Krebs - Einige, meist unverstandene, Fakten

  • Hallo zusammen


    Ich möchte hier im Wesentlichen nicht Krebs von Grund auf erklären, sondern nur einige Umstände beleuchten, welche vor allem bei komplexeren Krebsarten gerne missverstanden werden. Ich habe gewisse Dinge selbst jahrelang falsch interpretiert.
    Krebs wird gerne wie eine reguläre Krankheit angesehen. Eine reguläre Krankheit hat meist einen definierten Beginn und ein definiertes Ende (Tod oder Genesung).
    Beim Krebs ist das nicht ganz genau so mit dem "Ende"...
    Anstoss dieser Überlegung war übrigens Randall Munroe , welcher auf der Seite xkcd abstrusen, hypothetischen Fragen nachgeht und interessante Webcomics veröffentlicht. Seine damalige Geliebte, mittlerweile Frau, bekam, so glaube ich, 2010 Brustkrebs. Deshalb befasste er sich auch in seinen Comics damit.
    Eines der Interessantesten ist eben jenes hier , in welchem er darauf eingeht, was er auch lange Zeit missverstand.
    Kurz erklärt: Er war auch lange Zeit der Ansicht, dass nach einer Krebsdiagnose, eine Behandlung eingeleitet wird, welche eine bestimmte Chance hat, einem zu heilen. Treten nach einer gewissen Zeit keine Metastasen mehr auf, hat man es geschafft. Die Diagnose, welche aber ein Arzt stellt, ist z.B., dass man eine 60% Chance hat, die nächsten 10 Jahre zu überleben. Hat man diese 10 Jahre hinter sich gebracht, ist es aber nicht einfach so, dass man "geheilt" ist. Nein, man fällt einfach in die nächste Statistik! Der Zustand der Genesung ist quasi undefinierbar...
    Ebenfalls haben Menschen die Angewohnheit, ihre Wahrscheinlichkeiten falsch zu verstehen... Nimmt man oben genanntes Beispiel mit den 10 Jahren und überlebt die ersten 5 Jahre erfolgreich, bringt einem dies auf der Statistik überhaupt nichts... Die Chancen stehen immer noch 60:40! Das ist ein Paradoxon aus der Wahrscheinlichkeit, welches als das Ziegenproblem, oder das Monty-Hall-Dilemma bekannt wurde.


    In dem Sinne "Fuck Cancer"


    mfg Vivajohn