Meine beiden "Erlebnisse"...

  • Ich bin in meinem Leben relativ häufig Dingen begegnet, die nicht unbedingt nachvollziehbaren Sinn ergeben haben, meistens konnte ich sie mir aber so hinbiegen, dass ich ohne paranormalen Sichtwinkel auskommen konnte.

    Allerdings habe ich zwei Dinge in meinem Leben, die sich bis heute nicht erklären lassen, auch wenn schon mehr als 20 Jahre Nachdenkerei damit zusammenhängen.

    Die erste Sache hängt mit dem Haus meiner Großeltern zusammen. Ich habe das Haus auch geerbt, allerdings vor einigen Jahren schon verkauft. Ich war in meiner Kindheit relativ sicher, regelmäßig Schritte auf dem Dachboden zu hören. Es ist ein kleines Haus und der einzige Zugang ist eine Klapptreppe, die man aus der Decke ziehen muss. Ein durchschnittlicher Erwachsener muss sich schon anstrengen, um durch die Luke zu passen. Als Kind war ich eigentlich nie auf dem Dachboden, dort gab es Nichts, was mich interessiert hätte. Außerdem hätte ich die Luke gar nicht öffnen können.

    Das Dach wurde irgendwann erneuert und es wurden auch neue Bretter verlegt auf dem Boden. Relativ kurz danach starb meine Oma - Opa war schon etwa 10 Jahre tot - und das Haus diente mir nur noch als Wochenendhaus. Wenn ich dort war - meist mit einem Mädel - hörte ich immer noch die vermeintlichen Schritte. Sehr leise, aber doch wahrnehmbar.
    Ich bin kein ängstlicher Typ und pflege die Haltung "Ich habe gelebt, ich habe nichts zu verlieren", deswegen bin ich damals auf den Dachboden rauf, um nachzusehen. Gefunden habe ich natürlich niemanden - allerdings waren im Staub deutliche Abdrücke zu sehen. Nur ich hatte damals einen Schlüssel und meine Mutter. Und die war weder im Haus und schon gar nicht auf dem Dachboden...sie hätte eh nicht durch die Luke gepasst. Ich finde bis heute keine rationellen Erklärungen für diese Sache, weil der Rest des Dachbodens eine gleichmäßige Staubschicht hatte und nur diese paar "Schuhabdrücke" mehr oder weniger frisch waren.
    Vom Nachkäufer ist mir nix bekannt, er hat sich nicht zu sowas geäußert.

    Die zweite Sache find' ich noch schräger. Sie passierte mir - und meinen Kameraden - während eines Auslandseinsatzes in Bosnien in den 90ern. Damals war das Feldlager hochumzäunt und wir hatten Wachtürme und auch in erhöhter Position innerhalb des Lagers. Die Außenseite wurde wie man es auch aus Filmen kennt regelmäßig mit Scheinwerfern abgeleuchtet.
    Bei einer Unterhaltung im Freien (inkl. Pinkeln) höre ich deutlich das typische Geräusch, welches erzeugt wird, wenn man durch hohen Schnee geht...diese "Knirschen" war einige Schritte lang deutlich zu hören und plötzlich wieder weg. Ich habe dann Alarm gegeben und alle möglichen Lichtquellen wurden angeworfen und das Ganze taghell ausgeleuchtet. Es wurden auch nah am Zaun...so 3 Meter entfernt etwa Spuren gefunden. Das Problem ist, dass die Spuren im Nichts begannen und im Nichts aufgehört haben...die nächsten Spuren - außer meinen und meiner Kameraden waren mehr als 10 Meter entfernt und auch "alt", weil sie schon wieder halb zugeschneit waren.
    Auch dieses Erlebnis geht mir bis heute nicht in den Kopf.

    Ich denke, dass diese zwei Sachen dazu beigetragen haben, dass ich nicht generell alles ausschließe, was evtl. außerhalb meiner Vorstellung liegen könnte.

  • Hi du,


    Wenn ich dort war - meist mit einem Mädel - hörte ich immer noch die vermeintlichen Schritte. Sehr leise, aber doch wahrnehmbar.

    hier mal 1 -2 nichtparanormale Ansätze:


    1) Hausbesetzer,...mir sind mehrere Fälle aus den USA bekannt. Wo Obdachlose in Zwischenwänden (der Bauweise dort geschuldet) lebten. Aber auch von Mitbewohnern auf Speichern ist die Rede.


    Artikel aus dem

    Stern

    Süddeutsche Zeitung


    2) Ein Fuchs oder Mader. Ja die Schuhabdrücke ...Aber bei beiden Tierarten ist bekannt das sie gerne Schuhe verschleppen.

    Mader X findet Schuh auf Dachboden, schleift sie herum und so entstehen die Abdrücke.


    Ja sehr weit hergeholt.


    höre ich deutlich das typische Geräusch, welches erzeugt wird, wenn man durch hohen Schnee geht...diese "Knirschen" war einige Schritte lang deutlich zu hören und plötzlich wieder weg. Ich habe dann Alarm gegeben und alle möglichen Lichtquellen wurden angeworfen und das Ganze taghell ausgeleuchtet. Es wurden auch nah am Zaun...so 3 Meter entfernt etwa Spuren gefunden. Das Problem ist, dass die Spuren im Nichts begannen und im Nichts aufgehört haben


    Ich gehe also richtig in der Annahme das Schnee lag?


    Hier auch ein Ansatz.


    1) Schnee und Sand lassen es sehr gut zu, Spuren zu verschleiern.

    Angenommen ein LDS mit ghillie suit verschleift damit den Schnee (übliches Vorgehen) dann wären nur da die Spuren zu sehen, wo er von dir gehört wurde.


    Soweit meine Ansätze


    Liebe Grüße Pad

  • bist das du auf dem foto?

  • bist das du auf dem foto?

    Ähm...ja...stimmt damit was nicht?

    Ich hab' mal mein Profil "aufgefüllt", vielleicht macht mich das als Mensch etwas greifbarer.
    Sollte es Kritik zu meinem Bild geben, nur heraus damit.

    Die späte Antwort tut mir leid, ich hatte ziemlich abartige Nachtdienste die letzten Tage.

  • @ Ireland:

    Deine Ansätze finde ich zwar gut, Tiere oder gar Menschen auf dem Dachboden kann ich aber auschließen...da sind bei extremen Dachschrägen vielleicht 6 - 8 qm und zwar voll einsehbar, weil da nicht wirklich was gelagert wurde außer ganz vorne wo man raufklettert ein offener Korb mit Opas Schuhen.

    Das mit dem Ghillie-Suit ist genau so möglich wie Du es sagst, es ergibt nur militär-taktisch keinerlei Sinn. Am Zaun bzw. so nah am Zaun gab es nichts aufzuklären, die Außenwände waren blickdicht verhangen und waren doppelt so hoch ein normaler Mann - man würde von Weitem mit einem Fernglas deutlich mehr erkennen als ein paar Meter vom Zaun entfernt.

    Lustig, die Idee mit dem Verwischen bei Bewegung hatte damals einer unserer Zugführer auch.

    Dennoch, sehr sinnige und nachvollziehbare Denkansätze, Deine Art die Dinge zu betrachten find' ich richtig gut.

  • Hallo Peter,


    Dennoch, sehr sinnige und nachvollziehbare Denkansätze, Deine Art die Dinge zu betrachten find' ich richtig gut.

    Vielen Dank für die Blumen.



    Das mit dem Ghillie-Suit ist genau so möglich wie Du es sagst, es ergibt nur militär-taktisch keinerlei Sinn. Am Zaun bzw. so nah am Zaun gab es nichts aufzuklären, die Außenwände waren blickdicht verhangen und waren doppelt so hoch ein normaler Mann - man würde von Weitem mit einem Fernglas deutlich mehr erkennen als ein paar Meter vom Zaun entfernt.

    Da bin ich noch nicht ganz bei dir.


    Richtig ist, für ein offenes Angriffsbestreben macht es keinen Sinn. Ihr wärt gewarnt und da gab es andere Aufklärungsmethoden.


    Geht man aber von Diebstahl (Ausrüstung, Proviant, Waffen und Munition) oder einem nicht offenen Angriff aus, liegt es nahe Schwachstellen im Zaun und tote Winkel im Sichtfeld zu erkunden. Auch die Reaktionszeiten der Bewacher kann man auf diese Art ausloten.

    Wo wir dann bei üblichen Taktiken von Partisanen und Guerilla Truppen wären, die ja durchaus Mode da unten waren.


    Wenn ich dort war - meist mit einem Mädel - hörte ich immer noch die vermeintlichen Schritte. Sehr leise, aber doch wahrnehmbar.


    Was mir da noch einfallen würde, da du sagst es war nicht so laut wahrnehmbar, ist die Frage:


    War es ein alleinstehendes Einfamilienhaus?


    und zu dem akustischen Teil:

    1) Könnten die Geräusche auch arbeitendes/ knackendes Holz gewesen sein?

    2) Eine schlagende Wasserleitung? Gerade wenn du das Haus nur als We Haus benutzt und das Wasser sonst abgeschaltet ist, können alte Rohre und Heizungsanlagen ähnlich klingende Geräusche machen.

    3) Achtung etwas abwegiger!! Bei uns lassen Raben und Krähen oftmals Nüsse zum knacken aufs Dach fallen, mit der Dämpfung durch den Hohlraum wären zumindest die Geräusche reproduzierbar.


    zu den Schuhabdrücken:

    1) Hat ein Nachbar oder Bekannter einen Schlüssel der nach dem Rechten sieht? Wenn ja könnte er nach einem Unwetter (Starkregen und Hagel) eventuelle Schäden am Dach bzw. Dachfenster inspiziert haben.


    Gruß Pad

  • Das Holz "arbeitet" kenne ich, allerdings nicht rhythmisch und in der Weise.
    Wasserleitungen sind da oben keine gewesen. Das Haus wurde um den 2. WK rum gebaut, da geht man zum Baden noch in den Keller ums Haus rum und heizt mit Öl und Holz ;)

    Ja, militärisch findet man sicher einen Grund, warum das irgendwie Sinn ergibt. Ich war ein relativ guter Soldat und kenne einige, die noch besser sind - keiner von uns hätte das irgendwie bewerkstelligen können, was da gelaufen ist. Ich hätte mir da vermutlich trotzdem keine großen Gedanken drum gemacht, ich hatte ja andere Sachen im Kopf. Das Problem ist, dass im Bereich dieser Anlage vor der Übernahme durch die Friedenstruppe Folterungen und auch Morde durch die bosnischen Serben stattgefunden haben und kaum einer von uns wirklich gute Gefühle hatte, solange wir dort waren. Das überlagert sich natürlich durch Alltag und "greifbare" Gefahren, aber dennoch war es eine unschöne Energie in der Ecke.

  • Hi du,

    Ja, militärisch findet man sicher einen Grund, warum das irgendwie Sinn ergibt. Ich war ein relativ guter Soldat und kenne einige, die noch besser sind -

    an welche denkst du da?

    Das Problem ist, dass im Bereich dieser Anlage vor der Übernahme durch die Friedenstruppe Folterungen und auch Morde durch die bosnischen Serben stattgefunden haben und kaum einer von uns wirklich gute Gefühle hatte,

    Um da jetzt mal mal eine Kerbe ins paranormale Holz zu schlagen:


    Ein Ansatz könnte zum einen die "Stone Tape Theorie" sein, was bei den Ereignissen (Folterungen etc) meiner Meinung nach Sinn machen würde.


    Gruß Pad

  • Naja die Russen hatten so eine Art "Zielhilfe", die man mehr oder weniger manuell in der Nähe des Ziels abgelegt bzw. in den Boden gesteckt hat zum Anpeilen, damit man mit Artillerie relativ genau zielen konnte. Das ist heutzutage völlig überholt, aber die Serben haben sowjetische Waffen aus den 70ern, da wäre das durchaus drin. Artillerie ohne digitale Zielhilfe bzw. Satellitenlink muss sich einschießen - und spätestens nach dem 1. Fehlschuss ist der Gegner gewarnt und die erwidert den Beschuss. In dem Fall mit deutlich modernerer Bewaffnung und vor Allem - durch die absolute Lufthoheit - mit Kampfflugzeugen. Sobald die Artillerie schießt, ist ihre Position bekannt, wenn sie nicht sowieso schon aufgeklärt ist. Bei der Dichte an Überflügen seinerzeit wäre es gar nicht mehr zu einer 2. Salve gekommen, die F-15 hätten ein großes Loch dort gemacht, wo vorher die Ari stand.

    Allerdings hätten die sich sowieso nie getraut, Friedenstruppen mit Artillerie zu beschießen. Ich bezweifle ehrlich gesagt auch, dass die Serben die Ghillie-Technik beherrschen. Es gab zwar ein paar extrem gute serbische Soldaten und Ausbilder (wie Milorad Ulemek, der in der Legion gedient hat), aber grad in Bosnien war das eher eine Miliz von Seiten der Serben und die Vorgehensweise war dementsprechend. Hochspezialisierte Sondertruppen waren extrem selten und wären nie für so einen Unsinn in Gefahr gebracht worden.

    Am Zaun irgendwas zu manipulieren oder wegzusprengen bringt dann auch nichts, wenn man nicht direkt im Anschluss stürmen will, und dafür war die militärische Stärke einfach viel zu gering. NUR den Zaun zu sprengen wäre völlig sinnlos, im besten Falle würde man zwei Soldaten erwischen, die grad zufällig vorbei laufen auf Streife. Gebäude, Zelte und Material waren viel zu weit von der Umzäunung entfernt. Aufwand und Risiko stehen da in keinem Verhältnis zum Ertrag, selbst bei optimalem Verlauf nicht.

    Aus operativer Sicht ist es im Endeffekt ein Himmelfahrtskommando, bei einem halben Meter Schnee eine derartige Aktion zu starten, die erstens keine wirklich lohnenden Ergebnisse erbringen wird und zweitens eine derart geringe Erfolgschance hat. Gut, was irgendein Genie da ausheckt weiß man nie...auch nicht, welche Blüten Fanatismus oder Verzweiflung treiben.

    Ein Ausbilder hat mal zu mir gesagt, dass eine völlig sinnlose militärische Aktion einen krassen psychologischen Effekt erzielen kann, der alle Verluste total aufwiegt.

    Stone Tap...ich les mich mal ein. Klingt interessant.