Wissenschaftliche Methodik und Beweise

  • @ Frank


    Zitat

    Der Geist (die Herrlichkeit des Herrn) und das geräderte Dingsbums sind zwei getrennte Entitäten


    Äh, ja, das ist mir schon klar. Für mich sieht die Sache so aus: Das Gefährt ist zwar himmlischen Ursprungs, aber in der Art von Streitwagen, wie sie antike Götter benutzten. Gott selbst - der Geist - benötigt diesen natürlich nicht, sehr wohl aber Hesekiel. Dieser wird mit dem Gefährt befördert, das vom himmlischen Geist beseelt ist.
    Entschuldige die verschwommene Ausdruckweise, aber ich weiß ehrlich nicht, wie ich es anders ausdrücken sollte!
    Für mich besteht da absolut kein Widerspruch, im Gegenteil: Aus Sicht Hesekiels ist das völlig logisch.
    Deshalb zweifle ich auch daran:


    Zitat

    Ich will nicht sagen, daß ein Fliegen ausgeschlossen ist, aber der Text ist tatsächlich ohne jeden Flugzustand logisch interpretierbar. Und da sind wir dann bei Occams Rasiermesser angekommen...


    Wie gesagt, ich kenne den Originaltext nicht und könnte ihn - du ahnst es! - auch gar nicht entziffern und halte mich deshalb an die Übersetzung.
    Wenn wir, wie von dir vorgeschlagen, Ockhams Rasiermesser ansetzen und ein bisschen das allzu Phantastische wegschaben, bleibt für mich als logischste Erklärung:
    - Hesekiel hatte eine Vision.
    - Zur Veranschaulichung dieser Vision bemüht er einen Streitwagen als Symbol der Macht Gottes und schmückt diesen aus.
    - Der "Flugzustand" ist meines Erachtens völlig simpel mit einem entsprechendem Wachtraum oder einer visionären Halluzination erklärbar. Jeder von uns hat doch schon mal geträumt zu fliegen, und das verblüffend "realistisch". Bei Hesekiel gehe ich natürlich davon aus, dass er wach war! Wo wohnt Gott? Im Himmel. Was liegt also näher, denn sich ihm im Fluge zu nähern? Gott nimmt den Auserwählten also mit dem himmlischen Gefährt mit sich.
    Aus Hesekiels Sicht muss das nicht nur ein überwältigendes "Erlebnis" gewesen sein, sondern auch eines, das zweifelsohne "real" war. Manche alte Kulturen sahen die Traumwelt als die reale an. Für jemanden wie Hesekiel waren seine Visionen genauso real wie alles andere.
    Wobei ich natürlich nicht in Abrede stellen will, dass sie tatsächlich "echt" gewesen sein könnten.


    Nun ja, interessantes Thema, über das sich treffend spekulieren lässt.

  • Hallo? THRONwagen, nicht Streitwagen. Hesekiel war Priester im Tempel von Jerusalem (sogar Hohepriester), und dort im Allerheiligsten stand der Thronwagen mit dem Thron, der als Sitz Gottes angesehen wurde.


    Und genau diesen Tronwagen stellte er sich in einer verbesserten Form vor (eben mit gelenkter Achse).

  • Hi Frank,wer hat denn festgestellt das die Figuren zuerst da waren?
    weas fuer archaelogische Funde erwartest du denn fuer so nen Auszug un die Wueste?dass da zb wasserflachen noch rumliegen oder sowas in der Art?


    Aem wer ist Gisela Ermel?Kenn ich nit.


    Was hesekiel betrifft,was wilst du denn noch mehr an beweisen,was sol es denn sonst sein wenn die Herlichkeit sich empor erhebt,klingt fuer mich nach schweben und nicht nac "normalen"aufstehen ansonsten wuerde er doch sagen:er satnd auf und ging.Das ist ja nit die einzige Stelle,es gibt noch merh Stellen wo Gott mit Donner Rauch und Feuer vom Himmel runterkommt,frag mich bitte nit wo genau in der Bibel,ich habs nur moch vom Konfirmandenuntericht im Hinterkopf.
    Was Blumrich betrifft sagt er selbst in den Video:erinnerungen an die Zukunft,das er daeniken widerlegen wollte,aber gut da du wahrscheinlich nit Daeniken-videos siehst kontest das nit wissen.
    mich wuerde der Link intressieren wo steht das das Fluggeraet nit flugtauglich ist,ich meien ein Ingenieur solte sowas ja besser wissen.
    Wa haelst du von den Cart-ruts von tenneriffa?

