Wo hat sich Gott versteckt?

  • Nein es passt nicht, weil hier abstrahiert wird. Baum und Blatt sind etwas anderes wie Mensch und Gesellschaft.


    Hinzukommt, dass es nicht "die" Gesellschaft gibt. Das ist ziemlich auf einen Punkt herunter gebrochen. Es gibt sehr viele Arten von Gesellschaften und die funktionieren auch gänzlich unterschiedlich. Es gibt durchaus Gesellschaftsformen die zerbrechen wenn einer oder wenige sterben und es entsteht pures Chaos. Das passierte in der Geschichte unzählige Male und passiert heutzutage auch noch.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Mit -die Gesellschaft- meine ich doch auch nicht die deutsche Gesellschaft oder die Engländer oder die westliche Gesellschaft sondern das zwischenmenschliche Miteinander per se. Wenn 1+ Menschen da sind, und diese auch gegenseitig in Kontakt stehen, beginnt der Begriff der Gesellschaft zu wirken. Das müssen nicht ganze Völker sein.


    Und natürlich wird hier abstrahiert. Es ist ein Vergleich. Der wird niemals zu einhundert Prozent mit dem verglichenen Objekt übereinstimmen. Genauso wie: blau wie der Himmel, oder stark wie ein Löwe.


    Was aber richtig ist, dass Baum und Blatt in einem anderen Bezug zueinander stehen als Mensch und Gesellschaft. Aber ich wiederhole nochmal, es ist ein Vergleich und wie jedes andere Modell auch wird es niemals die Realität, oder das Vergleichsobjekt, in allen Aspekten darstellen können. Und einen Bezug dieser beiden Systeme, Blatt-Baum zu Mensch-Gesellschaft, vorallem in Anbetracht des Textes, den Docmat veröffentlicht hat, kann man doch wohl herstellen, oder nicht? ^^

    Fürwahr, was ich lernte in diesem Leben.

    Was eben noch warm ist und am Beben,

    wird als bald nur mehr starr und kalt.

  • Ich zitiere dich:

    Ohne die Blätter würde der Baum kein Baum sein, er würde garnicht existieren.


    Denn wo kein Baum, da kein Blatt.

    Zitat

    Habe ich das nicht gesagt?^^

    Demnach hast du das nicht gesagt^^. Deine Formulierung beinhaltete die Aussage, dass Bäume nur aufgrund ihrer Blätter existieren und das ist falsch.


    Aber egal. Denn wie ich bereits Eingangs erwähnte, ist es vollkommen irrational, warum ein solch mächtiges Wesen sich verstecken sollte. Sollte allerdings alles und jeder ein winziger Teil einer solchen Entität sein, können wir uns auch die Frage stellen ob unsere eigenen Zellen uns für Gott halten, ihn suchen und nicht finden und die Frage aufwerfen, ob sie nicht alle Teil des Gottes sind der sich vermeintlich versteckt hält.

  • @ manetuwak


    Damit wollte ich zum Ausdruck bringen, dass man die Blätter und den Baum eigentlich nicht als 2 getrennte Objekte betrachten kann. Blätter gehören zum Baum, sie sind der Baum. Ein Teil eines Systems, dessen einzelne Bestandteile natürlicherweise nicht voneinander getrennt fortbestehen können.
    Beim Menschen und der Gesellschaft ist dieser Bezug anders, die Ausprägungen aber ähnlich. Menschen können durchaus ohne die Gesellschaft fortbestehen. Die Gesellschaft ist kein notwendiger Teil eines funktionierenden Individuums. Dennoch bildet sich immer eine Gesellschaft aus, wenn mehrere Menschen miteinander in Kontakt stehen. Heisst also, die Menschen nähren die Gesellschaft und profitieren auch von ihr. Diese wächst dann und wird "größer". Einzelne Menschen sterben dann, neue werden geboren und diese Neuen profitieren dann von der Gesellschaft. Damit eine Gesellschaft wächst, muss es auch nicht jedem darin befindlichen Individuum gut gehen. Einige werden ausgenutzt, andere nutzen aus, der trennt geht trotzdem voran. So eine Gesellschaft kann natürlich auch "krank" werden und geht dann ein, genau wie jede Pflanze auch.



    Was legitimiert Gott denn dazu, Teil einer jeden Zelle zu sein, allem inne zu wohnen?

    Fürwahr, was ich lernte in diesem Leben.

    Was eben noch warm ist und am Beben,

    wird als bald nur mehr starr und kalt.

  • Ich möchte erstmal sagen das ich kein Christ bin und nicht so recht an Gott glaube.
    Nicht so recht soll heißen, das ich aber immer wieder mal über die Frage nachdenke, ob es so eine Wesenheit geben könnte.
    Ich bin eher der "ungläubige Thomas".


    In Post8 habe ich mit dem Gedanken gespielt, wie es wäre wenn ich an Gott glauben würde oder Christ wäre.
    Das habe ich da nicht richtig rübergebracht.
    Wenn dem so wäre würde sich Gott mir jeden Tag offenbaren und nicht versteckspielen mit mir.
    Sonnenaufgang, Regen, Sternenhimmel, Tiere, Pflanzen usw.
    Eigentlich der absolute Wahnsinn in einem sonst tödlichem Universum.


    Das Wunder unserer Existenz hängt von so vielen Faktoren ab, das es eigentlich unwahrscheinlich ist, das es uns gibt.
    Harald Lesch hat die Wahrscheinlichkeit mal damit verglichen, als ob der Mensch auf Rasierklingen sitzen würde,
    und wenn er nur mit dem Hintern wackeln würde, alles zusammenbrechen würde.
    Das ließe ihn garnicht an Gott vorbeikommen.


    Kann aber auch alles Zufall sein, in einem "riesigen" Universum.
    Wenn da noch Paralleluniversen oder ein Multiversum mitmischen ist alles möglich.


    Zum Beispiel der Körperzellen oder den Blättern am Baum muß ich sagen das es da einen Unterschied zu einem Allmächtigen Wesen gibt.
    Wir Menschen haben haben unsere Zellen nicht erschaffen und ein Baum hat seine Blätter nicht erschaffen.
    Ich weiß das das nur als Beispiel dienen sollte.


    Hätte ich meine Zellen erschaffen, würde ich ihnen erstmal den Marsch blasen und die Flötentöne beibringen,
    damit sie sich halbwegs anständig verhalten. ;)

  • Was legitimiert Gott denn dazu, Teil einer jeden Zelle zu sein, allem inne zu wohnen?

    Denkst du, Gott bräuchte eine Legitimierung als Allmächtiges Nudelwesen?^^
    Vielleicht ist das "Innewohnen" eine imanente Eigenschaft von ihm/ihr?! Vielleicht kann es gar nicht anders und ist gleichwohl deswegen so mächtig. Weil es nur so über alles Bescheid wissen kann was es gibt, weil alles ein Teil von ihm ist und er ein Teil von allem.


    Das Wunder unserer Existenz hängt von so vielen Faktoren ab, das es eigentlich unwahrscheinlich ist, das es uns gibt.

    Eigentlich von nur einem Umstand. Dem Ungleichgewicht zwischen Materie und Antimaterie. Alles andere ist allein aufgrund der schieren Anzahl der Objekte mehr als wahrscheinlich. Es ist quasi zwingend wahrscheinlich, dass sich in unserem Universum Moleküle zu dem zusammschließen was wir sehen und das daraus weitere Reaktionsprodukte hervorkommen...unter anderem auch unser wunderbarer Planet.


    Wir Menschen haben haben unsere Zellen nicht erschaffen und ein Baum hat seine Blätter nicht erschaffen.

    Streng genommen schon, es war nur kein bewusster, von dir gesteuerter Vorgang. Die Programmierung unserer DNA macht aus Nahrungsmitteln, die Mami aufgenommen hat, uns.

  • Ich erfülle keine Voraussetzungen für die Stelle, ne. Maximal ist mein Bart ein Pluspunkt dafür. Ein Antichrist ist ne Figur aus der christlichen Mythologie; in diesem Kanon kann er nicht deckungsgleich mit Gott sein. Und überschneidest du einen Antichristen mit einem Gott einer anderen Mythologie, gehts mehr in Richtung Fantasy.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • ich denke...Gott hat die suche zu sich selbst in den Genen der Menschheit fest einprogrammiert...
    die archäologisch kulturelle Vergangenheit von vielen Tausendjahren zeigen uns, das die Geschichte der Menschheit überwiegend aus dem Metaphysik, Götzenlehren und Aberglauben bestehen...

  • Also ich denke es gibt keinen Gott, so wie es uns des Christentum oder auch andere Religionen versuchen vorzuschreiben. Irgendwo gibt es eine höhere Macht, ich nenne sie Schicksal oder auch Zufall. Trotzdem respektiere ich Leute die an Gott glauben und manchen gibt es unwahrscheinlich viel Halt im Leben. Manchmal führt Religion allerdings auch zum Krieg:-p Ich habe einen Kumpel der in seinem Leben zum evangelischen Christentum gefunden hat. Er kennt sich ziemlich gut mit der Bibel aus und wir diskutieren gerne über diese Frage.


    Die Frage die sich für mich daraus ergibt ist folgende:


    Ist das alles hier nur Zufall? Oder gibt es eine höhere Macht? Wenn es eine höhere Macht gibt ist sie wahrscheinlich das was wir mit Gott assoziieren. Das würde bedeuten, dass alle Religionen den gleichen "Gott" bzw. die gleiche höhere Macht anbeten.


    Vielleicht leben wir auch einfach alle in einer Matrix wie in einem Computerspiel:-D

  • Gott?

    Ich bin vor langer Zeit aus der Kirche ausgetreten, aber nicht, weil ich nicht glaube!


    Ich war evangelisch und nach einem Umzug musste ich eine neue Kirche besuchen, da mein Sohn zur Konfirmation gehen sollte.

    An der Eingangstür stand die Frau des Pastors mit einem T- Shirt angezogen wo auf dem Brustbereich ( im übrigen ohne BH drunter und, für die männlichen Personen unter euch, es war kein schöner Anblick ) stand, alle Männer sind Schweine....

    Egal wie sie zu den männlichem “ Wesen “ ihre Meinung hat und ich selber auch nicht prüde und sehr wohl im Leben stehe, das war mir dann doch etwas zu heftig!

    Allgemein meine Gedanken zur Kirche hat mich dann dazu bewegt, die Kirche zu verlassen!


    Zu Gott erzähle ich eine Geschichte.


    Ein Mann sitzt nach einer Überschwemmung auf einem Baum um sich vor den Wassermassen zu schützen.

    Nach einer Weile betet er zu Gott mit der Bitte ihm zu helfen.

    Eine Zeit vergeht und es kommt ein rotes Gummiboot vorbei geschwommen.

    Der Mann schaut und lässt dieses Gummiboot weiterschwimmen.

    Er betet weiter zu Gott und bittet ihn um Hilfe und wird dabei immer wütender ........

    Der Mann ertrinkt!


    Ich will damit sagen, wir bekommen sooft Hilfe, wir haben sooft Glück im Unglück, und sehen oft nur das Schlechte im Leben.

    Das scheint wohl eine Einstellung im Leben der meisten Menschen zu sein, mich eingeschlossen!

    Ob es einen Gott gibt oder wie ihr hier schreibt, irgendein Wesen..... wer mag dieses mit Sicherheit zu sagen!?

    Mit Sicherheit leben wir hier auf dieser Welt!

    Was für mich zu Glauben an eine höhere Macht wichtig ist?

    Der Gedanke nur zu sterben ohne etwas zu hinterlassen, einfach von dieser Welt zu gehen und nichts kommt mehr, würde mir Angst machen.


    Der Glaube, es gibt etwas nach dem Leben, macht den Tod für mich erträglicher.


    Und, wollen wir doch ehrlich sein, es gibt jeden Tag Wunder und sei es, das ein Vogel aus dem Ei schlüpft, eine Blume erblüht und vieles mehr. Das macht auch die Grausamkeit im Leben erträglicher......

  • Ich denke Religion als Entität ist die größte Gefahr für einen wahren Glauben.


    Mir stellen sich dann immer zwei Fragen. Kann man nach Gott suchen, ohne zu wissen wer Gott sein soll? Und vorausgesetzt, wir finden diesen Gott, würde es etwas ändern?


    Die zweite Frage kann ich auch auf das was Shirah geschrieben hat anwenden. Entweder es kommt etwas nach dem Tod oder es kommt nicht. Auch die Existenz eines Gottes würde nicht bedeuten, dass etwas nach dem Tod kommt. Fest steht aber, egal woran wir glauben, wir werden alle das Gleiche Schicksal ereilen. Ich kann mir deshalb nicht einreden, dass das passiert, was ich am liebsten hätte. Aber schön wenn Leute das können.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.