Spinneninvasion und Monsternetz in Memphis

  • Eine Nachbarschaft in Memphis wird aktuell von Millionen von Spinnen überrant; selbst die Häuser sind nicht mehr sicher. Die Spinnen webten ein über 800 Meter langes Netz.



    http://www.upi.com/Science_New…of-spiders/4891448289203/


    Es besteht scheints kein Grund zur Beunruhigung, aber keiner weiß was genau los ist. Die nahende Apokalypse?

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
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  • Es besteht scheints kein Grund zur Beunruhigung


    Und was ist mit den Menschen die unter einer schweren Spinnenphobie leiden? Davon gibt es gar nicht mal so wenige. Meine Katze wurde mal von einer Spinne in die Nase gebissen. Es war eine einheimische Spinne aus dem Garten, also nicht giftig. Trotzdem war sie davon so krank, dass ich sie zum Tierarzt bringen musste. Ich kriege schon Panik wenn ich nur die Schlagzeile lese.

  • Einheimische Kreuzspinnen sind übrigens sehr wohl giftig, allerdings ist das Gift für Menschen ungefährlich. Außerdem kann ihr Biss die menschliche Haut kaum durchdringen.

    "Sucht mich am Himmel dort, wo die Nacht den Tag besiegt.
    Wie jemand neulich sagte, leben heißt zu lernen wie man fliegt.
    Und wenn ich auch allein flieg, wähl ich doch selbst mein Ziel!"

  • Marienkäfer sind auch giftig, na und? Fakt ist, unsere einheimischen Spinnen sind für den Menschen absolut ungefährlich. Man müsste schon sehr viele Kreuzspinnen essen, um irgendeinen negativen Effekt zu spüren...

    "To Paradise, the Arabs say, Satan could never find the way until the peacock let him in." -Charles Godfrey Leland

  • Und was ist mit den Menschen die unter einer schweren Spinnenphobie leiden?

    Guter Einwand; die Biologen berechneten das offensichtlich nicht mit ein. Diese Personen stehen unter der starken Gefahr harte Panikattacken zu erleiden, während derer sie sich evtl. verletzen könnten.
    Und vielleicht planen die Spinnen auch was mit dem Netz; evtl. wollen sie damit die stärksten menschlichen Krieger fangen und uns zur Kapitulation zwingen.


    Crawling in Memphis
    But do I really web the way I web?

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  • Marienkäfer sind auch giftig, na und? Fakt ist, unsere einheimischen Spinnen sind für den Menschen absolut ungefährlich. Man müsste schon sehr viele Kreuzspinnen essen, um irgendeinen negativen Effekt zu spüren...


    Außer man ist Allergiker.
    Im Gegensatz zu einer Spinne oder den ganzen stechenden Tierchen beißt/sticht ein Marienkäfer nicht, der stinkt nur.

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    Wie jemand neulich sagte, leben heißt zu lernen wie man fliegt.
    Und wenn ich auch allein flieg, wähl ich doch selbst mein Ziel!"

  • Der stinkt nicht nur. Die bunte Farbe, der abscheuliche Geruch und auch der widerliche Geschmack von Marienkäfern gibt es nicht ohne Grund. Er enthält ein Haufen giftiger Alkaloide, die verschiedenste Wirkungen auf den menschlichen Organismus haben können. Kreuzspinnengift hingegen ist enzymatisch und daher kommt es nicht weiter als bis zum Magen. Die Mengen an Gift, die man über die Mundschleimhaut aufnimmt sind vernachlässigbar gering.

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  • Einheimische Kreuzspinnen sind übrigens sehr wohl giftig, allerdings ist das Gift für Menschen ungefährlich.


    Ich weiß, sie benutzen ihr Gift lediglich, um ihre Beute bereits vor dem fressen vorzuverdauen. Allerdings kann dieses für Menschen harmlose Gift kleine Tiere zumindest krank machen. Und bei so einer großen Spinneninvasion kann es dann für Haustiere tatsächlich tödlich enden. Auch wenn das für Menschen keine Gefahr ist, so kommt zum Ekelfaktor auch noch die Sorge um die kleinen Lieblinge dazu.

  • Ich hab sowas schon öfter bei den Amis mitgekriegt, ich glaube diesen Sommer war was ähnliches schonmal in Texas oder so. Scheinbar passiert das immer wieder mal ich erinner mich dunkel das ich schon öfter solche Bilder gesehen habe. Mal schauen was sich so im Internet findet warum das passiert.

    'Sag mal, was meinst du, wie weit die Sterne da oben von uns entfernt sind? Sind sie genauso weit weg wie der Mond, oder sind sie uns näher?'
    'Du meinst die Löcher im Himmel? Die hat der Mann im Mond mit seiner Mondnadel reingepiekst, damit die Sonne durchscheinen kann, die dahinter schläft.'


    Walter Moers ~ Der Schrecksenmeister



    Da steh ich nun, ich armer Tor! und bin so klug als wie zuvor


    Johann Wolfgang von Goethe ~ Faust, der Tragödie erster Teil

  • so kommt zum Ekelfaktor auch noch die Sorge um die kleinen Lieblinge dazu.

    Erstaunlich, um ein Tier macht man sich sorgen, das andere ist widerlich und eklig.


    Ich mag Spinnen. Dafür bin ich absolut kein Hundefreund. Wenn ich mich also damit arrangieren muss, dass ein Hund mich beschnüffelt oder sogar -alleine bei dem Gedanken schaudert es mich- mich ableckt, dann werden andere Menschen auch damit leben können, dass mal eine Spinne über sie krabbelt. Und durch Hunde kommen hier in Deutschland sehr viel mehr Unfälle zu Stande als durch Spinnen. Und ganz ehrlich, wenn ein aus der Sicht der Spinne großes haariges Etwas ankommt und sie möglicherweise fressen will, dann ist es absolut verständlich, dass sie zubeißt. Dann ist die Katze nicht arm, sondern selbst schuld. Das ist Natur. Und die wehrt sich auch mal, wenn sie zur Bespaßung herangezogen werden soll.


    Ja, Spinnenphobien sind extrem unangenehm. Ich reagiere nur sehr allergisch darauf, wenn dadurch die Realität verdreht wird und am Ende der große starke Mensch als Held dasteht, der eine ach so gefährliche Spinne mit Haarspray und Feuerzeug zu Tode gequält hat.


    So, genug gemotzt für heute.

  • Zitat

    Ich mag Spinnen. Dafür bin ich absolut kein Hundefreund. Wenn ich mich also damit arrangieren muss, dass ein Hund mich beschnüffelt oder sogar -alleine bei dem Gedanken schaudert es mich- mich ableckt, dann werden andere Menschen auch damit leben können, dass mal eine Spinne über sie krabbelt


    Du vergisst, dass es sich hier um Spinnen in den USA handelt, und dort gibt es Spinnen, die durchaus auch fuer Menschen toedlich sein koennen. Mein Mann hat eine Narbe von einem Spinnenbiss, der nekrotisch wurde.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Ich halte selber Spinnen als Haustier und sogar welche die giftig sind.


    Aktuell die schwarze Witwe (Latrodectus mactans) aus den USA. Diese ist zwar hochgiftig, die Wahrscheinlichkeit gebissen zu werden und die Auswirkung auf einen Erwachsenen sind sehr gering. Die Unfälle kommen nur deshalb vor weil sich die Tiere auch in Wohnhäuser einleben und die Menschen dort in die Netze greifen können, z.B. beim öffnen vom Sicherungskasten usw.


    Weisse Witwe (L. pallidus) die kommen aus Nordafrika, Nahen Osten und dem südlichen Rußland/Kaukasus. Diese ist allerdings nur mittelgiftig.


    Eine nichtbestimmte Art aus der Familie der Kammspinnen (Ctenidae) wahrscheinlich aus der Gattung Ctenus (war in der Hobbyterraristik als Ctenidae "RedFang" im Umlauf) mit auffällig roten Fängen und stammt aus Kamerun. Diese ist zwar agressiv (was ich beim Einsetzen feststellte) allerdings gibt es keine bekannten Unfälle dieser Art, was jetzt nicht autom bedeutet daß die harmlos ist.


    Meine erste und mittlerweile verstorbene Spinne war eine Bananenspinne (Phoneutria fera) aus Brasilien, von der habe ich nur ein einziges Mal die Drohhaltung gesehen sonst war die eher Scheu.



    Die Spinne die Tina meint ist wohl die Braune Einsiedlerspinne (Loxosceles) die ist in der Tat gefährlich, allerdings kommen die Unfälle eher zufällig vor, weil die auch in Häusern vorkommen.


    Die hier vorkommenden Kreuzspinnen sind zwar giftig, aber ihre Zähne kommen nicht durch Haut. Der Ammendornfinger hingegen kommt durch, er ist auch mittelgiftig und somit die einzige "gefährliche" heimische Art. Die Hauswinkelspinnne (Tegenaria) könnte zwar auch beissen, aber die flüchten eher und selbst beim fangen käme das nur ganz selten vor, zudem wäre das auch nicht so hochwirksam.


    In Mitteleuropa kommt mittlerweile auch die Braune Witwe (L. geometricus) diese ist aber noch weniger giftig als ihre Gattungsvertreter die ich als Haustier halte.

  • Erstaunlich, um ein Tier macht man sich sorgen, das andere ist widerlich und eklig

    Und durch Hunde kommen hier in Deutschland sehr viel mehr Unfälle zu Stande als durch Spinnen.

    Das ist bei Dir genau dasselbe, bloß dass Du Dich vor Hunden ekelst statt vor Spinnen. Wobei Du mit dem Einwand, dass Hunde viel gefährlicher werden können als unsere einheimischen Spinnen, absolut Recht hast.


    dann werden andere Menschen auch damit leben können, dass mal eine Spinne über sie krabbelt

    Du vergisst, dass ich mich auf den Zeitungsartikel ganz am Anfang bezogen habe, also nicht auf eine vereinzelte Spinne, sondern auf eine Spinneninvasion.


    Dann ist die Katze nicht arm, sondern selbst schuld.

    Von Schuld würde ich nicht sprechen, schließlich können Tiere ihr Verhalten nicht reflektieren. Aber wahrscheinlich meintest Du das nicht so. Dass ich Mitleid mit meiner Katze hatte ist klar, sie stand mir eben näher als die Spinne, so wie Dir die Spinnen näher stehen. Damit habe ich natürlich nicht gemeint, dass die Spinne irgendwie "böse" war.


    Ich reagiere nur sehr allergisch darauf, wenn dadurch die Realität verdreht wird und am Ende der große starke Mensch als Held dasteht, der eine ach so gefährliche Spinne mit Haarspray und Feuerzeug zu Tode gequält hat.

    Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Ich habe damals übrigens nur meine Katze geschnappt und sie ins Haus getragen. Die Spinne habe ich nicht weiter beachtet, denn sie war ja schon draußen im Garten. Aber auch im Haus hätte ich sie nicht mit Haarspray oder Feuer traktiert. Ich hätte noch nicht einmal raufgetreten. Es klingt vielleicht albern, aber ich komme mir immer ganz schlecht vor, wenn ich im ersten Ekelmoment nur dran denke sie zu töten.


    So, genug gemotzt für heute.

    Du hast einfach nur eine andere Sichtweise ins Spiel gebracht, und zwar eine, die normalerweise viel zu wenig berücksichtigt wird.


    LG Mandy

  • Daß man die eigen Katze vor irgendeiner Spinne vorzieht ist verständlich. Außerdem können Haustiere ganz anders reagieren auf Spinnengifte als Menschen, so könnte Hund/Katze bereits durch Spinnen oder Skorpione sterben die für Menschen völlig unbedeutend sind.


    Was die Spinnenangst angeht, geht man mittlerweile davon aus daß es sich um "gelernten" Spezismus handelt. Der vieleicht genetisch durhc die äüßere Erscheinung der Spinne bedingt ist.

  • Bisschen heftig hier höhere Säugetiere mit Spinnen zu vergleichen. Selbstverständlich hat man im Normalfall mit einem zumindest teilweise bewussten Lebewesen mehr Mitleid als mit etwas, was keine Emotionen spürt.
    Verstehe auch nicht was der Vergleich hier im Thread bringt. Wenn eine Stadt plötzlich von ein paar Millionen süßen, flauschigen Corgis überrant wird wundern sich die Leute auch; besonders wenn diese dann nen 800 Meter langen Teppich aus Scheiße in den Stadtpark kacken und auch massenhaft in die Häuser gelangen - obwohl Hunde bei den meisten Leuten beliebt sind. Die Reaktionen haben also keinesfalls nur was damit zu tun dass das Spinnen sind.

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  • Wie Rassismus, nur dass man pauschal gegen ne bestimmte Spezies steht. In einigen Fantasy- und Sci-Fi-Werken gibts das, und in der Realität wird es manchmal ironisch benutzt. Um Vegetarismus zu verspotten, gibt es ja auch Leute die sagen "Ich esse nur Dinge die keinen Schatten werfen".
    Die Wissenschaft nutzt diesen Begriff selbstverständlich nicht. Es ist aber wahrscheinlich tatsächlich so, dass Angst vor Spinnen (Hunden, Schlangen...) "erlernt" ist. Ein Kind bekommt schnell mit, dass Spinnen etwas sind, was normalerweise als unangenehm empfunden werden soll. Angehörige von Naturvölkern haben normalerweise kein Problem mit Spinnen. Die Erwachsenen juckt es nicht, und das ist dann auch das was die Kinder lernen.
    Pro-Tip: Man sollte vor seinen Kindern keine irrationalen Ängste zeigen.

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  • Aber nicht nur erlernt. Es gibt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Angst und Morphologie eines Tieres. Grob kann man sagen je "fremder" der Organismus aussieht, desto mehr Angst hat man vor ihm.

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  • Steht als Ansatz sogar mit im Wiki-Artikel, aber es wird korrekterweise ebenfalls erwähnt, dass es diverse Tiere mit deutlich krasserer Morphologie gibt, zu denen es keine pathologischen Phobien gibt. Das kann also nicht der einzige Grund sein - selbstverständlich ist es bezüglich Spinnenphobie aber auch nicht hilfreich, dass die Viecher aussehen wie vieläugige Spacemonster und sich nachts in offene Münder abseilen können.
    Würde ich in Memphis wohnen, würde ich mir aktuell vermutlich vorm Pennen so nen BDSM-Knebel in den Mund stopfen.

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