  • >Hi Frank,wer hat denn festgestellt das die Figuren zuerst da waren?


    Dei vor Ort arbeitenden Archäologen z.B., wie Harald Reindl. Die Linien und Trapeze gehen nämlich über Figuren hinweg, und über Lumineszenzmethoden kann man feststellen, wie lange die Steine dem Licht ausgesetzt sind (die Figuren entstehen durch besieitelegen und umdrehen von Steinen, deren dunkle Seiten bilden die Grenzen der Figuren und Linien)


    >Aem wer ist Gisela Ermel?Kenn ich nit.


    Dein Cherubim-Link ging zur Homepage von ihr...


    >Lies meine Erläuterungen, und lies den Hesekiel im Original...


    Ich weiß, daß die PS nachher die Legende aufbaute, daß Blumrich ihn widerlegen wollte, aber in seinem Originalvorwort ist das eindeutig nicht der Fall.


    >mich wuerde der Link intressieren wo steht das das Fluggeraet nit flugtauglich ist


    keine Ahnung ob das im Internet steht. ich hab den Namen gegeben - benutz doch mal Google...


    >ich meien ein Ingenieur solte sowas ja besser wissen.


    Außer er wil Kohle mit Unsinn machen...


    >Wa haelst du von den Cart-ruts von tenneriffa?


    Die Cart Ruts sind auf MALTA Falscher Kontinent, falsches Meer. Meines Wissens nach sind einige davon Bewässerungskanäle, andere Schleifpisten Bei den Dingern habe ich mich schon zu meiner Däniken-Anhängerzeit gefragt, was um alles in der Welt denn daran präastronautisch sein soll.


    FD

  • Hi frank was die Figuren angeht,aber es kann doch sein das hinterher wieder Linien draufgeklatscht wurden,oder nit?


    Naja ich hab nur nene Link gesucht in dem hesekiels "Visionen"vorkoendiese Gisela sagt mit gar nix.


    Ok ok,ich hab mich in den letzten jahren nit so inteniv mit PS(muesste ja eigentlich PA heissen)beschaftigt aufgrund von Zeitmangel ,natuerlich sind die Cartruts von Malta.Naja Bewaesseungskanaele und Schleifpisten die so tief gehn und was soll da geschleift worden sein?
    Du warst mal Daeniken-Anhaenger?warum jetzt nit mehr?


    Ne das mit Blumrich ist keien Legende,nochmal:ich hab das Video:Erinnerungen an die Zukunft und da sagt Blumrich selber das er daeniken widerlegen wollte,besorg die mal das Video dann siehste es ja.


    Ja klar alle die was zur PS schrieben wollen nur kohle machen.

  • Hallo Mr. X


    Die Figuren und Linien wurden wie schon gesagt datiert. Übrigens auch durch Töpferfunde - verrücktrweise finden sich in den Fiuren nämlich auch haufenweise Tonscherben.
    Danach ergibt sich eindeutig folgende Abfolge:


    Zuerst wurden anthropomorphe Formen (also menschenähnliche) Bilder an HÄNGEN angebracht, die ins Tal schauten. Das sind eindeutig die ältesten Strukturen. So zwischen 800 und 400 v. Chr.
    Etliche 100 Jahre später wurden dann in der Ebene die ersten zoomorphen (tierähnlichen) Geoglyphen angelegt. Das ging so um 400 v. Chr. los
    Dann erst kanem die Linien, unter denen eindeutig Bodenverdichtung nachweisbar ist, da heißt, auf ihnen wurde entlanggelaufen.
    Ganz zum Schluß, zur Nazca-Zeit, kamen dann die sogenannten Pisten. Also Erichs Landebahnen. So ab 600 n. Chr, über 1000 Jahre nach den ersten Bildern.


    Bilder und Linien wurden auch ne Weile lang parallel angelegt, und auch, wie z.B. der "Wal", über Jahrhundertelang geändert und erweitert.


    Aber diese Abfolge macht klar, daß Dänikes These nicht funktioniert, denn er braucht die Pisten zuerst


    Zu den Schleifpisten: Ich weiß nicht wie das Gerät genannt wird, es sieht aus wie eine Trage, also zwei Stangen vorne, eine Ladefläche, dann zwei Stangen hinten. Die vorderen Stangen werden angehoben, die hinteren schleifen über den Boden und machen dabei dei Rillen.
    Das Gestein dort ist relativ weich, und so bilden sich Spurrillen...
    Geschleift wurden u.A. Steine, wenn ich mich recht erinnere geht ein ganzes Bündel solcher Pisten von nem antiken Steinbruch ab.
    Ansonsten wohl auch Oliven und so - was man da eben anbaute.


    Ja, ich war mal Däniken-Anhänger. Und bin dafür auch aus dem Geschichtsunterricht geschmissen worden. Geändert hat sich meine Einstellung, nachdem ich mich intensiv mit einem Teilbereich (Pyramiden) auseinandergesetzt hatte - und dabei feststellte, daß Däniken seine Rätsel erzeugt indem er haufenweise Unwahrheiten verbreitet.
    Die ganze Geschichte kannst Du auf meiner Homepage nachlesen :)


    Nochmal zu Blumrich: Ich WEISS, daß Blumrich das später behauptet hat, aber im Original-Vorwort seines Buchs, das logischerweise DAVOR entstanden ist, stehts eben anders drin. Da steht eindeutig drin, daß er gezielt nach Beweisen FÜR einen präastronautischen Hesekiel gesucht hat.


    Übrigens: Leute wie Langbein und Fischinger z.B. MÜSSEN mit ihrer Schreibe Geld machen, da sie wirklich davon leben...
    Das muß nix schlechtes sein.


    FD

  • @ Frank D


    Zitat

    Ja, ich war mal Däniken-Anhänger. Und bin dafür auch aus dem Geschichtsunterricht geschmissen worden.


    Ist ja ulkig. Ich bekam in Geschichte eine 6, in drei aufeinanderfolgenden Tests, nur weil ich als Randbemerkung erwähnte, dass es über derlei Dinge, auch andere Erkenntnisse gibt. Und in Erdkunde flog ich raus, weil ich die Hohle-Erde-Theorie verteidigt habe. Aber gerade deswegen, fing ich an, mich mit der PS auseinanderzusetzen. was dich skeptisch machte, machte mich aufgeschlossen. Verrückte Welt.


    Gruß Nagerfreund

  • Zitat

    was dich skeptisch machte, machte mich aufgeschlossen. Verrückte Welt.


    Warum verstehen eigentlich die meisten Menschen diese Einstellungen als konträr? Warum kann man nicht ein aufgeschlossener Skeptiker sein?
    Noch was zu Blumrichs Adaptierung von Hesekiels Vision: Auch in meiner aktiven Zeit als Däniken-Anhänger hat mich das plumpe Design des angeblichen außerirdischen Gefährts kopfschüttelnd hinterlassen. Noch dazu mit Propeller-Antrieb. :roll:
    Ich würde aber trotzdem nicht so weit gehen und alle Ansichten Dänikens als Unsinn abtun. Warum sollten nicht während der letzten paar hundert Millionen Jahre Außerirdische die Erde besucht haben?

  • Nagerfreund :
    Naja, hohle Erde ist ja auch heftig :D Aber damit kann man prüfen, ob Lehrer ihren Stoff auch verstanden haben (durch die Gravitationsgesetze kennt man die Masse der Erde und kann daraus die mittlere Dichte berechnen, und die ist nicht kompatibel zu ner hohlen Erde).


    An Däniken hatte ich irgendwie das Interesse verloren, als ich feststellte, daß vieles einfach nicht zusammenpaßt und/oder unlogisch ist. Da war ich so um die 18 herum. Danach habe ich dann studiert (Astronomie und extraterrestrische Physik) und nebenbei ne Computerfirma gegründet. Und erst da, so 10 Jahre später, kam ich wieder mit der PA in Berührung, dann natürlich mit nem völlig anderen Wissenshintergrund. Da fällt einem der himmelsmechanische Unfug bei Sitchin oder Velikovski sofort auf.


    Rainer :
    Daß früher mal Aliens hier gewesen sein könnten ist nicht ne exclusive Ansicht Dänikens, und daß es möglich gewesen sein kann leugnen auch nicht viele.
    Es geht letztlich nur um die Form der Beweisführung, die von den PS-Autoren benutzt wird. Und da können sich einem schonmal die Fußnägel aufrollen.


    FD

  • @ Rainer :D


    Zitat

    Warum verstehen eigentlich die meisten Menschen diese Einstellungen als konträr? Warum kann man nicht ein aufgeschlossener Skeptiker sein?


    Weil beides zusammen nicht geht. Ich erkläre dir den Unterschied. Däniken oder Sitchen stellen eine neue Prä-Astronautiktheorie auf, so reagieren unterschiedliche Leser:


    Aufgeschlossen: "Hm, interessant. Es wäre möglich, dass er Recht hat. Von der Seite betrachtet, ergibt das sogar einen Sinn." :deepreader:


    Skeptisch: "Da muss doch irgendwo ein Fehler drin sein. Der hatte doch letztens auch schonmal Unrecht. Da, gefunden. Das Buch ist Müll." :deepreader:


    Das macht den Unterschied aus.


    Gruß Nagerfreund

  • Hallo Mr. X


    Die Figuren und Linien wurden wie schon gesagt datiert. Übrigens auch durch Töpferfunde - verrücktrweise finden sich in den Fiuren nämlich auch haufenweise Tonscherben.
    Danach ergibt sich eindeutig folgende Abfolge


    Hm aber wenn die wissenschaftler damit falsch liegen,mit den darierungen mein ich was dann?


    das intressiert mich jetzt aber:warum bist du aus den geschichtsuntericht geflogen?
    Ok,ich will mir ja nicht nachsagen lassen,ich wuerde nur 1 seite betrachten,gib mal den Link zur deienr Seite und ich werd mir mal deine Therorien durchlesen.
    ich hab sowas im geschichtsuntericht nit gebarcht,weil ich wusste das man mich dann fuer verueckt halten wuerde,Respekt,was immer du auch geamcht hast.
    ich weiss welches gerate du bei den Schleifpisten meinst,nur:da sind so enge Kurven da waeren die Raeder gebrochen.
    Zu Blumrichs buch kann ich nix sagen da ich es nit kenne.

  • Nagerfreund :


    Diese Art von Aufgeschlossenheit funktioniert aber nur, wenn Du von der Materie keine Ahnung hast. :) Wenn Du aber weisst, dass es nicht so funktioniert, wie es in dem Buch steht, sondern anders, dann weisst Du, dass darin Bloedsinn verbreitet wird. :)

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Nee, Nagerfreund. Aufgeschlossen wäre "Aha, der sagt das, klingt interessant, schaun wir mal, ob die Wissenschaft dazu auch was zu sagen hat".
    So funktioniert das. Denn ohne beide Seiten zu kennen kann man überhaupt nicht wissen, was logisch ist und was nicht.


    @Mr. X:
    Klar wären Irrtümer bei der Datierung möglich. Deswegen stützt sich die Wissenschaft bei solchen Datierungen auch nicht auf nur ein Indiz. Es werden wissenschaftliche und paleografische Methoden verwendet - z.B. sind haben Töpferwaren eine Art Leitfossil-Charakter, da sich der geschmack der Menschen im Lauf der Zeit ändert. Ist der Zeitkontext bekannt (durch ne ungestörte Stratigrafie (Schichtabfolge) z.B., kann man woanders gefundene Töpferwaren danach zeitlich einordnen. Gleiches gilt für grafische Darstellungsarten.
    Zudem hat man gerade bei Töpferwaren die Möglichkeit der Absolutdatierung durch Thermolumineszens. Dabei zeigt nach Anregung das Lichtspektrum des Tons an, vor wie langer Zeit er gebrannt (bzw. zuletzt stark erhitzt) wurde. So kann man entweder das Herstellungsjahr feststellen, oder, in antiken abgebrannten Städten z.B., wann die Stadt abgefackelt wurde.


    Es gibt noch n Stapel andere Datierungsmethoden die eingesetzt wurden, und all diese spannen eine Art Netz auf, mit dem man den wahrscheinlichsten Zeitpunkt "fangen" kann.


    Zitat


    Ok,ich will mir ja nicht nachsagen lassen,ich wuerde nur 1 seite betrachten,gib mal den Link zur deienr Seite und ich werd mir mal deine Therorien durchlesen.


    Dann nimm Dir mal 2 Wochen Zeit :D Ist nämlich recht umfangreich... http://www.doernenburg.alien.de


    Nochmal zu Malta: Ich habe nicht von Rädern geredet, sondern von STANGEN die auf dem Boden schleifen. Eine Trage, 2 Stangen vorn, 2 Stangen hinten, dazwischen ne Ladefläche. Nur die Vorderseite wird gehoben, die hinteren Stangen schleifen über den Boden. Sowas haben z.B. die Indianer in Nordamerika auch benutz (kennst Du "Mein Name ist Nobody?" Da wird in den ersten 10 Minuten Terence Hill auf sowas in die Stadt gezogen...)


    FD

  • Nagerfreund
    ich möchte hier nochmal auf deine Theorie mit der Namensähnlichkeit von Göttern zurückkommen:


    Zitat

    Das die Götter von damals Außeriridische waren, kann man von der Namensähnlichkeit her schließen. Mal ein Beispiel. Der ägyptische Gott Seth wird mit dem Totenreich und mit Feuer im Verbindung gebracht. Ebenso der sumerische Gott Semtrasch. Die Germanen kannten ihn auch, als den Feuerriesen Sutur. Ebenso wissen die Araber über ihn Bescheid, und nennen ihn Sheijtaan oder auch Shaitan. Bei den Christen weiß man auch von ihm, als Satanael bzw. Satan. Und sogar die alten Griechen wussten von ihn, und nannten ihn Thyphoon (ausgespr. Süfon).


    Überprüfen wir das ganze doch mal auf seine Stichhaltigkeit.


    Deine Grundaussage lautet, dass das Namen mit der Wurzel S-T bei Göttern, die mit dem Feuer und der Unterwelt in Verbindung stehen, sehr auffällig ist. Na schön, da hätten wir also im einzelne:


    - den ägyptischen Seth
    - der sumerische Semtrasch
    - der germanische Sutur
    - der arabische Sheijtaat/Shaitan
    - der christliche Satanael/Satan
    - der griechische Thyphon/Süphon


    zu Seth wurde schon mehr als genug geschrieben, der fällt raus. bei Typhon kann ich dir nicht ganz folgen. Da ich des altgriechischen nicht mächtig bin, weiß ich nicht, ob th als s ausgesprochen wurde, es würde mich aber doch etwas verwundern. letztlich ist es aber auch egal, denn bei deiner Theorie braucht es ja ein S UND ein T, bei Typhon fehl aber das S und bei Süphon das T. Da du aber beide Buchstaben zusammen brauchst, fällt dieser Name ebenfalls raus.


    kommen wir zu Satan: die Namensform Satanael ist mir ehrlich gesagt unbekannt. Der eigentliche springende Punkt aber ist, dass der arabische Shaitan undder christliche Satan nicht zwei verschiedene Gottheiten sind, wie dein Post suggeriert, sondern EIN UND DIESELBE. die muslimische und die christliche religion haben ihren ursprung nämlich in der selben vorderasiatischen mythologie.


    kurzes zwischenfazit:


    raus:
    - seth
    - typhon


    noch im rennen:
    - satan/shaitan
    - semtrasch
    - sutur


    als nächstes fliegt semtrasch raus. ich weiß nicht genau, wo du den namen her hast, ich finde ihn jedenfalls nirgends, obwohl ich ganz gescheite literatur zum thema da habe (black/grenn: gods, demons and symbols of ancient mesopotamia) semtrasch wird da nirgends erwähnt. selbst google liefert keinen einzigen treffer. vielleicht meinst du ja Schamasch. der ist aber weder ein Unterwelts- noch ein Feuergott, sondern ein Sonnengott, zudem noch ein akkadischer un kein sumerischer, der sumerische heißt Utu. der sumerische Feuergott heißt Gibil (akkadisch Girra), ein weiterer akkadischer Feuergott ist Nusku.


    Sutur ist tatsächlich ein Feuerriese, wenn ich ihn auch nur unter den Namen Surt oder Surtr gefunden habe.


    Von deinen ursprünglich 6 Beispielen sind letztlich nur noch 2 übriggeblieben. nämlich Surt und Schaitan (kommt der ursprünglichen Namensform näher als das heute übliche Satan). Und auch die sind nur mit sehr sehr viel Wohlwollen als ähnlich zu betrachten.


    S-R-T
    Sch-T-N


    da kommt zwar in beiden ein S-Laut und ein T vor, aber warum wurd aus einem N plötzlich ein R? und warum rückt es plötzlich vor das T?


    Leider ein typisches Beispiel aus der Grenzwissenschaft. Es werden krampfhaft Zusammenhänge gesucht, wo gar keine sind und die sich bei näherer Betrachtung ganz schnell in Luft auflösen.

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • @ Einsamer Schütze


    Zitat

    kommen wir zu Satan: die Namensform Satanael ist mir ehrlich gesagt unbekannt.


    Na, Satan war laut christlicher Mythologie vorher ein Engel. Und zwar der Mächtigste. Die Buchstaben "ael" kommen in vielen Engelnamen vor, z.B. Samael, Michael, Raphael. Und auch der Name Daniel leitet sich ab, von Danyael.


    Zitat

    als nächstes fliegt semtrasch raus. ich weiß nicht genau, wo du den namen her hast, ich finde ihn jedenfalls nirgends, obwohl ich ganz gescheite literatur zum thema da habe (black/grenn: gods, demons and symbols of ancient mesopotamia) semtrasch wird da nirgends erwähnt.


    Versuch´s mal mit folgendem Buch: Den Göttern auf der Spur von Stefan Erdmann. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass Semmtrasch in diesem Buch erwähnt wurde.


    Zitat

    Leider ein typisches Beispiel aus der Grenzwissenschaft. Es werden krampfhaft Zusammenhänge gesucht, wo gar keine sind und die sich bei näherer Betrachtung ganz schnell in Luft auflösen.


    Das stimmt nicht. Jedenfalls nicht immer. Und wenn ich daran denke, dass die "seriöse" Wissenschaft so um 1940 "bewiesen" hat, dass das Hubschrauberprinzip unmöglich funktionieren kann . . .


    Gruß Nagerfreund

  • Zitat


    Das stimmt nicht. Jedenfalls nicht immer. Und wenn ich daran denke, dass die "seriöse" Wissenschaft so um 1940 "bewiesen" hat, dass das Hubschrauberprinzip unmöglich funktionieren kann . . .


    mal wieder ne Nagererfindung - oder abgekupfert aus irgendeinem blödsinnigen Verschwörerbuch?


    Der erste erfolgreiche Hubschrauber flog bereits 1922, und seit 1936 flogen die überaus erfolgreichen Focke-Wulf-Hubschrauber...

  • Zitat

    Na, Satan war laut christlicher Mythologie vorher ein Engel. Und zwar der Mächtigste. Die Buchstaben "ael" kommen in vielen Engelnamen vor, z.B. Samael, Michael, Raphael. Und auch der Name Daniel leitet sich ab, von Danyael.


    Ok, hab's nachgeschlagen, die Namensform gibt's tatsächlich, allerdings nur im apokryphen buch henoch und sonst nirgends.


    Zitat

    Versuch´s mal mit folgendem Buch: Den Göttern auf der Spur von Stefan Erdmann. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass Semmtrasch in diesem Buch erwähnt wurde.


    Och nee, schon wieder so ein pseudowissenschaftliches Werk. Ich hab es nicht gelesen und werte es auch nicht. die negativen rezensionen bei amazon haben mir gereicht. allein schon, dass er wie so viele die abydos-hieroglyphen als hubschrauber und u-boote identifiziert, obwohl das seit jahren widerlegt ist, zeugt nicht gerade von seriösität. und warum soll ich diesem buch trauen, wenn der name semtrasch nicht einmal in einem standardwerk über mesopotamische religion vorkommt? woher nimmt erdmann diesen namen?

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -