Theorie: Prepper

  • Meine Theorie zum Thema Prepper:


    Wie in jedem Katastrophenfilm sind diese vermeintlich Verrückten die einzigen, die sich korrekt verhalten, die Gefahr frühzeitig erkennen und entsprechend handeln. Wenn es in einigen Jahren oder Jahrzehnten zu einer lokalen oder internationalen Katastrophe kommt, werden diese „Verrückten“ hämisch lachend in ihren perfekt vorbereiteten Bunkern uns bei unserem Untergang zuschauen.


    Was ist eure Meinung dazu? Kennt ihr vielleicht sogar einen Prepper oder seid selber einer?

  • Hallo Whoami,


    ein tolles Thema sprichst du da an.


    Da wir Menschen grundsätzlich Herdentiere sind (gut zu erkennen wenn man sie mal in der Gruppe analysiert), fallen jene die wider der allgemeinen Meinung handeln gerne als verrückt auf.


    Doch wie verrückt ist es, zu glauben das unsere destruktive Lebensweise nicht ewig so weitergeführt werden kann?


    Ich für meinen Teil würde mich durchaus als Prepper bezeichnen, nicht weil ich glaube das uns eine Katastrophe, A -Bombe oder eine Seuche erwischt, sondern weil ich der Meinung bin, das unsere Überflussgesellschaft nicht auf lange Sicht umsetzbar ist und wir uns in Engpässe manövrieren.


    Auf gut deutsch bin ich also der Meinung das unsere Wirtschaft kollabieren wird und unsere Läden leer bleiben.


    Wie ich mich darauf vorbereite?


    Der erste Schritt war der Kauf eines entsprechend großen Grundstücks in meiner Heimat mit eigenem kleinen See und Anbaufläche (Bodenbeschaffenheitsanalyse), wiederum an einem größeren See gelegen.


    Dazu habe ich auf einen gewissen Baumbestand geachtet um auch Heizalternativen zu haben.


    der zweite Schritt war/ist mir die entsprechenden Fähigkeiten und das entsprechende Wissen anzueignen, um mich und meine Familie dauerhaft zu ernähren (Nutztierhaltung, Ackerbau, Obstanbau), mit Kleidung auszustatten und medizinisch "grundversorgen" zu können.


    Auch alternative Stromversorgung ist mittlerweile (wenn auch erstmal provisorisch) über Solarpanelen und zusätzlich ein Aggregat gegeben.

    Im Moment sitze ich mit einem befreundeten Ingenieur zusammen um über eine eventuell bodennahe Windturbine zu brüten.


    Soweit mein Plan :-) vorerst


    Lg Pad

  • Bist du denn auch in der Lage ohne motorisierte Fortbewegungsmittel dein Refugium zu erreichen, sprich: ohne Flugzeug, ohne Schiff, ohne Zug und auch ohne Auto, im Zweifelsfall also zu Fuß?


    Habt ihr, die sich vorbereiten, Tipps und Vorschläge, gegebenenfalls etwaige Literatur?

    Fürwahr, was ich lernte in diesem Leben.

    Was eben noch warm ist und am Beben,

    wird als bald nur mehr starr und kalt.

  • Hi du,


    es ist geplant, kurz- bis mittelfristig zurück in die Heimat zu gehen, damit wäre dann das Schiff und Flug Problem erledigt. Auf dem Grundstück selbst schlummern ein Traktor und ein Glanzstück russischer Automobilkunst ein 1994er Lada Niwa (beides Diesel) und aktuell rund 500 Liter Kraftstoff.


    Habt ihr, die sich vorbereiten, Tipps und Vorschläge, gegebenenfalls etwaige Literatur?

    Ich kann jedem nur anraten sich weiterzubilden (Kochen, Landwirtschaft, 1.te Hilfe oder Feldsanitäter, Nähen, Fischfang, Jagd) das ist meiner Meinung nach tausendmal wichtiger als sinnlos drauf los zu horten. Genauso wichtig ist es seine Umgebung genau zu kennen.


    Grüßle

  • @ Ireland


    Hast du auch den Punkt mit beachtet, dass sobald die Gesellschaft wie wir sie kennen zusammenbricht, andere sich mit Gewalt diesen Ort holen könnten?


    Ich sehe es ähnlich wie du, ich glaube kaum das wir in 50 Jahren so leben werden wie jetzt und tendenziell wird es eher auf eine Dystopie als auf eine Utopie hinaus laufen, weshalb ich auch versuche mir immer mehr Wissen in diesen Bereichen anzueignen. Als Prepper würde ich mich dennoch nicht bezeichnen, ich hätte aktuell auch gar nicht die Möglichkeit mich so einzubunkern.


    PS:


    Zitat

    Der erste Schritt war der Kauf eines entsprechend großen Grundstücks in meiner Heimat mit eigenem kleinen See und Anbaufläche (Bodenbeschaffenheitsanalyse), wiederum an einem größeren See gelegen.

    Wenn du noch n nettes Pub im Keller einrichtest bin ich dabei :D

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Estebenjo


    Hast du auch den Punkt mit beachtet, dass sobald die Gesellschaft wie wir sie kennen zusammenbricht, andere sich mit Gewalt diesen Ort holen könnten?

    Ja durchaus auch für den Fall sind entsprechende Vorkehrungen getroffen. :saint:


    Wenn du noch n nettes Pub im Keller einrichtest bin ich dabei :D

    Für jemanden mit interessanten Fähigkeiten haben wir immer ein Tellerchen frei :)



    Falls es manche noch nicht kennen:


    https://www.zombie-apocalypse.…berleben-im-bosnienkrieg/

    da hat einer beschrieben wie das war als Zivilist im Kriegsgebiet festzusitzen.

    Danke für den Link Ganja.


    Liebe Grüße Pad

  • Zitat

    Ja durchaus auch für den Fall sind entsprechende Vorkehrungen getroffen. :saint:

    Echt? Wer wartet denn die automatischen Selbstschussanlagen, wenn du nicht da bist? 8|


    Zitat

    Für jemanden mit interessanten Fähigkeiten haben wir immer ein Tellerchen frei :)

    Sehr lieb, ich wollte immer schonmal nach Irland :love::mrgreen:

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Ich errinere mich, vor 1 Jahr hat die Regierung selber zum preppen aufgefordert indem man sich für 2 Wochen mit Lebensmitteln eindeckt.
    Ja Konservendosen und Millitär-Verpflegungen (im Falle eines Stromausfalles auch kalt essbar) sind sehr lange haltbar, aber auch nicht ewig. Von da stellt sich schon die Frage ob so etwas auch wirtschaftlich wäre (wenn man das alle 2-3 Jahre erneuern muss).


    Trinkwasseraufbereitung setzt entsprechend teure Technik voraus, und ob man Mineralwasser aus dem Supermarkt über so lange Zeiträume geniessen kann bin ich mir auch nicht ganz so sicher.

    Ich hätte jetzt auch noch weniger Platz zur Verfügung um neben den Dosen und Essenspaketen noch für 2 Wochen 1L-Flaschen zu Bunkern.


    Die Selbstversorgung halte ich in Anbetracht der Bevölerungsdichte für unrealistisch, davon abgesehen kann sich auch nicht jeder einen eigenen Bauernhof mitsammt Acker und Vieh leisten.


    Eine Bewaffnung auf legaler Ebene ist ebenfalls sehr schwierig (Jagen und Sportschützen sind teure Hobbys).

  • Ich denke wir können uns alle einig sein, sollte es zu einer derartigen Katastrophe kommen, dass das bekannte System zusammenbricht, dann würde es zu einem Massensterben kommen und dann reicht auch gute Vorbereitung nicht zu 100% aus, dann kommt es viel auf Glück oder Pech an.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Hi ihr

    Ich errinere mich, vor 1 Jahr hat die Regierung selber zum preppen aufgefordert indem man sich für 2 Wochen mit Lebensmitteln eindeckt.

    Ja, stimmt die Regierung hat das den Menschen nahegelegt. Mal davon abgesehen haben wir zum Beispiel immer für mindestens 2-3 Wochen alles im Haus um uns Brot zu backen, zu belegen, bestreichen etc.

    Ja Konservendosen und Millitär-Verpflegungen (im Falle eines Stromausfalles auch kalt essbar) sind sehr lange haltbar, aber auch nicht ewig. Von da stellt sich schon die Frage ob so etwas auch wirtschaftlich wäre (wenn man das alle 2-3 Jahre erneuern muss).

    Vom horten im Sinne von Konserven etc. würde ich in großem Maß generell absehen, da einen das grundsätzlich nur über temporäre Krisen hilft. Sinnvoller sehe ich es da, auf Selbstversorgung zu setzen.


    Trinkwasseraufbereitung setzt entsprechend teure Technik voraus, und ob man Mineralwasser aus dem Supermarkt über so lange Zeiträume geniessen kann bin ich mir auch nicht ganz so sicher.

    Ich hätte jetzt auch noch weniger Platz zur Verfügung um neben den Dosen und Essenspaketen noch für 2 Wochen 1L-Flaschen zu Bunkern.

    Wir zum Beispiel haben aktuell rund 15 Apfel und Birnenbäume auf dem Grundstück, eine eigene Frischwasser Versorgung (in Irland in ländlichen Gegenden so üblich).


    Die Bäume haben den Vorteil, das man zum einen eine Nahrungsquelle, zum anderern eine Basis zur Apfel- und Birnenwein Herstellung hat (gegoren steigert es die Haltbarkeit). Dazu kommen noch einige Fässer Wein im Keller (Familienbetrieb in Deutschland)

    Die Selbstversorgung halte ich in Anbetracht der Bevölerungsdichte für unrealistisch, davon abgesehen kann sich auch nicht jeder einen eigenen Bauernhof mitsammt Acker und Vieh leisten.

    Gebe ich dir Recht vollkommen recht. Einer der Gründe, warum meine Frau und ich uns gezielt für meine Heimat entschieden haben. Dazu muss man definitiv vom Gedanken abkommen sich alleine durch zuschlagen.


    Eine Bewaffnung auf legaler Ebene ist ebenfalls sehr schwierig (Jagen und Sportschützen sind teure Hobbys).

    Grundsätzlich sollte Kapital vorhanden sein. Wobei ich Wissen fast noch als wichtiger empfinde.

  • Die Lebensmittel müssten auch lange haltbar bin mir nicht sicher ob im Falle eines Stromausfalls noch gekühlt werden kann.

    Mehl ist auch lange haltbar aber ob man bei Stromausfall noch backen kann, eine andere Frage.

    Bei Dosen und Vakuumpaketen hat man immerhin ne lange Haltbarkeit.


    Wein ist so eine Sache da Alkohol dem Körper Wasser entzieht, auch Säfte sind nicht so optimal.

  • Hi du

    Die Lebensmittel müssten auch lange haltbar bin mir nicht sicher ob im Falle eines Stromausfalls noch gekühlt werden kann.

    Aus dem Grund arbeite ich aktuell mit einem befreundeten Ingenieur an einer "auf der Seite liegenden Windturbine, bzw. einer Wasseralternative, die gemeinsam mit den Solarzellen das Haus autonom mit Strom versorgen soll.


    Aber dennoch ein interessanter Ansatz von dir. Hier wäre durchaus die Möglichkeit über das Räuchern nachzudenken, speziell von Fleisch.

    Mehl ist auch lange haltbar aber ob man bei Stromausfall noch backen kann, eine andere Frage.

    Hier steht uns im Irland Haus eine uralte Herd /Backofen Kombi im Flur zur Verfügung die mit Holz beheizbar ist. Der Vorteil hier liegt darin das der aufgrund der Bauweise zusätzlich ein sehr guter Hitzespeicher ist und dem Heizen ebenso effektiv dient.


    Alternativ können Fladenbrot ähnliche Brote zum Beispiel auch auf offenem Feuer gebacken werden mit etwas Geschick.


    Bei Dosen und Vakuumpaketen hat man immerhin ne lange Haltbarkeit.

    Das ist schon richtig, wobei es viele Möglichkeiten gibt Lebensmittel selbst haltbar zu machen. Pökeln, räuchern, trocknen und einkochen zum Beispiel, was das Budget für wichtigere Dinge freihält.


    Liebe Grüße Pad

  • Zitat

    Sinnvoller sehe ich es da, auf Selbstversorgung zu setzen.

    In Städten und Urbanen Gegenden praktisch unmöglich.

    Ergo so nicht für die Allgemeinheit umsetzbar. Daher sind Konserven eben doch eine Alternative.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther