Sind wir bei Terror machtlos?

  • Da mein letzter Thread leider etwas anders gelaufen ist, als gedacht, aber es bestimmt viele gibt, die darüber reden wolllen, eröffne ich ein neues Thema und würde gerne Estebanjos Worte und Gedanken dazu nehmen um dieses Thema zu starten:




    Seht Ihr es auch so?
    Oder wie nehmt Ihr Terroranschläge auf? Wie sollte man sich am besten verhalten?...weitere Gedanken dazu sind in diesem Thread erwünscht! ;)


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Ich werde hier keinen politischen Senf abgeben, weil ich diese Diskussionen nutzlos finde, aber ein paar Worte zu all denen, die Ricyas ursprünglichen Post gelesen haben.



    Ist es tatsächlich so schwer, einen Text zu lesen? Es stand doch dort EINDEUTIG, daß Ricya keine politische Diskussion will! Akzeptiert das doch einfach. Wenn jemand der Meinung ist oder war, er müßte seinen Senf dazu geben, siehe hier. Einfach einen NEUEN Thread eröffnen, so wie es Ricya hier leider tun mußte.


    Also manchmal..... :ratlos:

  • Gegen Terror sind wir alles andere als machtlos aber nur unter bestimmten Konditionen die nicht im Sinne eines jeden Einzelnen stehen. Es besteht ein Gleichgewicht aus Sicherheit und Freiheit. Sicherheit ist dabei nur ein Trugschluss. Es löst Probleme wie Terrorismus nicht, sondern unterdrückt sie nur.


    Was kann man also gegen Terrorismus machen? Allgemein kann die Regierung Kontrollen verschärfen an Grenzen und Plätzen wie Flughäfen, Bahnhöfen etc. Auch kann sie den Internetverkehr überwachen und nach Schlagworten durchforsten die in verschiedenen Foren oder beim Emailverkehr fallen. Das gleiche gilt für Telefon und SMS und Insta-Messenger. Ebenfalls kann sie die Versammlungsfreiheit einschränken und potenziell verdächtige Leute unter ständige Kontrolle stellen. Wie gesagt, schränkt das aber jeden Einzelnen ein, da er immer darauf achten muss, was er wann sagt und tut und so weiter. Ich persönlich will das nicht. Deshalb halte ich eigentlich alle Maßnahmen, die unsere Sicherheit erhöhen für sinnlos, denn sie gehen ja nicht das Problem an, warum es Terrorismus gibt.


    Aber auch als Einzelner kann man einiges machen um die persönliche Gefahr zu reduzieren, Opfer eines Terroranschlags zu werden. So kann man große Menschenansammlungen meiden, wichtigen, hochfrequentierten Plätzen ausweichen und Freunden und der Familie auch diese Vorschläge unterbreiten. Heißt, man kapselt sich ein, aber will man das denn? Achja, man kann natürlich den Fernseher abschalten, damit hat man für sich auch den Terror drastisch reduziert.


    Was kann man also gegen Terrorismus machen um ihn von vorn herein auszuschließen? Zu hundert Prozent wird man Terrorismus nie auslöschen können aber es gäbe Möglichkeiten ihn langfristig zu reduzieren aber hier würde ich denn mit Verschwörungstheorien anfangen.^^


    Ich werde mich wie immer und gewohnt verhalten. Das Risiko bei einem Terroranschlag zu sterben oder Verwandte, Bekannte, ist so unsagbar gering, dass es für mich keine Rolle spielt.


    Ansonsten bin ich ganz deiner Meinung: Terror darf nicht gewinnen!


    Nur wo ist sein Ursprung? Wo muss man mit der Prävention ansetzen?

    "To Paradise, the Arabs say, Satan could never find the way until the peacock let him in." -Charles Godfrey Leland

  • Erstmal Entschuldigung an Ricya, es war nicht meine Absicht dir etwas zu unterstellen oder deinen Thread schlecht zu machen, sondern wollte einfach meine Meinung dazu sagen. Bin leider auch nicht unfehlbar und oftmals auch ziemlich dumm. Ich hoffe du verstehst das.



