Ist Deutschland nur eine Plutokratie?

  • Ist Deutschland nur eine Plutokratie?


    Ist Deutschland in Wirklichkeit nur eine Plutokratie, wo politische und wirtschaftliche Eliten herrschen. Dies Annahme könnte man glauben, wenn man Linksradikale zuhört. Sie behaupten, dass die Banken (Kapital) und großen Konzerne (Großunternehmen), über das Volk, herrschen tun. Mainstreammedien die Massen (Bevölkerung) führen, leiten, manipulieren und deren Meinungen bilden tun. Die Linken sagen auch: Das nur eine kleine Gruppe von Kapitalbesitzern, Managern und Politikern in Deutschland regieren und alles in Deutschland besitzen.


    Aber ich glaube an Gott. Und das er alles bestimmt und für unser Beste sorgt. Was ist eure Meinung dazu?

  • Zum Ersten solltest Du das "tun"-Wort weg lassen. Wurde mir in der ersten Klasse beigebracht.


    Zum Thema:
    Plutokratie würde ich nicht sagen. Das passt eher auf die USA.
    Ich würde es eher Oligarchie nennen, oder eine Mischung aus Ochlokratie mit Demokratie. Immerhin kommt ja hier in D jeder ins Parlament. Studienabbrecher (Roth, Wagner, Göring-Eckardt) , Randalierer (Fischer, und nochmal Wagner) und andere Chaoten. Unser Bundestag ist voll mit Vollidioten. Das spricht absolut gegen eine Plutokratie. Und die Königin ist unsere Kanzlerin! Zitat: "Wir haben keinen Rechtsanspruch auf Demokratie."


    Die Massenmedien bilden sowieso das Volk, insofern, dass sie nur das drucken, was die Bevölkerung weniger beunruhigt, als die Innere Sicherheit. Wer heutzutage noch Spiegel oder Stern liest, ist selbst schuld. Dagegen liegt sogar die Bild näher an der Wahrheit. Todesanzeigen oder Trödeltausch in Zeitungen sind wenigstens noch zuverlässig.

  • Zitat von Unbalancete...

    wo politische und wirtschaftliche Eliten herrschen


    Hmm, also ich glaube, "herrschen" ist da ein sehr verquerer Begriff. Herrschen im Sinne von widerspruchslosen Bestimmen "tut" in Deutschland niemand. Und da widerspreche ich auch Irrwisch. Wir haben weder einem absolutistischen Anspruch in unserer Regierung, noch wird oder werden hier Meinungen unterdrückt.
    Viele Menschen wissen einfach die Demokratie nicht mehr zu schätzen. Demokratie bedeutet auch Mitwirkung. Wenn ich sehe, das wir nur noch Wahlbeteiligungen von 50-70% haben, aber gerade die, die nicht wählen gehen sich am lautesten beschweren, dann bin ich verwundert.
    Als Totschlagsargument wird dann angeführt, es gäbe ja nichts, was man wählen könne. Auch das ist Unsinn, die Parteienlandschaft ist in den letzten Jahren erheblich bunter geworden. Die meisten Nichtwähler wissen aber noch nicht mal, was in den einzelnen Programmen der Parteien überhaupt steht...


    Zitat von Irwisch

    Wer heutzutage noch Spiegel oder Stern liest, ist selbst schuld. Dagegen liegt sogar die Bild näher an der Wahrheit


    LOL, das ist mal wieder so eine plakative Aussage in Bildzeitungsmanier.


    Bild will Meinungen bilden, sagt sie ja von sich selber. Magazine wie Stern, Spiegel oder Focus wollen aber informieren und überlassen es jedem selber, sich eine Meinung aus den Informationen zu bilden. Ein elementarer Unterschied. Zugegeben, es ist ungleich schwieriger sich selber eine Meinung zu bilden, als eine vorgekauter einfach zu übernehmen. Da scheitern dann viele Bildzeitungs-Leser dran.


    Zitat von Irrwisch

    was die Bevölkerung weniger beunruhigt, als die Innere Sicherheit


    Auch dem widerspreche ich. Deutschland ist das sicherste Land in Europa. Diese ewige Angstschürerei und Jammerei wie unsicher es doch sei, ist langsam abgedroschen. Auch durch stetes wiederholen werden falsche Dinge nicht richtiger.

