Von Aliens konstruierter Ring um einen Stern?

  • Ich finde die Formulierung aus deinem geposteten Link süß: "Schon in rund einer Billion Jahren..."


    Ich mein, wir haben gerade nen gutes zehntel davon geschafft und das war schon unvorstellbar lang.


    Na wenn man davon ausgeht, dass bei einer Billion auch wirklich eine Billion gemeint ist (ich verweise auf viele viele Übersetzungsfehler vom der englischen "Billion" ins die deutsche Sprache..), dann haben wir nicht ein Zehntel davon geschafft, sondern ne ganze Ecke weniger. ;-)
    Davon mal abgesehen halte ich die Überlegung von einer kompletten Dyson-Späre für sehr gewagt. Wenn ich mich nicht verrechnet hab, benötigt man für eine Schale um die Sonne in 1AE Entfernung mit 200 Metern Dicke Pi-mal-Daumen 0,01 Sonnenvolumen. Das ist ne ganze Menge Holz.....Na sei´s drum. Irgend jemand ist da draussen. Da bin ich ganz Mulder..... ;-))



    Grüße aus dem schwarzen Wald,
    thorfynn aka Michael

  • Um dem Thema ein Update zu verpassen möchte ich hier zwei Artikel von GreWi-Aktuell verlinken. Ich gebe euch absichtlich keine Zusammenfassung, außer der Aussage, dass immer im Wechsel folgendes berichtet wird:


    - Doch Aliens
    - Keine Aliens


    Die Aussage "Keine Aliens" folgt beinahe immer reaktiv auf die vorlaufende Annahme.
    Hervorheben möchte ich das deswegen, da im ersten von mir verlinkten Artikel ein Modell vorgestellt wird, dass nicht nur plausibel klingt, sondern die gemessenen Daten im Grunde bestätigt. Es ist eine Hypothese, mehr nicht, aber eine sehr gut ausgearbeitet, wie ihr sehen werdet.
    Wenige Tage später folgt dann die Verneinung und Veröffentlichung einer "viel plausibleren" Erklärung.


    Ich bin auf eure Reaktionen und Meinungen gespannt.


    "Doch ferne Super-Zivilisation? Stellarer Bergbau bislang beste Erklärung für KIC 8462852?"


    Ich hatte keine Ahnung, dass man auf solche Weise sogar Sterne abernten kann :shock: Wahnsinn!


    "Doch keine Aliens? Neuer astrophysikalischer Erklärungsansatz für KIC 8462852"


    Für mich eine weitere, lahme aber ebenfalls plausible Erklärung. Wobei mir einige Punkte aufstoßen, die ich gerne später/morgen mit euch diskutieren möchte.
    So, guten Morgen allerseits,


    nun möchte ich kurz, wie angekündigt, auf einige Aspekte des Titels "Doch keine Aliens? Neuer astrophysikalischer Erklärungsansatz für KIC 8462852" eingehen. Es geht um die Hypothese, dass sich der Heimatstern einen Planeten verschluckt haben könnte. Möglich und gar nicht unwahrscheinlich, korrekt. Das passiert gerade während der frühen Jahrtausende. Aber unabhängig davon.
    Wenn man sich nun vorstellt wie so etwas abläuft, dann empfinde ich diese Aussage


    "Laut den Berechnungen der Wissenschaftler könnte dieses Ereignis – also das Verschlingen des Planeten durch seinen Stern – irgendwann vor 200 bis 10.000 Jahren stattgefunden haben."


    als ziemlich dünn. 200 - 10.000 Jahre? Eine große Zeitspanne für den Prozess, oder? Nach meiner Vorstellung passiert ja folgendes, nicht lineares Szenario:


    - Der Planet ist a) bereits zu nahe an seinem Stern dran oder b) driftet mit der Zeit dorthin. So lange geschieht also noch nicht viel, abgesehen davon, dass es jeden Tag wärmer wird, bis auch eine kurze Hose bereits viel zu viel ist
    - Und damit gleitet der Planet in Phase 1 seiner Zerstörung: Aufheizung. Die Oberfläche, sofern vorhanden, beginnt zu schmelzen. Wasser ist längst verdampft und vom Sonnenwind fortgeweht in die tiefen des Weltalls.
    - Phase 2: Verformung. Durch die immer größere Annäherung und der damit ansteigenden Zunahme des gravitativen Einflusses auf seine Oberfläche wird er Planet immer mehr zum Football.
    - Phase 3: Desintegration. Durch die gewaltige Gravitation beginnt der Planet seine Integrität zu verlieren. Erste flüssige "Tropfe" -Wahrscheinlich von der größe kleiner Monde- lösen sich und stürzen in Richtung der Sonne
    - Phase 4: Völlige Zerstörung. Der geschmolzene Football verliert alle Struktur und dissipiert. Seine Bestandteile gehen allesamt auf Kollisionskurs und schlagen auf der Sonne ein. Ein ganz gutes Bild dazu, fand vor einigen Jahren in unserem System in kleinem Maßstab statt. Shoemaker Levy 9 nähert sich Jupiter, zerbirst und schlägt auf dem Planeten ein.


    So weit, so vorstell- und nachvollziehbar. Aber 10.000 Jahre erscheinen mir doch recht lang, oder was meint ihr? Das Zentralgestirn von KIC 8462852 ist ein Hauptreihenstern der Spektralklasse F, er ist also größer, 5x heller und etwas heißer als unsere Sonne (Spektralklasse G). Entsprechend liegt die habitable Zone weiter vom Stern entfernt als bei uns.


    Aber um oben wieder anzuschließen:
    Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Überreste und eventuelle Monde in exzentrischen Umlaufbahnen um dessen Sonne schwirren. Möglich, denn so kann man die großen Zeiträume untermauern. Andererseits spricht aus meiner Sicht die zuverlässige Periode der Verdunklung dagegen. Alle 792 Tage bricht die Helligkeit ein.
    Objektiv bleibt jedoch die Tatsache, dass für beide Szenarien; also die künstliche Struktur und die Planetenbrocken; zu wenig Aufzeichnungen vorliegen um zu 100% behaupten zu können, es wäre alle 792 Tage eine Abdunklung festzustellen.


    Von daher halte ich die Aussage von Jason Wright, dem Astronomen der zuerst eine künstliche Megastruktur in die Runde warf, für vollkommen überzogen. Er sagte:


    "Dieser Ansatz katapultiert ein ‚Merger-Szenario‘ also das Verschmelzen eines Planeten mit seinem Stern ganz oben in die Liste potentieller Erklärungen."


    Das Szenario von Prof. Dr. Eduard Heindl klingt für mich in jeder Hinsicht sehr viel plausibler. Nicht weil ich dort unbedingt eine fremde Spezies haben will, sondern weil seine Ergebnisse auf sehr guten und ausführlichen Gedanken fußen, die er mit Berechnungen untermauern konnte. Aber wie er selbst schon sagte. Seine Hypothese steht und fällt mit Ablauf der 729 Tage Frist.

  • Hey, also ich habe mir mal beide Berichte durchgelesen. Da ich aktuell zwecks Klausurphase eher durch Mikroskope als durch Teleskope gucken muss, habe ich mich jetzt gedanklich nicht sonderlich damit auseinandergesetzt. Daher erscheint mir die Bergbau Variante durchaus plausibler. Aber es sind halt, wie Prof. Dr. Heindl schon sagte, nur Hypothesen. Hier muss einfach weitere Forschung betrieben werden und dann wird sich zeigen, welche verworfen werden und welche zu Theorien heranwachsen.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Hmm, ich halte die Bergbautheorie jetzt für weiter hergeholt. Sie arbeitet ja mir unheimlich vielen Annahmen über Dinge, von denen man nicht weiß, ob sie überhaupt existieren. Während die Theorie die Aliens ausklammert sich auf Dinge bezieht, von denen wir bereits wissen, dass sie existieren. Und gemäß der Prämisse, dass man vom Bekannten das Unbekannte erklären soll, finde ich den Astrophysikalischen Ansatz wahrscheinlicher.


    Das es Absonderlichkeiten bei der Planetenbildung gibt, zeigt am besten unser Mond, der im Vergleich zu unserem Planeten viel zu groß ist. Dadurch hat er natürlich stabilisierende Wirkung, bremst uns aber auch aus und entfernt sich immer mehr.


    Auch unsere Planeten bewegen sich auf eliptischen Bahnen und so könnte ich mir auch vorstellen, dass bei einem nahen Vorbeiflug die Sonne vielleicht einem Planeten den Mond geklaut haben könnte.

  • Das ist mir bekannt, Callim, mir ging es darum ein Beispiel zu bringen, aus dem hervorgeht, wieviele Varianten es im Universum gibt. Wenn man sich die unglaubliche Anzahl von Sternen vor Augen führt, und das Sterne Planeten haben scheint mehr die Regel als die Ausnahme zu sein, dann ist klar, dass es viele Sonderfälle gibt, die wir noch gar nicht kennen. Und dann sind die Sonderfälle vielleicht auch gar nicht die Besonderheiten, sondern die Regel. Das können wir aber noch nicht wissen, weil wir gerade erst anfangen, diese Strukturen zu entdecken. Es ist uns überhaupt erst seit 25 Jahren möglich, Exoplaneten sicher zu bestimmen. Das ist verschwindend gering. Und auch wenn wir die Methodik permanent verbessern, von einem globalen Überblick sind wir noch weit entfernt.

  • Hmm, ich halte die Bergbautheorie jetzt für weiter hergeholt.


    Ich halte sie für genau so plausibel wie auch deine Überlegungen dazu. Denn deine Argumentation kann ich auch auf das eventuelle Vorhandensein einer fremden Zivilisation ohne Einschränkungen anwenden. Mit dem Unterschied, dass die noch schwerer zu entdecken sind als Exoplaneten ohnehin schon.


    Das es Absonderlichkeiten bei der Planetenbildung gibt, zeigt am besten unser Mond, der im Vergleich zu unserem Planeten viel zu groß ist. Dadurch hat er natürlich stabilisierende Wirkung, bremst uns aber auch aus und entfernt sich immer mehr.


    Die Absonderlichkeiten sind ja das Aufregende. Sie regen zum Nachdenken an und das hat Prof. Dr. Heindl mal getan. Er hat sich mit einer Zivilisation auseinandergesetzt und kam auf die Möglichkeit, dass die evtl. bereits ihren Stern abernten.
    Und Fakt ist bislang, dass sie die astrophysikalischen Ansätze weniger gut mit den Daten in Einklang bringen lassen als die Ergebnisse seiner Hypothese. Natürlich ist mir bewusst, dass eine hypothetische Auswertung, hypothetischer Daten nicht zwingend der Realität entsprechen muss oder gar wird. Er wird seine Ansätze möglicherweise erneut überdenken bzw. ergänzen müssen und dann kann man sehen ob seine Ergebnisse immer noch so quasi perfekt den aktuellen Messdaten entsprechen.
    Wann waren die 792 Tage um? ;):D

  • Alles das ist richtig, Manetuwak, aber wenn ich einen Umstand mit bekannten Dingen erklären kann, wieso muss ich dann hypothetische Dinge ersinnen um eine alternative Erklärung zu haben?


    Natürlich, etwas ähnliches erleben wir gerade bei den Flat-Earthern die versuchen, bekanntes und erwiesenes neu zu beweisen, quasi mit "alternativen Fakten", lach. Folgen wir der Wahrscheinlichkeit sind Aliens einfach unwahrscheinlicher, als natürliche Variationen.


    In diesem Zusammenhang sei auf die Pulsare verwiesen, die ebenfalls am Anfang für Zeichen künstlicher Intelligenz gehalten wurden. Bis man feststellte, dass sie sich weitestgehend natürlich erklären lassen (von einer elementaren Ausnahme abgesehen).

  • Das ist es ja, sie können es nur unzureichend. Aber am Ende ist es auch egal, denn selbst wenn es tatsächlich andere Wesen wären, dann wäre das zwar eine unglaubliche Sensation aber sie brächte uns kaum weiter. Sie wären unerreichbar in jeder Hinsicht.
    Allerdings würde das gleichzeitig bedeuten, dass wir mit unseren Annahmen, was alles möglich ist; technologisch meine ich damit; gar nicht so falsch lagen. Und es würde bedeuten, dass eine solche Spezies ähnliche Denkmuster aufweist wie die unseren. Sie scheinen sich die selben Fragen bezüglich der Machbarkeit und Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit zu stellen.


    Wo genau sind sie denn unwahrscheinlicher als andere Erklärungen?
    Sie sind genau so wahrscheinlich wie wir.
    Drake - Gleichung, Fermi-Paradoxon etc. pp. . Jede einzelne Hypothese kann gleichwertig richtig wie falsch sein... Es sind quasi Hypothesen die der Heisenbergschen Unschärferelation unterliegen ;)


    Welche Ausnahme meinst du gerade?

  • Zitat

    Wo genau sind sie denn unwahrscheinlicher als andere Erklärungen?
    Sie sind genau so wahrscheinlich wie wir.


    Außerirdische sind ebenso wahrscheinlich wie wir. Ich persönlich bin überzeugt davon, dass es sie gibt. Allerdings, im Gegensatz zu anderen Planeten und Planetenkonstellationen, haben wir sie eben noch nicht nachgewiesen. Gehe ich den Planetenansatz, dann komme ich von etwas Bekanntem und folgere daraus auf etwas Unbekanntes.
    Gehe ich den Ansatz der Außerirdischen, nehme ich etwas Unbekanntes und versuche daraus, Schlussfolgerungen auf etwas anderes Unbekanntes zu ziehen.
    Und der gesamte hypothetische Ansatz funktioniert nur, wenn ich den Außerirdischen die gleichen logischen und existentiellen Grundlagen zuordne, wie wir die haben. Dabei ist man sich ja gar nicht so sicher, ob Aliens denn, so wie wir, auf Kohlenstoff und Wasser basieren. Das es Leben geben wird, scheint unbestreitbar zu sein. Ob es aber so hoch entwickelt ist wie wir oder sogar höher entwickelt, ist fraglich.


    Die Drake Gleichung arbeitet ja mit Wahrscheinlichkeiten um das Auftreten einer intelligenten Lebensform vorauszusagen. Dabei werden aber keine Gewissheiten, sondern nur Wahrscheinlichkeiten angegeben. Bis zum ersten Nachweis außerirdischen Lebens kann es genau so gut sein, dass wir die absolute Ausnahe sind, die Abweichung von der Norm. Da wir selber die Abweichung sind, ist es schwierig die Norm festzulegen. Auf den Standpunkt kommt es an.
    Sobald wie wir einmal extraterrestrisches Leben sicher bewiesen haben, stimmte ich dir sofort zu. Bis dahin ist es lediglich spekulativ, ob es irgendwo anders noch "Leben" gibt. Die Existenz von Planeten ist aber nicht spekulativ.

  • Ihr biologischer Aufbau ist ja sogar bestenfalls zweitrangig. Ausschlaggebend sind die Annahmen darüber ob und in wie weit sie ein Expansions- und technologisches Entwicklungsstreben haben. Fehlt das, fehlt auch jede Grundlage um ein solch erdachtes Konstrukt überhaupt bauen zu wollen. Es könnte ein Planet voller Schafe sein, deren DNA keine Doppelhelix aufweist sondern aus frei schwimmenden Fingerhüten besteht, deren Augen viereckig sind und deren Wolle nur mit schwerem Bergbaugerät gewonnen werden könnte.
    Du hast insoweit recht, als das es objektiv betrachtet die unwahrscheinlichere Möglichkeit von Zweien ist, darüber brauchen wir nicht diskutieren.
    Die Daten vom Herrn Professor sind aber, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist oder er Schindluder getrieben hat um Aufmerksamkeit zu bekommen, durchaus mal erfrischend und auch nachvollziehbar.


    Die Drake-Gleichung ist objektiv betrachtet totaler Müll, da sie eine Menge "Vielleichts" miteinander multipliziert, mehr nicht. Ich halte das Fermi-Paradoxon für wesentlich ehrlicher und auch aussagekräfter, selbst wenn das eben bedeutet, dass wir jetzt gerade die Einzigen sind es aber vor und nach uns wieder welche geben wird die sich dann aber eventuell sogar gegenseitig entdecken.


    Welche Ausnahme bei den Pulsaren meintest du?

  • Also ich hatte Tabby's Star erst diesen Montag in meiner Astro-Vorlesung gehabt (ging um Exoplaneten) und auch heute noch mal in meiner Übungsgruppe zu Astronomie. Mein Dozent nannte dort drei Möglichkeiten für diese seltsamen Lichtveränderungen. Theorie 1 ist, dass ein zerbrochener Planet vor dem Stern vorbeigezogen ist. Dies ist übrigens unter Astronomen die am häufigsten vertretene Vermutung. Es kann ja durchaus passieren, dass, wenn ein großer Planet seinem Stern sehr nahe ist, dieser dank den Gezeitenkräften, welche auf dem Körper wirken, auseinanderreist. Ich persönlich halte das für sehr Plausibel. Die zweite Theorie besagt, dass ein großer Haufen an Kometen sich Richtung des Sterns begeben haben. Allerdings ist da die Frage, wieso auf einmal so viele Kometen dort auftauchen. Kometen befinden sich ja immer im äußeren Bereich des Sternsystems und dort in stabilen Bahnen. Hin und wieder kann es vorkommen, dass welche durch äußere Kräfte von ihrer Ursprünglichen Bahn abgelenkt werden und auf neuen Bahnen Richtung Stern sich bewegen. Allerdings sind das immer einzelne Objekte. Große Bombardements treten dagegen nur in der Anfangszeit eines Sternsystems auf (was so für uns auch ganz gut ist). Somit bleibt halt die Frage offen, was für diese große Anzahl an Kometen gesorgt hätte. Und naja, die dritte Theorie ist halt diese Dyson-Sphäre. Dies ist in der Tat eine in der Astronomie diskutierte Theorie. Wie oben erwähnt, halte ich aber das mit dem Planeten für am Wahrscheinlichsten. Was mir bei der Betrachtung der auf Wikipedia zu vorhandenen Graphen auffällt ist, dass die Abdeckungen von 2011 relativ Kurz war, während die von 2013 schon etwas länger dauerte. Ich erkläre mir das so, dass die Überreste des Planeten zu den jeweiligen Zeitpunkt unterschiedliche Ausmaße hatten und deswegen auch die unterschiedlichen Zeiträume der Verdunklung zustande kamen.

    "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht."

    ~Albert Einstein

  • http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21490-2017-05-24.html


    Tabby's Star beginnt erneut sich zu verdunkeln. Die Forscher erhoffen sich dieses mal nun hinweise für den Grund des verdunkeln zu finden. Das könnte dieses mal möglich sein, da man nun beim Prozess der Verdunklung quasi live beobachten kann. Ich persönlich glaube ja weiterhin, dass es ein zerbrochener Stern ist, aber wer weiß, eventuell finden die Wissenschaftler ja was ganz anderes heraus.

    "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht."

    ~Albert Einstein

  • Zitat von Vargo

    ...dass die Überreste des Planeten zu den jeweiligen Zeitpunkt unterschiedliche Ausmaße hatten und deswegen auch die unterschiedlichen Zeiträume der Verdunklung zustande kamen.


    Derweil 2 Jahre zwischen den beiden Messungen lagen, könnte es nicht auch sein, dass in diesem Zeitraum die Bruchstücke näher an den zentralen Stern gekommen sind und damit die Abdeckungsphase einfach länger dauert?


    Ok, alternativ könnte auch die Dysonsphäre größer geworden sein...hüstel.

  • So, heute gelesen, dass man nun bei Tabbys Stern die Theorie bezüglich einer Dyson-Sphäre ausschließt und man hier wirklich von einer Staubwolke ausgeht. Grund ist, dass die Astronomen beobachtet haben, dass die Verdunklung je nach Wellenlänge unterschiedlich stark ist, was wiederum bedeutet, dass es sich dabei nicht um ein massives lichtundurchlässiges Objekt handelt, sondern eher um etwas, was das Licht in verschiedenen Wellenlängen unterschiedlich stark absorbiert und andere eher durch lässt, was für eine Staubwolke spricht. Was genau daran Schuld ist, ist noch nicht endgültig geklärt. nach wie vor gelten die Theorien, dass es Staubwolken von einem zerbrochenen Planeten oder einem Kometen sind. Auch gut möglich ist, dass es sogar mehrere Gründe gibt (z.B. neben den Staubwolken auch ganze Kometen), die für weitere kurzzeitige Verdunklungen sorgen. Aber eine Alienbasis schließen die Astronomen dagegen so ziemlich aus. Hätte ich mir persönlich eh nicht vorstellen können, wie man um einen so großen Stern eine riesige Basis hätte bauen können.


    http://www.spektrum.de/news/nu…-vor-tabbys-stern/1508935

    "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht."

    ~Albert Einstein

  • Hey Vargo,


    hab ich vorgestern auch Gelesen und ich glaub es kam schon irgendwo mal kurz im Fernsehn in einem Kurzbeitrag wurde es glaub ich erwähnt.


    Ein bekannter von mir meinte auch das es in manchen Fachkreisen bereits zu der Annahme kommt, das es sich um einen sich auflösenden Planeten handeln könnte, welcher sich von seinen Feststoffen trennen könnte und so zusagen "Pulverisiert".


    Ist aufjedenall ein Interessantes Phänomen.


    grüße


    Black Crow

    "You believe that the Strong exist to cull the weak. To use them as Food. But you are Mistaken. The strong exist, not to feed off the weak, but to protect them!" - Rurouni Kenshin (Film)


    To Fear Death is a Choice - Charles Vane Black Sails

  • Hi Black Crow


    Ja, das mit dem sich auflösenden Planeten hatte ich ja hier damals schon mal beschrieben. War wegen den Gezeitenkräften, welcher auf einen um das größere Objekt kreisenden kleineren Objekt wirken und diesen dann zerreißen. Sowas ähnliches gabs ja damals auch mit dem Komet Shoemaker-Levy 9, welcher in die Umlaufbahn des Jupiters geriet und von diesem in zisch Stücke zerbrochen wurde. Der ist ja damals auf den Jupiter gefallen, keine Ahnung ob das in dem Fall, sollte es so ein Objekt sein, auch passiert.


    Hatte mich letztens mit einem Kumpel ebenfalls darüber unterhalten. Er meinte auch, dass es eventuell ein vom Stern selber entstandenes Phänomen sein könnte, das wir noch nicht kennen. Ist natürlich auch möglich.

    "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht."

    ~Albert Einstein