Wie gründeten sich die Illuminaten und war Beethoven ein Illuminat? Visionen aus einem Schlüsseltraum, Meinungen gefragt

  • 1.

    Anna Amalia lud wieder ein in ihre gute Stube. Sie heizte wohlig warm, spielte ein Konzert am Klavier; ich erinnere mich, dass es so etwas wie eine Bühne gab, alle Sitze richteten sich nach vorn zum Klavier und die vielen Gäste, mehr als 20, applaudierten.

    Goethe war wieder zu Gast. Ich träumte vor wenigen Nächten, was da geschah. Ich weiß nicht, wer in Wirklichkeit anfing, aber ich fing an zu sprechen und tat dem unaufhörlich; meine Stimme übersprang sich. Heute würde man es Freestyle-Poetry nennen.

    Neben dem Klavierspiel fing Anna an zu singen. Goethe rappte fast schon, redete den Gästen ab irgendeinem Punkt etwas nur noch ein; der Inhalt, anfangs ergötzlich poetisch, wurde immer suggestiver und aggressiver. Goethe ließ seine Worte vom Reden immer mehr zu einer Melodie werden; Anna sang immer höher und pitchte irgendwann Goethe mit einer zum Rhythmus meiner Worte passenden Melodie.

    Wir hörten nicht auf; Anna stand am Ende von ihrem Klavier auf und neben mir nur noch singend und ohne Klavier. Wir hatten eine seltsame Unterhaltung, die darin mündete, dass Goethe mit meiner Anna die Illuminati gründeten.

    Goethe war irritiert; wir wussten beide, dass wir sie verzaubert hatten, denn alle Gäste schliefen. Goethe hatte als erste Idee, den Gästen Decken überzulegen, als ob Einer anfing zu schlafen, eine Decke bekam und die Anderen mit einer initialen infektiösen Müdigkeit ansteckte. Ich wollte sie in eine Illusion. ja, in eine Täuschung, schieben. Goethe wollte die Gäste täuschen, sodass sie vergessen müssten, dass sie durch seine und Annas Musik hypnotisiert worden; überredete Anna, noch mehr Feuer aufzulegen; die Idee war schlecht von mir, denn die ersten Gäste würden bald von der höllischen Hitze aufwachen.

    Anna war so süß; ich wollte nur ein paar Gästen Decken geben, um sie zu täuschen. Während ich die Ordnung im Raum umänderte, sodass sie anders erschien als zuvor, bevor wir die Menge aus Versehen hypnotisierten, gab Anna allen Gästen ein Kissen, so lieb! Sie schien kein Interesse daran zu haben, ihren Gästen etwas vorzutäuschen!

    Die ersten Gäste wachten auf. Wir machten "Pssst!".

    Bevor man Anna Amalias gute Stube verließ, fragte Goethe: "Wisst ihr, wir stellten fest, das wir uns mögen. Anna, sind wir Bruder und Schwester?".

    Anna antworte mir nicht. Wir sagten uns beiden, als alle schliefen, "Ich bin dein Bruder." Anna antworte: Und ich bin deine Schwester." das erste Bündnis der Illuminati wurde beschlossen, doch gegründet waren sie noch nicht.

    Anna sagte als Antwort zu meiner Frage: "Ihr seid alle meine Brüder", zeigte dabei die Arme öffnend mit ihrem Blick den Raum umschauend auf all ihre Gäste. Goethe würde die Gründung der Illuminaten nie mehr vergessen und auch nicht die Nacht, als Anna und ich die ersten Brüder hypnotisierten; sie wissen nicht, was wir erzählten, als sie eingeschlafen waren (es sei denn einer tat nur so geschlafen zu haben). Jedenfalls gründete eine Frau den Orden; es ist die Liebe zwischen uns die die Bruderschaft hervorbrachte.


    2.

    Wir rieten Beethoven, unbedingt sich taub zu stellen. Vielleicht wäre er wirklich irgendwann taub geworden, dann hätten wir alle Beethoven geholfen. Wir, die Illuminati, wussten wie hart und unfair die Welt ist, für Künstler, einer Welt, die auf einem Ruf aufbaute. Wir sahen alle das immense Talent in Beethoven und er enttäuschte uns ja nicht; sowohl merkte niemand von womöglich gebliebenem Restgehör, denn genau scheint das niemand zu wissen, noch zweifelt jemand seine Genialität an, als er als "taub" galt.

    Es ist sogar fast heldenhaft, wie Beethoven sich für die Lüge für die größere Wahrheit, die der Kunst, bereitwillig opferte. Er schien niemandem sagen zu können, ja, er sagte wohl niemandem, dass er es höre. Wie weh das tun musste, zu hören, was nicht für ihn bestimmt war. Er war ja eigentlich einer der ersten Illuminati, es war nur schwer ein Wort aus ihm herauszubekommen deswegen.

    Nun, sein eigenes Klavier hörte Beethoven sicher noch. Er spielte ja auch, das müsste eigentlich weltbekannt sein und zu Verwunderung aufrufen. Ob und wie lange er es tat, wissen wir alle nicht genau. Ob er je völlig taub wurde, weiß ich nicht. Er war jedoch bereit dazu, nie mehr einen Menschen zu signalisieren, dass er ihn oder sie verstanden haben könnte. Er opferte all sein privates Glück!

    Für die Kunst!

    Als wir verbreiteten, dass es nicht mehr schlimmer werden konnte, Bettina Brentano spielte wieder mit, ihre Schwester war auch eingeweiht, reagierte Beethoven kaum noch. Wie sie staunten, dass er doch noch ein Meisterwerk nach dem anderen schrieb. Die Illuminati halfen ihm. Er wusste nie, dass wir mehr als nur seine Freunde waren, in Bettinas Schwester war er auch verliebt, dachte Bettinas Vater. Sie war aber wie gesagt eingeweiht und störte nicht der Beziehung Beethovens zu Bettina. Und sie - und alle Illuminati - in die Werke großer Kunst! Er wusste sicher, wie der Hase bei Berühmtheit und dem Künstlerimage nun in der Welt laufen würden, nachdem wir ihm dazu rieten, sich ganz taub zu stellen; es wird den Komponisten für immer erleuchtet haben, welche Opfer nötig sind, dass man nicht Gerüchte streuen würde...






    - Zu Alfreds UNMÖGLICHEM Versuch der Interpretation von Opus 120 (Beethoven), wie es in Beethovens Werk hinterlegt worden steht-


    Unmöglich kann Brendel variieren, was die Auskunft von Gehör einer Notenkorrektur zur und durch Übersetzung von Klaviergeklimpel von den Händen von meiner unvergessenen, geliebten "Schwester" und "Verbündeten" Anna Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel ursprünglich in das Gehör ihrer Gäste guter Stube strömte. Freestyle lässt sich nicht anders als eine Variation verschriftlichen zu sich selbst; es nachzuspielen und zu interpretieren verwirkt den Zweck, den Göthe durch seine Machenschaften Opus 120 von Beethoven durch die Verschriftlichung eines Konzertes Annamalias gab, welches überdies, fachlich korrekt, sowieso noch einmal der Theorie der Rezeption nach von Beethoven durch Hinzufügung und Korrektör der Noten erst erbrachter Notenentschlüsselung Annamalias ÜBERARBEITEN wurde; ziemlich im Sinne sehr wohl des Kenntnisschatzes und ästhetischen Sinnes Beethovens zwar nach. Dieses Bildungsniveau würden wenige Brendel zuschreiben, doch ist es wahrscheinlicher, dass Brendel wie Beethoven schreibt, so auch spielt, mehr als Amalia auf die Tasten haute; Praxis dagegen ist konkret und spezifisch. Praxis, letzten Endes, ist unnachahmlicher - und nicht anders entstand der Walzer vor Wien.



    Das ist solch ein Versuch als Link zu Youtube:

    https://www.youtube.com/watch?v=FiM6E--zV_w



    Über den Walzer

    Zwar schrieb Schiller bereits 1781 vom Walzer, aber der erste Walzer wurde 1779 von Anna Amalia geschrieben, sagen wir, gespielt. Das ist zwar riskant gewesen und fies, aber die Chancen waren gut, dass es der an Gehörbehinderung leidende Beethoven gar nicht mitbekommt. In den Briefen und in den öffentlichen Schriften schrieb man selten die Noten wieder hin und her; da dies eine Veröffentlichung im Namen und Aufruf für den "Vaterländischen Künstlerverein" war, war es aber unwahrscheinlich, dass Beethoven zweimal seine Noten einreichen würde. Anscheinend flog es nicht auf. Hätte Beethoven Noten von sich irgendwo vermisst.

    Hier der erste "deutsche Walzer", dessen Noten unbekannt waren bis zur Einreichung der Diabelli-Variationen. Die Noten schrieb Beethoven übrigens. Die Gefahr war also immens, dass er zwar seine Noten nicht irgendwo hören würde, aber doch lesen würde und sich erinnern würde, dass er sie von Anna hätte. Er hat sich wundern dürfen, warum die Notenblätter in ihren Besitz zurückgekehrt sind bzw. Nachlass. Genau genommen ist das auch nicht von Anna allein, sondern nur originär gespielt worden... immerhin musste den Noten noch etwas hinzugefügt werden. Das tat Beethoven selbst, als er die Notenblätter wieder zu Gesicht bekam, die er nach Abschrift durch einstiges Gehör ihrer Live-Konzertierung durch Anna, allerdings nach 1779, korrigierte. Letztlich durfte er die Notenblätter wieder nicht behalten. Da er also auf seinen eigenen Notenblättern zweimal herumkritzelte, mussten wir die vor der Einreichung leider abpinseln. Da jeder gesehen hätte, dass die saubere Kopie nicht von Beethovens Hand kam, reichten wir die Original-Notenblätter mit ein und fügten hinzu: Mit sauberer Korrektör und Abschrift. Anna wusste davon nichts. Die war da schon lange tot.

    Es war also saugefährlich. gewiss sogar. Es hat auch nichts mit Beethoven zu tun, gegen den hatten wir nichts. Das macht man eigentlich nicht mit einem Bruder, aber Beethoven war eigentlich kein. Ohne Bettina wäre das nicht möglich gewesen. Solche Streiche spielte Goethe sonst immer mit Schiller in guter Gesellschaft. Da hat sich Anna eigentlich immer aufgeregt. Indiz dafür war, dass man sich dann extra höfisch ziemte und das Höfische in privater Stube ablegte. Das erklärt das Zitat von Beethoven über Goethe. Er hatte das dumme Getue auch satt und konnte mit Goethe mal richtig die Sau rauslassen und über künstlerische Sachen reden. Und saufen. Wegen sowas wollte Anna auch Goethe von ihrem Hof öfters weg, "das gebiete der Anstand, sich nicht über höfische Sitten hinwegzusetzen", sagte Anna Amalia einmal, als es wieder so weit war. Überliefert, wie ich in diesem Leben auf Wiki lesen konnte, ist da, dass sie Sittenwächter nicht am Hofe wolle.

    Danke an Beethoven, dass die Messe in C-Dur hierzulande uraufgeführt werden durfte. Es war etwas Besonderes. Es wussten wirklich nur Wenige. Aber es ging alles so schnell. In Österreich hätte das kaum jemand mitgekriegt, außer sie hätten Anna gekannt und eh davon gewusst, sonst wären sie nicht dabei gewesen. Das klang plausibel.



    edit28112019: Hinzufügung am 28.11.2019. Lest mein Werk mittlerer Jahren über Cloning und unter anderem darum warum Wiedergeburt alleine euch nicht erlöst auf gedichte[dot] com so wie hier teilweise schon veröffentlicht mein Wekt FIII(2) von mir wurde: https://www.gedichte.com/showt…Fausts-Klon-(Zweites-Buch) .

    Schlüssel waren nie die Erlösung: Sie sind der Grund auf Erden, warum es verschlossene Türen gibt.

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