Kaltes erwachen

  • Hallo,


    seit Jahren bin ich ein stiller Leser und möchte nun auch mal eine Story loswerden. Ich hoffe das ist die richtige Kategorie, weil für mich hört es sich wie eine krasse Urban Legende an nur das sie eben keine Legende ist die einem Freund von einem Freund seinem Bekannten passiert ist sondern direkt meinem Bekannten der die Sache ohne psyhische Schäden überstanden hat. Ich habe ihn
    vorher natürlich gefragt ob ich die Story posten darf.




    Story:
    Mein bekannter ging an einem Samstag Abend in eine Disko um Spaß zu haben. Nach seinen Diskobesuchen kommt es nicht selten vor, dass er sich eine Begleiterin mit nach Hause nimmt. Dieses mal war es eine schlanke Blondine mit dunkelgrünen Augen und schulterlangen Haaren. Beide verliessen leicht angeheitert und voller Glücksgefühle die Disko um noch schnell einen kleinen Imbis beim Mces um die Ecke zu nehmen und anschliessend mit dem Taxi zu ihr zu fahren.



    Kaum bei ihr angekommen, gings auch gleich zur Sache ;) Die Einzelheiten sind mir unbekannt. Durch den leichten Rausch und einer "anstrengenden" Nacht wurden beide recht müde und so schlief einer nach dem anderen ein. Als mein Bekannter die Augen wieder öffnete war es bereits wieder hell. Er lag auf dem Rücken und seine Begleiterin mit dem Kopf auf seiner Schulter und ein Arm über seine Brust gekuschelt. Doch irgendwas stimmte nicht. Aufgrund der üblen Kopfschmerzen vom Alk am vorabend kam er nicht sofort drauf und blieb noch einige Zeit so angekuschelt liegen, denn er wollte sie nicht aufwecken. Nach eingier Zeit schoss ihm aufeinmal ruckartig in den Kopf was an diesem Szenario eigentlich nicht stimmt. Die Körpertemperatur des Mädchens war nicht warm sondern EISKALT!



    Nachdem die Polizei und Mediziner eintrafen und ihre Arbeit verichteten, hat sich herausgestelt, dass das Mädchen bereits seit Stunden tot war. Sie starb an einem Blutgerinzel im Kopf. d.h. eine kleine Ader im Kopf ist während sie schlief aufgeplatzt. Das kann uns allen zu jeder Zeit passieren, erklärten die Mediziner meinem Bekannten. Sie schätzten den Todeszeitpunkt cirka um 05:00 Uhr morgens. Er wurde um 12:00 uhr wach. 7 Stunden war eine leiche an ihm angekuschelt. :shock:







    -Die Rechtschreibfehler sind natürlich Absicht-

  • Wieso sollte sich das wie eine Urbane Legende anhoeren? Menschen sterben halt nunmal. Warum nicht auch in so einer Situation?

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Besonders gruselig. Und sicher schon mehrmals so oder so ähnlich passiert. Es ist auch sehr gut möglich, dass das "wilde Treiben" mit dem Gerinsel zu tun hatte. Vielleicht hatte sie ja Bluthochdruck, was eine Blutung begünstigen könnte, vor allem im Zusammenhang mit Alkohol. Es ist ja auch nicht auszuschliessen, dass noch andere Drogen im Spiel waren bei ihr. Könnte ja auch sein, dass sie die schon vorher genommen hatte. Ausserdem gibt es auch des öfteren Fälle von plötzlichem Herztod.


    Ehrlich gesagt ist das auch privat eine meiner grössten Ängste - ich stups auch immer meinen Freund an, wenn ich ihn nicht atmen höre. :?:shock:

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
    - Albert Einstein

  • Persoenlich finde ich ja, dass dieser grosse Ekel und diese Panik vor Leichen total traurig ist. Was ist daran so schlimm, jetzt mal ehrlich?

    Tina

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  • Persoenlich finde ich ja, dass dieser grosse Ekel und diese Panik vor Leichen total traurig ist. Was ist daran so schlimm, jetzt mal ehrlich?