  • Silver

    Zitat

    die Parteienlandschaft ist in den letzten Jahren erheblich bunter geworden

    Das halte ich für ein Gerücht. Es mag sein, dass es mehr Parteien gibt, aber wirklich unterscheiden sich diese nicht voneinander. Die Einzigen, der nennenswerten Parteien, die tatsächlich gegen strömen, sind die Linken.

    Zitat

    Die meisten Nichtwähler wissen aber noch nicht mal, was in den einzelnen Programmen der Parteien überhaupt steht...


    Ist auch vollkommen belanglos, da sich die Parteien eh nur sporadisch daran halten, was sie in ihren Parteiprogrammen propagieren.


    unbalancetistisch

    Zitat

    Aber ich glaube an Gott


    Dein Glaube bringt dich hier auch nicht weiter. Gott hilft niemanden. Er hat dem Menschen einen freien Willen gegeben und somit auch die Verantwortung für seine Taten.
    Nur nach deinem Tod kannst du auf seine Barmherzigkeit hoffen.


    Ich beziehe mich auf den christlichen Glauben, fühle dich bitte nicht angegriffen, sollte meine Sichtweise nicht deiner entsprechen.

    The idea of Salvation comes, I believe, from the one whom suffering breaks
    apart. He who masters it, on the contrary, needs to be broken, to proceed
    on the path towards the rupture. - Shaxul?

    2 Mal editiert, zuletzt von Knurzhart ()

  • LOL, das ist mal wieder so eine plakative Aussage in Bildzeitungsmanier.


    Bild will Meinungen bilden, sagt sie ja von sich selber. Magazine wie Stern, Spiegel oder Focus wollen aber informieren und überlassen es jedem selber, sich eine Meinung aus den Informationen zu bilden. Ein elementarer Unterschied. Zugegeben, es ist ungleich schwieriger sich selber eine Meinung zu bilden, als eine vorgekauter einfach zu übernehmen. Da scheitern dann viele Bildzeitungs-Leser dran.

    Wenn es jetzt so erscheint, als würde ich die Bild lesen, dann muss ich Dich enttäuschen. Aber ich lese auch keinen Spiegel oder Stern. Genau genommen filtere ich meine relevanten Informationen aus dem Internet. Und die einzige halbwegs zuverlässige Informationsquelle ist http://www.Wetter.de, und selbst die ist schon schwammig und manchmal falsch.
    Eine eigene Meinung über Artikel im Stern, Spiegel oder ähnlichen Zeitschriften zu bilden, ist kaum möglich, denn wenn es in dieser teuren Elitezeitschrift drin steht, dann MUSS es stimmen. Ist genauso wie mit den ganzen FAZ-Lesern à la "Ich lese die FAZ, ergo bin ich gebildet!".


    Auch dem widerspreche ich. Deutschland ist das sicherste Land in Europa. Diese ewige Angstschürerei und Jammerei wie unsicher es doch sei, ist langsam abgedroschen. Auch durch stetes wiederholen werden falsche Dinge nicht richtiger.

    Warum gibt es dann sogenannte NoGo-Areas in Deutschland? Und sogar eine Webseite http://www.nogoarea.de ?
    Warum sprechen unsere Richter absolut bewiesene Straftäter von Clan-Familien frei?
    Morgen will Merkel Duisburg-Marxloh besuchen. Da bin ich ja mal gespannt, mit wievielen Hundertschaften sie dort hin fährt (wenn sie überhaupt wirklich Marxloh betritt).
    Das sicherste Land in Europa ist m.E. Großbritannien. Ich war nur gut 2,5 Tage dort und wurde drei mal von bewaffneten Polizisten kontrolliert. Mit "bewaffnet" meine ich eine MP.



    Das halte ich für ein Gerücht. Es mag sein, dass es mehr Parteien gibt, aber wirklich unterscheiden sich diese nicht voneinander.

    Ob sie sich direkt unterscheiden, kann ich nicht sagen, weil ich von einigen Parteien noch nicht mal wusste, dass sie existieren. PSG, RSB, BGD, MUD, usw.

    Die Einzigen, der nennenswerten Parteien, die tatsächlich gegen strömen, sind die Linken.

    Das sehe ich anders. Aber wer Rechts wählt ist ohnehin ein NAZI.
    Aber Du hast zumindest bei der Griechenland-Abstimmung recht. Da hat die Partei "Die Linke" tatsächlich gut gegen gehalten. Gregor hat letztens auch gut die Merkel angemault.




    P.S.: Aber jetzt sind wir doch schon wieder vom Thema abgekommen, oder? :?:

  • Gysi macht ständig die Merkel rund, man könnte fast sagen, dass es seine einzige Aufgabe ist, die Merkel und die CSU rund zu machen.


    Aber um auf das Thema zurückzukommen: Deutschland ist nicht mal eine Plutokratie, natürlich hätte die Politik die Möglichkeit etwas zu ändern, das geschieht aber schlicht und ergreifend nicht aufgrund wirtschaftlicher Zwänge. Somit ist die Wirtschaft die alleinige Herrschaftsmacht. Eine Demokratie war Deutschland übrigens noch nie.

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  • Deutschland wäre Plutokratisch in engerem Sinn zu Korporatismus...
    man sagt zwar Deutschland wäre keins, ist aber gelogen
    Lobbyismus, Konzerndiktatur, und Handlanger von Imperialismus sind vertuschte Hintergrundgesichter von Germany


    es gibt viele Beispiele dazu... eeg-Strom, Zeitarbeit(Sklaverei mit Vertrag), Verzicht auf Reichensteuer etc. etc.
    allein die Frau die mit Telefonzellenstyl Frisur, wie Hemmungslos versucht Gewehre an Bundeswehr zu verkaufen
    ist ein klares Beleg dazu wie Politik und Politiker von Lobbyisten regiert werden... von Gabriels Milliarden schweres Waffen Geschäften,
    oder 800.000.000 an Nordhypo wollen Wir gar nicht reden... die liste ist unendlich..


    aber wie sag man so schön... alles nur Verschwörung... ;)


    mfg

  • Zitat von Irrwisch

    Wenn es jetzt so erscheint, als würde ich die Bild lesen, dann muss ich Dich enttäuschen. Aber ich lese auch keinen Spiegel oder Stern. Genau genommen filtere ich meine relevanten Informationen aus dem Internet.


    Hmm, du denkst also tatsächlich, es ist besser oder sinniger oder zeugt von Intelligenz, wenn man bestimmte Informationsmedien nicht nutzt? :denk:


    Normalerweise sollte man die Basis, auf der man seine Meinung bildet, doch möglichst breit aufstellen. Das bewusste und willentliche Verweigern von bestimmten Medien ist doch so sinnig wie mit einer Sonnenbrille ins Kino zu gehen, wenn einem etwas im Film nicht gefällt. Aber ok, deine Entscheidung. Aber wenn deine Meinung nur auf dem beruht, was du dir aus dem Internet filterst, dann bist du ein Paradebeispiel für die, die nur das lesen, was ihnen in den Kram passt. Alles andere wird dann ausgeblendet. Und sorry, damit entsprichst du par excellence dem typischen Auftreten eines Bildzeitungs-Leser.
    Da du aber normalerweise doch recht vernunftbasiert argumentierst, gehe ich davon aus, das du doch breiter streust was deine Medien angeht.


    Zitat von Irrwisch

    Warum gibt es dann sogenannte NoGo-Areas in Deutschland? Und sogar eine Webseite...


    Gibt es die? Wo? Erstaunlicherweise haben eben jene Medien, die du ja angeblich nicht konsumierst, diese NoGo-Areas erst formuliert, genau im Sommerloch, ein Schuft wer böses dabei denkt. So, ich brauch mit dem Auto von Zuhause aus 10min bis Marxloh. Gute Freunde von mir wohnen da und sind da bewusst hingezogen. Soviel zu NoGo...man sollte eben nicht alles glauben, was im INet propagiert wird. Erst recht nicht von der rechten Schiene :mrgreen:


    Zitat von Irrwisch

    Warum sprechen unsere Richter absolut bewiesene Straftäter von Clan-Familien frei?


    Gibt es außer dieser Behauptung auch eine belegte und nachvollziehbare Quelle für diese plakative Aussage nach Bildzeitungsmanier? :readit:


    Zitat von Knurzhart

    Somit ist die Wirtschaft die alleinige Herrschaftsmacht


    Zumindest was die Verknüpfungen von Wirtschaft und Politik angeht, gebe ich dir Recht. Da läuft vieles verkehrt und die Wirtschaft hat einen Einfluss erlangt, der zu weit geht. Das war aber nicht immer so. Aber leider haben wir heutzutage Berufspolitiker, und genau da besteht das Problem. Ich finde, jeder der in der Führung unseres Landes Verantwortung übernehmen will, sollte erstmal nachweisen, das er vorher etliche Jahre normal gearbeitet hat.
    Dann würden die "Großkopferten" auch etliches anders sehen und wahrnehmen. Und Politik und Lobbyismus gehören getrennt.


    Zitat von Knurzhart

    Es mag sein, dass es mehr Parteien gibt, aber wirklich unterscheiden sich diese nicht voneinander


    Das ist doch Unsinn, alleine die Protestparteien "Die Piraten" und die "AfD" unterscheiden sich in ihren Programmen deutlich vom Rest der etablierten Parteien. Wenn man sich aber nicht mit den Programmen beschäftigt, sollte man sich dazu auch nicht äußern.

    Zitat

    Ist auch vollkommen belanglos, da sich die Parteien eh nur sporadisch daran halten, was sie in ihren Parteiprogrammen propagieren


    Ah, und jetzt auch bei dir das bewusste Ausblenden von Informationen und der Versuch dies zu rechtfertigen. Sinnig? Wohl kaum...

  • @ silvercloud


    Natürlich unterscheiden sich die Parteien voneinenader. Aber meines Erachtens nach sind die Unterschiede der Parteien, und mit die Parteien meine ich diejenigen, die auch eine reelle Chance haben, politische Mitbestimmung zu erlangen, in Bereichen, die an der momentanen Problematik, hauptsächlich der unverhältnismäßig starke Einfluss des Kapitals auf sämtliche Bereiche menschlichen Wirkens, nichts ändern.
    Somit ist es nach meiner Einschätzung fast egal, welche Partei man wählt. Es würde kaum ein Problem lösen. Außer ach so wichtige, wie beispielsweise die Legitimation der Homo-Ehe, Verbesserung der digitalen Vernetzung deutscher Schulen, oder ob der Solidarpakt noch sinnvoll ist oder nicht.
    Und wenn ich höre, dass Rettungspakete in Milliardenhöhe innerhalb von TAGEN! durchs Parlament gedrückt werden, südlich, westlich und östlich Europas, teilweise sogar schon innerhalb Europas aber hunderttausende nicht mal die Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben und verrecken, ich leise Zweifel bekomme, wie unsere Welt strukturiert ist und wo der Fokus liegt. Um das klarzustellen: Ich gehe auch wählen und versuche zu wirken und engagiere mich, aber angesichts der breiten Maße, die sich wahrscheinlich nicht im klaren ist, worauf sie ihre induzierte Wut richten soll, ist es ein nahezu aussichtsloses Unterfangen. Aber vielleicht wirkt es irgendwann mal. Nur je früher desto besser.


    Ich habe mir die Parteiprogramme und die Wahlprogramme der größten Parteien durchgelesen, seit Jahren schon. Das was ich darin finde, sind irgendwelche Diffarmierungssprüche gegen die anderen Parteien, schwammige Floskeln und Versprechungen die teilweise schon gebrochen wurden. ( Ich warte... LOS!)


    Allgemein fällt es mir auf, dass das Schwarz-Weiß Denken in den letzten Jahren zugenommen hat. Auch das ist ein riesiges Problem, das angegangen werden müsste.
    Und jetzt führt keine Formulierung von mir als Beispiel an, dass ich selbst Schwarz-Weiß denke. Ich weiß, dass ich sehr oft absolute Aussagen mache.


    Bitte, ich möchte nicht alles vorkauen was ich sage, ich habe schon genug Probleme mich überhaupt ansatzweise verständlich auszudrücken.

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  • Zitat

    Außer ach so wichtige, wie beispielsweise die Legitimation der Homo-Ehe, Verbesserung der digitalen Vernetzung deutscher Schulen, oder ob der Solidarpakt noch sinnvoll ist oder nicht.


    Nun, für MICH ist die Legitimation der Homoehe wichtig. Aus zwei Gründen, erstens wollen mein Mann und ich nicht heiraten, bevor das so ist, weil wir keine Ehe light oder ein Ersatzkonstrukt möchten. Zweitens drückt sich an so etwas die Fähigkeit einer Gesellschaft aus, offen auch anderes zu akzeptieren. Ja, akzeptieren, nicht tolerieren. Toleranz bedeutet, das ich etwas, was ich nicht mag, nicht öffentlich ablehne. Akzeptanz bedeutet aber endlich zu verstehen, das es verdammt nochmal was völlig normales ist und nur jahrhundertelang gesellschaftlich unterdrückt wurde.


