Äußerst realistische Träume

  • Ich habe gerade darüber nachgedacht, dass ich 2 äußerst realistische Träume in meinem Leben hatte. Ich will es einfach mal erzählen ohne da jetzt irgendwas übersinnliches oder außergewöhnliches rein zu interpretieren, vielleicht geht es ja nicht nur mir so.
    Einen der Träume habe ich immer wieder seit ich klein bin ( 5 oder 6 würde ich sagen ). Ich sollte vielleicht dazu sagen, ich "leide" schon eine Weile unter Schlafproblemen. Ich habe Probleme mit dem Einschlafen und hatte schon öfters Schlafparalyse und einmal etwas, das ich mir nicht als Schlafwandeln erklären kann, anders aber auch nicht. Also der Reihe nach.


    In dem einen Traum den ich immer wieder habe altere ich nicht, also ich erlebe ihn jedes mal genauso wie beim ersten mal. In dem Traum stehe ich in der Wohnung in der ich mit meiner Mutter als Kind gelebt habe im Bad gemeinsam mit meinem 2 jahre älteren Cousin, ich schaue zur Tür raus aber statt dem Flur ist dort der Garten meiner Tante in dem ein (unbekannter) alter Mann steht. Der alte Mann kommt langsam und geräuschlos näher, blickt mich die ganze Zeit an und auch wenn er sonst nichts tut bin ich überzeugt, dass er mich töten und fressen will und kurz bevor er da ist wache ich jedes mal auf. <- Ich weiß etwas creepy aber das habe ich glaube ich noch keinem erzählt außer meinem Cousin.


    Den zweiten äußerst realen Traum ( also ich meine real im Sinne meiner Wahrnehmung, nicht der Handlung an sich ) hatte ich mit ca. 12 oder 13 Jahren. Das "Interessante" an diesem war, dass ich ihn nicht aus meiner Sicht erlebt habe sondern aus der eines Wolfes. Ich habe keine besondere Bindung zu diesen Tieren oder am Wald oder ähnlichem. In dem Traum ist nichts besonderes vorgefallen, ich bin im Grunde nur rum gelaufen aber alles was ich tat hat sich sehr real angefühlt.


    Und zu guter letzt das eine mal, das ich mir wirklich nicht erklären kann war mit 15 in London. Damals habe ich in einem Hotel nahe der Londoner Innenstadt übernachtet und ich habe geträumt ich würde den Hotelflur entlang laufen bis zum Ende. Am Ende angekommen habe ich auf einen Alarm ausgelöst. Danach wurde ich vom Feueralarm wach, allerdings: Fehlalarm. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Traum in Wahrheit nur einige Sekunden ging und das reale Alarmgeräusch vor dem Traum da war.


    Hat vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen mit sehr realen Träumen gemacht ?

  • War dir währenddessen bewusst, dass du träumst? Könnten dann luzide Träume gewesen sein.
    Falls nicht - Träume, die einfach deutlich realer als andere scheinen (bei denen man aber nicht weiß, dass man träumt), nennt man normalerweise Wahrträume. Es ist nicht bekannt, woher das kommt, aber ein Großteil aller Personen hat das ab und an. Diese Träume hinterlassen dann nach dem Aufwachen auch deutlich mehr Eindruck als sonst. Müsste ich vermuten, würde ich mal sagen, dass das Hirn an solchen Tagen auf Hochtouren arbeitet, weil irgendwas besonders stark verarbeitet werden muss. Alternativ hat man evtl. manchmal nen deutlich freieren Kopf als sonst und nimmt daher die Träume stärker wahr. Man weiß es nicht.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Hi Axel. Ich kenne das gut, ich weiß eigentlich fast immer, daß ich träume, wenn ich träume. Es ist bei mir eher die Ausnahme, daß ich mir dessen nicht bewußt sind. In meinen Träumen sehe ich die "Welt" glasklar, so als ob ich wach wäre, auch Geräusche oder Gerüche kann ich wahrnehmen in meinen Träumen. Seltsamerweise oder vielleicht auch nicht seltsamerweise, kommt der Geschmack nicht dem gleich, wie im "realen" Leben.


    Bisweilen kann ich auch Einfluß auf meine Träume nehmen. Das ich fliegen kann und manchmal sowas wie zaubern, gehört schon zu meiner Traumnormalität. ;)

  • Also bei dem Traum mit dem alten Mann bin ich mir mittlerweile bewusst, dass ich träume aber bei den anderen Träumen nicht. Mit luziden Träumen habe ich mich noch nie näher befasst bisher. Muss man sowas nicht normalerweise üben ?

  • Man kann das üben, aber manche "können" es auch so. Ich bin mir regelmäßig mal bewusst dass ich träume, aber nicht immer. In den Situationen kann ich dann auch bei Bedarf bewusst aufwachen, indem ich mich im Traum darauf konzentriere, die Augen zu öffnen.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Ich hatte mal einen Traum, der mir total real vorkam. Er lässt sich wahrscheinlich ganz einfach erklären, denn im Nachbarhaus wohnte zu der Zeit ein Drogendealer. Da es eine ruhige Wohngegend mit kleinen Häusern war und jeder jeden kannte, fiel das natürlich sehr stark auf. Die ganze Nachbarschaft wurde terrorisiert. Die unmittelbaren Nachbarn, also auch mich, traf es natürlich besonders schlimm. Soweit der Hintergrund, nun der Traum. Ich ging im herbstlichen Nebel frühmorgens im Wald spazieren. Außer mir war kein Mensch weit und breit unterwegs. Dann kam eine Gruppe von Jugen[font='Comic Sans MS, sans-serif']dlichen auf mich zu. Sie hatten einen Kampfhund bei sich und [font='Comic Sans MS, sans-serif']machten sich einen Spaß dar[font='Comic Sans MS, sans-serif']aus, mich zu hetzen als ob ich [font='Comic Sans MS, sans-serif']Jagdwild wäre. Ich lief davon, hatte aber natür[font='Comic Sans MS, sans-serif']lich keine Chance dem Hund zu entkommen. Er biss mir mehrmals in die Hand und in den Arm. Die Wunden bluteten sehr stark und die Schmerze[font='Comic Sans MS, sans-serif']n waren sehr [font='Comic Sans MS, sans-serif']schlimm. Sie waren so schlimm, dass ich aufwachte. Aber nach dem Aufwachen hörten die Schmerzen nicht auf. Das könnte man damit erklären, dass ich [font='Comic Sans MS, sans-serif']mir im Schlaf den Arm und die Hand verdreht habe. ABER [font='Comic Sans MS, sans-serif']ICH KONNTE GANZ GENAU SPüREN[font='Comic Sans MS, sans-serif'], WIE MIR DAS BLUT DEN ARM HINUNTERLIEF! Ich dachte noch: "Das kann doch nicht sein, Verletzungen im Traum bluten nicht in der Realität." Da es sehr dunkel, war konnte ich nichts sehen. Ich ging ins Bad um die Wu[font='Comic Sans MS, sans-serif']nden zu versorgen. Auf dem Weg dorthin versuchte ich, den Arm abzudrüc[font='Comic Sans MS, sans-serif']ken um die Blutung zu stoppen. Aber es hörte nicht auf. Arm und Hände [font='Comic Sans MS, sans-serif']trieften vor Blut und es strömte immer weiter. Dann war ich im Bad un[font='Comic Sans MS, sans-serif']d knipste das Licht an. Und natürlich - es gab keinen einzigen Tropfen Blut, nirgendwo. Auch das Gefühl der Nässe war in dem Moment als ich meinen Arm sah weg, ebenso die Schmerzen, die bis dahin ebenfalls unvermindert angehalten hatten. Ich habe so etwas niemals vorher oder hinterher wieder erlebt. Ist das normal? Woher kommen diese realistischen aber trotzdem nur eingebildeten Empfindungen?

    ich weiß eigentlich fast immer, daß ich träume, wenn ich träume

    Ungefähr zu der Zeit als ich diesen realistischen [font='Comic Sans MS, sans-serif']Traum hatte, hatte ich merhrere luzide Träume. Es ging nur um Alltagsbegebenheiten. Ich träumte zum Beispiel, dass ich über die Straße gehe. Besonders daran war nur, dass es exakt die Straße war, in der ich damals wohnte. Normalerweise ist im Traum ja alles verfremdet. Ich dachte im Traum, dass ich mich jetzt theoretisch vor ein Auto werfen könnte, es würde mir ja nichts passieren und ich überlegte, ob das im luziden Traum trotzdem mit Schmerzen oder [font='Comic Sans MS, sans-serif']Angst verbunden wäre und ob ich dann aufwache. Aber dann kam mir ein Gedanke, der mich echt verängstigte. Was wäre, wenn ich gar nicht [font='Comic Sans MS, sans-serif']träume? Was wäre, wenn ich tatsächlich auf der Straße gehen würde und mir nur einbilde dass ich träume? Dann würde ich in der Realität überfahren werden. Ich passte also ganz genau auf, [font='Comic Sans MS, sans-serif']nicht aus Versehen zu stolpern und ungewollt auf die Straße zu fallen. Damit endete der luzide Traum. Aber morgens beim Aufwachen fühlte ich mich verängstigt. Ein unterschwelliges Angstgefühl hieltnoch einige Zeit an. Die anderen Träume dieser Art liefen alle nach demselben "Strickmuster" ab. Aber nicht alle hatten so einen dramatischen Inhalt, wie mich vor ein Auto zu werfen, wobei es mir ja nur darum ging, auszuprobieren was dar[font='Comic Sans MS, sans-serif']aufhin in einem luziden Traum geschieht, es war keine Suizidabsicht. In einem anderen Fall träumte ich, das ich dem Sohn meiner Freundin sein Fläschchen gab. Aber er war quengelig und ich hatte keine Lust mehr ihn zu füttern. Also dachte ich[font='Comic Sans MS, sans-serif']: "Lass ihn einfach auf dem Sofa liegen, ist ja nur ein Traum." Aber dann bekam ich wieder die[font='Comic Sans MS, sans-serif']selbe Angst wie beim anderen Traum und malte mir aus, wie das Baby [font='Comic Sans MS, sans-serif']IN DER REALITÄT vom Sofa fällt, bloß weil ich mir eingebildet habe, ich würde träumen. Auch in diesem Fall hielt [font='Comic Sans MS, sans-serif']eine unterschwellige Angst noch nach dem Aufwachen an. Hast Du auch solche Ängste wenn Du luzide Träume hast[font='Comic Sans MS, sans-serif']? Ich hatte mich vorher nie damit beschäftigt und nach kurzer Zeit hörte das zum Glück von selber wieder auf und ist nicht mehr wiedergekommen.

  • Wenn ich nicht sicher bin, ob ich träume, wende ich einen Trick an. Ich tue etwas, daß im "realen" Leben nicht möglich ist. Meistens ziehe ich meine Beine leicht an und schwebe dann ca. 20 cm über dem Boden. Das funktioniert bei mir, vermutlich, weil ich es öfter getan habe.


    Ebenso fällt es mir leicht aus Träumen aufzuwachen. Hat wahrscheinlich was mit Übung und auch mit Veranlagung zu tun. Genau genommen, weiß man ja nicht wirklich viel über Träume.

  • Genau genommen, weiß man ja nicht wirklich viel über Träume.


    Oh, ich dacte immer, Träume wären sehr gut erforscht worden. Die Psychologie sagt ja sehr viel über Traumdeutung. Ob das alles aber wirklich so stimmt? Und die Gehirnforschung hat sich doch, soviel ich weiß, intensiv mit den bio-chemischen Vorgängen im Gehirn während der verschiedenen Traum- und Schlafphasen beschäftigt. Oder irre ich mich da? Auf jeden Fall vielen Dank für die Tipps!

  • Das ist richtig, man weiß recht gut, was biochemisch passiert. Jedoch den genauen Grund für das Träumen, weiß man nicht wirklich. Ebenso ist auch die Traumdeutung nur ein Ansatz, um das ganze erlärbar zu machen.


    Es gibt halt viele Vermutungen, wieso der Mensch träumt, und Spekulationen, ob oder was Träume bedeuten können oder sollen. Ich persönlich liebe es zu träumen. Ich freue mich eigentlich jede Nacht schon auf das, was ich wohl träumen werde. Es ist für mich, als würde ich andere Persönlichkeiten annehmen und Abenteuer erleben. Wenn ich wirklich interessante oder faszinierende Träume habe, schreibe ich sie auf. Ich hoffe, ich kann davon irgendwann mal einen Roman machen ;)

  • Das ist Humbug. Man weiss warum man träumt, das ist auch keine allzuschwere Frage, was man aber nicht kann ist Träume aufzuschlüsseln. Einfach weil es auch viel zu individuell ist etc. Man weiss ganz genau Warum ein Mensch träumt, Wie ein Mensch träumt, Welche Hirnregionen zuständig sind und so weiter. Man träumt damit das Unterbewusstsein alle Eindrücke, Wahrnehmungen, Erlebnisse und Ähnliches die man hatte verarbeiten kann, es tauscht sich so gesehen das Bewusstsein mit dem Unterbewusst sein aus, aber im Unterbewusstsein fehlen einfach viele Funktionen weswegen die Informationen anders verarbeitet werden als im Bewusstsein.

    Fürchte dich nicht vor dem Mann mit vielen Narben, sondern fürchte den, der sie Verursacht hat.

  • Jedoch den genauen Grund für das Träumen, weiß man nicht wirklich.


    Ich habe mal gelesen, dass man Wahnvorstellungen und Halluzinationen bekommen würde wenn man nicht träumt. Aber später las ich dann, das würde nicht stimmen und wäre mittlerweile widerlegt. Weißt Du genaues darüber? Aber ich fürchte, mittlerweile hat unser Dialog mit dem eigentlichen Thema der realistischen Träume nichts mehr zu tun.

  • Es ist kein Humbug. Man weiß nur, daß das Gehirn Sinneseindrücke vermutlich sortiert. Genau kann das aber keiner sagen. Hier mal ein paar Quellen zu dem Thema, wen es denn interessiert.


    http://www.zeit.de/zeit-wissen…eume-funktion-bewusstsein


    http://www.sueddeutsche.de/wis…rum-traeumen-wir-1.295296


    http://www.geo.de/GEOlino/mens…alles-schaeume-63106.html


    Selbst in diesen drei Links findest über ein halbes Dutzend unterschiedliche Ansätze. Das man träumen muß, bestreitet niemand. Nur wieso man genau träumt ist bis dato NICHT sicher.

  • Realistische Träume ..


    Oh ja, ich hatte bis vor einigen Jahren, oder besser gesagt vor vielen Jahren, nehme an, da war ich so 4-8 Jahre alt, ab und an auch so realistische Träume.
    Ich kann dir zwar nicht mehr sagen, worum es da ging, aber ich weiß heute noch bei einigen Träumen nicht, ob die wirklich geschehen sind, oder ich das alles nur geträumt habe, weil es einfach so "real" war, dass ich mir sicher bin, es ist passiert, aber ich kann es wirklich nicht mit Bestimmtheit sagen.
    Habe mir oft den Kopf darüber zerbrochen, weiß inzwischen nur, dass ich es nicht sicher weiß.


    Kommt wohl einfach mal vor.

  • Und zu guter letzt das eine mal, das ich mir wirklich nicht erklären kann war mit 15 in London. Damals habe ich in einem Hotel nahe der Londoner Innenstadt übernachtet und ich habe geträumt ich würde den Hotelflur entlang laufen bis zum Ende. Am Ende angekommen habe ich auf einen Alarm ausgelöst. Danach wurde ich vom Feueralarm wach, allerdings: Fehlalarm. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Traum in Wahrheit nur einige Sekunden ging und das reale Alarmgeräusch vor dem Traum da war.


    London = Newyork... Hotelflur= Spielzeugladen
    du hast vor dem Schlafengehen "Kevin allein in Newyork" gekuckt


    tja Leute so muß man Träume deuten... :mrgreen:

  • Ich möchte das Thema auch sehr gerne aufgreifen. An sich Träume ich sehr selten, aber wenn ich mal Träume, sind es teilweise Träume die Böse enden und wo ich nassgeschwitzt im Bett aufwache. Dann habe ich noch seltene Träume, die aus irgendeinen Grund kleine, kurze Geschehnisse in meiner Zukunft wiederspiegeln, als ob das so eine Art dejavue wäre z.B wie mein Tag verlaufen ist, wen ich getroffen habe und wie der Tag ausgeht, wie das Fernsehprogramm aussieht oder was am Tag passiert, was mir dann so vorkommt, als ob ich die "Erlebnisse" schon mal gehabt habe. Ich würde das so bezeichen, aber ich hoffe, man kann mir hier eine hilfreiche Antwort liefern oder das Thema nochmal in einen anderen Licht darstellen ;)