    Weil die wenigsten darauf stehen, wenn ein Kumpel plötzlich seinen Zustand der Lebendigkeit einstellt und dazu übergeht, unangekündigt eine Leiche zu sein.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Zitat

    Weil die wenigsten darauf stehen, wenn ein Kumpel plötzlich seinen Zustand der Lebendigkeit einstellt und dazu übergeht, unangekündigt eine Leiche zu sein.


    In dem konkreten Beispiel hier ging's ja um ne praktisch Unbekannte. Ich meine, klar, ist erstmal ein Schock, aber so dass man meint es waere ne urbane Legende? Find ich uebertrieben.

    Tina

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  • Ich finde für ne Urban Legend reicht es nicht aus das man sich mal vor irgendwas erschrocken oder gefürchtet hat, sondern es muss schon etwas mysthisches oder zumindest etwas mysteriöses haben. Es reicht nicht nur irgendwelche Erlebnisse zu schildern die "irgendwie voll creepy" waren/sind

  • Ich finde für ne Urban Legend reicht es nicht aus das man sich mal vor irgendwas erschrocken oder gefürchtet hat, sondern es muss schon etwas mysthisches oder zumindest etwas mysteriöses haben. Es reicht nicht nur irgendwelche Erlebnisse zu schildern die "irgendwie voll creepy" waren/sind

    Ich gebe Dir recht, dass es für ne "richtige" UL nicht wirklich ausreicht. Aber wieso etwas "mystisches" oder "mysteriöses"? Bei der UL "Rückwärts im Kreisverkehr" gab es auch nichts mysteriöses.

  • Aber eine UL sollte dem L auch ein wenig gerecht werden, finde ich.

    Ja, aber das "L" sagt ja auch, dass es jemand eines Bekannten von einem Bekannten gehört hat. Also könnte das Abfackeln der Mülltonnen vor meinem Wohnhaus auch zu einer UL kommen, weil es jemand von Bekannten zu Bekannten weiterverbreitet hat.
    Meine Definition zu einer UL ist: eine plausible Geschichte, die wie Pusteblumen weiter getragen werden. "Der Bruder meines Cousins ... " usw

  • Eine UL ist es so lange, wie eine Geschichte nicht bewiesen ist und immer weiter getragen wird. Wenn aber ein Polizeibericht oder ähnliches vorhanden ist, dann ist es keine UL sondern einfach nur ein Vorfall (manchmal auch ein sehr übler) nicht mehr und nicht weniger.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Eine wahre Geschichte kann nach diversen Weitererzählungen problemlos zur Urban Legend werden. Passiert ja auch häufiger mal, dass man auf der Suche nach der Entstehungsgeschichte einer Urban Legend auf reale Begebenheiten stößt. Nur gehts hier ja nicht um die Grundsatzdebatte über die Definition einer Urban Legend. Auch hier wird es bereits so sein, dass die mündliche Überlieferung evtl. nicht alle Details der Geschichte korrekt abdeckt oder einiges dramatisiert. Man könnte auch noch ausschmücken; das nächste mal, wenn man die Story weitererzählt, könnte man einen geheimnisvollen Texaner einbauen, der dem Typen sagt "Don't drink and drive" - dann fährt er selbst zu seiner Freundin, und wird für seine Dummheit mit ihrem Tod bestraft.

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  • e7d462 hat aber geschrieben dass es einem Bekannten von ihm passiert ist, und das hört sich für mich nicht nach einer " der Freund eines Freundes" Geschichte an. Außerdem halte ich es auch nicht für unglaubwürdig dass ein Mensch über Nacht stirbt, also es hört sich für mich nicht wirklich "ausgeschmückt" an

  • Gerade sowas kann ein Mensch nicht erzählen, ohne es auszuschmücken; besonders nicht wenn er beteiligt war. Ist doch besonders bei der Polizei ein bekanntes Phänomen, das man in seine Arbeit einbeziehen muss - wenn zehn Leute nen Autounfall persönlich beobachten, wirst du danach zehn leicht variierende Geschichten über den Unfall hören; selbst bei Punkten, die eigentlich eindeutig sein sollten.
    Punkt ist ja, dass der OP bereits im Startpost ausgeführt hat, warum er das hier gepostet hat, obwohl er weiß, dass es nicht der idealste Bereich ist.
    Wenn irgendwer den Thread hier liest und die Story weiterträgt, dann wird sie zur Urban Legend, und das Paraportal wird sich auffinden lassen, wenn man nach den Ursprüngen von "Der geheimnisvolle Texaner und die Leiche meiner Freundin" sucht. Ich finde die Dynamiken faszinierend.