    Aber jetzt zum eigentlichen Thema, das ich ja jetzt unschön losgetreten habe. Die Frage nach dem wie man Terror verhindern kann, halte ich im Grunde nicht für all zu schwer, nur seine Durchsetzung. Natürlich kann man in die jeweiligen Länder einfallen und jegliche Terroristen die einem über den Weg laufen weg bomben. Natürlich kann man verdächtige Strukturen überwachen. Beides wird seit weit über einem Jahr in Bezug auf den IS gemacht und trotzdem sind am Freitag 127 Menschen in Paris durch die Hand des IS gestorben (Ja ich weiß, es ist nur eine Vermutung, aber alles andere würde ebenfalls in den Bereich der VT fallen).
    Das einzige Mittel gegen den Terror im Nahen Osten ist es die Denkweise dieser Menschen zu verändern. Denn sonst trifft weiterhin nur Hass auf Hass. Viele Kämpfer kommen ursprünglich aus Europa, Amerika usw. Menschen die hier keinen Fuß gefasst haben, vielleicht unter Diskriminierung und Ähnlichem gelitten haben und dann natürlich in den Händen einer terroristischen Organisation eine neue Familie sehen. Natürlich ist das eine enorm komplexe Aufgabe und weniger einfach, wie einfach in ein anderes Land einzufallen, aber in meinen Augen so ziemlich die einzige Variante. Denn man muss dafür sorgen das Menschen nicht für solche Taten gefügig gemacht werden oder diese sogar selber planen, sondern bevor ein solches Gedankenkonstrukt entstehen kann selbiges unterbinden.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Menschen die hier keinen Fuß gefasst haben, vielleicht unter Diskriminierung und Ähnlichem gelitten haben und dann natürlich in den Händen einer terroristischen Organisation eine neue Familie sehen.

    Das stimmt aber nicht immer. Als Beispiel nehme ich Erhan. Leider kann ich mir seinen Nachnamen nicht merken. Aber unter Erhan findet man ihn vielleicht auf YouTube. Jedenfalls kenne ich persönlich eine junge Frau, die über Facebook bis vor kurzem Kontakt zu ihm hatte. Mittlerweile ist er von Deutschland über die Türkei nach Syrien gegangen und hat sich dort dem IS angeschlossen. Seitdem ist der Kontakt zu ihm abgebrochen. Aber sie hat noch Kontakt zu seiner Familie hier in Deutschland. Seine Eltern leben schon lange hier und sind voll integriert. Sie haben beide eine gute und qualifizierte Arbeit. Erhan hat Abitur und hatte ein Studium angefangen. Er hatte also Fuß gefasst, hatte gute Zukunftsaussichten, wurde nicht diskriminiert und es gibt keinen Grund, warum er sich plötzlich so geändert hat. Zumal die restliche Familie einen gemäßigten Islam lebt. Er ist also weder kulturell entwurzelt noch nachvollziehbar radikalisiert worden.


    Und was ist mit gebürtigen Deutschen die mit dem IS sympathisieren oder zu ihm überlaufen? Mir ist das völlig unverständlich.


    Ich kenne einige muslimische Frauen. Auch sie konnten mir keinen Grund nennen, warum ihre Glaubensbrüder zu Terroristen werden.


    Wenn ich im Fernsehen immer wieder die gleichen Theorien höre und sie auch in der Zeitung lese, komme ich mit mittlerweile nur noch veräppelt vor. Ich habe immer mehr den Eindruck, dass eigentlich keiner die Gründe kennt, deshalb wird derselbe Unsinn stetig wiedergekäut, bis es irgendwann auch der letzte glaubt und dann fühlen wir uns schon ein ganzes Stück sicherer. Denn was man versteht - oder zumindest zu verstehen glaubt - macht einem gleich viel weniger Angst. Aber das ist trügerisch.


    Das war nicht gegen Dich persönlich gerichtet Estebenjo, sondern gegen die allgegenwärtige Meinungsmache.


