Game of Thrones / A Song of Ice and Fire

  • Vom Standpunkt des besseren Verständnisses für transportierten Stoff stimme ich dir und den Autoren zu.
    Allerdings wurde basierend auf der Studie von Leavitt & Christenfeld bzw. es waren wohl zwei (2011 und 2013) weitere Untersuchungen anhand von fünf Hypothesen angestellt und gerade zu Hypothese 1 (Participants will report spoiled stories as being more enjoyable) fand man heraus:
    Interestingly, the replication hypothesis (H1) was not supported; in fact, unspoiled short stories exhibited a significantly greater level of enjoyment than spoiled stories.
    This conflicting finding is intriguing, and points to the possible existence of moderating variables, which will be discussed below.
    Similarly, the audience response measure of how moving/thought-provoking a story was, an aspect of enjoyment-appreciation expected to account for positive effects of spoilers, contradicted expectations. Instead, unspoiled stories were reported to be significantly more moving, which appears to defy Leavitt and Christenfeld’s (2013) idea that increased processing fluency, facilitated by spoilers, could allow for a deeper appreciation of the story. The other dimension of enjoyment-appreciation expected to be enhanced by spoilers, lasting impression, did not yield a significant difference between spoiled and unspoiled stories. This suggests that whereas spoilers may provide readers with additional information, this extra information does not necessarily translate into a more moving or thought-provoking experience.


    Da gehe ich ganz und gar d'accord mit Benjamin K. Johnson, and Judith E. Rosenbaum - Spoiler Alert: Consequences of Narrative Spoilers for Dimensions of Enjoyment, Appreciation, and Transportation im Sage Journal.



    Daher: Klappe! ;)

    "Just because you can't dance, doesn't mean you shouldn't dance" (Alcohol)



    "Good deeds are like pissing yourself in dark pants. Warm feeling, but no one notices." (Jacob Taylor)



  • Nee, ich wills jetzt schon wissen ..... war es zufällig die durchgeknallte feuerpriesterin melisandre, die in Wirklichkeit schon eine greisin ist, die ihn zurückgeholt hat? Kennt hier einer auch das Geheimnis der melisandre?

  • Das hat mit Unfreundlichkeit nichts zu tun. Ich finde es ist einfach eine Unsitte anderen Leuten zu erzählen was in einem Buch/Film passiert. Wenn es dich interessiert, dann guck dir doch die Serie an.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Zitat von Djinnbeam

    da mir im Verlauf des Tages folgendes Zitat im Forum begegnet ist: "Was tot ist, kann niemals sterben", habe ich darüber nachgedacht [...], dass ich die Aussage des vorhin erwähnten Zitates qualitativ gleichgestellt mit einem berühmten Zitat aus Rambo sehe.

    ...Weil du die Aussage nur rein so nimmst ohne den Kontext zu kennen, bzw. zu beachten.
    Das ist Bashing wie es im Bilderbuche steht.


    Der Spruch "Was tot ist kann niemals sterben" ist der Leitspruch des Hauses Greyjoy von den Eiseninseln, welche eine sehr enge Beziehung zum Meer haben. Sie beten nicht nur den "Ertrunkenen Gott" an, sondern haben auch einen delikaten Initiationsritus, bei dem sich einer Person so lange Unterwasser drücken lässt, bis sie das Bewusstsein verliert - augenscheinlich ertrinkt. Das könnte man so interpretieren, dass die Leute der Eiseninseln Unsterblichkeit erlangen wollen, indem sie den Tod persönlich austricksen. Sie täuschen ihren Tod durch ertrinken vor, gelten für den Ertrunkenen Gott oder den Tod dann halt schon als tot und können folglich nicht sterben. Aus diesem Ritual könnte sich der Leitspruch des Hauses abgeleitet haben.


    Oder aber es ist philosophisch zu verstehen: Die Männer der Eiseninsel haben sich mit ihre Sterblichkeit und dem nahenden Tod schon auseinander gesetzt und es akzeptiert, sodass sie keine Furcht vor dem Sterben (philosophisch ausgedrückt "nicht sterben können") und sich komplett auf den Ausbau ihres Ruhmes konzentrieren zu können.
    Quasi eine Hardcore-Version unseres "ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert".


    Lustig, jetzt wirkt es ja schon fast so, als wäre es der Eröffnungspost (natürlich ein kaum maskiertes Bashing), welcher von seinem Nährwert her dem "blauen Licht" gleich kommt. :D


    Und als kleiner Disclaimer:
    Natürlich hat jeder das recht eine Serie/Film/Whatever nicht zu mögen - egal wie beliebt oder gesellschaftlich akzeptiert diese Serie/Film/Whatever ist. Nur sollte man dann nicht versuchen es lächerlich zu machen, wenn man sich nicht auskennt. Geht meistens nach hinten los.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Davy Jones
    Ich danke dir vielmals für den Kontext.
    Aufgrund meiner Abneigung bin ich nicht geneigt selber Recherche dahingehend zu betreiben, daher erachte ich deine "geschichtliche" Einbettung des Zitats als äußerst begrüßenswert.
    Obwohl ich zugeben muss, im Rahmen meiner Annäherung an GoT bzw. die TV-Umsetzung vorab mich über die Vorgeschichte informiert zu haben. Recht ausführlich sogar. Hat wohl nicht gereicht bzw. meine Erwartungen lagen augenscheinlich woanders.
    Dies ist sicherlich nicht die Schuld des Fantasy-Stoffes, sondern meine.


    Deinen Bashing-Vorwurf weise ich zurück, da er mir überzogen und ungerechtfertigt erscheint. Da du offensichtlich Kenner der Materie von GoT bist, verstehe ich jedoch deine Entrüstung und versichere dir, dass trotz meines eingangs provokativ anmutenden Vergleichs (der mehr meiner eigenen Reflexion diente), ich keine niederen Absichten mit diesem Thema verfolge.
    Ich werde dennoch keine demütige Haltung zu meiner Meinung entwickeln, weil ich den Gehalt eines hier ebenso kontextlos geäußerten Zitates aus einer erfundenen Geschichte kritisiere.


    Jetzt, wo ich dank dir den Kontext besser kenne, eröffnet dies mir einen weiteren kritischen Umgang damit, der sich jedoch weniger auf die Qualität des Spruches bezieht, als auf die Herangehensweise des Volkes von den Eiseninseln.


    Fühl dich daher eingeladen zu einem hoffentlich konstruktiv-produktiven Austausch.

    "Just because you can't dance, doesn't mean you shouldn't dance" (Alcohol)



    "Good deeds are like pissing yourself in dark pants. Warm feeling, but no one notices." (Jacob Taylor)



  • Zitat von Djinnbeam

    Hat wohl nicht gereicht

    Das Thema ist zu komplex, als das man das könnte.


    Zitat von Djinnbeam

    Da du offensichtlich Kenner der Materie von GoT bist

    Nur, dass, was die TV-Serie hergibt. von dem weiten Feld der Bücher habe auch ich keine Ahnung...


    Zitat von Djinnbeam

    Fühl dich daher eingeladen zu einem hoffentlich konstruktiv-produktiven Austausch.

    Immer gerne.
    Was stört dich an den Eisenmännern?


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • vielleicht die tatsache, dass sie andere leute nur überfallen und ausrauben.


    Du triffst den Morgenstern auf den Kopf, Kali!
    Viel lieber mag ich dieses friedliebende, eloquente und frauenfreundliche Reitervolk oder diese kuscheligen, haarlosen Yetis mit den blauen Augen. Nicht zu vergessen all die anderen nach Harmonie und Eintracht strebenden Königshäuser, welche sich von Staffel zu Staffel an Friedfertigkeit und Nächstenliebe zu übertreffen versuchen.


    Davy Jones
    Ich habe mir beizeiten eine gut 90minütige Zusammenfassung der Vorgeschichte auf Youtube angetan, nachdem ich meine ersten Schwierigkeiten mit der Serie bekam. Quasi zum besseren Anfixen.
    Wie gesagt, es war eigentlich recht ausführlich und anfangs noch interessant; ich fand dennoch keinen Zugang zu dieser Welt und ihren Begebenheiten.


    Zu den Eisenmännern:
    Vorab auch hierzu eine kleine Vorgeschichte, da ich nur kurze Zeit nachdem ich deine kontextuelle Einbettung des Zitats gelesen hatte, in der aktuellen Staffel einer anderen Serie (Vikings) eine Szene mitbekam, die darauf hindeutet, dass sowohl Martin bei der Konzeption seiner Eisenmänner und -frauen als auch Hirst (der Drehbuchautor von Vikings) eine ähnliche Inspirationsquelle gehabt haben müssen.


    Auf diese einmalige Vorgehensweise wird nicht weiter eingegangen, es bleibt dahingehend recht interpretationsbedürftig. Aber eben faszinierend, wenn man bedenkt, dass die Wikinger ebenso stark mit dem Wasser verbunden sind und sich zeitlebens mit dem Ableben beschäftigen.
    Ich habe zudem bisher leider nichts konkret über solch ein Ritual bei Wikingern finden können. Vielleicht erhellt uns ja ein hier weilender Experte des Normannentums.


    Wenn da nun also ein "Ertrunkener Gott" angebetet wird und ich davon ausgehe, dass solch Entität mit Dingen wie Ertrinken und dem Tod relativ gut vertraut ist (zumindest besser als Menschen von den Eiseninseln), wie geringschätzig gegenüber diesem Gott wäre es da anzunehmen, dass man diesen mit einem "Toter-Mann-Spiel" überlisten könne, wenn es um etwas derart elementares wie Tod oder Leben geht?
    Vorausgesetzt natürlich dieses Szenario:

    Das könnte man so interpretieren, dass die Leute der Eiseninseln Unsterblichkeit erlangen wollen, indem sie den Tod persönlich austricksen. Sie täuschen ihren Tod durch ertrinken vor, gelten für den Ertrunkenen Gott oder den Tod dann halt schon als tot und können folglich nicht sterben.


    Mir gefällt die philosophische Herangehensweise daher besser, bewegt sie sich auch deutlich näher an der wahrscheinlichen Vorlage.

    "Just because you can't dance, doesn't mean you shouldn't dance" (Alcohol)



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  • Zitat von Djinnbeam

    Viel lieber mag ich dieses friedliebende, eloquente und frauenfreundliche Reitervolk oder diese kuscheligen, haarlosen Yetis mit den blauen Augen. Nicht zu vergessen all die anderen nach Harmonie und Eintracht strebenden Königshäuser, welche sich von Staffel zu Staffel an Friedfertigkeit und Nächstenliebe zu übertreffen versuchen.

    In der Welt von Game of Thrones sind eben alle Arschlöcher - besonders die Rivalisierenden Häuser und Clans. Ist jetzt ja auch nicht wirklich unglaubwürdig, sondern nahe an der Realität.
    Wenn du gütige Könige und wunderschöne Märchenprinzen willst, dann guck lieber was von Disney. :P


    Die Eisenmänner sind natürlich sehr stark an die Wikinger angelehnt. Bloß halt das ganze mal 10 und auf die Spitze getrieben.
    Wie bei ihren Vorlagen aus der Realität sind die Eiseninseln extrem karg und nicht wirklich nutzbar was Landwirtschaft angeht. Aus diesem Grund hat sich bei den Eisenmännern halt die Kultur des Brandschatzens entwickelt. Landnahmen auf dem Festland wurde von den Lords des Nordens verhindert, so wie auch bei den Wildlingen.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Ist jetzt ja auch nicht wirklich unglaubwürdig, sondern nahe an der Realität.


    Damit hast du wohl mein Problem mit GoT kurz und bündig auf den Punkt gebracht.


    Ich halte die erdachte Welt dort für sehr glaubwürdig und konsistent. Jedoch spricht mich das Konzept der Serie nicht an.

    Unglaublich fesselnd war der Einstieg, das Auftauchen der Untoten bis zu dem Punkt, als man Ned Stark an den Königshof gerufen hat und anderorts die Blondine an die Wilden verschacherte.
    War für mich, als hätte die Fahrt in der Limo plötzlich geendet und ich musste fortan den Bus nehmen...


    Ist allerdings mein Problem meiner Erwartungshaltung, an dem ich eventuell arbeiten muss.
    Bis dahin werden Tote weiterhin nicht sterben, Verrückte sehen, was sie sehen und blaues Licht tut, nun ja, was blaues Licht eben so tut.

    "Just because you can't dance, doesn't mean you shouldn't dance" (Alcohol)



    "Good deeds are like pissing yourself in dark pants. Warm feeling, but no one notices." (Jacob Taylor)



  • Zitat

    Du triffst den Morgenstern auf den Kopf, Kali!
    Viel lieber mag ich dieses friedliebende, eloquente und frauenfreundliche Reitervolk oder diese kuscheligen, haarlosen Yetis mit den blauen Augen. Nicht zu vergessen all die anderen nach Harmonie und Eintracht strebenden Königshäuser, welche sich von Staffel zu Staffel an Friedfertigkeit und Nächstenliebe zu übertreffen versuchen.


    :mrgreen::mrgreen::mrgreen:

    Zitat

    In der Welt von Game of Thrones sind eben alle Arschlöcher



    - nein - es gibt in der serie einige starke, bewundernswerte charaktere wie daenerys targaryen, jon schnee, arya stark, brienne von tarth, tyrion lennister und asha graufreud die u.a. zur faszination dieser serie beitragen!!!



    ein beispiel: am ende der sechsten staffel haben daenerys targaryen und asha graufreud einen pakt geschlossen, die welt besser zurückzulassen, als sie sie vorgefunden haben und nie wieder plünderung, überfälle und vergewaltigung zuzulassen.


    hier ist das youtube-video zu der szene:


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