Luftschutzstollen mit bedrückender Stimmung und Nebelmenschen!

  • Eigentlich habe ich mit Geistern nichts am Hut. Mein Hobby , dass Suchen und Begehen von alten Luftschutzanlagen,
    ist nicht besonders Geisterträchtig. Es gibt in dieser besonderen Welt unter der Erde keine Gelegenheit sich über
    Phänomene Gedanken zu machen. Diese Bauwerke sind teilweise anstrengend und fordern sehr viel mentale Kraft ab.
    in den letzten 30 Jahren habe ich bereits hunderte solcher Bauwerke besucht und einiges erlebt.
    Stollentouren sollte man nach möglichkeit zu zweit oder in einer kleineren Gruppe angehen um bei Gefahr durch
    plötzlichen Steinschlag oder gesundheitlichen Problemen schnellsten Hilfe holen zu können.


    Es gibt aber Situationen die Erfordern ein schnelles Handeln! So kann es sein das durch Bauarbeiten ein
    alter Stollen auftaucht, welcher oft noch am selben tag wieder verschlossen wird.


    Es war ein Sonntag im Oktober 2008 ca 14Uhr als mir ein Bekannter aus Tübingen anrief um mir folgendes mitzuteilen .
    In der Nähe des alten Schlachthofs wird ein Gebäude abgerissen und hinter diesem Gebäude aus dem
    19Jhd befindet sich an einer Steilwand in ca 3m Höhe ein Höhlenartiges Loch.
    Dieses "Loch" so mein eiliges Nachblättern in meinen Listen entpuppte sich als Luschutzstollen aus dem
    Jahr 1944. Laut dieser Liste wurde dieser Stollen für die Arbeiter des Schlachthofs und des angrenzten
    Milchwerks gebaut.


    Jetzt hieß es schnell handeln! Das Zeitfenster war vermutlich eng und daher entschloss ich mich
    zur schnellen Aktion! Lampen einpacken ,Stiefel in das Auto und los geht es!


    Unterwegs telefonierte ich noch mit meinem Bruder, der auf dieser Strecke wohnt, um ihn als
    zweiten Sicherheitsmann mitzunehmen.
    Was auch klappte!

    Wir kamen an diesem " Stollenloch" um ca 19 Uhr an. Es dämmerte bereits und es war auch schon empfindlich
    kühl!
    Ein kurzer Check der Lage brachte bereits das erste Problem, der Eingang des Stollens lag tatsächlich ungewöhnlich hoch!
    Glücklicherweise lag auf der eingerichteten Baustelle eine Aluleiter die tatsächlich bis zum Stolleneingang reichte.


    Bingo! Mein Bruder hatte allerdings keinen Bock diese 4m Leiter zu erklimmen. Zum absichern der Leiter vor
    dem wegrutschen konnte ich ihn aber bewegen.


    Also machte ich mich mit Rucksack und Headlight sowie zusätzlicher Handlampe( Zwingend! Immer 2 Lampen)
    an den Aufstieg!
    Der Stollen aus dem Jahr 44 hatte die typische Qualität aus jener Zeit. Kiesbeton mit wenig Armierung,
    keine Drainage also Kiesschüttung und den Standartquerschnitt von 2mx2m.
    Nach ca 10m kam dann der sogenannte Querschlag oder auch Galerie welche in eine weiter "Kreuzung"
    mündet. Mein Lampen haben eine gute Reichweite und ausreichend Helligkeit um zu fotografieren.
    Die ersten Minuten welche ich im Stollen zubrachte haben mir ein seltsames Bauchgefühl beschert, was ich so noch nie empfunden habe. Angstgefühle sind in einem Stollen kein guter Ratgeber ! Respekt und Vorsicht sind da eher gefragt.
    Was dieses Bauwerk aber so unangenehm machte, war die Tatsache das die Luft mit jedem Meter schlechter wurde und die Lampen in ca 15m Entfernung einen "Nebel "zeigten.
    Dunst oder Nebel kommen in einer größeren Anlage immer wieder mal vor da die Temperatur oftmals bei nur
    8-10 Grad liegt.
    Ich packte jetzt mein Kamerastativ aus um ein paar Langzeitbelichtungen vorzubereiten.
    Dazu legte ich meine Kamera kurze auf den Boden und die Lampe daneben um die Hände frei zubekommen.
    Mit der Headlight leuchtet ich anschließend in Richtung Stollenkreuzung in 15m Entfernung wollte mich nach
    der Kamera bücken um diese auf das Stativ zu montieren. Beim hochheben noch ein kurzer Blick in den Stollen
    und dann bekam ich einen regelrechten "Stromschlag" ! Im Stollen ohne Zugluft bewegte sich der Nebel
    mit Menschenähnlichen Schatten in Richtung Stolleninnern von rechts nach links! Dieser Anblick und das plötzlich Aufkommende unangenehme Gefühl das ich im Stollen nicht alleine bin, hat mich zur sofortigen Flucht aus
    dem Stollen genötigt! Noch nie hat mich ein Ereignis so "Geschüttelt" wie diese Erscheinung!
    Mein Bruder immer noch an der Leiter stehend beschrieb mich später als ziemlich panisch und etwas blaß.
    Auf der Rückfahrt erzähle ich meinem Bruder die Geschichte und er war ebenfalls recht schockiert.
    Im sei während der Wartezeit unterhalb des Stolleneingangs nur eine große Menge Fliegen aufgefallen
    die offenbar um den Eingang herumschwirrten aber nicht in den Stollen folgen.

    Bis heute habe ich diesen "Nebelmenschen" der durch den Stollen schwebte nicht vergessen.


    Das Bauwerk wurde noch in der darauf folgenden Woche zugemauert!

    Sollte eine Öffnung aus Kontrollgründen in den nächsten Jahren stattfinden gehe ich da nicht mehr rein.




  • Eigentlich habe ich mit Geistern nichts am Hut. Warum fangen diese Geschichten meist genau so an? Eigentlich bin ich nicht…“ Mein Hobby , dass Suchen und Begehen von alten Luftschutzanlagen, ist nicht besonders Geisterträchtig. Es gibt in dieser besonderen Welt unter der Erde keine Gelegenheit sich über Phänomene Gedanken zu machen. Ist doch verständlich oder? Ich würde auch keinen Gedanken an andere Dinge verschwenden, immerhin sind Luftschutzbunker Orte an denen sich einst Menschen versammelten, die angegriffen wurden und nicht sterben wollten. Diese Bauwerke sind teilweise anstrengend und fordern sehr viel mentale Kraft ab.

    [i]Es war ein Sonntag im Oktober 2008 ca 14Uhr als mir ein Bekannter aus Tübingen anrief um mir folgendes mitzuteilen .In der Nähe des alten Schlachthofs wird ein Gebäude
    abgerissen und hinter diesem Gebäude aus dem 19Jhd befindet sich an einer Steilwand in ca 3m Höhe ein Höhlenartiges Loch. Dieses "Loch" so mein eiliges Nachblättern in meinen Listen entpuppte sich als Luschutzstollen aus dem Jahr 1944. Laut dieser Liste wurde dieser Stollen für die Arbeiter des Schlachthofs und des angrenzten Milchwerks gebaut.

    Wir kamen an diesem " Stollenloch" um ca 19 Uhr an. Es dämmerte bereits und es war auch schon empfindlich kühl! Beides jetzt nicht so ungewöhnlich für Oktober und die Uhrzeit^^. Versuchst du etwa Spannung aufzubauen? Ein kurzer Check der Lage brachte bereits das erste Problem, der Eingang des Stollens lag tatsächlich ungewöhnlich hoch! Wirklich? In 3m Höhe? You don’t say…

    Also machte ich mich mit Rucksack und Headlight Sorry, ich hasse unnötige Anglizismen. Die Dinger heißen Kopflampe… sowie zusätzlicher Handlampe( Zwingend! Immer 2 Lampen) an den Aufstieg! Der Stollen aus dem Jahr 44 hatte die typische Qualität aus jener Zeit. Kiesbeton mit wenig Armierung, keine Drainage also Kiesschüttung und den Standartquerschnitt von 2mx2m.

    Die ersten Minuten welche ich im Stollen zubrachte haben mir ein seltsames Bauchgefühl beschert, was ich so noch nie empfunden habe. Angstgefühle sind in einem Stollen kein guter Ratgeber ! Respekt und Vorsicht sind da eher gefragt. Aber dafür ist Angst doch da. Sie macht vorsichtig. Nur weil man Angst hat ist man doch nicht gleich vollkommen kopflos und zu keiner Handlung mehr fähig.Was dieses Bauwerk aber so unangenehm machte, war die Tatsache das die Luft mit jedem Meter schlechter wurde und die Lampen in ca 15m Entfernung einen "Nebel "zeigten. Dunst oder Nebel kommen in einer größeren Anlage immer wieder mal vor da die Temperatur oftmals bei nur 8-10 Grad liegt. Wenn Dunst und Nebel doch gar nicht so unüblich sind, wieso packst du es dann in eine Verknüpfung zur Beschreibung deines Unwohlseins? Ich bin zwar kein Profi, aber ist die Luft in solchen Stollen nicht häufig als schlecht zu bezeichnen, vor allem wenn passive Be- und Entlüftungsschächte mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls zugeschüttet sind?
    ...
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    Dazu legte ich meine Kamera kurze auf den Boden und die Lampe daneben um die Hände frei zubekommen.Mit der Kopflampe leuchtet ich anschließend in Richtung Stollenkreuzung in 15m Entfernung wollte mich nach der Kamera bücken um diese auf das Stativ zu montieren. Beim hochheben noch ein kurzer Blick in den Stollen und dann bekam ich einen regelrechten "Stromschlag" ! Im Stollen ohne Zugluft Aha, keine Zugluft. Daher also die schlechte Luft. bewegte sich der Nebel mit
    Menschenähnlichen Schatten in Richtung Stolleninnern von rechts nach links! Wie bewegte er sich? Wie menschenähnlich war er? War er allein? Hat er dich beobachtet? Dieser Anblick und das plötzlich Aufkommende unangenehme Gefühl Wenn du doch sowas gesehen hast, wieso ist es dann nur ein Gefühl und keine Gewissheit? das ich im Stollen nicht alleine bin, hat mich zur sofortigen Flucht aus dem Stollen genötigt! Noch nie hat mich ein Ereignis so "Geschüttelt" wie diese Erscheinung!Mein Bruder immer noch an der Leiter stehend beschrieb mich später als ziemlich panisch und etwas blaß. Na, das ist ja seltsam. Du hattest voll die Panik und bist aus dem Stollen raus, weil dich was geängstigt hat und dein Bruder bekommt das mit? Wahnsinn… er macht sich Sorgen um dich!
    Im sei während der Wartezeit unterhalb des Stolleneingangs nur eine große Menge Fliegen aufgefallen die offenbar um den Eingang herumschwirrten aber nicht in den Stollen folgen. Warum sollten sie das auch tun? Darin befand sich mit Sicherheit nichts was sie geruchlich sonderlich angesprochen hat.

    ...

    Sorry aber deine Story enthält so manche Lücke, die der Geschichte nicht sehr zuträglich sind. Das ist aber nur anfängliche Skepsis die du ggf. noch zerstreuen kannst. Ich find’s immer schwer solche Geschichten pauschal zu glauben, da sie mit allen möglichen Empfindungen eingefärbt sind, was absolut verständlich ist. Entsprechend wenig objektiv ist deine Schilderung. Es klingt auch stellenweise nach einer Art Anleitung zur Begehung solcher Stollen und Anlagen, ein wenig ausgeschmückt um die Sache interessanter zu machen.


    Und zur Textformatierung noch was. Schriftgröße 100 und Fett sind schwer zu lesen und unnötig ;)

  • Man zeihe mir meine Anmerkung, aber Fliegen in großer Anzahl umschwirren das Stollenloch? Woher kamen die denn auf einmal? Und im Oktober? Bei unter 10°? Eher sehr unwahrscheinlich.


    2. Anmerkung, aus der Logik heraus:
    Luftschutzstollen in 3 Meter Höhe? Wozu? Also wieso so hoch? Wie sollen denn die Arbeiter da reingekommen sein? An der Steilwand hochgeklettert? Und wie konnte dein Bruder am Eingang warten, wenn das Loch doch in einer Steilwand lag?
    Wieso wurde er erst entdeckt, als das Gebäude, das ja wesentlich älter als der Stollen gewesen sein soll, abgerissen wurde? Zeitliche Diskontinuität ;)

    Zitat

    Der Stollen aus dem Jahr 44 hatte die typische Qualität aus jener Zeit. Kiesbeton mit wenig Armierung, keine Drainage also Kiesschüttung und den Standartquerschnitt von 2mx2m.


    2x2 Meter? Standard? (Standard schreibt sich mit D, nicht mit t ;) ) Wo soll denn dieser Standard definiert sein? In der Regel passten sich die Querschnitte den vorhandenen Gegebenheiten an. Kiesschüttung in einem Stollen? Für was? Damit man bequemer läuft? Mein lieber Thüringer, hier schreibt jemand aus dem Ruhrgebiet, der sich mit Stollen und Streben, notwendigen Entwässerungen und sonstigem auskennt, und der sagt, du schreibst Dinge die nicht schlüssig sind.


    Außerdem informier dich bitte über die Entstehung von Nebeln. Und dem dazu notwendigen Temperaturunterschied :roll:


    Zusammen mit Manetuwaks Ausführungen kommen mir mehr als arge Zweifel an dieser "Geschichte"...

  • Hey ho! Also ich finde die Geschichte ganz nett. Ob sie nun der Wahrheit entspricht, kann ich nicht beurteilen. Hast du denn Fotos von solchen Stollen? Die würden mich mal interessieren.
    Ich finde dieses unfreundliche Auseinanderpflücken irgendwie daneben. Das hat nichts mehr mit Skepsis zu tun, sondern ist schlichtweg unfreundlich. Kein Wunder dass wenig solcher Storys gepostet werden.
    Angst ist in der Tat kein sinnvoller Begleiter, denn Angst lähmt und man kann nicht mehr rational handeln. Da hat der Threatersteller schon recht.
    [font='Times New Roman, Times, Georgia, serif'][size=12]Das mit den Fliegen finde ich auch sehr ungewöhnlich, aber deshalb wurde es ja auch erwähnt, weil es ungewöhnlich ist

  • Ich finde an der Story nichts ungewöhnlich.


    Wenn das Gebäude aus dem 19.JH stammt, dann wird man zu dieser Zeit sicherlich noch keinen Luftschutzbunker benötigt haben. Wenn der Stollen aus den 40ern stammt, dann wird man sicherlich auch nach einem passenden Platz gesucht haben. Wir wissen nicht, wie das Gebäude vor dem Abriss aussah. Möglicherweise war es Unterkellert und der Keller wurde mit abgerissen und das Erdwerk abgetragen, sodass eine Höhe von 3 Metern zum Loch durchaus sein kann.


    Bei den Fliegen könnte es sich um eine Art der Köcherfliegen gehandelt haben. Manche Arten sind "höhlenliebend" (troglophil). Die wurden möglicherweise durch die Lampen nach draußen getrieben. Bei sowas wäre eine "Fliegenprobe" hilfreich.


    Und das Unwohlsein ist normal, wenn man allein Unterwegs ist. Der TE sagte ja, dass man immer zu zweit gehen sollte. Da kann man Geräusche überhören (weil man die ganze Zeit quatscht) oder auf den anderen schieben. Aber wenn man Fliegen aufscheucht und es noch andere Höhlentiere (Troglobionte) gibt, dann wird einem durch das Getrappel und Geschwirre sicherlich mulmig.