Urvölker Heute: Lost Tribes

  • Hier mal paar urvölker die es heute noch gibt.
    würde gerne wissen was ihr meint,kontakt aufnahme ja oder nein
    Und haben die aggresiveren vllt sogar was zu verbergen


    Sentinelesen
    https://g.co/kgs/cMBw9S


    Mashco-Piro
    https://g.co/kgs/bRQ9Lt


    Yanomami
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Yanomami

    Waffen sind immer das Werkzeug der Wahl
    Glänzender Meinungsverstärker aus Stahl
    Ich habe jeden Tag Krieg in Gedanken
    Nur wer tötet hat den Frieden verstanden

    -MC Basstard

  • hey,
    Interessantes Thema an sich, doch nur ums mal kurz zu definieren damit man nachher nichts falsches von sich gibt.
    Du meinst Urvölker im sinne von "der Zivilisation Unberührt" richtig?
    grüße
    Black Crow

    "You believe that the Strong exist to cull the weak. To use them as Food. But you are Mistaken. The strong exist, not to feed off the weak, but to protect them!" - Rurouni Kenshin (Film)

  • Cracked-Artikel über Lost Tribes, die essentiell komplett abgeschnitten vom Rest der Geschichte existieren (Exzellente Einführung ins Thema): http://www.cracked.com/article…civilization-existed.html
    Hochinteressantes Thema; ich frag mich, wie viele Jahrzehnte das noch weitergehen kann. Teilweise werden die Tribes ja von den lokalen Regierungen respektiert. Ich mein, was passiert, wenn die Menschheit irgendwann den Mars besiedelt oder sich im Dritten Weltkrieg selbst fast komplett vernichtet und die Sentinelesen noch immer absolut keine Geschichte kennen außer ihrer eigenen, wenn überhaupt? Wir wissen ja nichtmal, was für ne Kultur die haben. Es fickt meinen Kopf, dass sowas 2018 noch existieren kann.
    Die Frage nach Kontaktaufnahme ist aber überflüssig; grad bei den Sentinelesen wurde es ja versucht und sie schießen halt mit Pfeilen.
    Was aber btw auch heißt, dass sie die von alleine gebastelt haben - es ist immer wieder interessant, wie viel technischer Kram sich unabhängig voneinander in verschiedenen Zivilisationen entwickelt hat. Heute ist ja alles vernetzt, aber vor 2000 Jahren konnte es gut und gerne passieren, dass irgendwas erfunden und vernichtet wurde, und dann 1000 Jahre später nochmal erfunden wurde. Oder nie mehr wieder erfunden wurde, weil es irgendwann obsolet war.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Ich frag mich halt wo die krass aggrisive einstelung der sentinessen her kommt. Die sollten aufjedenfall untersich bleiben.
    Neben bei kennt ihr noch andere tribes wie die von mir oben gennanten ?
    Ich vermute dahinter mehr als nur den schutz der sentinelessen
    Entweder geheimer regirungs kramm
    Oder
    Die sentinelessen selbst vestecken bzw beschützen was vor der "zivilisierten" welt


    Hier noch eine eilmeldung :


    http://www.spiegel.de/wissensc…efilmt-a-1224552-amp.html

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    -MC Basstard

  • ALoha,

    du stehst auf sowas oder? o.O


    Die wollen einfach nur Ihre Ruhe, vielleicht legten dort ja mal Schiffe an und die Jungs auf der Insel hatten schlechte Erfahrungen gemacht. Seitdem sagen sie sich, egal was ist wir Böllerns um bevor es uns zu nahe kommt. Keinen Bock auf Fremde, sie sind es wahrscheinlich auch Jahrhunderte lang so gewohnt gewesen.
    Das hat weder was mit ner Regierung zu tun, da hätten die Guten schon andere Waffen als Pfeil und Bogen, und zweitens wenn die Moderne Welt wollte dann könnte da sogar die Schweizernationalgarde über die Insel drüber Bügeln ohne dabei nennenswert Verluste einzufahren.
    Zweiteres, das sie was Beschützen ist wahrscheinlich auch der Fall und zwar Beshcützen sie ihre Kultur und ihren Lebensstiel. Sie verteidigen ihre Natürlichkeit. Mehr verteidigen die auch nicht, weil wie gesagt Angst machen sie einen nur wenn sie in Überzahl sind und du grad echt keine Moderne Bewaffnung hast^^
    grüße
    Black Crow

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  • @crow
    Haha merkt man das


    natürlich schützen sie in erster linie sich selbst das steht ausser frage

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    -MC Basstard

  • Die Sentinelesen gehören offiziell zu Indien; da müsste man sich spezifisch fragen, was Indien wohl verstecken könnte - und, wenn es z.B. krasse Technologie ist, wieso sie es nicht einfach benutzen und stattdessen weiter als Schwellenland mit ner üblen Platzierung auf dem HDI existieren. Das müsste etwas sein, bei dem der Schutz verdammt wichtig ist, und das ja auch schon seit mindestens 250 Jahren. Bzw. gehen mündliche Berichte über die Sentinelesen ja sogar bis zu 750 jahre zurück. Das Geheimnis, das da steckt, müsste also fast etwas sein, was die Britische Ostindien-Kompanie dort hinterlassen hat. Reden wir über die Karte zum Jungbrunnen oder so?

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  • Womöglich heute wird sowas belustigt, vor nich mal 200 jahren aber glaubten die leute noch stark an solche mythen

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    -MC Basstard

  • Mein Tipp:
    Die haben irgendeinen Götzen, den die behüten.
    Ihr Gott. Vielleicht wirklich etwas, was die East India Company dort gelassen haben, was für die rückständigen Sentinalesen der Absolute Wahnsinn war. Ein Kompass, oder sowas.


    Wenns um Urvölker geht: es gibt immernoch Aborigini, die ursprünglich in den Wüste Leben.


    ld Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Zitat

    Du meinst, es leben noch kleine Gruppen der Aborigines völlig zivilisationslos im Busch?

    Genau, ich meine einzelne Familien-Verbände. Nicht die Gesamtheit der Aborigini.


    Die Ureinwohner Australiens waren ja eines der letzten Völker, die mit der Westlichen Zivilisation in Kontakt gekommen sind.
    Die Pintupi Nine waren ein "Lost Tribe".


    Edith: hab mich etwas in das Thema eingelesen: in Australien scheint es heutzutage keine isolierten Völker mehr zu geben. Die Pintupi Nine waren eine der letzten Familien - wenn nicht sogar die letzte.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

    Einmal editiert, zuletzt von Davy Jones ()

  • Absolut furchtbar finde ich, was in der Vergangenheit passierte, wenn der Weisse Mann sich Kontinent und Bevölkerung zu eigen machte. Oft endete es mit einem regelrechten Abschlachten der Ureinwohner, wenn sie sich natürlicherweise gegen Ausbeutung auflehnten. :evil: Echte Christen können es nicht gewesen sein, die in die neuentdeckten Kontinente einfielen.

  • Hab gehört die leben aktuell irgend wo in Argentinien glaub der Ort hieß:


    Belgrano
    Okay so jetzt mal wieder back to Topic:
    Gibt sogar in Rußland noch Stämme die relativ Unberührt leben:
    https://de.wikipedia.org/wiki/…er_des_russischen_Nordens
    Sind zwar nicht ganz Unberührt von allem, jedoch könnte man diese Völker durchaus noch zu den "Wilden" zählen, da die Kontakte mit Fortschritt oft nicht oder nur mässig vorhanden sind.
    grüße
    Black Crow

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  • Ich wollte hier noch etwas zum Thema Urvölker anfügen, was ich auf einer meiner Reisen erleben durfte und belästige euch daher mit einem überlangen Post :mrgreen:


    Im 2016 war ich zum zweiten Mal in Tanzania und habe zwei verschiedene, relativ ursprüngliche Stämme besucht. Der erste davon waren die


    Hadzabe


    Mein Freund ist Fotograf und hat ein paar der besonderen Momente festgehalten. Hier findet ihr den Blog und die Fotos dazu...


    Dieser Stamm lebt nomadisch in der Steppe von Tanzania, genauer gesagt in der Region des Lake Eyasi (ein Salzsee, bekannt für die Flamingo-Population und die umliegenden Zwiebelplantagen). Die Region ist nicht touristisch erschlossen und sehr abgelegen. Unser Guide meinte, er fährt ungefähr einmal im Jahr in diese Richtung.