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  • Diese Angst vor den Toten heute finde ich so etwas von komisch.
    Früher, so Anfang des 19 Jahrhunderts, war ein Toter immer noch zuhause bis er begraben wurde.
    Einer war immer beim Toten und hielt Totenwache.


    Zitat

    Die Totenwache im deutschen Sprachraum ist meist religiös motiviert und weist regional große Unterschiede auf. Bis Ende des 19. Jahrhunderts – in ländlichen Gegenden zum Teil auch noch länger – war es üblich, die Verstorbenen in den eigenen vier Wänden in feierlicher Form auf dem Totenbett oder im offenen Sarg aufzubahren. Den Verwandten, Bekannten und Freunden wurde so Gelegenheit gegeben, sich persönlich vom Verstorbenen zu verabschieden und gemeinsam mit den Angehörigen für sein Seelenheil zu beten.



    Was ist so schlimm daran neben einem Toten zu schlafen? Nichts.
    Ich finde es schade, wie sich unser denken über tote Menschen ins negative gewandelt hat. Heute fliehen viele voller Panik, wenn sie einen Toten sehen.
    Dass war früher noch anders, da war es normal, neben dem Toten zu liegen, und zu essen, und was man nun mal alles so den ganzen Tag macht.


    Ich denke der Grund liegt daran, wie man den Tot heute den Kindern erklärt. Man sieht nie einen Toten, jemand sterben auch nicht.
    Videos in denen jemand stirbt, sind verboten. Nun da muss man kein Prophet sein um zu wissen, dass die Menschen komplexe bekommen
    und Traumas, wenn sie neben einem Toten schlafen müssen.


    Wie ich schon beim Thema Pädophilie gesagt habe, der Grund warum Menschen bei einem gewissen Ereignis ein Trauma bekommen liegt meiner Meinung nach nicht an der Sache selber, sondern daran, wie die Gesellschaft die Sache, bei diesem Thema den Tod, an den Menschen heranbringt.
    Sieht man nie eine Leiche, nie jemand sterben, und hört immer nur negatives über den Tod, ist logisch bekommt man ein Trauma wenn man neben einer Leiche schlafen muss. Dass es aber auch anders geht, sieht man wenn man in die Vergangenheit blickt, und sieht wie die Menschen früher mit dem Tod umgegangen sind.


    Daher ist das schlafen neben einem Toten eigentlich nichts schlimmes, es ist für uns schlimm, auf Grund der Wahrnehmung die wir vom Tod haben.

  • Aber es ist ja schon ein Unterschied, ob du neben einer Person bei der du weißt das sie tot ist, Totenwache hälst, oder man morgens neben einer Toten aufwacht, mit der man ein paar Stunden zuvor noch Sex hatte. Ich fände den Gedanken auch nicht so prickelnd. Aber Recht hast du, dass das Thema tot, so wie viele andere wichtige Themen vor Kindern versteckt oder negativ dargestellt werden. Wir ziehen uns immer mehr kleine Weicheier groß, dass kann auf Dauer nicht gut gehen.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Es wundert mich ehrlich gesagt vor allem dass Jugendliche noch Angst vor Toten haben. Ich meine, in CoD, BF oder diversen FSK 18 Filmen( die sie natürlich ansehen) werden so viele Tote gezeigt dass sie irgendwie abgehärtet sein müssten. Natürlich ist es etwas anderes ob du in einem Spiel oder Film jemand Totes siehst oder im real life aber ich persönlich habe keine große Angst vor Toten, solange sie jetzt nicht fürchterlich entstellt sind.