Schlafparalyse

  • moin KaliA,


    Gut, wenn es nur ein einziges mal war. jedoch ist es wahrscheinlich ein Zeichen das es dann doch noch etwas gibt,was wohl von der schweren Zeit übrig blieb. Nun kommt es natürlich noch darauf an, wielange diese Erlebnisse im Traum zurückliegen.
    Es reicht schon manchmal sich selber kritisch zu hinterfragen, und auch zu sich selbst ehrlich zu sein.
    Was es nun in deinem Falle ist, oder wo der Knackpunkt liegt, wirst nur du selber herausfinden können.
    Aber anhand von dem was, und wie du es hier schreibst, denke ich bekommste das schon hin... ;)


    ich wünsch dir Glück dabei.. :thumbsup:


    lg

  • Leni  
    ja ne Traumschleife is milde ausgedrückt echt verblüffend!
    Also erstmal beruhigend dass du diesen Sog und diese Dunkelheit auch kennst. Zum Sog möcht ich noch sagen, der war physisch ja auch nicht vorhanden, es war eben nur dieses Gefühl. Und die Erklärung mit der Angst finde ich auch ziemlich einleuchtend. Vor allem Angst eines meiner größten Probleme ist...


    Angst ist auch eine meiner größten Probleme, bin ein kleiner Schisser und wage mich nur selten in etwas neues... Verständlich also das du in einer solchen Situation angst hattest :)


    Neue Situationen lösen halt erstmal ein unwohlsein aus, das ist genauso wie wenn du dich irgendwo für nen neuen Job vorstellst, ich bin da jedes mal sooo nervös, das ich am liebsten weglaufen würde, geht aber nicht.. I





    Aber jetz hab ich doch noch eine andere Frage... vielleicht nicht in diesen Thread passend aber du hast geschrieben "luzider Traum / AKE"
    Sind diese beiden Dinge für dich das selbe?


    Neee, is nicht das selbe, aber ich kann das teilweise nur schwer unterscheiden. Ich träume oft das ich aufstehe, aufs klo gehe, mir die zähne putze usw, und ich könnte in dem moment schwören das ich meine handlungen selbst bestimmen kann, ist das nun ein luzider Traum oder ne AKE ?





    Ich glaube im Nachhinein ja eigentlich nicht, dass ich wirklich verschwunden wäre...


    ja wärste wahrscheinlich nicht, hätte aber ne gehörige portion mut dazu gehört das herauszufinden :)




    Ich kenne viele leute die mindestens 1 mal in ihrem leben eine Schlafstarre hatten, die meisten hatte tierische Angst davor und dachten das es jetz vorbei ist.. ein anderer teil dachte das er nicht mehr atmen kann.. alle davon leben noch :-)

  • Hallo erstmal,


    ich habe mich hier schon nahezu durchgelesen, kann aber keinen User finden , der das selbe Problem hat wie ich, bei mir ist es wie folgt:


    Zunächst: Ich gehe Abends in der Woche in der Regel zwischen 1:00 - 1:30 schlafen und stehe morgens um 06:30 auf.


    Donnerstags, wenn ich Schule habe, bin ich um 15:00 Uhr zu hause und lege mich meist um 16:00 hin, um ein wenig zu schlafen. Dabei lasse ich leise die Musik aufm PC an, wirklich sehr leise, sodass ich sie grad mal höre. Immer wenn ich ein "MIttagsschläfchen " halte, habe ich kurz vor dem Einschlafen ein piepsen im Ohr, was mich immer wieder erwecken lässt. Nach einiger Zeit, ich schätze mal 15 Minuten und ich stets versuche einzuschlafen, wird das piepsen immer stärker. Es ist unbeschreiblich. Bis es dann seinen Höhepunkt erreicht, es ist so laut und es tut so weh, dass ich denke dass mein Trommelfell platzt. Ich " schreie" dann immer vor Schmerz auf, das bekomm ich mit und höre es auch. Ich versuche mich zu bewegen, damit dieser Schmerz aufhört, aber ich kann mich nicht bewegen. Ich kann die Augen öffnen, aber es hört nicht auf. Ich habe das Gefühl dass mein Kopf platzt. Ich schreie um Hilfe, aber es geligt mir nicht dies`zu beenden. Nach einiger Zeit des Leidens kann ich meine Hand bewegen und ich kann den Vorgang unterbrechen. Es ist einfach sehr schwer zu beschreiben, eigentlich unbeschreiblich. Oftmals habe ich Angst mich am Mittag hinzulegen, aber ich kann einfach nicht davon ablassen.