    Vielleicht muss das staatlich so gelenkt werden, damit die Situation nicht noch mehr eskaliert, aber ich glaube trotzdem nicht daran.

  • aber ich glaube trotzdem nicht daran.


    Ja, ich tue mich auch schwer damit. Wir haben hier sozusagen die identische Situation wie bei Sekten. Warum gibt es immer wieder Menschen die sich Sekten anschließen obwohl sie gesellschaftlich voll integriert sind, oft sogar einen hochbezahlten Beruf, eine liebende Familie etc. haben?
    Was bewegt Menschen dazu?


    Noch dazu muß man sagen, daß der IS wohl eine der brutalsten "Sekten" ist. Um sich diesen Ideologien anzuschließen muß man doch völlig ein Rad abhaben, ansonsten ist man doch nicht fähig Menschen zu köpfen oder in die Luft zu sprengen. Jeder erlebt im Leben oft Enttäuschungen.....oder wie es oft läuft: "Shit happens"....deswegen werde ich doch, wenn ich einen gesunden Menschenverstand habe nicht zum Mörder!?


    Bin leider auch nicht unfehlbar und oftmals auch ziemlich dumm. Ich hoffe du verstehst das.


    Bin Dir nicht sauer....nur enttäuscht, daß es nicht geklappt hat einfach eine Reihe schöner Bilder oder Gedanken zu erstellen, die gemeinschaftliches Denken symbolisieren sollte.......was soll´s.


    Aber auch als Einzelner kann man einiges machen um die persönliche Gefahr zu reduzieren, Opfer eines Terroranschlags zu werden. So kann man große Menschenansammlungen meiden, wichtigen, hochfrequentierten Plätzen ausweichen und Freunden und der Familie auch diese Vorschläge unterbreiten. Heißt, man kapselt sich ein, aber will man das denn?


    Nein, ich nicht! Ich weigere mich, mich in meinem Heimatland, daß ein freies Land ist, einzuschränken oder meinen Lebensstil zu verändern nur weil es Menschen gibt, die das so nicht akzeptieren können oder wollen und meinen dies mit feigen Terroranschlägen durchsetzen zu können! Ich würde jetzt zwar bestimmt z.b. in Syrien keinen Urlaub machen ;) ......aber hier in Deutschland werde ich einen Teufel tun und mich einschränken lassen!


    @Estebanjo, Du schriebst:


    Zitat

    Als Reaktion kommt dann aus allen Ecken die Solidaritätsbegründungen und die Terroristen sitzen dann vor ihren PCs und denken sich "Geil, Plan aufgegangen". Denn das ist es doch was gewollt wird. Die wollen sehen das uns diese Taten nahe gehen, das wir trauern, das wir Angst haben. Jede Flagge bei Facebook, jede Drohung gegen den IS, jedes "Wir halten zusammen Bild" ist ein Grund sich für die Verursacher solcher Attentate sich einen von der Palme zu wedeln. Glaubt den irgendjemand, dass es etwas bringt?


    Da kann ich Dir nicht so ganz zustimmen. Nehmen wir einmal an (theoretisch), es passiert ein Terroranschlag und niemand äußert sich dazu.....keine Solidaritätsbekundungen, keine Schweigeminuten, keine halbmast-geflaggten Fahnen......denkst Du dann es bringt etwas?
    Die Terroristen wissen doch auch so ganz genau, daß es IMMER Menschen und Angehörige gibt die um die Opfer trauern. Ob nun öffentlich oder nicht! Das ist Ihnen also sowieso klar. Ihr Sieg beginnt schon mit dem bloßen Ausführen der Terrorakte....denkst Du wirklich es spielt noch eine Rolle ob die ganze Welt Trauer zeigt oder nicht?
    Ich bin halt eher der gegenteiligen Meinung....je mehr ihre Gedanken dazu äußern....je mehr ziehen an einem Strang......und eine Gemeinschaft ist immer stärker als Einzelne!


    Du schriebst auch:


    Zitat

    Was hier wie Solidarität wirken soll, wird wieder in einen Internet-Hype umgewandelt, über den spätestens in einem Monat (wenn nicht sogar früher) keiner mehr spricht.


    Du scherst alle über einen Kamm. Das ist nicht fair gegenüber den Menschen die hier wirklich solidarisch denken! Glaub mir, in einem Monat ist bei mir nichts vergessen! Mich berühren bis heute ALLE Anschläge, die Menschen das Leben gekostet haben. Auch heute beschäftgt mich z.b. der kleine Junge, der beim Bombenattentat in Bosten sein Leben lassen mußte......oder die vielen Menschen des 11. September! Ich habe diese Leute LIVE im Fernsehen aus den Fenstern springen sehen. Denkst Du, daß vergesse ich? Das hat sich in meine Seele gebrannt......wie bei unseren Großeltern: die werden auch die Opfer und den Schrecken des Krieges nie vergessen!


    Nur wo ist sein Ursprung? Wo muss man mit der Prävention ansetzen?


    Gute Frage, wenn ich darauf eine Antwort wüßte.....


    Lg Ricya

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    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Und was ist mit gebürtigen Deutschen die mit dem IS sympathisieren oder zu ihm überlaufen? Mir ist das völlig unverständlich.

    Die Dinge sind komplizierter als sie erscheinen...
    Glauben halte ich nur für Nebensache. Das grösste Fang-Argument solcher extremistischen Gruppierungen halte ich für "Anti-Imperialismus". Unter dem Term steckt recht viel... Man muss zum einen verstehen, dass verschiedenste islamische Länder in den letzten Jahrzehnten gezielt Opfer US-Amerikanischer Verschwörungen wurden. Iran, Irak, Afghanistan, usw. Weiter ist ein Teil ihrer Argumentation unsere "westliche Dekadenz", die wir täglich an den Tag legen. Damit meine ich die Art und Weise, wie wir uns Rohstoffe sichern, nur um eine riesige Wirtschaft des Konsums zu füttern. Überall verhungern Menschen und hier im "Westen" brauchen wir Fitnessstudios, dass wir nicht verfetten. Wir kaufen Handys, PC's, usw. für welche man Rohstoffe (Koltan z.B.) brauche, welche durch Raubbau mithilfe von Kinder- Sklavenarbeit und Kindersoldaten beschafft werden. Eigentlich kann man ab solcher Absurdität nur den Kopf schütteln....


    Aber Achtung: Ich will niemanden von diesen hirnlosen Terroristen in Schutz nehmen! Was solche Menschen tuen, ist abscheulich und wider die Menschlichkeit. Aber wir müssen endlich mal verstehen, dass sich hinter unseren ehrbaren Fahnen der Freiheit, der Gleichheit, der Demokratie, ein Monster entwickelt hat, welches sich Kapitalismus nennt und dieses Monster untergräbt langsam und schleichend alle unsere Ideale...


    Ansonsten bin ich der Meinung, dass die schlechteste Antwort auf Terrorismus, Angst ist. Angst ist kein Nährboden für vernünftige Entscheide. Eigentlich kann ich immer noch furchtlos über meinen Werten stehen, ohne Rachegelüste oder Angst oder Ähnlichem. Kein Terrorist wird mir das nehmen. Kein Terrorist wird mich in meinen Handeln beeinflussen. Aber trotzdem bleibt natürlich ein fader Beigeschmack, wenn ich an Verwandte oder Betroffene dieses Verbrechens denke...


    mfg Vivajohn

  • Zitat von »Ricya«

    Achtung! Ich habe das Zitat bei Ricya kopiert weil sie es verwendet hat, aber es kam ursprünglich von Knurzhart, mein Fehler!

    Zitat von Estebenjo

    Als Reaktion kommt dann aus allen Ecken die Solidaritätsbegründungen und die Terroristen sitzen dann vor ihren PCs und denken sich "Geil, Plan aufgegangen". Denn das ist es doch was gewollt wird. Die wollen sehen das uns diese Taten nahe gehen, das wir trauern, das wir Angst haben. Jede Flagge bei Facebook, jede Drohung gegen den IS, jedes "Wir halten zusammen Bild" ist ein Grund sich für die Verursacher solcher Attentate sich einen von der Palme zu wedeln. Glaubt den irgendjemand, dass es etwas bringt?

    Mein Mann ist der Meinung, man sollte Amokläufe totschweigen. Aber da geht es um Einzeltäter, die sich an dem Medienhype um ihre kümmerliche Person aufgeilen. Dadurch werden andere Schwachmaten dann zur Nachahmung angeregt. Bei so einer mächtigen Terrororganisation wie dem IS liegt der Fall aber ganz anders. Ich glaube nicht, dass die Bilder und die Berichterstattung im Zusammenhang mit Terroranschlägen die Angst und Hilflosigkeit der Menschen zeigen. Na ja, in einem gewissen Maß schon, aber das ist normal, alles andere würde sofort als Lüge durchschaut werden. Also hat es eine gewisse Größe, seine Trauer einzugestehen. Und es weckt Mitleid. Das macht Stimmung gegen den Terrorismus. Außerdem wird immer wieder zur Besonnenheit aufgerufen. Auch in der Berichterstattung wird immer wieder gesagt, genau wie hier, dass die Wahrscheinlichkeit einem Terroranschlag zum Opfer zu fallen, relativ gering ist. Das ist gut um den Terroristen zu zeigen, dass wir eben nicht in Panik verfallen. Es wird auch nicht allgemein gegen Moslems gehetzt. Also können die IS-Terroristen nicht den moralisch erhobenen Zeigefinger ausstrecken und sagen: "Seht ihr, die bösen Ungläubigen haben nur auf einen Vorwand gewartet um den einzig wahren Glauben und seine Anhänger auszurotten. Lasst euch von uns beschützen!" Aber es wird auch immer wieder gesagt, dass die westlichen Staaten sich nicht einschüchtern lassen. Das wird keinen einzigen Terroristen zur Umkehr bewegen, aber was soll der Staat, bzw. die Berichterstattung sonst machen? Knurzhart und Estebenjo, glaubt ihr wirklich, dass totschweigen besser ist? Das ist keine Provokation, nur eine Frage. Ich habe eure bisherigen Argumente alle verstanden, aber ich kann nicht erkennen, wie die jetzige Berichterstattung Schaden anrichten soll und wie schweigen helfen soll. Aber ich muss es ja auch nicht verstehen.


    Edit: falsche Zitatbeschilderung korrigiert, Farbwechsel

  • Hallo Knurzhart
    bitte entsculdige dass ich Dir aus Versehen etwas utergeschoben habe.
    Und danke für den Hinweis mit dem bearbeiten. Ich werde das in Zukunft berücksichtigen. Eigentlich wusste ich das auch schon, aber ich bin heute Abend unkonzentriert. Ich geh dann mal raus und seh lieber fern bis ich geistig wieder fitter bin.
    LG Mandy
    Hallo Vivajohn,
    danke für Deine Antwort auf meine Frage. Die Erklärung die Du gegeben hast ist einleuchtend. Aber letzten Endes versagt auch sie, denn wenn jemand sich solche gesellschaftskritischen Gedanken macht - übrigens zu Recht - dann müsste er doch auch ganz leicht einen Schritt weiterdenken können und genauso leicht erkennen, wie schrecklich das ist, was zum Beispiel die Vereinigten Arabischen Emirate mit den indischen Zwangsarbeitern machen. Und das ist nur eines von vielen Beispielen. Um das zu durchschauen muss man sich noch nicht einmal sehr intensiv mit Politik beschäftigen. Also kratzt auch diese Erklärung nur an der Oberfläche und geht dem Phänomen nicht wirklich auf den Grund.
    LG Mandy

  • Hallo Vivajohn,
    danke für Deine Antwort auf meine Frage. Die Erklärung die Du gegeben hast ist einleuchtend. Aber letzten Endes versagt auch sie, denn wenn jemand sich solche gesellschaftskritischen Gedanken macht - übrigens zu Recht - dann müsste er doch auch ganz leicht einen Schritt weiterdenken können und genauso leicht erkennen, wie schrecklich das ist, was zum Beispiel die Vereinigten Arabischen Emirate mit den indischen Zwangsarbeitern machen.

    Wieso versagt die Erklärung deshalb?
    Diese Menschen münzen das nur um. Die VAE oder Saudi Arabien gelten in extremistischen Kreisen doch auch dem Westen angeschlossen. Gerade deshalb benötigen die doch diese Wanderarbeiter.


    mfg Vivajohn

  • !!!...das größte was einzelne gegen Terror und andere Ungerechtigkeiten tun kann ist natürlich Solidarität...!!!
    als türkischstämmige bin ich in den Terroralltag gut integriert, unsere Nachrichten sind voll mit Terror...
    was die Französische Staat allerdings veranstaltet , mit Grenzschließungen, mit dem landesweiten Ausnahmezustand etc.
    finde ich ein wenig lächerlich.... auf der anderen Seite kann ich verstehen das ein Terror unerfahrenes Land mit Wichtigtuereien
    in allerlei Panik gerät


    die Rede von Merkel mit solchen Sätzen wie "Angriff auf Freiheit" usw. kopiert von "Georg Bush" das damals sehr Effektiv für Hirnwäsche
    war, finde ich... passt nicht zu uns.
    denn die Idioten haben nicht unsere Freiheit angegriffen, übten lediglich Vergeltungsschläge wegen französischen Außenpolitik
    welches ein Teil der imperialistischen Bündnis ist.. sowie Deutschland und die Türkei


    Ich finde diese Begriff " Islamische Terroristen oder Terrorismus " ist ein wenig veraltet... das kauft doch niemand mehr ab


    mfg

  • Okay, die eigentliche Frage war ja, ob wir machtlos sind bei Terror. Meine Antwort ist sehr simpel, JA, wir sind machtlos. WIr können nicht jeden Menschen kontrollieren. Wir können aber das Risiko verringern, indem wir endlich die Grenzen schließen und genau kontrollieren, wer in unser Land kommt.

  • So ein Thread löst unwillkürlich eine politische Debatte aus. Da kommt man nicht drum rum. Da kann ich tausend Kerzen in mein Fenster stellen.


    Meine Mutter hat mich kritisiert, als ich die erste Schreckschusspistole gekauft hab. Sie ist gegen sowas. Jetzt hat sich meine Schicht verlagert und die Lage wird instabiler. Jetzt ist sie dafür, wenn ich so ein Teil dabei hab, wenn ich um 2 Uhr Nachts nach Hause gehe. Meine Schwester fühlt sich sicherer, seit sie von mir so ein Teil bekommen hat. Mein Vater fragte nach der 2ten Waffe, wann der Krieg los geht. Dabei hat er schon angefangen, bloß keiner will hin sehen.


    Okay, die eigentliche Frage war ja, ob wir machtlos sind bei Terror. Meine Antwort ist sehr simpel, JA, wir sind machtlos. WIr können nicht jeden Menschen kontrollieren. Wir können aber das Risiko verringern, indem wir endlich die Grenzen schließen und genau kontrollieren, wer in unser Land kommt.

    Richtig. So wie in alten Zeiten. Damals hat es uns ja auch nicht wirklich gestört.

  • Wir können aber das Risiko verringern, indem wir endlich die Grenzen schließen und genau kontrollieren, wer in unser Land kommt.

    Mal abgesehen davon, dass der Aufwand dafür riesig wäre, wie stellst du sicher, dass jemand kein Terrorist ist? --> Die Amerikaner haben zweifelsohne bereits feststellen müssen, dass Turbane und lange Bärte keine eindeutige Identifikation zulassen^^


    Solche Taten sind schändlich, ja! Der islamisch angehauchte Terrorismus kratzt aber gerade mal im Promillebereich! Man muss hier die Kirche einfach im Dorf lassen... Oder ein Zitat von Yoda: Furcht ist der Weg zur dunklen Seite der Macht. Furcht zu Wut. Wut führt zu Hass. Hass führt zu unsäglichem Leid!


    Auch nach 9/11 hatte die Angst vorm Fliegen gravierende Konsequenzen : So starben mehr Menschen durch Autounfälle, weil sie eben auf einmal Angst vor dem Fliegen bekommen haben. In Zahlen bedeutet das, es sind mehr Menschen an den Autounfällen durch Mehrbenutzung gestorben, als bei den Anschlägen umgebracht wurden!

  • Ich will aber nicht, dass die Grenzen dicht gemacht werden. Das ist der Schritt genau in die falsche Richtung. Indem man sich oder andere ausgrenzt, werden keine Probleme gelöst. Sie stauen sich nur an und können wachsen, bis der Ausbruch umso katastrophaler ist. Das ist doch Mist, hat nie funktioniert und wird es auch niemals. Andere Probleme sind da wesentlich wichtiger die man angehen sollte. Nebenbei würde sich dann auch der Terrorismus abbauen. Aber das ist genau der Plan, Verunsicherung steigern, durch drohenden Terrorismus und die scheinbar blinde Öffnung der Grenzen Deutschlands für alles und jeden.

    "To Paradise, the Arabs say, Satan could never find the way until the peacock let him in." -Charles Godfrey Leland

  • Der Aufwand die Grenzen zu kontrollieren ist keineswegs riesig. Das hat immerhib über 50 Jahre lang problemlos geklappt.

    Die solange offenen Grenzen haben aber ihre Spuren hinterlassen. Heute gibts mehr Grenzverkehr, als jemals zuvor! Grenzgänger zum einen und natürlich auch der internationale Transitverkehr wuchsen die letzten Jahre immens. Die sind ja jetzt mit den paar ollen Stichkontrollen schon am personellen und budgetmässigen Limit, trotz Aushilfen aus dem ganzen Land...


    mfg Vivajohn

  • Offene Grenzen und fehlende Kontrollen öffnen nicht nur verfolgten Menschen Tür und Tor, sondern auch Terroristen jeglicher Couleur. Zudem sind die Kapazitäten ausgeschöpft in der BRD. Es ist weder Unterkunft noch Geld vorhanden, wobei ich mich sowieso frage, wo plötzlich die Milliarden Euro herkommen, wo doch all die Jahre kein Geld für Bildung und Soziales da war? Aber ich schweife ab.


    Wir sind keineswegs völlig machtlos gegen den Terror, wenn wir es wollen. Verhindern kann man diese Taten nicht alle, das ist klar, aber man kan deutlich mehr kontrollieren, Razzien und Hausdurchsuchungen durchführen im großen Stil, auch wenn es nur dazu dienen mag, den einen oder anderen abzuschrecken.


    Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Terroranschläge in der BRD stattfinden, mit offenen Grenzen, Lollis und Teddybären ist das Problem allerdings nicht gelöst. Nur eine realistische und strikte Einwanderungspolitik kann das Terrorrisiko senken.

  • Das is wie mit den Rettungsschirmen für die Griechenlandrettung. Wird auf später ausgelagert, mit der Hoffnung das wir es dann bezahlen können. Was natürlich nicht funktionieren wird.
    Aber ich glaube nicht das geschlossene Grenzen gegen Terroristen helfen werden. Es handelt sich bei Terroristen ja nicht um irgend einen unorganisierten Haufen, der einfach nur ein bisschen Krawall machen will. Die Planung würde langfristiger werden und es würden Leute angewerbt, die wirklich keine offensichtliche Verbindung zu Terroristen haben. Außerdem bietet auch das Internet endlos Möglichkeiten Menschen, die sich bereits in dem Land befinden, in dem ein Anschlag stattfinden soll zu indoktrinieren, und für die eigene Sache zu gewinnen. Die Flüchtlinge sind die letzten die bestraft werden sollten, daher sollte man alles versuchen, dass sich alle europäischen Nationen bei der Flüchtlingsproblematik beteiligen.

    "To Paradise, the Arabs say, Satan could never find the way until the peacock let him in." -Charles Godfrey Leland

    Einmal editiert, zuletzt von Knurzhart ()