt als Lüge bezeichnen muss. Das hätte bei einem anderen Beispiel anders sein können. Es gibt Leute, die die täglichen Lügen mal durchgerechnet haben, und sind da auf ziemlich hohe Zahlen gekommen.

    Ich habe mir kein Beispiel herausgenommen, da Du "Manipulation" als "Lüge" bezeichnet hast. Manipulation sind auch Flugblätter.
    Übrigens könnte man zu Deiner Aussage auch genügend Leute finden, die zu gegensätzlichen Zahlen kommen. ;) 8-)




    Extremisten in der Mitte? Wüsste nicht, was das für Leute sein sollen.

    ICH würde sie als "Gutmenschen"! bezeichnen. ICH könnte sie auch als "Gewohnheitswähler" bezeichnen. Die Polarisierung könnte man als Extremistisch bezeichnen. Ein FDP-Wähler ist Extremist. Ein CDU-Wähler ist Extremist. Das hat nichts mit Radikalität zu tun, sondern nur mit der Gewohnheit.
    Wenn aber "Extremismus" mit Gewalt in Bezug genommen werden soll, dann ist es natürlich etwas anderes. Dann kann ich kein Extremist sein.



    Die werden da bestimmt nicht nur Uran gesehen haben, sondern die Nähe zu Russland und den Flottenstützpunkt auf der Krim.

    Hatte ich ja gesagt, dass die Lage optimaler ist, als die Türkei. Die Türkei wurde nur NATO-Mitglied, weil die Russen ihr Arsenal auf Kuba stationiert hatten. Also brauchten die USA Platz, weshalb das aufgezwungene Rotationsprinzip mit der Türkei kam.


    Gauck ist peinlich .

    Absolute Zustimmung. !!! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

  • In Syrien geht es darum Gas von Arabien nach der Türkei zu leiten und somit Rußland vom Gasmonopol in Europa zu trennen. Und auch darum das Syrien ein Bündnispartner vom Iran ist.
    Deshalb soll Assad gestürzt werden (das ist längst keine VT mehr) und deshalb wird er auch von Rußland einigermaßen geschützt.
    Der IS ist definitiv nicht vom CIA erfunden worden, er ist lediglich eine außer Kontrolle geratene Stellvertreterstreitkraft, die mal vorher von Arabien und USA unterstützt wurde. Man google mal nach John McCain und ISIS.


    Daß der Präsident nicht der wirklich mächtige ist, ist auch keine Neuigkeit.

  • Nachdenker
    Das halte ich derzeit noch für eine VT obwohl es viele Artikel dazu gibt. (z.B. http://deutsche-wirtschafts-na…rien-krieg-wirklich-geht/ )
    Die FSA (Freie Syrische Armee) kämpft nicht gegen die Baath (Assad-Regierung), um den Westmächten günstiges Gas oder Öl anzubieten und Russland zu schwächen. Sie kämpfen genauso, wie die IS oder Boko Haram, um den Säkularismus abzuschaffen, die Scharia einzuführen und je nach Glaubensrichtung IHRE Sunna zu handhaben.

    Man google mal nach John McCain und ISIS.

    Ja, da kann man ruhig mal googeln und landet direkt bei Rand Paul. ;) Mal abgesehen davon, dass McCain davon ausgegangen ist, dass er sich mit "moderaten" Rebellen trifft. Wie lächerlich ist das denn? Er hat sich mit sunnitischen Rebellen getroffen! Dagegen sind Schiiten schon fast Hundewelpen, obwohl in ihren Ländern auch die Scharia gepflegt angewandt wird und die westlichen Baukräne gerne zum aufknüpfen benutzt werden.



    Weshalb ich diese Meldungen außerdem noch als VT betrachte ist die Tatsache, dass 25% der Anteile von Gazprom in der USA liegen. Macht also kaum Sinn, etwas nicht vorhandenes zu unterstützen während vorhandenes da ist.
    Weshalb sollten außerdem Pipelines durch kritische Länder gezogen werden? Sobald Assad gefallen ist, geht es in der Türkei weiter. Der "arabische Frühling" ist noch lange nicht vorbei!




    P.S.: Den Medien traue ich schon lange nur noch so weit, wie ich spucken kann. Und ich spucke nicht weit.

  • Die FSA (Freie Syrische Armee) kämpft nicht gegen die Baath (Assad-Regierung), um den Westmächten günstiges Gas oder Öl anzubieten und Russland zu schwächen. Sie kämpfen genauso, wie die IS oder Boko Haram, um den Säkularismus abzuschaffen, die Scharia einzuführen und je nach Glaubensrichtung IHRE Sunna zu handhaben.


    Natürlich gehen die nicht in den Kampf, um die Interessen amerikanischer Industrieller zu vertreten.
    Aber wenn sie einen Feind haben, der auch den USA im Weg ist, dann werden sie unterstützt.

  • Es geht nicht nur um Wirtschaftsinteressen der USA und EU sondern auch um Wirtschaftsinteressen von Katar, VAE (Arabische Emirate) Saudiarabien. Syrien unter Assad ist auch eine BRICKS-Nation (eine von Russland gegründete Staatengemeinscheift um sich von den US-$ als Weltleitwährung zu trennen).
    Die FSA, Al Nusra, ISISI ist auch alles nicht das gleiche. Wären es tatsächlich nur syrische Rebellen, wäre der Bürgerkrieg schon längst vorbei. Die Rebellen wären vom Millitär längst ausgemerzt. Tatsächlich kommen die Rebellen von außen nach Syrien hinein (das galt lange als VT ist aber mittlerweile auch aus den Medien zu entnehmen) und deshlab dauert der Krieg auch so lange.
    Und warum ist das wohl so?


    Daß die Islamisten glauben sie kämpfen für den Islam glaube ich denen, aber die Hintergründe werden in Wahrheit andere sein. Religion ist nur ein Vorwand um Menschen auf emotionale Ebene zu einem Krieg zu motivieren, wenn denen die Sheiqs sagen würden sie machen das nur für wirtschaftliche Interessen und weil sie als religiöse Eiferer billiger und motivierter als gewöhnliche Söldner sind, würden die Sheiqs kaum genug Kämpfer bekommen.
    Um zu erkennen um was in Syrien wirklich geht, brauche ich kein VTler (das verbinde ich auch eher mit Reptiloiden, Außerirdische in Roswell und Reichsdeutsche auf dem Aldebaran, aber nicht mehr mit Kritik am Weltwirtschaftsystem) zu sein, da reicht mir schon der gesunde Menschenverstand.

  • Es geht nicht nur um Wirtschaftsinteressen der USA und EU sondern auch um Wirtschaftsinteressen von Katar, VAE (Arabische Emirate) Saudiarabien. Syrien unter Assad ist auch eine BRICKS-Nation (eine von Russland gegründete Staatengemeinscheift um sich von den US-$ als Weltleitwährung zu trennen).

    Hier kann ich Dir zustimmen.


    Die FSA, Al Nusra, ISISI ist auch alles nicht das gleiche. Wären es tatsächlich nur syrische Rebellen, wäre der Bürgerkrieg schon längst vorbei. Die Rebellen wären vom Millitär längst ausgemerzt.

    Hier kann ich Dir nicht zustimmen. Ein Beispiel wäre Jugoslawien. Der (Bürger-)Krieg ist theoretisch seit 1995 vorbei. Ich war mal wieder 2008 in Sarajevo. Hab mich dort auch mit "Friedenstruppen" unterhalten, die der Meinung sind, sobald sie weg sind, schlagen sich die Bevölkerungen sofort wieder die Köpfe ein.
    Und ebenso läuft es in Syrien ab. Die Bevölkerung braucht harte Diktatur. Wenn Assad gewinnt, dann diktiert er unter Einfluss von Russland. Wenn die Rebellen gewinnen, dank Hilfe aus dem Westen, dann herrscht dort die arabische Liga.


    Daß die Islamisten glauben sie kämpfen für den Islam glaube ich denen, aber die Hintergründe werden in Wahrheit andere sein. Religion ist nur ein Vorwand um Menschen auf emotionale Ebene zu einem Krieg zu motivieren, wenn denen die Sheiqs sagen würden sie machen das nur für wirtschaftliche Interessen und weil sie als religiöse Eiferer billiger und motivierter als gewöhnliche Söldner sind, würden die Sheiqs kaum genug Kämpfer bekommen.

    Dieser Aspekt ist interessant, weil Du ihnen mit sanften Worten Dummheit unterstellst. Kann ich nicht widersprechen, bei nur 10 Nobelpreisen. 6 davon waren Friedensnobelpreise für Waffenstillstände. 2 andere waren Literaturpreise (beide für Kulturkritik), einen weiteren gabs für Physik (Pakistan) und einen für Chemie (Ägypter, als Ägypten noch ein Urlaubsland war! Und er war halbamerikaner). 1,5 Milliarden Moslems schaffen 10 Nobelpreise. Ca 14 Millionen Juden haben knapp 180 Nobelpreise bekommen.
    Natürlich ist das jetzt reine Polemik.



    Um zu erkennen um was in Syrien wirklich geht, brauche ich kein VTler (das verbinde ich auch eher mit Reptiloiden, Außerirdische in Roswell und Reichsdeutsche auf dem Aldebaran, aber nicht mehr mit Kritik am Weltwirtschaftsystem) zu sein, da reicht mir schon der gesunde Menschenverstand.

    Ich sehe es anders. Ich sehe es als Religionskrieg. Syrien könnte man als Ablenkung sehen, denn wen interessiert schon Nigeria? Zentralafrika? Sudan? Kongo? Tunesien? Tschad? Uganda? Malawi? Mali?
    Das war nur eine kleine Anzahl an Ländern. Und rate mal, welche Ideologie dort herrscht.

  • Irrwisch das mit den Nobelpreisen kann man aber auch anders begründen. Die jüdische Kultur versetzte die jüdische Bevölkerung geschichtlich oftmals in die gehobenere Klasse und sie wurden (wenn nicht grade wieder von irgend einem Deppen verfolgt) doch akzeptiert und sogar verehrt. Das liegt jetzt nicht an der Religion an und für sich, sondern mehr daran, dass bspw. Einstein nicht nur seinen überragenden Geist hatte, sondern auch die Möglichkeiten sich zu bilden und auch seine wissenschaftlichen Theorien und Praktiken zu ergründen und auszuarbeiten.