    Hat einer gleiche oder ähnliche Symptome oder weiß was ich meine ?

  • Liebe/r auditt90 ,
    die Bewegungsunfähigkeit die du beschreibst ist eine Schlafstarre,kein grund zur sorge..


    Wenn du auf deiner Couch schläfst,dann schläfst du nicht so tief und fest wie in deinem bett, daher bist du anfälliger für "störgeräusche" . Auch wenn diese Geräusche von dir selbst kommen, du nimmst sie nur wahr da du nicht sotief schläfst wie sonst.
    Das du wirklich dabei schläfst siehst ja daran das du dich nicht bewegen kannst, die Starre ist ja da. Das du in dieser situation deine Augen öffnen kannst klingt komisch, bist du dir sicher das du deine richtigen augen öffnest und nicht einfach durch dein "drittes auge" schaust, oder ganz einfach ausgedrückt dein Wohnzimmer in einen Traum hineinprojezierst ? Alles was du beschreibst kann, muss man aber nicht, als beginnende ausserkörperliche erfahrung deuten.


    Ich habe ähnliche erfahrungen, meistens wenn ich auf meiner couch einschlafe höre ich ein Brummen in meinem kopf das stärker und stärker wird, bis ich fast denke das mein kopf platzt. für mich ist das das zeichen das ich versuchen kann eine ausserkörperliche Erfahrung zu starten. Die augen kann ich dabei auch öffnen, allerdings weiss ich das ich in dem moment nur mit meinem "dritten augen" sehen kann und es keinesfalls meine richtigen augen sind.



    Hast du jemand der bei dir wohnt und dich hören könnte wenn du um hilfe schreist ? oder schreist nur vlt nur in deinem "traum" ?

  • So, hallo erstmal wieder.



    Neee, is nicht das selbe, aber ich kann das teilweise nur schwer unterscheiden. Ich träume oft das ich aufstehe, aufs klo gehe, mir die zähne putze usw, und ich könnte in dem moment schwören das ich meine handlungen selbst bestimmen kann, ist das nun ein luzider Traum oder ne AKE ?

    Also ehrlich gesagt ist diese Unterscheidung auch nicht leicht, allerdings glaube ich, dass man bei einer AKE irgendwie weiß dass es eine ist. Deswegen denke ich auch, dass deine Erfahrung luzides Träumen war. Schließlich geht es ja dabei auch darum, dass man seine Handlungen selbst bestimmen kann, je nachdem wie klar der Traum eben ist. Muss aber auch sagen, hab selbst eher wenig Erfahrungen diesbezüglich gemacht...




    Ich kenne viele leute die mindestens 1 mal in ihrem leben eine Schlafstarre hatten, die meisten hatte tierische Angst davor und dachten das es jetz vorbei ist.. ein anderer teil dachte das er nicht mehr atmen kann.. alle davon leben noch :-)

    Hmm...klingt ja schon einleuchtend...allerdings sterben viele Leute auch im Schlaf....;-)




    Ich versuche mich zu bewegen, damit dieser Schmerz aufhört, aber ich kann mich nicht bewegen. Ich kann die Augen öffnen, aber es hört nicht auf. Ich habe das Gefühl dass mein Kopf platzt. Ich schreie um Hilfe, aber es geligt mir nicht dies`zu beenden. Nach einiger Zeit des Leidens kann ich meine Hand bewegen und ich kann den Vorgang unterbrechen.


    Hallo auditt90,
    also ich kann dir zwar nichts zu diesem schmerzenden Geräusch sagen, aber die Aufhebeung dieser umfassenden Unbeweglichkeit durch eine einzige kleine Bewegung (in deinem Fall die Bewegung der Hand, bei mir das Öffnen des Mundes) war bei mir nicht anders. Es war, als müssste man nur ein kleines Loch oder so in die Umhüllung der Starre stechen, und schon ist in der selben Sekunde alles gelöst. (Korrigier mich bitte wenn das bei dir anders ist) Aber daher denke auch ich dass du gar nicht deine physichen Augen öffnest, da sich ja sonst die Starre bereits hier lösen würde... Diese Theorie würde natürlich auch zusammenbrechen wenn du wirklich schreist.....

  • Finde ich gut darüber zu Reden. Habe auch das erste mal von so etwas hier im Forum gelesen. Als ich letztens mit einer guten Freundin darüber sprach war sie glaube ich glücklich sich mir anvertrauen zu können, weil sie z.B. schlafwandelt und Leute sie dafür für verrückt halten könnten.

  • Och dass kann schon ziemliche Ausmaße annehmen!


    Ich zum Beispiel mache allerlei seltsame Sachen wenn ich schlaf! Ich kann mich mit Personen unterhalten ect. ohne davon am Morgen was zu wissen! :shock:


    Und laut meiner Freundin sage ich auch immer die Warheit...Also ausfragen klappt dann anscheinend wunderbar.....


    Davon mal abgesehen dass ich im Schlafzimmer rumlauf und irgendwelche Sachen such bzw. mit Leuten red die garnet da sind und mich im nächsten Moment wieder hinleg und weiter schlaf....


    :sleep: :sleep: :sleep:



    Ansonsten denk ich auch dass du dich damals in einer Schlafparalyse befandest. Alleine dass du schreibst es hat ewig gedauert bis du dich daraus "befreit" hast ist schon ein Indiz dafür....



    MFG do_lacht_er

  • Ja weiß ja nun, dass es ne Schlafpara war *g*
    Heut find ich das recht interessant :D aber um ehrlich zu sein, müssen sich diese Dinge auch nicht wiederholen ^^"...


    haha :D mich konnte man auch mal ne ganze Zeitlang im Schlaf anquaken und ich hab geantwortet xD
    Wusste dann sogar Dinge, die ich im wachen Zustand nicht wusste. Nett, was sich das Unterbewusstsein alles behält *g*

  • Hallo :)


    Ich versuche momentan den Dingen auf den Grund zu gehen. Ich 'leide' seit ungefähr drei bis vier Jahren an Schlafparalyse. Ich wache auf und bin unfähig mich zu bewegen. Wenn ich dann endlich wieder meinen Körper bewegen kann und dann versuche weiter zu schlafen passiert es sofort wieder. Mein Körper und mein Geist sind sich da nicht so ganz einig wer als erster wach sein will bzw schläft. Ich habe mich etwas belesen, das haben anscheind viele Menschen und ist ungefährlich.


    Da ich das aber sehr oft habe und fast immer wenn ich Nachmittags schlafe, habe ich überlegt damit irgendwie was anzufangen. Ich habe schonmal vor einigen Jahren von dem AKE-Phänomen gelesen, mir aber nicht vorstellen können wie ich das lernen soll. Nun habe ich ja vielleicht die Möglichkeit. Leider gerate ich recht schnell in Panik wenn ich so gelähmt bin, da ich auch meine Atmung nicht mehr spüren kann. Ich will dann einfach nur, dass es aufhört. Manchmal vermischt es sich auch mit den Träumen. Ich höre den Fernseher und denke ich kann meinen Arm ein winziges Stück bewegen. Kommt mein Körpergefühl dann aber ruckartig wieder, bin ich mir nicht so sicher, ob ich mich wirklich etwas bewegen konnte - ich denke eher nicht.


    Kennt das hier vielleicht jemand und hat versucht damit zu arbeiten? Vielleicht kann man dieses 'Problem' ja für sich nutzen.


    Liebe Grüße
    Clavicula

  • "Kennt das hier vielleicht jemand und hat versucht damit zu arbeiten? Vielleicht kann man dieses 'Problem' ja für sich nutzen."


    Aber sicher kann man dieses vermeintliche Problem für sich nutzen. Eigentlich sind das ideale Voraussetzungen um direkt eine AKE einzuleiten. Du musst hier unbedingt deine Panik wegtrainieren. Das kann man natürlich nicht zum Zeitpunkt der Schalfparalyse trainieren, sondern dass muss man in seinen Alltag integrieren. Mehrmals am Tag erinnerst du dich daran, dass du bei einer Paralyse ruhig bleiben sollst. Versuch dies als Erinnerungsformel zu verklausulieren und zu einer Art Ritus zu machen. Die Paralyse ist harmlos und es ist nicht nötig dagegen anzukämpfen. Dein Hirnstamm sorgt absolut zuverlässig dafür, dass schon nicht erstickst. Du wirst nämlich viel eher aufwachen, als das du erstickst. Das mehrmalige rituelle Erinnern ermöglicht jedenfalls eine Art Programmierung deines Verhaltens in der entsprechenden Situation.


    Solltest du dich aber gezielt aus der Paralyse befreien wollen, dann hilft beispielsweise bei mir folgende Vorgehensweise. Man hat bei der "ungewollten" Paralyse nur minimal Einfluss darauf seinen Körper zu reaktivieren. Deswegen begnügt man sich einfach mit einer minimalen motorischen Aktion. Es fällt einfacher sich darauf zu konzentrieren, einen seiner Zeigefinger zum Wackeln zu bringen. Fang damit an einen Zeigefinger kontinuierlich zum Wibbeln zu bringen und steigere dich darin. Aus der kleinen Bewegung fällt es dann einfacher die Bewegungen weiter zu verstärken und irgendwann gelingt es dann mehere Finger oder gleich die Hand zum wilden Ausschlagen zu bringen. Das wilde Ausschlagen muss weiter provoziert und verstärkt werden. Es ist so, als würdest du dich selbst wachrütteln. Zumindest klappt das bei mir. Vielleicht ist es ja auch was für dich. Allerdings vorsicht, wenn du nicht allein im Bett liegst. :) Möglicherweise hast aber auch die Möglichkeit einfach deine Augenlieder zu öffnen. Manchmal hilft das auch um schlagartig wieder Kontrolle zu erlangen. Ist aber individuell verschieden.


    Lass dir jedoch gesagt sein, dass deine häufigen Schlafparalysen eigentlich etwas sind, wofür dich einige AKEler beneiden würden. Deswegen würde ich die Verhaltensprogrammierung in deinem Fall bevorzugen. 8-)

  • Hey danke, das ist eine gute Idee. Ich werde versuchen mich tagsüber daran zu erinnern :) Es ist auch schon etwas besser geworden im Gegensatz zu den ersten Malen wo es passiert ist.
    Wenn ich mich damit befasse, scheint es also wirklich ein Vorteil zu sein. Wie du schon sagst, nur die Panik muss verschwinden.
    Mit dem Bewegen ist es etwas schwer. Ich versuche das sogar so, wie du es beschrieben hast. Leider ists nur so, dass ich mir diese Bewegung einbilde glaube ich bzw es bringt mich nicht zum 'aufwachen' (bzw meinen Körper) obwohl... wenn ich ganz ruhig bleiben würde, würde der Zustand warscheinlich wesentlich länger andauern.


    Am Wochenende kann ich wieder ausschlafen, das heißt die warscheinlichkeit ist hoch, dass es wieder passieren wird. Ich werd dann mal versuchen diesen Zustand für mich zu nutzen. Wenn das klappt... hach dann hat schlafen noch mehr Sinn als es ohnehin schon hat :mrgreen:

  • Hallo Clavicula


    Die Panik geht weg, wenn Du erkennst, dass Dein Körper von ganz alleine das Richtige tut, so wie Du automatisch atmest, ohne ständig zu überlegen, ob Du auch wirklich atmest. Vertraue Dich Deinem Körper an, dann verschwindet die Angst.

  • Hallo Clavicula,


    Also ich "leide" auch seit ungefähr 4-5 Jahren an Schlafparalysen, habe sie mir nur leider mehr oder minder abtrainiert, zumindest mein ich zu wissen wie man diese unterdrücken kann. Da ich erst gestern(!!!!) von Astralreisen erfahren habe, ärger ich mich so sehr darüber, dass ich dies nie ausgenutzt habe und bin seit gestern dabei mir die Schlafparalysen "wiederanzueignen". Aber, was ich dir eigentlich mitteilen wollte ist, dass bevor ich gelernt habe mir die Paralysen abzugewöhnen bzw. zu unterdrücken (wie werde ich jetzt mal vorerst nicht sagen), musste ich unfreiwillig lernen die Angst von mir fernzujagen, indem ich mir ganz primitiv sagte (entschuldigt meine vulgäre Wortwahl, aber wenn ich diese nicht benutzt habe, hat es einfach nicht geklappt und bin sofort wieder in Panik gefallen): "Oah!!! Nicht schon wieder die Scheiße! Egal is' ja eh gleich weg!"
    So, sobald ich aber Gestalten gesehen habe, die von dunklen gesichtslosen Gestalten, die mich beobachtet haben oder mich gewürgt haben o.ä., bishin zu Kämpfen zwischen Nolans Batman und Joker gehen, habe ich mir folgendes gesagt: "Komm doch her!!! Sobald ich mich wieder bewegen kann, dann gibt's ein drauf, du H........" und so weiter. Du musst dir einfach Mut zusprechen, damit geht die Angst auch weg zumindest bei mir. Stell dir einfach vor überlegen zu sein, stell dir vor, dass dich das Ganze langsam langweilt.


    MfG


    Kaoss

  • Einige von euch wissen ja, dass ich als Kind öfter mal unter der Schlafparalyse zu leiden hatte. Nur wusste ich damals nicht, womit ich es zu tun hatte, was die ganze Geschichte dann noch schauriger gemacht hat.
    Das die Geschehenisse damals dann auf eine Schlafparalyse zurückzuführen sind, habe ich erst vor ein paar Jahren hier im ParaPortal erfahren.


    Das Interessante: ich hatte neulichs das erste Mal seit gut 15-17 Jahren wieder eine miterlebte Schlafparalyse. Und dann ich wusste, was mich da grade befällt. So konnte ich dann die Angst, die während so einer Sache aufkommt leichter unterdrücken und mich selbst quasi als Laborratte benutzen um die Auswirkungen der Schlafparalyse zu erkunden.
    Glücklicher Weise hab ich immer Stift und Block im Nachtschränkchen liegen, sodass ich nach dem Ausbrechen aus dem Zustand sofort die Gedanken und Warnehmungen ungetrübt aufschreiben konnten.


    Erstmal kurz für alle, die mit dem Begriff nichts anfangen können:
    Die Schlafparalyse ist der Zustand, wenn im Schlaf alle Muskeln (bis auf Augen und Atmung) ausgeschaltet werden und man somit Bewegungsunfähig ist. Das dient dazu, dass man beim Träumen nicht vom Ast fällt (ganz banal gesagt).
    Hin und wieder kann es jedoch passieren, dass man während der Paralyse aufwacht. Das Hirn ist dabei noch nicht ganz wieder da. Man nimmt zwar seine Umgebung mit allen Sinnesorganen wahr, ist aber immernoch körperlich Bewegungsunfähig. Und da das Hirn zum teil noch weg ist, werden Teile des Träumes in unserer Wahrnehmung in die reale Umgebung projeziert.
    Man liegt also bewegungsunfähig im Bett, sieht das Schlafzimmer genau, leider aber auch die Hundegroße Spinne aus dem Traum, die sich nun auf einen Zubewegt. ;)


    Und jetzt zu meinem Erlebnis:
    Ich lag im Bett, mit dem Rücken zum Fenster und dem Gesicht zur Wand. Draußen war heller Mondschein, der da trotz Gardine schwache Schatte an die Wand geworfen hat.
    Ich war dann so am wegdämmern, hab höchstwahrscheinlich auch schon geschlafen, doch plötzlich war ich wieder da: Die Augen offen und auf die Wand gerichtet. Der Körper mit den Gliedmaßen war allerdings noch unbeweglich. Ich konnte mich nur atmen spüren und die Augen bewegen.
    Dann gings aber erst richtig los, dann wurden Traumelemente in den Raum projeziert. Alles lief dabei aber genauso ab, wie es bei den Schlafstarren meiner Kindheit war: Ich fühlte mich immer kleiner werden. Dabei schwoll alles, was sich in meinem Blickfeld befand an: Die Schatten an der Wand, der Deckenzipfel und die Ecke des Bettgestells.
    Das war dann der Zeitpunkt, wo ich wusste was grade passiert. Ab hier hab ich dann erstmal nicht versucht, mich dagegen zu wehren, sondern es einfach geschehen zu lassen. Ich war ja schließlich interessiert, wie das nun ablaufen würde.
    Ich wurde also immer weiter in die Matratze gepresst und meine Umgebung wuchs weiter und (und das ist jetz schwer zu beschreiben) bog sich um mich. So, als wäre ein kugelförmiges Schutzschild um mich herum und Schatten, Bettgestell und Decke würden sich dort herumarbeiten.
    Mein Unterbewusstsein versuchte derweil das Gefühl der Körperlähmung zu kompensieren und schuf mir die Illusion, dass mein Körper von einer Art Steinpanzer überzoger war, welcher gut 5-10 cm dick war. Dies konnte ich zwar nicht sehen, aber ich spürrte und wusste es. Während ich das alles mit dem Bewusstsein höchst interessiert wahrgenommen habe, hat mein Unterbewusstsein dann die Herzrythmus hochgefahren. Die Atmung wurde schneller und ich denke es wurde auch Adrenalin produziert.
    Noch hatte ich das alles geschehen lassen, doch die Traumprojezierung wurde immer intensiver. Aus dem Schatten an der Wand, der sich um mich bog, wurde langsam ein schlangenartiger Drache und der Steinpanzer um mich herum wuchs. Dazu kam ein lautes Klappern hinter meinem Rücken (hierbei weiß ich nicht, ob das Geräusch auch eine Traumprojezierung war, oder wirklich das geklapper meiner Jalousi). Mein Körper hat den Stoffwechsel deswegen immer weiter hochgefahren, so dass mein Herz schon fast raste und meine Atmung schon als Schnaufen zu hören war. Zu dem Zeitpunkt war es dann für mich genug jetzt breitete sich dann doch die Angst aus. Ich hab mich dann enorm konzentriet und mich selbst gezwungen richtig aufzuwachen, in dem ich den Kopf bewegt habe.
    Dann war alles wieder normal: Ich konnte mich normal bewegen, Schatten waren nur Schatten und das Bettgestell nicht verbogen. Allerdings brauchte ich ein paar Minuten, bis mein Herz sich wieder runtergefahren hat und ich auch im Kopf ganz klar wurde.


    Wie lange dieses Erlebnis gedauert hat kann ich unmöglich bestimmen. Ich gehe davon aus, dass es nur eine Minute war, vielleicht auch weniger. Doch angefühlt hat es sich deutlich länger.


    Interessant für mich war aber, dass ich es von anfang an als Schlafstarre erkannt hab und es so im Bewusstsein geschehen lassen konnte, während das Unterbewusstsein in Panik und Chaos ausgebrochen ist und den Körper schon mal für den Kampf oder die Flucht vor dem Drachen vorbereitet hat. Es war tatsächlich spürbar, wie das Unterbewusstsein gegen das Bewusstsein angegangen ist.


    Hätte ich jetzt nicht gewusst, um was für eine Begebenheit es sich da handelt, dann hätte ich vor Angst sicher Blut und Wasser geschwitzt!


    Ach und bevor ich es vergesse: während der Paralyse konnte ich einzelne Muskeln in Armen und Beinen Anspannen, ohne dass es zu einer Bewegung kam. Vielleicht war dieses Anspannen aber auch nur eine Illusion.


    Wie sieht es bei euch aus?
    Habt ihr auch im Erwachsenenalter noch Schlafparaylsen? Und wenn ja, könnte ihr die dann auch so ertragen und geschehen lassen, oder versucht ihr alles sofort zu unterbrechen?


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Vielen Dank Davy für diesen spannenden Bericht! Und ich hätte mal eine Frage ans Team: Könnte man diesen Beitrag nicht irgendwie hochpinnen? Wäre glaube ich eine große Hilfe für Menschen, die selbst solche Erlebnisse hatten, aber diese eben nicht so einordnen können. Könnte vielen die Angst nehmen von übernatürlichen Dingen besessen zu sein.


    Lg Kryton

    Wenn jedermann mit mir übereinstimmt, habe ich stets das Gefühl, dass ich unrecht habe.
    Oscar Wilde