    Auch die anderen Beispiele haben ihre Wichtigkeit, möchten wir in einer globalisierten Welt weiterhin nicht nur mitschwimmen, sondern auch ein bisschen mitlenken, wohin das Boot denn steuert. Und in die gleiche Richtung zielt auch die Milliardenhilfe. Auch wenn es gerne übersehen wird, hätte Deutschland nicht seinerzeit milliardenschwere Hilfe aus dem Ausland bekommen, wir wären heute nicht eine der führenden Industrienationen.
    Und wir können es uns leisten Milliarden ins Ausland zu schicken um zu helfen. Dir, mir, der alten Oma mit wenig Rente wird nämlich nichts abgezogen damit wir das können. Keiner hat deswegen weniger in der Tasche. Oh, natürlich könnten einige auch mehr in der Tasche haben. Aber ehrlich, wenn ich mir angucke, wer bei den meisten Demos gegen Asylanten und Schutzsuchenden da mitredet und krakelt, sorry, für SOLCHE Leute haben wir wirklich keine Jobs in Deutschland. Jobs für schwachqualifizierte gibt es nämlich kaum noch. Und solche...Randgruppen haben auch nicht wirklich das Recht zu erwarten, das der Staat ihnen mehr gibt. Wofür? Für welche Leistung denn?


    Machen wir weiter, gerade in Ostdeutschland ist die Unzufriedenheit mit der deutschen Regierung ziemlich groß. Das sie diese Unzufriedenheit vor 25 Jahren noch nichtmal hätten äußern dürfen, wird dabei gerne vergessen. Und das es damals für jeden "Ossi" der rüber machte mal eben 100 DM Begrüßungsgeld gab. Einfach so. Weil man da war. Auch wenn man, wie in Berlin z.B., schon nach 1 Tag wieder zurück ging in den Ostteil.
    Aber sowas wird gerne vergessen und ausgeblendet.


    Meine These: Wer arbeiten will und bereit ist, auch an sich zu arbeiten um sich zu qualifizieren und fortzubilden, der findet auch gut bezahlte Arbeit in Deutschland und kann da sehr gut von Leben. Ein Beispiel? Ich! Vor 10 Jahren noch Hartz 4, jetzt mehr als 60.000€ im Jahr. Nur durch Arbeit und persönlichen Einsatz. Mich hat keiner an die Hand genommen und mir geholfen. Ich hab mich selber aus der Lage befreit. Also hört endlich auf zu jammern. Anpacken, nicht jammern, das ist die Devise.

  • @ silvercloud


    Zitat

    Nun, für MICH ist die Legitimation der Homoehe wichtig. Aus zwei Gründen, erstens wollen mein Mann und ich nicht heiraten, bevor das so ist, weil wir keine Ehe light oder ein Ersatzkonstrukt möchten. Zweitens drückt sich an so etwas die Fähigkeit einer Gesellschaft aus, offen auch anderes zu akzeptieren


    Absolut richtig, Akzeptanz. Eine Debatte hilft da aber nichts, sie verschlimmert das Problem sogar nur. Da hilft nur Aufklärung, ohne künstliche Fronten aufzubauen.


    Zitat

    möchten wir in einer globalisierten Welt weiterhin nicht nur mitschwimmen, sondern auch ein bisschen mitlenken, wohin das Boot denn steuert


    Ist das denn so sinnvoll, ja ist das überhaupt gerecht umsetzbar unter den momentanen Bedingungen? Da habe ich meine Zweifel, weil einer bleibt da immer auf der Strecke. bestes Beispiel, unsere Welt.


    Zitat

    Und in die gleiche Richtung zielt auch die Milliardenhilfe


    Und genau da liegt der Knackpunkt. Es kann ja ihr Ziel gewesen sein, keine Frage. Aber es gibt schon seit Jahren (siehe Gysi, siehe viele andere) ernst zu nehmende Kritik an den Rettungsschirmen, dass sie hochgradig Risiko- und Problembehaftet sind und die werden dann mir nichts dir nichts umgesetzt, in Rekordzeit. Sollte zum Aufhorchen anregen.


    Zitat

    Und wir können es uns leisten Milliarden ins Ausland zu schicken um zu helfen


    Deswegen muss man schon viel früher, nämlich an der Art und Weise des Wirtschaftens ansetzen, damit wir diejenigen, die wir aussaugen, nicht unterstützen müssen ( da ist die Globalisierung wieder, siehst du sie?)


    Unsere Welt ist endlich, da funktioniert ein jährliches Wachstum von mindestens 2% einfach nicht. Soviel kann der Dienstleistungssektor nicht kompensieren.

    Zitat

    Machen wir weiter, gerade in Ostdeutschland ist die Unzufriedenheit mit der deutschen Regierung ziemlich groß. Das sie diese Unzufriedenheit vor 25 Jahren noch nichtmal hätten äußern dürfen, wird dabei gerne vergessen


    Das hat auch seine gesellschaftlichen Gründe wie du dargelegt hast und mit der besetzenden Macht, im Westen USA, im Osten die Russen und der damit einhergehenden Prägung der Bevölkerung.


    Zitat

    Wer arbeiten will und bereit ist, auch an sich zu arbeiten um sich zu qualifizieren und fortzubilden, der findet auch gut bezahlte Arbeit in Deutschland und kann da sehr gut von Leben. Ein Beispiel? Ich! Vor 10 Jahren noch Hartz 4, jetzt mehr als 60.000€ im Jahr

    Das freut mich für dich, ehrlich. Aber diesen Weg kann schlicht und ergreifend nicht jeder gehen. Da spielen wieder sehr viele Faktoren mit rein. Die Zeit vor deiner Arbeitslosigkeit, deine sozialen Kontakte und natürlich auch eine gute Portion Zufall. Es gibt auch Menschen, die haben nicht die Möglichkeiten so etwas zu bewerkstelligen. Sei es nun einfach Pech, Schwäche (physisch und psychisch) oder Dummheit im Allgemeinen.


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  • Zitat

    Eine Debatte hilft da aber nichts, sie verschlimmert das Problem sogar nur. Da hilft nur Aufklärung, ohne künstliche Fronten aufzubauen.


    Eine Debatte ist aber notwendig, damit die Dummen sich überhaupt aufklären lassen. Und ich halte einen Großteil der CDU-Mitglieder ja nicht per se für dumm. Nur ein bisschen...rückständig. ;)


    Zitat

    Ist das denn so sinnvoll, ja ist das überhaupt gerecht umsetzbar unter den momentanen Bedingungen? Da habe ich meine Zweifel, weil einer bleibt da immer auf der Strecke. bestes Beispiel, unsere Welt.

    Mir ist nicht klar, was du damit nun sagen möchtest.


    Zitat

    ernst zu nehmende Kritik an den Rettungsschirmen, dass sie hochgradig Risiko- und Problembehaftet sind und die werden dann mir nichts dir nichts umgesetzt, in Rekordzeit. Sollte zum Aufhorchen anregen.

    Es gibt Kritik, richtig. Ob diese ernst zu nehmen ist, sehe ich anders. Insbesondere das, was die Linke und namentlich Hr. Gysi da loslässt, wirkt zwar auf den ersten Blick populistisch richtig, hinterfragt man aber und analysiert stellt man fest, Unsinn.

  • @ silver

    Zitat

    Mir ist nicht klar, was du damit nun sagen möchtest.


    Globalisierung heißt doch nichts anderes als die Öffnung der Grenzen für den Import und Export von Waren und die damit immer stärker verwobene Wirtschaft der verschiedenen Nationen.


    Eine Voraussetzung, dass dieses System aber langfristig stabil bleibt, ist, dass die teilnehmenden Staaten eine vergleichbare Wirtschaftskraft besitzen oder das die Unterschiede durch massive Zölle ausgeglichen werden.. Das ist aber eindeutig nicht so.


    Oder ganz kurz, Die Reichen werden noch reicher, die Armen noch ärmer. Die Rettungspakete für Griechenland sind dabei nur eine Symptombehandlung. Sie gehen die Ursache nicht an, den Unterschied der Wirtschaftskraft. Das wird solange laufen bis Griechenland Deutschlands Niveau erreicht, oder andersrum.


    Zitat

    Es gibt Kritik, richtig. Ob diese ernst zu nehmen ist, sehe ich anders. Insbesondere das, was die Linke und namentlich Hr. Gysi da loslässt, wirkt zwar auf den ersten Blick populistisch richtig, hinterfragt man aber und analysiert stellt man fest, Unsinn.

    Das hätte ich gerne bezüglich der Rettungsschirme erläutert. Egal ob von dir, oder irgendeiner anderen Quelle. Ansonsten kann ich dir da nur beipflichten, Die Linke ist schon sehr populistisch, wie alle anderen Parteien auch.

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  • Da du aber normalerweise doch recht vernunftbasiert argumentierst, gehe ich davon aus, das du doch breiter streust was deine Medien angeht.

    Sehr unvernünftige Aussage; keine Printmedien zu lesen, hat nichts mit Filtern zu tun. Im Internet finden sich dieselben Informationen und weitere.
    Gerade große Blätter wie der Spiegel haben übrigens selbstverständlich eine politische Agenda; die Berichterstattung ist linksgerichtet. Das kann man gut oder schlecht finden, und es ist auch nicht so krass wie bei der Bild, aber es ist so, und sorgt dafür, dass auch hier Nachrichten "präsentiert" werden. Wenn man etwas nicht mit eigenen Augen sieht, muss man Berichterstattungen dazu lesen, und die werden von Menschen geschrieben, und die haben immer Meinungen und Ansichten.
    Wie Irrwisch also sagte; den umfangreichsten Blick auf etwas bekommt man, wenn man sich zu einer Sache über mehrere verschiedene Quellen informiert, die üblicherweise alle mindestens einen Aspekt nennen, den andere Quellen für die Präsentation irrelevant hielten.


    Und ja, selbstverständlich hat Deutschland de facto auch Merkmale einer Plutokratie. Die absolut meisten Reichen in diesem Land wurden in reiche Familien geboren; dass Personen aus der Schicht, in die sie geboren werden, aufsteigen, passiert, aber es passiert selten. Die meisten Machthaber sind reiche Personen mit reichem Hintergrund. Reicher Hintergrund macht einem den Weg zur Macht leicht.
    Nur halten wir hier halt auch demokratische Wahlen ab, mit denen theoretisch viel beeinflusst werden könnte, je nachdem, wen man unterstützt - wenn Deutschland nicht ein Land wäre, das in geradezu überwältigender Mehrheit denkt, dass wir bis Ragnarök und darüber hinaus von Merkel und der CDU, de facto als Einparteiensystem, regiert werden sollten.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Also Globalisierung nur als Im- und Export von Waren zu bezeichnen halte ich für zu einfach. Dazu kommen noch Faktoren wie eine mittlerweile sehr einfache globale Kommunikation und die Möglichkeit sehr schnell in ferne Länder zu reisen.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • @ estebenjo
    Selbstverständlich ist Globalisierung mehr, sehr viel mehr. Aber ich habe keine Lust alleine 5 Zeilen nur für die Definition von Globalisierung aufzuwenden. Ich bin auch nicht dafür da, hier irgendeine Definition zu liefern die man in jedes Lehrbuch schreiben könnte. Wir alle Wissen was mit Globalisierung gemeint ist und können mit dem Begriff was anfangen. Wenn nicht, Google hilft sehr gerne. Globalisierung betrifft auch nicht nur die Kommunikation oder die Möglichkeit schnell irgendwo hin zu reisen sondern ist ein maßgeblicher Faktor in der Wirtschaft, Industrie, Kultur und Politik, natürlich durch unsere technischen Möglichkeiten und Neuerungen beschleunigt. Globalisierung gab es schon immer und wird es immer geben, in verschiedenen Bereichen, verschieden stark ausgeprägt möglicherweise sogar rückläufig, aber nicht reversibel.


    Nur wie wir sie anwenden, vorallem im wirtschaftlichen und industriellen Bereich ist maßgeblich schädlich für das menschliche Zusammenleben.


    Meine "Definition" diente lediglich zur Verdeutlichung in welchem Aspekt ich die Globalisierung meinte. Zugegeben literarisch und inhaltlich nicht auf hohem Niveau, aber nichtsdestotrotz verständlich. Ich versuche nur Gedankengänge zu übermitteln. Inhaltlich könnt ihr mich gerne in die Tonne kloppen.

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