    Verglichen dazu, viele Staaten die einen hohen Anteil der muslimischen Bevölkerung haben: Diese Länder liegen oftmals äusserst ungünstig geographisch sowie weltpolitisch gesehen. Es gibt eine reiche, dekadente Oberschicht und eine arme Bevölkerungsschicht. Die Reichen werden oftmals durch Öl oder ähnliches reich, die Armen können darauf nicht zurückgreifen, weil die Reserven schon von den Reichen gesichert sind. Selbst wenn jetzt ein genialer Mensch in Syrien geboren wird, hat er nicht den selben Zugang zur Bildung wie ein genialer Mensch in Österreich, Deutschland, Frankreich oder auch den USA.


    Nachdenker unterstellt meiner Meinung nach nicht "Dummheit", sondern viel mehr die fehlende Bildung. Die Europäer waren doch auch nicht besser, nur hat hier die Aufklärung uns weit voran gebracht, während der Islam irgendwie grade im nahen Osten angefangen hat, Rückschritte zu machen. Warum das so ist, kann man diskutieren, ich selbst verstehe es nicht so ganz, grade weil die arabische Welt bis vor 500 Jahren der europäischen überlegen war.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • Genau richtig. Ich bin der Ansicht daß die Islamisten überwiegend aus der relativen Armut entstammen und irgendeiner Indroktrination aufgelaufen sind. Das gilt auch für die vielen Konvertiten aus westlichen Ländern.
    Was Afrika betrifft, scheint auch da Politik eine große Rolle zu spielen. Die Terroristen die das Kaufhaus in Kenya stürmten und dort ein Massaker anrichteten forderten ja den Abzug kenyanischer Truppen aus dem Sudan? (irgendwas hatte da gelesen). MMn auch verdächtig politisch für Religionsfanatiker.

  • Irrwisch das mit den Nobelpreisen kann man aber auch anders begründen. Die jüdische Kultur versetzte die jüdische Bevölkerung geschichtlich oftmals in die gehobenere Klasse und sie wurden (wenn nicht grade wieder von irgend einem Deppen verfolgt) doch akzeptiert und sogar verehrt.

    Das ist falsch. Die Juden wurden immer vertrieben. Ihnen wurden auch handwerkliche Berufe verboten, was sie zwang, andere geistige oder buchhalterische Berufe zu ergreifen. Und diese buchhalterischen Berufe (z.B. Geldwechsler) brachten ihnen zwar Reichtum, aber auch viele Neider, was bis heute anhält.
    Sollte man mir jetzt damit kommen, dass Jesus ebenfalls Jude war UND Zimmermann, dann kann ich auch gleich sagen, dass es in der Bibel nur einmal als Hörensagen geschrieben steht. Und zwar Markus 6,3.
    Als das Christentum aufkeimte wurde den Juden weiterhin handwerkliche Berufe verboten. Als Geldverleiher konnten sie sich ihren Lebensunterhalt mit Zinsen sichern. Geld verleihen und Zinsen einkassieren, war den Christen nicht erlaubt.
    Einen Vorteil hatten die Juden mit der Berufseinschränkung: nahezu jeder konnte lesen oder rechnen.


    Wer zu faul zum lesen ist, kann sich übrigens auch die DVDs "Die Juden - Geschichte eines Volkes" ausleihen.



    Verglichen dazu, viele Staaten die einen hohen Anteil der muslimischen Bevölkerung haben: Diese Länder liegen oftmals äusserst ungünstig geographisch sowie weltpolitisch gesehen. Es gibt eine reiche, dekadente Oberschicht und eine arme Bevölkerungsschicht. Die Reichen werden oftmals durch Öl oder ähnliches reich, die Armen können darauf nicht zurückgreifen, weil die Reserven schon von den Reichen gesichert sind. Selbst wenn jetzt ein genialer Mensch in Syrien geboren wird, hat er nicht den selben Zugang zur Bildung wie ein genialer Mensch in Österreich, Deutschland, Frankreich oder auch den USA.

    Das ist nur zum Teil richtig. Vielen Menschen wird in den muslimischen Staaten schlichtweg der Weg zu Bildung verwehrt.
    http://www.spiegel.de/unispieg…diengaengen-a-851705.html
    Das gilt nicht nur für Unis, sondern auch für Schulen. Boko Haram!


    Und "geographisch ungünstig" ist Blödsinn. Schon mal was von der Seidenstraße gehört. Das war ein wichtiger Handelsweg, als noch kein Erdöl benötigt wurde. Wenn also Kamele den Weg schaffen, dann kann man nicht von "geographisch ungünstig" sprechen.


    Womit Du aber recht hast, ist die reiche dekadente Oberschicht. Und da waren die Engländer schuld: "Ich gebe euch Geld und wir bekommen das Öl!" Und das hat auch zu vielen Kriegen geführt, bzw führt immer noch zu Kriegen.