    Um 05.00 Uhr morgens versuchten wir mit unserem (lokalen) Guide die Hadzabe in ihrem «Dorf» aufzustöbern, was sich als sehr schwierig erwies. Die Anfahrt vom bereits abgelegenen Dorf am Lake Eyasi dauerte über eine Stunde, durchs Flussbett wohlgemerkt. Am ursprünglich kommunizierten Stammplatz waren sie zu dem Zeitpunkt bereits nicht mehr, sondern weitergezogen, nach einer etwas längeren Suche, tauchte plötzlich einer der Jäger vor uns aus dem Gebüsch auf.


    Wir durften mit etwas Abstand beobachten, wie sie ums Feuer sassen, bis sie vom (getauschten) Gras einigermassen High und in Jagdlaune waren. Hanfkonsum (und -verkauf) ist übrigens auch in Tanzania illegal, kann jedoch nicht so weit kontrolliert werden oder wird bei den Hadzabe toleriert, weil sie sich quasi in einer gesetzlosen Zone aufhalten. Anscheinend wird geraucht, um die Geister der Jagd gütig zu stimmen (das ist ja auch bei vielen anderen Stämmen so). Die Laune besserte sich merklich unter den Jägern und sie waren dann urplötzlich bereit zur Jagd.


    Wir sind also aufgesprungen und mussten im Laufschritt versuchen, die beiden Jäger nicht zu verlieren (wir waren alleine mit ihnen unterwegs). Nach langer erfolgloser Suche nach Beute und ein paar Schüssen ins Leere konnten sie doch noch zwei kleine Vögel erbeuten und waren extrem Stolz darauf, mir diese zu präsentieren. Ich war relativ froh, dass sie keinen Pavian erwischt hatten, das hätte ich wohl nicht so gut vertragen. Ich sollte die Vögel auch essen, wobei ich ablehnen musste. Die Federn und Füsse und auch die Eingeweide waren noch dran und von Bushmeat wird allgemein abgeraten, wegen den Krankheiten. Aus Sprachbarrieregründen war übrigens ein Junge aus dem Dorf dabei, der für uns übersetzte und er versicherte uns, dass sie nicht beleidigt sind, wenn wir das nicht essen. Als ich übrigens bemerkt hatte, dass ein Vogel noch zappelte (habe nichts gesagt aber man hat es mir angesehen), obwohl er bereits am Gurt hing, hat er ihm einfach in den Kopf gebissen. Die sind natürlich nicht zimperlich wie wir Touristen.


    Der Stamm ist nicht kriegerisch (wie z.B. die Masai) sondern lebt als Jäger & Sammler ohne feste Behausung. In der Regenzeit werden ausgehöhlte Baobab-Bäume als Not-Unterschlupf benutzt. Meinem Eindruck nach leben sie wirklich noch sehr ursprünglich. Sie bilden aus Ästen und Büschen eine Art Labyrinth und wohnen darin, allerdings ohne Dach über dem Kopf. Sie tragen weitgehend Felle, haben aber natürlich auch durch den (zwar relativ minimen) Kontakt mit Touristen mal das eine oder andere T-Shirt oder kurz geschnittene Jeans an. Sie widersetzen sich den Auflagen, sesshaft zu werden und kennen keine Hierarchien.


    Sie essen Pflanzen wie z.B. Früchte des Baobab Baums, Honig und natürlich Fleisch von Tieren, welche sie selber mit Giftpfeilen jagen (Affen, Vögel, andere kleinere Tiere oder auch mal eine Antilope). Sie jagen ausschliesslich mit Pfeil und Bogen und das mit Präzision. Das Gift für die Pfeile wird anders als im Amazonas-Gebiet nicht z.B. aus Fröschen gewonnen, sondern aus einer bestimmten Pflanze, welche dann aufgekocht und in Teer-Form auf die Pfeilspitzen aufgetragen wird. Eigentlich ist die Serengeti jagdfreies Gebiet, die Hadzabe sind davon aber ausgenommen und müssen auch keine Steuern bezahlen. Feuer gemacht wird natürlich ohne Hilfsmittel – nur mit Holz und Reibung. Habe noch nie gesehen, wie jemand so schnell Feuer macht.


    Sie sprechen eine Klicksprache und klicken mehr, je aufgeregter sie sind. :mrgreen: Sie sind vom Wesen her übrigens eher ungeduldig (vor allem mit Frauen) und auch sehr verschlossen, ausser sie möchten für die Gäste einen Vogel oder ähnliches Jagen, dann sind sie sehr stolz und möchten auch, dass man ein Foto davon macht. Einen Teil des Fleisches tauschen sie mit einem befreundeten Stamm (den Datooga) gegen Pfeile oder andere nützliche Dinge (meist aus Metall). Bis in jüngster Vergangenheit wurden auch noch Steinwerkzeuge benutzt, diese schleichen sich allmählich aus resp. werden gegen das getauschte Metall ersetzt.


    Es wird wirklich noch das Tauschgeschäft in gegenseitiger Abhängigkeit gelebt. Wobei die Datooga völlig anders sind, auch menschlich.
    Nach unserem Besuch bei den Hadzabe durften wir auch noch ein Dorf der Datooga besichtigen, wo wir von den Frauen mit offenen Armen empfangen wurden. Wir wurden herumgeführt und durften Mehl mahlen (natürlich nur ich als Frau), sie sind sehr offen und freundlich, auch wenn sie nur ihre Sprache sprechen. Sie leben von der Landwirtschaft und wohnen in einfachen Lehmhütten. Sie sind etwas näher an der Zivilisation (ich würde sagen der nächste Schritt Richtung Jungsteinzeit, wo die ersten Siedler sesshaft wurden). Sie ziehen nicht umher, ausser sie streiten mit den Masai (verfeindet) um Land. Sie haben noch viele ursprüngliche Bräuche behalten, wie z.B. dass sie einmal im Jahr eine Python mit Milch füttern, um die Erntegeister zu beschwören. Sie machen aus einfachen Metallstücken unheimlich schönen Schmuck. Das mitgebrachte Armband ist mir sehr ans Herz gewachsen, auch weil es eine Geschichte erzählt. Werde davon noch Fotos machen und hier einfügen.


    Man geht ja davon aus, dass die Menschheit praktisch in Afrika entstanden ist.


    genauer gesagt hier
    Ich habe die Schlucht auch selber besucht. Allgemein empfinde ich in Afrika immer ein seltsames Gefühl des «nach Hause kommens» was so irgendwie wieder Sinn macht.


    Obwohl ich mich zuerst widersetzt hatte, «Menschen schauen» zu gehen, bin ich sehr froh, dass ich da war und das erleben durfte. Wer weiss, wie lange sie noch so existieren können. Es war ein unheimlich spannender Einblick in unsere Vorgeschichte. Gerade die Hadzabe sind leider stark in ihrer Existenz (resp. in der heutigen Lebensform bedroht). Weitere Stämme, Trockenheit, die Zwiebelplantagen oder auch der Tourismus breiten sich immer weiter aus. Mit den Masai hatten wir auch schon ein paar interessante Erlebnisse. Mir sind sie jedoch nicht immer sympathisch. Oft sind sie sehr aufdringlich (weil auch weitaus mehr an Touristen gewöhnt). Die Masai leben übrigens auch als Nomaden (was bekannt sein dürfte). Weniger bekannt ist, dass sie ihre Toten für die Hyänen in die Büsche legen (sie kennen keine Bebräbnisse) und das ganze Dorf umziehen muss, falls der Körper nicht in der Nacht vom Tier geholt wird, weil dies als schlechtes Omen gilt. Die Hyänen werden übrigens aus diesem Grund auch nicht gejagt und gegessen. Masai halten sich sowieso recht strikt an Hühner und ihre Ziegen. Dies noch als Randnotiz. Natürlich sind auch die Masai einen Artikel wert, sie sind halt bloss bekannter. Da sie noch so ursprünglich leben, sind sie aber auch erwähnenswert.


    Ich kann jedem eine Reise in die Wiege der Menschheit ans Herz legen – es gibt nicht viel Schöneres als Ostafrika.


    Quellen neben meiner persönlichen Erfahrung:
    Hadzabe
    Datooga

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
    - Albert Einstein

  • Wow persönliche erfahrungen kann denk ich kaum jemand in diesem bereich vorweisen, danke dafür :D

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    -MC Basstard