Wo hat sich Gott versteckt?

  • Wo hat sich Gott versteckt?




    Und wenn ja, wo hat er sich versteckt. Und ist er allmächtig und allwissend- dann brauche ich ihn nicht anzubeten- oder noch?




    Ich habe nach ihn
    sehr lange gesucht und bis jetzt nicht gefunden :evil: , deshalb stelle ich
    diese Fragen. Soll ich wie meine Bekannten sagen: Bete jeden Tage zum
    Gott, nur dann geht es dir gut und du kommst nicht in die Hölle. :twisted:

  • Gott hat sich in den Köpfen der Menschen versteckt die ihn geschaffen haben. Ihn zu finden haben viele versucht, geschafft hat es bis heute keiner. Du kannst zu ihm beten, nur was hast du bisher als Antwort bekommen?

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Das würde mich auch interessieren.


    Mein momentanes Weltbild kommt wunderbar ohne Gott aus, heisst für mich: Gott gibt es nicht.

    "To Paradise, the Arabs say, Satan could never find the way until the peacock let him in." -Charles Godfrey Leland

  • Ich denke, dass sich ein Gott nicht versteckt. Weder bewusst, noch unbewusst. Warum sollte ein solches Wesen sich denn auch verstecken? Allwissend, Allmächtig wäre er eine Kreatur die nichts und niemanden fürchten müsste, demnach auch nicht verstecken braucht.
    Andererseits ist dieses Wesen sich seiner Wirkung auf biologisch, sterbliche Lebensformen bewusst und hält sich deswegen bewusst im Hintergrund aber nicht im Sinne des Versteckens. Vielleicht antwortet er auch nicht auf Gebete, weil er durch sein enormes Wissen den Anrufenden ängstigen würde. Es wäre einer solchen Entität nicht möglich die eigenen Gedankengänge plausibel zu machen. Alleine durch das wahnsinnige Alter und die Erfahrungen. Es wäre so, als würden wir einer Ameise etwas über Quantenphysik erklären. Genau so dämlich würden wir nämlich auch glotzen wen es zu uns spräche.


    Auch ist es eine Tatsache, dass ein solches Wesen unsere Anbetung garnicht bedurfte, außer es würde sich dadurch "Ernähren" aber zwangsläufig wäre dieses Ding dann weder allmächtig noch allwissend sondern lediglich ein Gedankenkonstrukt.


    Bzgl. "dem Bekannten etwas sagen.": Das solltest du gar nicht machen, vor allem nicht mit dieser Straffloskel hintendran "Sonst kommst du in die Hölle." Es wäre abstrus für ein solches Wesen, deutlich minder bemittelten Entitäten einen Glauben abzuverlangen und bei nichterfüllung mit Strafe zu drohen. Wozu auch?
    Deinen Bekannten solltest du in Frieden lassen und ihn seinen Weg zu Gott selbst finden lassen. Glaube kommt nur aus einem selbst und kann nicht eingebläut werden.


    Ich selbst glaube nicht an Gott, schon gar nicht den christlichen und da mir nichts strafendes Widerfahren ist bin ich einem eventuellen Gott wohl scheiß egal. Würde mir nicht anders gehen, wenn ich eine solche Wesenheit wäre.

  • Gott hat sich nicht versteckt.
    Er ist doch überall anwesend.


    Ein Wesen das "Alles" ist, Alpha und Omega, ist überall und das gleichzeitig bei aller Relativität.
    Vom Teilchenzoo bis Galaxiencluster und whatever.


    Verstehen muß das auch keiner, denn :


    Jesaja 55.9 :
    "Denn wie die Himmel höher sind als die Erde,
    sind meine Wege höher als eure Wege
    und meine Gedanken als eure Gedanken."

  • Ich habe nach ihn
    sehr lange gesucht und bis jetzt nicht gefunden , deshalb stelle ich
    diese Fragen. Soll ich wie meine Bekannten sagen: Bete jeden Tage zum
    Gott, nur dann geht es dir gut und du kommst nicht in die Hölle.

    Ich frage mich gerade, wie deine Suche so statt findet - wühlst du dich durch sämtliche Religionen oder stellst du dir was eigenes vor? Ist kein Sarkasmus aber ich verstehe es wirklich nicht. Bete jeden Tag - zu wem oder was? Bevor du das nicht beantworten kannst, kannst du auch keine Gebete losschicken. Ich bin religiös erzogen worden - aber sobald ich angefangen habe, alles zu hinterfragen, war mir schnell klar, das gar nix so klar ist.