    Nachdenker unterstellt meiner Meinung nach nicht "Dummheit", sondern viel mehr die fehlende Bildung. Die Europäer waren doch auch nicht besser, nur hat hier die Aufklärung uns weit voran gebracht, während der Islam irgendwie grade im nahen Osten angefangen hat, Rückschritte zu machen. Warum das so ist, kann man diskutieren, ich selbst verstehe es nicht so ganz, grade weil die arabische Welt bis vor 500 Jahren der europäischen überlegen war.

    Hm? Die arabische Welt mag uns vor 1000 Jahren (nicht 500 ) überlegen gewesen sein, aber nur, weil die Islamisierung noch nicht so weit fortgeschritten war. Vor 1000 Jahren gab es im näheren Bereich kaum ein Land, welches islamisch geprägt war. Aber heute muss man sich nur umschauen. Wie Du schon sagtest "Rückschritt".




    Die Terroristen die das Kaufhaus in Kenya stürmten und dort ein Massaker anrichteten forderten ja den Abzug kenyanischer Truppen aus dem Sudan? (irgendwas hatte da gelesen).

    Die Terroristen im Kaufhaus haben nach der Religion gefragt. Wer kein Moslem war und nicht die Basmala aufsagte, wurde abgeknallt.

  • Stimmt eben nicht, die Juden wurden nicht immer vertrieben! Bis zum ersten Kreuzzug waren sie keiner Verfolgung in Europa ausgesetzt. Dies kam erstmals auf, da die christlichen Kreuzfahrer erstmal die eigenen "Ungläubigen" loswerden wollten, bevor sie andere Länder missionierten. Das die Juden viele Berufe nicht ergreifen durften bestreite ich garnicht, allerdings wurden sie nicht immer vertrieben wie von dir dagestellt. Sie wurden teilweise gezwungen in Ghettos zu leben, aber durch den Reichtum der Bevölkerung wurden diese "Ghettos" mit der Zeit blühende Stadtteile. Natürlich gab es dazwischen immer Episoden, in welchen die Juden gejagt wurden, wegen ihres Reichtums, weil jemand die andere Kultur nicht verstand oder weil jemand sich mal wieder zuviel Geld geliehen hatte und das Problem loswerden musste.


    Glaubst du die Juden hätten sich irgendwo angesiedelt und über Generationen (!) dort gelebt, wenn sie nur verfolgt worden wären? Klingt unlogisch oder?


    Was ist denn an meiner Aussage falsch, dass sie keinen Zugang zur Bildung haben? Du bestätigst das doch mit deinem Link 8|


    Geographisch ungünstig im Sinne von Politgeographisch. An dieser Stelle treffen viele verschiedene Kulturen aufeinander, es gilt als eine der "Wiegen der Menschheit" und ist seit dem Untergang des römischen Reiches ständig Konflikten unterworfen. Es geht hierbei nicht um die Wege hin und zurück (das Mittelmeer ist schon ganz gut Schiffbar ;) ).


    Die arabische Welt war noch bei der Reconquista der europäischen im Bereich Medizin, Architektur, sowie auf vielen anderen Wissenschaftlichen Gebieten überlegen. Diese endete erst kurz vor 1500 also pi mal daumen vor 500 Jahren. Wenn du mir das nicht glauben möchtest, ich kann dir zuhause ein paar Bücher raussuchen welche das ganz gut beschreiben.

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    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • Zitat von "Konquistadore"

    Irrwisch das mit den Nobelpreisen kann man aber auch anders begründen. Die jüdische Kultur versetzte die jüdische Bevölkerung geschichtlich oftmals in die gehobenere Klasse und sie wurden (wenn nicht grade wieder von irgend einem Deppen verfolgt) doch akzeptiert und sogar verehrt. Das liegt jetzt nicht an der Religion an und für sich, sondern mehr daran, dass bspw. Einstein nicht nur seinen überragenden Geist hatte, sondern auch die Möglichkeiten sich zu bilden und auch seine wissenschaftlichen Theorien und Praktiken zu ergründen und auszuarbeiten.


    Zitat von "Konquistadore"

    Verglichen dazu, viele Staaten die einen hohen Anteil der muslimischen Bevölkerung haben: Diese Länder liegen oftmals äusserst ungünstig geographisch sowie weltpolitisch gesehen. Es gibt eine reiche, dekadente Oberschicht und eine arme Bevölkerungsschicht. Die Reichen werden oftmals durch Öl oder ähnliches reich, die Armen können darauf nicht zurückgreifen, weil die Reserven schon von den Reichen gesichert sind. Selbst wenn jetzt ein genialer Mensch in Syrien geboren wird, hat er nicht den selben Zugang zur Bildung wie ein genialer Mensch in Österreich, Deutschland, Frankreich oder auch den USA.


    Sorry, aber das ist. ich möchte es mal als: sehr kanalisiert betrachtet, bezeichnen. ;)
    Du pickst dir nur Länder heraus, bei denen man dir zwangläufig zustimmen muss, denn da stimmt deine Analyse.
    Man muss aber das Gesamtbild betrachten. Und dann werden deine Worte, diebezüglich schon wieder fragwürdig.


    Es gibt genügend muslimisch geprägte Länder, die eine vorbildliche soziale und bildungspolitische Struktur besitzen.
    Als Beispiel:

    Zitat von "WIKI"

    Katar- Als Staat mit einem der höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt besitzt Katar ein sehr gutes soziales Fürsorgesystem, Hilfsbedürftige erhalten feste monatliche Bezüge. Die medizinische Versorgung ist gut und steht kostenlos zur Verfügung. Es gibt eine allgemeine Schulpflicht, der schulische Unterricht ist auf allen Ausbildungsstufen in den katarischen Regelschulen kostenlos, in den zahlreichen Privatschulen jedoch kostenpflichtig. Die Analphabetenrate betrug 2004 11 %. Seit 1973 besitzt Katar eine eigene Universität, die Universität von Katar.


    Oder:

    Zitat von "WIKI"

    Saudi Arabien Der Alphabetisierungsgrad der arabischen Bevölkerung ist mit insgesamt 78,16 Prozent ungefähr auf Weltdurchschnittsniveau. Dabei sind 70,8 Prozent der saudi-arabischen Frauen des Lesens und Schreibens mächtig, die Männer haben einen Alphabetisierungsgrad von 84,7 Prozent. (Stand: 2007) In Saudi-Arabien kommen auf 1000 Einwohner im Durchschnitt 2,1 Ärzte sowie 3,3 Betten in einem staatlichen Krankenhaus. Hocharabisch ist Amtssprache, Englisch gilt als Sprache des Handels, außerdem werden noch einige arabische Dialekte gesprochen, die aber im offiziellen Gebrauch kaum Anwendung finden.


    Diese Liste könnte man noch um einige Länder erweitern.
    Die Möglichkeiten wären also mindestens genauso gegeben, wie bei anderen.
    Dennoch kommt da diesbezüglich nicht sehr viel.


    Ich möchte nur darlegen, dass deine Einschätzung über die deiner Meinung nach Chanchenlosigkeit der muslimischen Bevölkerung bzgl. guter Bildung etc. so nicht ganz stimmig ist.


    Jack

  • Jack
    Es spielt ja nicht nur eine Rolle, ob du in die Schule gehst, sondern auch was du dort vermittelt bekommst. Katar ist ein relativ kleines Land, ich kenne mich nicht besonders gut damit aus, deshalb kann ich dazu wenig sagen.
    Mit Saudi-Arabien habe ich mich aber mal ein wenig beschäftigt (damals zu meiner Schulzeit, die Infos sind also schon 4-5 Jahre alt).
    Im Bereich der allgemeinen Meinungsfreiheit rangiert Saudi-Arabien immer unter den letzten Plätzen, es werden also Meinungen mit Gewalt unterdrückt, welche nicht in das Bild des ultrakonservativen Staates passen. Hierunter fallen auch gerne Punkte wie Bildung die dem Gottesglauben widerspricht! Was bringt es den Menschen dort, eine Schule zu besuchen, in welcher sie nichts über die Welt beigebracht bekommen, sondern nur ein Zerrbild mit falscher Erklärung?
    Es werden Seiten im Internet gesperrt und überwacht, welche als "islamfeindlich" oder auch "regierungsfeindlich" eingestuft werden.


    Ich bestreite nicht, dass die Grundbildung dort gut ist. Die Leute lernen lesen, schreiben, rechnen und einige andere wichtige Dinge, allerdings gibt es eine hohe Zensurrate und viele Themen dürfen garnicht angesprochen werden. Wer gegen diese Gesetze verstößt, bekommt drakonische und teils mittelalterliche Strafen (Peitschenhiebe und Enthauptung sind dort übliche Bestrafungsmethoden bis heute!).


    Das hat jetzt auch nichts mit "westlicher Propaganda" zu tun. Wir hatten einen sehr engagierten Politiklehrer an unserer Schule, der einmal einen Abend veranstaltete, an welchem er viele Personen aus einigen Ländern der Welt eingeladen hat. Dabei auch ein Mann aus Saudi Arabien, welcher berichtete, dass das Leben dort sehr angenehm ist, solange man sich strikt an die Regeln hält, wer aber dagegen verstößt, hat immer mit dem schlimmsten zu rechnen.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • Bis zum ersten Kreuzzug waren sie keiner Verfolgung in Europa ausgesetzt. Dies kam erstmals auf, da die christlichen Kreuzfahrer erstmal die eigenen "Ungläubigen" loswerden wollten, bevor sie andere Länder missionierten.

    Sie wurden bereits verfolgt, als das Christentum zu einer Weltreligion langsam anwuchs. Die Wende kam, als die Christenverfolgungen im römischen Reich beendet wurde. Ab da galt das Judentum nur noch als "geduldete Religion". Und Judäa selbst war bereits vor dem Christentum eine römisch eroberte Provinz. Damit waren die dort ansässigen Juden nur noch Vasallen.


    Wenn man der Bibel glauben will, dann kann man auch an die fünf Bücher Mose denken. Die Vertreibung (Auszug) aus Ägypten der Israeliten.


    Sie wurden teilweise gezwungen in Ghettos zu leben, aber durch den Reichtum der Bevölkerung wurden diese "Ghettos" mit der Zeit blühende Stadtteile.

    Da widerspreche ich nicht. Aber Gettoisierung ist in meinen Augen eine Vertreibung. "Soll er doch dorthin ziehen, Hauptsache, er wohnt nicht neben mir!"


    Was ist denn an meiner Aussage falsch, dass sie keinen Zugang zur Bildung haben? Du bestätigst das doch mit deinem Link

    Richtig, das bestätige ich. Und wie Du es später ebenfalls anführst, dass Zensur herrscht. Das bestätigt wiederum dass diese Ideologie bewusst (!) das Volk dumm hält. Während Karl Marx sagte "Religion ist Opium fürs Volk" scheint es in dieser anderen Ideologie zu lauten "Bildung ist Gift fürs Volk".



    Geographisch ungünstig im Sinne von Politgeographisch. An dieser Stelle treffen viele verschiedene Kulturen aufeinander, es gilt als eine der "Wiegen der Menschheit" und ist seit dem Untergang des römischen Reiches ständig Konflikten unterworfen.

    Politisch geographisch sind sie selbst Schuld. Die Konflikte sind nicht nur die verschiedenen Kulturen, sondern auch die Stammeszugehörigkeiten und die Religionen. Neben dem Beispiel römisches Reich könnte man als aktuelleres Beispiel Jugoslawien nennen. Unter Tito wohnte ein Moslem neben einem Christen, ein Christ neben einem Juden, ein Jude neben einem Moslem, und es war Friede, Freude, Eierkuchen. Nach Tito schlugen sich alle gegenseitig die Köpfe ein. Tito war zwar ein Diktator, aber er hatte für Ruhe gesorgt.



    Die arabische Welt war noch bei der Reconquista der europäischen im Bereich Medizin, Architektur, sowie auf vielen anderen Wissenschaftlichen Gebieten überlegen. Diese endete erst kurz vor 1500 also pi mal daumen vor 500 Jahren.

    Der Anfang vom Ende begann 610. Wissenschaftlich überlegen waren die Regionen, die noch nicht überrannt waren. Und heute braucht man auf dem afrikanischen Kontinent und Südostasien nur noch Urlaub machen, wenn man lebensmüde ist. Viel Spaß bei der Fußball-WM 2020.



    Das hat jetzt auch nichts mit "westlicher Propaganda" zu tun.

    Das ist keine Propaganda. Es gibt zig Seiten, die Videos anbieten, darunter mitunter auch Facebook. Diese Videos, meist mit Handys aufgenommen, könnte man als Snuff-Filme bezeichnen.
    Das Andere was gegen "westliche Propaganda" spricht wären Apostaten, wie Abdel-Samad (hat Todesfatwa), Sabatina James (Pseudonym wegen Gefahr von Ehrenmord), etc
    Schriftsteller, wie Sarazzin (Polizeischutz), Saberi, etc
    Regisseure, wie Theo van Gogh (bereits eliminiert), Alan Roberts (Pseudonym), etc

  • Zitat von "Konquistadore"

    Das hat jetzt auch nichts mit "westlicher Propaganda" zu tun. Wir hatten einen sehr engagierten Politiklehrer an unserer Schule, der einmal einen Abend veranstaltete, an welchem er viele Personen aus einigen Ländern der Welt eingeladen hat. Dabei auch ein Mann aus Saudi Arabien, welcher berichtete, dass das Leben dort sehr angenehm ist, solange man sich strikt an die Regeln hält, wer aber dagegen verstößt, hat immer mit dem schlimmsten zu rechnen.


    Genau das meinte Irrwisch wahrscheinlich und ich auf jeden Fall doch.
    Theoretisch hätten solche Länder ( wenn man die Bildungschancen und soziale Absicherung betrachtet ) die Möglichkeit, auf wissenschaftlicher Basis weit mehr zu erreichen.
    Gebremst wird das Ganze durch "Kultur" und vor allem durch "Religion", die unüberwindliche Hürden aufbaut.
    Sobald eine theokratische Regierungsform herrscht, oder die Religion zu großen Einfluß auf alle Bereiche des Lebens hat, wird Wissenschaft nur sehr, sehr schwierig bis überhaupt nicht möglich.
    Wissenschaft braucht Freiraum, Wissenschaft muss Fragen stellen, muss sich selbst und alles andere immer wieder in Frage stellen und Dogmen, ohne die Religion nicht auskommt, legen da knallharte Fesseln an.
    Das ist auch der Grund warum ich persönlich Theologie nicht als Wissenschaft ansehe.


    Jack

  • Theologie ist durchaus Wissenschaft, es geht ja darum sich mit Religionen wissenschaftlich auseinander zu setzen, auch wenn viele Pfarrer, Bischöfe usw Theologie studiert haben, gibt es auch Theologen die man durchaus als atheistisch oder zumindest als agnostisch einstufen kann.


    Daß die Religion stets versucht Wissenschaft (gemeint sind dann wohl Naturwissenschaften) zu "verhindern" ist übrigends auch nicht ganz richtig. Schließlich ist es der Wissenschaft bisher auch noch nicht gelungen zu Beweisen daß es z.B. "Gott" nicht gibt.
    Und gerade bei Fragen z.B. über die Multiversumstheorie oder was genau ist Realität, ist man ja zur Kenntnis gekommen das längst nicht alle Fragen bereits gelöst sind, wie viele Atheisten das gerne immer so darstellen.

  • Zitat von "Nachdenker"

    Theologie ist durchaus Wissenschaft, es geht ja darum sich mit Religionen wissenschaftlich auseinander zu setzen, auch wenn viele Pfarrer, Bischöfe usw Theologie studiert haben, gibt es auch Theologen die man durchaus als atheistisch oder zumindest als agnostisch einstufen kann.


    Theologie ist eine Pseudowissenschaft, ein künstlisches Gebilde, denn sie setzt sich aus verschiedenen Wissenschaftsgebieten zusammen, wie z.B. Psychologie, Ethnologie, Philosophie usw.


    Zitat

    Daß die Religion stets versucht Wissenschaft (gemeint sind dann wohl Naturwissenschaften) zu "verhindern" ist übrigends auch nicht ganz richtig.


    Das habe ich auch nicht generell behauptet, sondern nur wenn sie zu viel Macht hat. Du solltest lesen was ich schreibe:

    Zitat von "Jack"

    Sobald eine theokratische Regierungsform herrscht, oder die Religion zu großen Einfluß auf alle Bereiche des Lebens hat, wird Wissenschaft nur sehr, sehr schwierig bis überhaupt nicht möglich.


    Zitat

    Schließlich ist es der Wissenschaft bisher auch noch nicht gelungen zu Beweisen daß es z.B. "Gott" nicht gibt.


    Du weißt hoffentlich selbst, das das jetzt Nonsens ist, denn ich kann alles mögliche Behaupten und dann verlanegen, dass die Wissenschaft meine Behauptung widerlegt.
    Und wenn das nicht bewiesen wird, ..., sorry aber ...
    btw. Die Existenz des fliegenden Spaghettimonsters ist auch noch nicht widerlegt, oder? ;)


    Zitat

    Und gerade bei Fragen z.B. über die Multiversumstheorie oder was genau ist Realität, ist man ja zur Kenntnis gekommen das längst nicht alle Fragen bereits gelöst sind, wie viele Atheisten das gerne immer so darstellen.


    Ja, o.k., mag sein, aber das hat auch hier niemand behauptet, oder ?


    Jack

  • Hi :winks:


    Hmm.. Ich glaube nicht, dass der zunehmende Extremismus in den arabischen Ländern etwas mit der Bildung zu tun hat! Oder eben nur sehr begrenzt!


    Ich glaube, der zunehmende Extremismus in diesen Ländern kommt von den jahrelangen politischen und militärischen Interventionen der USA und der NATO zur Sicherstellung des Ölnachschubs! Der "Kapitalismus" wirkt so nach aussen hin wirklich abscheulich... Die Religion ist dann schliesslich auch nur ein Instrument, welches benutzt wird für die "Anti-Westliche-Propaganda". Aber sie ist halt eben nicht der Ursprung!


    Etwas Kabarett hilft manchmal, ein kritischeres Bild zu bekommen^^ So gesehen mag ich Volker Pispers ! So sieht man mal, wie viel "Angriffsfläche" der Westen nach aussen hin überhaupt liefert...



    Zum allgemeinen Topic: Ja, auch ich habe das Gefühl (natürlich subjektiv), dass es immer mehr extremistische Strömungen gibt... In der Schweiz ist es so, dass es seit dem Einschlagen des bilateralen Weges die rechtspolitischen Parteien kontinuierlich wachsen...



    mfg Vivajohn

  • Zitat von "Vivajohn"

    Die Religion ist dann schliesslich auch nur ein Instrument, welches benutzt wird für die "Anti-Westliche-Propaganda". Aber sie ist halt eben nicht der Ursprung!


    Da gebe ich dir völlig recht.
    Die Religion wird instrumentalisiert, um vor allem machtpolitische Ziele zu erreichen.
    Allerdings muss man sich fragen, warum das so relativ einfach geht.
    Da spielen einige Gründe mit. Nicht zuletzt eben auch Bildung.
    Leute die den Koran nur aus der Moschee, bzw. von den Ausführungen ihres Imams kennen, der die Gemeinde nach belieben manipulieren kann, denn der Koran und die dazu gehörigen Schriften sind nicht wirklich einfach zu lesen, bzw. zu verstehen.
    Ein weiterer GRund ist, weil das schon immer so war ... also familiärer und geschaftlicher Druck.
    Vor allem Jungenliche, die noch ihren Platz, ihren Weg in die Gesellschaft suchen, sind sehr anfällig für solche Verführungen.
    Sie werden in bestimmte Gruppen aufgenommen, man kümmert sich um sie, man erzählt ihnen, dass alle in dieser Gemeinschaft etwas besonderes sind. Manchmal wird mit der Hölle gedroht, wenn man bestimmte Glaubensregeln nicht beachtet uvm.


    Jack

  • zu der frage im titel. das liegt am wassermannzeitalter kalkuliert von den mayas. alle menschen verlangt es mehr und mehr nach der wahrheit die einem die aktuelle schulbildung nur schwer geben kann. andauernd sind da so paar kinkerlitzchen die nicht passen wollen. und die philosophie kommt mehr und mehr in den fordergrund.
    führt man kriege in einer zivilisierten welt bzw als zivilisierte gesellschaft? hetzt man menschen gegen andere auf in einer zivilisierten gesellschaft? treibt man seinen spaß mit dem glauben anderer in einer zivilisierten gesellschaft? da muss man wenn man sich das ganze so anschaut und sich umschaut zweifelsohne mit ja antworten.
    beutet man als zivilisiertes individuum andere lebewesen aus? ist man ungerecht denen gegenüber die das ganze system erst möglich machen? treibt man sein spiel mit der bildung damit man die "spreu" vom "weizen" trennt? da passt wieder das sprichwort: die letzten werden die ersten sein.

  • Jack :
    Klar, jede religiöse Schrift ist irgendwo Auslegungssache. Man kann eben geschichten, die historisch eher fragwürdig (bis zu unmöglich) sind nicht 1 zu 1 übernehmen. Und natürlich gibt es auch solche, die gerne einmal alle manipulieren, indem sie ihnen einreden ihre Auslegung wäre die einzig Richtige. Aber diese Leute gab es schon immer und das nicht nur im Bezug auf Religionen. Das selbe kann man auch in der Politik machen, bspw. wenn jemand eben demagogisch extrem begabt ist und die Bevölkerung sehr verzweifelt oder sehr leichtgläubig. Ich denke, dies ist kein religiöses Problem, sondern ein menschliches/soziales. Jemand wie bspw. Du, Vivajohn oder Irrwisch (und viele andere im Forum) lassen sich kein X für ein U vormachen. Es gibt aber auch solche, die einfach einer bestimmten Ideologie anhängen, weil sie gut genug indoktriniert wurden. Wenn du jetzt keine Bildung genossen hättest und dir kein eigenes Bild hättest machen können, hätte dir nicht das selbe drohen können?


    bigbuddah :
    "Wassermannzeitalter"? Ach komm schon, dass hat jawohl nichts mit irgend einem Zeitalter zu tun, sondern eher mit der momentanen Situation der Welt. Und es hat auch nichts mit "Wahrheit die einem die Schulbildung nicht geben kann" zutun. Eine der wenigen Fragen, die der Otto-Normal-Mensch sich stellt, welche die Wissenschaft nicht beantworten kann ist:"Was kommt nach dem Tod?" Alles andere wird zumindest erforscht und es gibt bereits viele Erkenntnise, nur siehst du die nicht, vielleicht weil du nicht willst, vielleicht weil du nicht verstehst, vielleicht weil du nicht genug recherchierst.


    Ja man führt Kriege in einer zivilisierten Gesellschaft. Solange es keine homogene Gruppe gibt, welche entweder ALLES akzeptiert was es an Denkensarten gibt oder aber alle anderen ausgelöscht hat, wird es Konflikte geben. Ist doch nur normal, dass wenn jemand anders ist und du mit diesem anders sein nicht zurecht kommst, du dich ängstigst oder den anderen als "unnormal" betrachtest. Und aus diesem Grund, gibt es Gruppen die sich abspalten und gegen andere Gruppen vorgehen.


    "Ausbeutung" ist eine Nebenerscheinung der Wirtschaft. Bereits in der Antike hat man versucht sich selbst möglichst gut zu stellen, wenn nötig auch auf Kosten anderer. Heute ist das eben notwendig, weil unsere Mittel begrenzt sind, unsere Bevölkerung aber wächst. Manche müssen eben bei der Globalisierung verlieren, so wie es bei allem im Leben Verlierer gibt. Es schmeckt mir auch nicht, aber manchmal muss man eben in den saueren Apfel beißen. Der einzige Weg dies zu umgehen, wäre allen die gleiche Grundmöglichkeit zu bieten, aber der Mensch will eben immer mehr und mehr. Das ist unsere Art und der können wir scheinbar auch nicht einfach so entfliehen.


    Spaß mit jemandem treiben ist was vollkommen legitimes. Wenn man nicht in der Lage ist, auch mal über sich selbst zu lachen, hat man ein ernstes Problem. Die Bildung trennt nicht die Spreu vom Weizen, ich kenne Leute die haben ihren Hauptschulabschluss und sind dennoch in fast allen Bereichen des Lebens besser gestellt (und auch rein menschlich sympathischer) als welche, die studiert haben und sich gar einen "Doktor" vor den Namen setzen können.


    Dein ganzer Monolog ist eigentlich nur eine Aneinanderreihung von Clichees. Du wetterst gegen die Menschen, du wetterst gegen "das System", du wetterst gegen die Leute die kein Blatt vor den Mund nehmen. Letztendlich sagst du aber nichts zum eigentlichen Thema aus.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil