Die Dunklen Künste der Realität

  • Hier gehts nicht um Magie, sondern um nen theoretischen Gedankengang.
    Was ist das Real-Life-Äquivalent dazu, die Dunklen Künste zu erlernen?
    Quasi "Verbotenes Wissen", das einem das Leben zwar erstmal leichter macht, einen aber auch auf nen unangenehmen Weg führen kann.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
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  • Du meinst so wie in Harry Potter, oder?


    Beschreibung des Schulfachs "Verteidigung gegen die dunklen Künste"
    Er (...) soll dort lernen, sich durch geeignete Zauber und Flüche gegen bösartige magische Bedrohungen und Angriffe zu wehren. Er soll üben, sich vor gefährlichen magischen Wesen wie Hinkepanks oder Vampiren zu schützen, Irrwichte zu vernichten und schwarz-magischen Übergriffen zu widerstehen. Anders als in Zauberschulen wie Durmstrang lernen Schüler unter der Schulleitung von Albus Dumbledore ausschließlich, sich gegen dunkle Künste zu verteidigen und nicht, sie selber anzuwenden.


    Es geht also in erster Linie um Selbstverteidigung - auch diese kann ja so oder so verwendet werden. Es besteht sozusagen ein Ehrenkodex, dass man es nur zur Selbstverteidigung anwendet aber das ist in dem Sinne ja jedem selber überlassen.


    Also vielleicht Kampfsport? Oder mehr in dem Sinne von Hintergrundwissen, welches man gegen "das Böse" anwenden kann. Zum Schluss geht es ja darum, schlauer oder resp. schneller zu sein als das Gegenüber. Sowas wie Geheimagent als Berufsbezeichnung?


    Die Giftkunde gehört ja wieder in ein anderes Fach, soweit ich das in Erinnerung habe. Kann man da also nicht einfliessen lassen.


    Keine Ahnung, ob ich deine Frage richtig verstanden habe. 8-):mrgreen:

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
    - Albert Einstein

  • Verteidigung gegen die Dunklen Künste ist was anderes als die Dunklen Künste. Die Dunklen Künste soll man nicht lernen; man soll aber wissen, wie man sich dagegen verteidigt.
    Der Umstand kann natürlich auch in die Startfrage mit einbezogen werden.
    Ich denk da z.B. an Zeug wie das Beherrschen von Papierkram, psychologischer Manipulation und rechtlichen Schlupflöchern. Lobbyismus. Vielleicht Hacking. Oder halt tatsächlich Kampfsport, aber mit Techniken, die den Moralkodex verletzen.


    Hier soll es wie gesagt quasi um Wissen gehen, das einem einerseits Vorteile verschafft, einen andererseits aber auch irgendwie zu nem Schurken macht, wenn man es oft anwendet. Das ist insofern interessant, als dass Wissen ja eigentlich positiv sein soll - aber es gibt offensichtlich Zeug, das deutlich häufiger missbraucht als positiv angewendet wird.
    Bisschen abstraktes Thema vielleicht, aber es muss ja nicht mit Antworten explodieren oder so.

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  • an Manipulation oder Illusionismus habe ich auch als Erstes gedacht, war aber nicht sicher, ob das da reingehört.
    Ebenfalls kämen mir Geheimbünde in den Sinn. Diese sollen ja auch Wissen haben, was der Grossteil der Menschheit nicht hat. Aber irgendwie interessantes Thema, bin gespannt, was noch so auftaucht. Ich frage mich recht häufig bei fiktiven Geschichten, welche parallelen es zu unserer Welt hat.

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    - Albert Einstein

  • Naja schurke bzw schurkin würde ich diese person namens svali nicht mehr nennen. Hier ein interview von ihr damit ihr wisst was ich meine :


    https://youtube.com/watch?v=04TZs3rKpxs



    Was diese menschen sofern sie wirklich existiren wissen und machen gehört definitiv zu den "Dunklenkünsten"

    Waffen sind immer das Werkzeug der Wahl
    Glänzender Meinungsverstärker aus Stahl
    Ich habe jeden Tag Krieg in Gedanken
    Nur wer tötet hat den Frieden verstanden

    -MC Basstard

  • Ne Art dunkle Kunst ist auch die Nutzung aller Arten von Symbolen und Zeichen, deren Bedeutung nur einem bestimmten Personenkreis bekannt sind oder die Belegung üblicher Worte mit neuen Bedeutungen, wodurch einem die Möglichkeit gegeben wird über ein breites Medienspektrum zu kommunizieren, ohne den (wahren) Inhalt der Nachricht an Uneingeweihte zu verraten.


    Im Trending sind alle möglichen Illuminati-Symboliken, wie das "Eye of Providence", oder das "Alles in Ordnung"-Handzeichen. Gibt aber auch noch Symbole an Häusern, die von Dieben angebracht werden, um bestimmte Informationen über das jeweilige Objekt mitzuteilen oder auch solche Symbole wie hier https://wikileaks.org/wiki/FBI_pedophile_symbols


    Auf einen zurückfallen tut es, wenn Außenstehende die Codes entschlüsseln und dadurch dann auch rückwirkend die Nachrichten entschlüsseln können. Gegebenenfalls noch ne Strafverfolgung folgt.



    Interessant finde ich beispielsweise noch die These, dass Gruppierungen unter anderem die Titelbilder von Artikeln nutzen um weitergehende Informationen zu kommunizieren. Beispielsweise, inwiefern sie mit den Aussagen der thematisierten Personen konform gehen und sowas.


    So kann dann meinetwegen der Redakteur des Blattes XY, der Mitglied im Club YZ ist, seinen anderen Clubmitgliedern seine Haltung bezüglich Sachverhalt oder Person XYZ kundtun ohne jeden einzeln zu kontaktieren oder überhaupt alle Mitglieder kennen zu müssen. Ein Blick auf das Titelbild reicht dann aus.

    "To Paradise, the Arabs say, Satan could never find the way until the peacock let him in." -Charles Godfrey Leland

  • Interessant finde ich beispielsweise noch die These, dass Gruppierungen unter anderem die Titelbilder von Artikeln nutzen um weitergehende Informationen zu kommunizieren.

    Ich denk da auch an das Thema Dog-Whistles; codierte Kampfsprache ist in der Berichterstattung aller Seiten heute sehr wichtig. Schlagworte haben viel Macht, und man kann z.B. ne News, auch ohne falsche Infos zu liefern, klar zerrend darstellen. N kurzes Beispiel ist z.B. der Umstand, dass Artikel über weibliche Opfer von Gewalt gerne bereits in die Headline knallen, wie viel das Opfer vorher zu trinken hatte, was es anhatte und dergleichen. Wahre Info dann, aber die prominente Präsentation lenkt die Wahrnehmung in ne Richtung (Victim Blaming) die sachlich falsch ist - und diese Lenkung wird in anderen Fällen ja auch bewusst ausgelassen. Wie man die Wahrheit präsentiert, was für Worte man verwendet usw. ist die höchste Kunst der Massenmanipulation. Es gibt heute auch kaum ein Outlet, das sich bewusst immer um ne neutrale (Und v.a. konsequente) Sprache bemüht.

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  • Ich weiß ja nicht :| Wissen kann grundsätzlich doch nicht gut oder schlecht sein.
    Wenn es eine Verhaltensformel gibt, um bei jemanden ein psychotischen Schub auszulösen (Bsp.: die umstrittene Doppelbindungstheorie), dann kann es je nach Perspektive auch eine Formel sein, wie man durch das gegenteilige Verhalten die Beibehaltung der Gesundheit gewährleistet. Ein etwas kläglicher Versuch, plastisch zu erläutern, dass Wissen wie ein Buttermesser vielfältig benutzt werden kann.


    Es gibt aber vieles in der Menschheitsgeschichte, was bereits als geheimes/verbotenes Wissen o.ä. eingestuft wurde.




    Da'at (auf hebr.: דעת) ist das geheime Wissen und stellt die elfte Sephira des kabbalistischen Lebensbaumes dar, "in dem alle göttlichen Zehn Sephiroth mystisch vereint sind." (Wikipedia)
    Laut einigen religiösen Gruppen soll die elfte Sephira den ketzerischen Versuch von Teufelsanbetern darstellen, das Göttliche zu überspringen und getreu dem Prinzips des opponenten Luzifers eine eigene Welt aufzubauen. :verschwoer:


    Die Fähigkeit, andere zu beeinflussen gilt auch als verbotenes bzw. "dunkles" Wissen oder? :denk: Mir fällt dazu das S-P-I-C-E-Modell ein. Der Autor Kevin Dutton hat sich (populärwissenschaftlich) mit dem Thema Psychopathie auseinandergesetzt und bestimmte Muster in der Strategie von Psychopathen herauskristallisieren lassen, die bei der Manipulation verwendet werden. Diese 5 Faktoren soll jeder Psychopath und Manipulationskünstler benutzen können:
    1. Einfachheit
    2. Gefühltes Eigeninteresse
    3. Überraschungseffekt
    4. Selbstvertrauen
    5. Empathie


    (da das Buch aus dem englischsprachigen Raum kommt, würde das bedeuten 1. simplicity, 2. perceived self-interest, 3. incongruity, 4. confidence und 5. empathy... woraus sich letztenendes das Akronym S-P-I-C-E ableitet)

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Ich weiss nicht, wie real SCHWARZE MAGIE in der heutigen Zeit ist. Aber es gibt Menschen, die glauben fest an ihre Wirkung und versuchen, sie für ihre "üblen" Vorhaben einzusetzen.
    Der Wille ist schonmal da, Wissen für moralisch indiskutable Aktionen zu nutzen.


    Man hat ja so einiges gehört und Freikirchen oder die Zeugen Jehovas raten dringend davon ab. Also muss irgendwas eventuell dran sein an Schwarzer Magie - Naja, das würde die Existenz von Dämonen wiederum voraussetzen. :?:
    Ich Seppel - Magie war ja ausgeschlossen bei der Wahl verbotener Waffen.
    Ok, neuer Versuch :|


    So ganz banal fällt mir nur ein, dass das Wissen eines Trickbetrügers, seine Art wie er Opfer aussucht und wie er sie dazu bringt, ihm zu vertrauen und noch Schlimmeres...
    Ich glaube, man muss ne dunkle Ader in sich haben, um auf solche Ideen zu kommen, Leute um ihr Hab und Gut zu bringen.
    Dreist lügen zu können, keine Empathie zu haben - reicht das nicht schon, um einen Schritt weiter zu kommen auf der Leiter der bösen Macht.

  • Zitat

    Quasi "Verbotenes Wissen", das einem das Leben zwar erstmal leichter macht, einen aber auch auf nen unangenehmen Weg führen kann.

    Ich würde sagen alles rund ums Human Engeieering.
    Fehlende Empathie oder die Möglichkeit sie vorzutäuschen und bei anderen zu erzwinen. Arschloch-Verhalten (i want to speak to the Manager!).
    Oh, und eine Politische Laufbahn.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther