Verkürzung der Arbeitszeit

  • Und wer soll sowas behauptet haben und vor allem, wer hat's geglaubt? xd


    In einem Wirtschaftssystem, dass primär auf Profit und Wachstum und nicht auf das wesentliche, die Produktion ausgelegt ist, passt schon rein systemisch eine Verkürzung der Wochen- bzw. Lebensarbeitszeit nicht rein, bedeuteten diese ja mehr Personal für dieselbe Arbeit und damit einen erhöhten Verwaltungsaufwand und damit mehr Ausgaben also weniger Profit.


    Wir können eigentlich glücklich sein, dass wir nicht noch mehr Arbeiten müssen, weil langfristig kaum mehr als 40 Wochenstunden drin sind, da sonst die Produktivität der Arbeitenden zu stark Abfallen würde.

    Fürwahr, was ich lernte in diesem Leben.

    Was eben noch warm ist und am Beben,

    wird als bald nur mehr starr und kalt.

  • Das wäre ein Wunschgedanke sage ich mal so.

    Wenn du theoretisch ein Werk vollautomatisiert hast, brauchst du dann noch dein Personal in der Ursprünglichen stärke? Nein nicht wirklich, du behältst einen Teil davon für Verwaltungs und Wartungsarbeiten oder Dinge wo deine Maschienen Probleme mit haben. Von da aus hast du weniger Menschen die etwas verdienen und somit weniger Menschen die Geld in deine Produkte Investieren (außer du bist grad Nestle z.B.)


    Außerdem sind wir mal ehrlich, kann man sich z.B. bei einer 20 Stunden Woche im Supermarkt von dem Geld noch Haus&Familie&Auto&Urlaub leisten? Ich bezweifle sowas mal. Selbst ich mit knappen 40 Stunden. Muss da Kalkuliert Abstriche machen um wenigstens meinen Standart zu sichern und mal die Aussicht auf Urlaub zu genießen :-)

    "You believe that the Strong exist to cull the weak. To use them as Food. But you are Mistaken. The strong exist, not to feed off the weak, but to protect them!" - Rurouni Kenshin (Film)


    To Fear Death is a Choice - Charles Vane Black Sails

  • Warum soll ich 2 Arbeiter für jeweils eine 20h-Woche voll bezahlen, wenn ein Arbeiter es mit ner 40h-Woche tut?

    Spare ich doch ein Gehalt + Arbeitgeberanteile + Arbeitsausstattung.


    Dein Wenig-Arbeit-bei-vollem-Gehalt-dank-R2D2-Prinzip funktioniert in einem Kapitalistischen System nicht.

    Wenn die Leute viel Zeit haben heißt es praktisch, das viel potenzielle/ungenutze Arbeitskraft auf dem Markt rumlungert. Sprich Überangebot an Arbeitskraft. Und bei Überangebot einer Ware diktiert der Nachfrage (hier der Arbeitgeber) den Preis. Die Löhne würden also wieder sinken.


    Wir sind hier leider nicht bei den Jetsons.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Meine Antwort war genauso plakativ-banal, wie der Kommentar, auf den ich reagiere. Absichtlich. Demonstrativ.


    Den richtigen Kommentar von mir zu dem Missstand, der steht ja eine Etage weiter oben. Auf den beziehst du dich nur komischer Weise nicht.

    Also, vielleicht mal mehr betrachten als nur einen Beitrag. ;)


    Aber gut, dann umschreibe ich es mal anders:

    Man kann aber auch das politische System entsprechend anpassen.

    Ja, wobei es sich hier eher um ein Markwirtschaftliches System handelt. Es wird zwar von der Politik zugelassen und weiter befeuert, aber ist nicht rein durch sie geprägt.

    Aber gut, spielen wir den Gedankengang mal durch: hättest du eine Idee, wie man das System abändern kann um die Kuh vom Eis zu kriegen?

    Dieses sich durch die Globalisierung selbst regenerierende System?


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther