Ratten im Mittelalter - waren sie größer als Heute?

  • Guten Tag,


    wisst ihr zufällig, ob die Ratten im Mittelalter größer waren als Heute, und wenn ja, wie groß in etwa? Würde mich einmal interresieren, da die Lebensbedingungen im Mittelalter ja im Übermaß gegeben waren - man wusch sich nie, und wenn doch, nur selten, man schmiss den Kot der Hunde und Menschen zum Fenster raus, und so weiter....


    Würde mich sehr über eine Antwort freuen! :)

  • Nein, waren sie wohl nicht. Die größten Ratten die bei uns heimisch sind, die Wanderratten, gab es im Mittelalter zum Beispiel noch gar nicht in Europa. Und viel besser als heute wird es denen damals auch nicht gegangen sein. Immerhin leben sie ja nicht von Exkrementen, sondern von Nahrungsabfällen. Und die werden heute wahrscheinlich noch stärker als damals ja auch einfach so auf die Straße gekippt.

  • Zitat

    Immerhin leben sie ja nicht von Exkrementen, sondern von Nahrungsabfällen. Und die werden heute wahrscheinlich noch stärker als damals ja auch einfach so auf die Straße gekippt.


    Nahrungsabfaelle werden heute auf die Strasse gekippt? In Indien vielleicht, aber sonst? :)
    Abgesehen davon ist die Groesse eines Tiers aber auch nicht einzig und allein vom Nahrungsangebot abhaengig, sondern erstmal von der Genetik. Irgendwo ist Schluss, egal wieviel das Tier frisst. Sonst waeren Tiere im Zoo alle groesser als in freier Wildbahn, was nicht der Fall ist.


    Im Mittelalter waren die Ratten nicht groesser als heute, schonmal deshalb, weil sie wahrscheinlich in vielen Faellen nicht so alt werden konnten wie heute (wenn sie nicht gerade Kammerjaegeraktionen zum Opfer fallen), es gab naemlich keine Kanalisation in die sie sich verkriechen konnten, und sie hatten deutlich mehr Fressfeinde als heute.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • [quote]Nahrungsabfaelle werden heute auf die Strasse gekippt? In Indien vielleicht, aber sonst?


    Naja, geh mal mit offenen Augen durch die Stadt. Da wirft jemand ne halb aufgegessene Bockwurst einfach auf die Straße, dort jemand das was von nem Döner übrig ist. UNd die Mülltonnen quellen sowieso über vor Nahrungsabfällen.

  • Zitat

    Naja, geh mal mit offenen Augen durch die Stadt. Da wirft jemand ne halb aufgegessene Bockwurst einfach auf die Straße, dort jemand das was von nem Döner übrig ist. UNd die Mülltonnen quellen sowieso über vor Nahrungsabfällen.


    Und Du meinst, das ist schlimmer als das, was im Mittelalter abging? :) Du scheinst eine recht romantische Vorstellung vom Mittelalter zu haben! :)

    Tina

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  • Nein das ist schon richtig. Im Mittelalter gab es weniger Nahrungsmittelabfälle, allerdings war das Leben an sich dreckiger. Im Mittelalter wurden Lebensmittel auch gegessen die bereits angeschimmelt waren etc. Es gibt natürlich auch Ausnahmen wie bei reichen Menschen, aber ca 95% hatten eher mit einer Lebensmittelknappheit zu kämpfen als mit einem Überschuss.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Klar wird heute mehr weggeworfen, aber die Ratten kommen auch nicht mehr so einfach dran wie frueher. Was auf den Boden faellt, wird in der Regel recht flink von Kraehen entsorgt, weit bevor Ratten dran koennen.

    Tina

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  • Und noch flinker von Tauben, würde ich meinen. Von denen tummeln sich in der Stadt deutlich mehr als Krähen. Bei uns wird das Taubenfütterungsverbot auch gerne mit "Wer Tauben füttert, füttert Ratten" argumentiert. Spatzen tragen natürlich auch noch ihren Teil zur Resteverwertung bei, aber leider gibt es inzwischen von diesen putzigen Gesellen viel weniger als früher.

    "Sucht mich am Himmel dort, wo die Nacht den Tag besiegt.
    Wie jemand neulich sagte, leben heißt zu lernen wie man fliegt.
    Und wenn ich auch allein flieg, wähl ich doch selbst mein Ziel!"