Geister kommen aus dem Hirn

  • Ich bin neu hier im Forum, allerdings habe ich beim durchsuchen diese "Kategorie der Geister" gefunden, und möchte gleich mit einmischen.


    Das Erste ist, was ich behaupte: Macht euch nicht verrückt mit dem Geist in eurem Gehirn. Geister selber existieren dann, wenn wir uns diese eben vorstellen möchten. An einem bestimmten gruseligen Ort oder an einer Eigenschaft die jemand gerade aktuell - warum auch immer - durchmacht.


    Des Rätsels Lösung ist, dass unsere Vorstellungskraft stärker ist und mit einer Fantasie der Einbildung - gruselige und unheimliche Kreaturen - als wir "denken" können.


    Einbildung ist auch eine Bildung - hab ich mal irgendwo gelesen - doch im Geister und Spukbereich schreibe ich lieber: "Einbildung ist nur eine Vorabversion der eigentlichen Vorstellung"


    Ich möchte kein Spielverderber sein, doch im "Internet" (ups ich bin ja auch im Netz der Netze) "geistern viele Geister" herum, die nicht existierendes plötzlich als Wahrheit anpreisen wollen.


    Geist ist eine Gehirnvorstellung - Der, der Geister sucht, wird sie auch finden. Nur ist dieser Geist dann einer der sich mit diesem Thema zu viel beschäftigt.

  • hättest genauso gut schreiben können jedem das seine, vllt willst du keine sehen und siehst deswegen keine 😑

    Waffen sind immer das Werkzeug der Wahl
    Glänzender Meinungsverstärker aus Stahl
    Ich habe jeden Tag Krieg in Gedanken
    Nur wer tötet hat den Frieden verstanden

    -MC Basstard

  • Einbildung ist auch eine Bildung - hab ich mal irgendwo gelesen - doch im Geister und Spukbereich schreibe ich lieber: "Einbildung ist nur eine Vorabversion der eigentlichen Vorstellung"


    Im Angesicht von "externen Geistern", also im Angesicht der Bildung von Geistern außerhalb der Solipse, d.h. im Fall der Existenz von anderen als den eigenen Geist, ist "Einbildung ist auch eine Bildung" etwas treffender für die Konstruktion von Geistern als deine Idee, dass die Vorstellung über der Einstellung steht. Sicher, die Vorstellung ist das aktiv-schöpferischere Moment des Geister-sich-Gegenüberstellen, sie nützt aber nichts, wenn Geister unserer Einbildung entspringen, also unserem passiven Vermögen, etwas einzusehen, das es nicht für uns gibt. Vorab angemerkt sei es, dass die Vorstellung von etwas, das sich für uns logisch ergibt, auch aktiv-tätigem Verstand die Möglichkeit der realistischen Imagination, die selten direkte Beobachtbarkeit bei "externen Geistern" voraussetzen kann, lässt. Hier wird von mir nur argumentiert, dass Einbildung im Kontext unbeobachtbarer anderer Bewusstsein-e die passiv-rezeptivere Form der imagination der Vorstellung ist, wobei beides Geister "bilden" kann. Aber darüber können wir ja, und das rege ich hier an, gemeinsam im Forum diskutieren.


    Die Entstehung von Bewusstsein ist, wie du fast richtig erkannt hast, eine Funktion von Bio-Organismen, was du auf eine Funktion des Gehirns alleine reduziert hast. Reden wir hier von Geistern im englischen Sinne "Ghosts" oder "Poltergeists", so emergieren (entstehen) auch diese als eine Einbildung lebender Organismen (du würdest sagen, Gehirne). Ein Toter ist in Wirklichkeit das Ergebnis der Abspaltung des Geistes aus dem Lebenden, weil ein Toter der Organismus ohne lebenserhaltende Funktion, die Psyche, ist, da die Psyche den Körper bewegt, mithin eine Leiche keine Psyche (Seele) mehr erhält, was (die Psyche/Seele) ja die Differenz zwischen Lebendem und Totem ist. Gleichzeitig bedeutet es zwar, das rein logisch Delta(Leben/Tod) einen Lebenden reduziert auf eine Leiche, aber nur, wenn der Geist (Psyche/Seele) entweder genichtet oder abgespalten wird von der Leiche. Wenn ich das so schön logisch herleite, könnte ich ja leichtfertig sagen, es handle sich um eine Abspaltung und Geister (Ghosts) gibt es auch unabhängig vom Körper-Geist-Komplex (=Lebenden) durch einen körperunabhängigen Geist, der sich von einer Leiche abgespalten hat durch den Moment des Todes, nachdem eine Körperkoordination durch die "vitalisierende Kraft" der Psyche nicht mehr vorhanden ist, was zur Feststellung des Todes spätestens nach Ende auch unbewusster Vitalfunktionen wie der Atmung (halb-unbewusst, teils bewusst) oder dem Herzschlag (psychisch normalerweise unwillkürlich, selten gesteuerte Funktion) führt.


    So einfach ist es aber nicht. Auch ich kann nicht einfach feststellen, dass der Tod einen Geist hinterlässt, nur weil der Tod selbst durch die Subtraktion (Abzug) von Geist aus dem Körper geschieht.


    Stattdessen bilden wir uns aber ein, dass es außerhalb eurer "Solipse", der eigenen fensterlosen Monade, andere Bewusstsein-e gibt. Diese Einbildung ist die Voraussetzung, dass es andere Geister außer dem in einem Bewusstseinsmodus unseres eigenen Bewusstseins phänomenologisch FÜR UNS auch in ähnlicher Form (Bewusstsein) gibt, gesetzt des Falls, wir sind zum Solipsismus, der Unerkenntnis anderer Geister, verdammt, weil ihr sie nicht direkt beobachten könnt, da diese anderen Geister die von uns unabhängigen Sekundär-Summanden von Leichen sind (Glaube der Kryoniker-Community unter den Transhumanisten), oder aber weil Geister, wie oben dargestellt, die Subtrahenden von Lebenden (Minuenden) sind, die als Differenz Leichen hinterlassen. Der eigene Geist ist niemals ein stetig gleicher Subtrahend, sondern die Differenz zwischen einer Leiche und einem Lebenden ist oft Schwankungen zu verschiedenen Lebenstagen ausgeliefert: man bedenke, dass der Geist eines Komapatienten arg weniger Bewusstsein umfasst als der eines quick-lebendigen Teenagers auf Psychedelika. Psychdelika sind zum Beispiel Tertiärsummanden, die auf lebenden Organismus für mehr oder anderen Geist, die für zusätzliches Bewusstsein, sorgen, weswegen allein schon wegen solcher Tertiärsummanden die Quantität und Qualität von Geistern auch jenseits des Leichebegriffs beeinflusst wird, nebst anderen Schwankungen durch z.B. O2-Unterversorgung des Gehirns.


    Genauso gehört Einbildung zu solchen Tertiärsummanden in Lebenden, die die Solipse (Vorsicht: eigener Begriff) an andere Geister außer sich glauben lässt. Wie gesagt, man bildet sich meist andere Geister (hier: minds, seltener auch ghosts) ein, kann sie nicht direkt beobachten, obwohl man logisch in von sich verschiedenen Menschen immer auch auf "externe Geister" (hier: minds) schließen kann.


    Geister als "Ghosts" sind aber auch nur Funktionen von lebenden Organismen, deren Psychen über Einbildung Geister bilden, was eine bewusste Einsicht auf Basis unbewussten Glaubens oder unbewusst motiviertem Erkennens ist. Geister brauchen immer ein Medium, aus dem sie hervorgehen, wie meinen Leichebegriff oder deine reduktionistischen Gehirn-Geist-Entstehungsidee. Einbildung eignet sich, meiner Duskussionsanregung hier zufolge nach, besser dazu, Geister außerhalb von sich zu kreieren, die es auch (FÜR EINEN SELBST auf Basis der passiven Erkenntnis von ihnen außen von sich als ihr tatsächliches AN-SICH-Seiendes) gibt, als sie sich aktiv-intentional vorstellen zu wollen. Die Einbildung ist hier also eine Bildung - nämlich sowohl mental als Bildung von Vorgestelltem in Form einer Einsicht über Unbeobachtbares (für Nicht-Telepathen) als auch, wer weiß, als kollektives Emergenzphänomen mehrerer Lebender (Nicht-Leichen, oder im [im allgemeinen oder vielleicht in deinem] Reduktionismus "elektrisch aktiv funktionstüchtige Gehirne"), über deren kollektives Unbewusstsein als latente Körperfunktion (Nervensystemfunktion) Geister (ghosts) als Folge der Einbildung entstehen. Geister (ghosts) könnten aber auch die emergente Erscheinung von über individuellen und/oder vor allem kollektiven Psychen/Geistern auftauchendem Geist (spirit) sein, mithin also keine "Gehirngespinste", sondern "Geistergespinste", d.h. ein Geist, der sich einen Geist vorstellt, könnte den Raum, die Zeit und ganz generell die Kontingenz für Geister (ghosts) erschaffen. Einbildung ist es allemal, wenn man von Ghosts ausgeht, aber eine Bildung, die die Möglichkeit des Eingebildeten jenseits des Einbildenden erst realistisch macht, weswegen ich meine, dass "man" sich sowieso Geister eher einbildet als dass man sie sich in einer höherkognitiven "Nachab"-Version der Einbildung ^/"Vorstellung") noch realer vorstellt.

    Schlüssel waren nie die Erlösung: Sie sind der Grund auf Erden, warum es verschlossene Türen gibt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Schlüssel ()