  • Das wuerde dann bedeuten, wir sind alle Gott.


    Nicht ganz, wir wären alle nur winzige Bestandteile eines unvorstellbaren, mit Intelligenz versehenem Ganzen.
    Und laut Bibel sind wir doch alle Gottes Kinder.


    Daraus kann man aber nicht ableiten selber ein Gott zu sein.


    @ Estebenjo
    Immer locker bleiben.
    Lern erstmal mit deiner neuen Machtfülle umzugehen. ;)

  • Aber wenn wir alle winzige Bestandteile eines unvorstellbaren, mit Intelligenz versehenem Ganzen sind, wie kommt es dann das offenbar Teile dieses Körpers/dieser Maschine/dieses Gefüges offensichtlich gegeneinander arbeiten? Warum bringt quasi ein Teilchen des Körpers das andere um und dabei geht es nichtmal nur um Menschen untereinander, sondern auch um die scheinbare Willkür mit der Dinge geschehen. Ein Meteoritenaufschlag größeren Ausmaßes ist eigentlich eher doof weil er das Machtgefüge aus dem Gleichgewicht bringen kann, warum sabotiert sich unser gewaltiger "Gotteskörper" irgendwo selbst?


    Die Wege des Herrn sind... ach egal :D

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • Na in diesem Fall wäre Gott ja nicht so ein Gott, wie sich Gläubige ihn vorstellen, sondern eher eine Macht wie die Natur oder sogar Naturwissenschaften wie Physik, Chemie und Biologie. Ergo es wäre nur eine andere Definition für das, was irgendwann einmal alles in Gang gesetzt hat und was wir nicht kennen.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Hm...


    Baum und Blätter. Mit den Blättern nimmt der Baum das Licht auf, durch die Blätter kann er wachsen. Ein Blatt kann einem anderen das Licht nehmen, Dennoch geschieht es im Sinne des Baumes. Die Blätter fallen, geben Ihren Saft an den Baum, sind dann wieder Teil davon und wachsen nach, der Baum bleibt und wird größer. Der Baum ist alle Blätter, alle die waren, alle die sind und alle, die sein werden. Ein Blatt ist aber nicht der ganze Baum.


    So seh ich das.

  • @ docmat


    Ein Blatt ist nicht der Ganze Baum aber ein Blatt ist Baum. Ohne die Blätter würde der Baum kein Baum sein, er würde garnicht existieren. Das Universum, oder kleiner, unsere Erde, kommt ganz gut ohne Menschen aus, die sich irgendein abstraktes Konstrukt zusammendenken. Nur weil wir es uns vorstellen können, hat es keine Daseinsberechtigung.


    In Bezug auf eine funktionierende Gesellschaft und den darin agierenden Menschen kann ich mit deinem Vergleich konform gehen.

    "To Paradise, the Arabs say, Satan could never find the way until the peacock let him in." -Charles Godfrey Leland

  • @ manetuwak


    Habe ich das nicht gesagt?^^


    Beim Menschen und der Gesellschaft ist das fast genauso. Außer man redet von irgendeinem Einsiedler, der nie Kontakt zu anderen Menschen hatte, hat und haben wird. Und das geht nicht.
    Ansonsten gehen Mensch und Gesellschaft immer Hand in Hand. Das ist untrennbar.


    Nur bedingen die Menschen (Blätter) die Gesellschaft (Baum). Dennoch können einzelne Menschen vergehen, ohne das die Gesellschaft zusammenbricht. Im Laufe der Zeit wächst die Gesellschaft dann aufgrund der darin agierenden Menschen, sei es nun durch Wirtschaft oder Kultur und bietet damit neuen Menschen ein reicheres Angebot an, was auch immer.


    Passt doch, oder nicht?


    Natürlich steht das alles unter der Prämisse, dass die Gesellschaft gesund ist, Ansonsten wächst da nicht viel oder falsches. Aber das ist ja beim Baum genauso.

    "To Paradise, the Arabs say, Satan could never find the way until the peacock let him in." -Charles Godfrey Leland