Realistische Träume

  • Hallo zusammen.


    Ich bin Dala und 36 Jahre alt.

    Mein Vater ist am 22.01.2020 mit 70 Jahren verstorben.

    Es ging ihm eigentlich gut bis Anfang des Jahres. Dann quälten ihn Schmerzen im Fuß und er konnte schwer atmen.

    Er ging zum Arzt wurde ins Krankenhaus gebracht und ihm musste das Bein abgenommen werden.

    Aus dieser Narkose wachte er nicht mehr auf. Sie ließen ihn im künstlichem Koma. Ein paar Tage später folgte das andere Bein und einige Tage später sagten sie uns das er auch Thrombose im linken Arm hätte das aber nicht mehr operiert werden konnte. Somit verstand er dann und wir konnten uns nur im Koma verabschieden.


    Das als kleine Vorgeschichte und Hilfe.


    Gestern hab ich von ihm geträumt.

    Ich saß bei meiner Mutter im Wohnzimmer. Ganz gewöhnlich. Sie ging auf Toilette. Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter und drehte mich in diese Richtung. Dort stand mein Vater (nackt). Er war leicht gebückt da ich ja saß und er ziemlich groß war (ist).

    Ich sprang auf mit vollem Bewusstsein das er ja tot ist. Ich nahm beide Hände und legte sie auf seine Wangen und sagte "Papa?"..

    Mein Gedanke es kann nur ein Geist sein, aber ich fasse ihn ja an, schoß durch meinen Kopf.

    Er schaute mich an und viel um, wie eine gummipuppe ohne Knochen. Ein Hals wackelte herum und seine augen waren verschlossen. Er sah jünger aus.

    Ich fasste sein Bein an und sagte :" Papa? Du kannst mich nicht verlassen".

    Ich drehte mich weg und wollte weglaufen, da ich dachte somit würde er wieder verschwinden , aber ich wachte auf.


    Ich konnte diese Nacht nur schwer wieder einschlafen.

    Aber ich tat es dann doch.


    Und dann kam der nächste Traum.


    Ich lag mit meiner besten Freundin im Bett und ich wollte ihr von dem Traum erzählen (genau vom oben beschriebenen). Sie nahm meine Hand und ich fing an zu weinen.

    Doch plötzlich änderte sich ihr Gesicht und wurde zu meinem Vater. Er kam immer näher als wolle er mir einen Kuss auf die Stirn oder Wange geben.

    Ich wachte wieder auf.


    Das wars.


    Ich weiß nicht was ich davon halten soll.


    Ich hatte nie das beste Verhältnis zu ihm.

    Er war aber immer da und half mir wo er nur konnte.

    Er war generell niemand der seine Liebe offen zeigte. Selbst Umarmungen waren schwierig auch wenn ich das immer gemacht habe.

    Aber er weiß und ich weiß es auch, dass wir uns geliebt haben.


    Was haltet ihr davon?


    LG Dala

  • Hi Dala,


    zuersteinmal mein Beileid für deinen kürzlichen Verlust. Jemanden zu verlieren denn man mochte oder den man Gern hat ist nie einfach und beschäftigt den Geist oftmals länger als einem selbst bewusst ist.



    Oftmals ist vorallem der Verlust eines Elternteils durchaus ein Auslöser für etwas seltsames verhalten. (Also trifft jetzt bei dir nicht zu aber kann vorkommen, Vorfälle gibt es dort mehrere).


    Was ich von dem erzählten halte? Es waren Träume, dein Unterbewusst sein udn deine Erinnerungen werden neu Aufgearbeitet. Meist kommt es vor das dann neue und alte Erinnerungen zusammen wachsen. Umso mehr wir uns mit der Thematik beschäftigt haben oder daran gedacht haben umso intensiver werden die Träume. Dadurch das der Tod erst wenige Wochen her ist verarbeitest du es noch unterbewusst. Oftmals kommen dann noch Fragen auf, man findet Klamotten, Bilder und vieles mehr des Verstorbenen. Jedes dieser Teile triggert dein Unterbewusst sein. Weshalb du z.B. träumst das er sich wie Verabschiedet ist, das du keine wirkliche Verabschiedung hattest. Ich kenn soetwas. Mein Opa starb vor eineinhalb Jahren. Er fiel ebenfalls wie dein Dad ins Koma und verstab auch im Komatösen zustand. Ich war in der Arbeit zu dem Zeitpunkt und bin so schnell ich konnte hingekommen. Als ich ankam und zur Türe reinkam. Verstarb er gerade. Ich habe mir damals die Frage gestellt ob er extra auf mich gewartet hatte. Ich begann mich dami tzu Beschäftigen was im Koma passiert und umsohäufiger Begann ich von ihm zu Träumen. Ich hatte vorher nicht die Zeit (ich weiß das klingt komisch, aber ich war Gestreßt hatte privat und Beruflich in dem Zeitrahmen viel zu tun) mich mit dem ganzen zu Beschäftigen, für mich war es erst real als ich vorm Totenbett stand sozusagen.


    Ähnliches Schätze ich wird bei dir passiert sein. Du hattest keine Möglichkeit dich zu Verabschieden wie du es gedacht hattest oder es Gewohnt warst und das führt dazu das du solche Sachen unterbewusst mit dir rumträgst und träumst :-)


    Wünsch dir aufjedenfall alles Gute und Kraft.


    grüße


    BlackCrow

    "You believe that the Strong exist to cull the weak. To use them as Food. But you are Mistaken. The strong exist, not to feed off the weak, but to protect them!" - Rurouni Kenshin (Film)


    To Fear Death is a Choice - Charles Vane Black Sails

  • Zitat

    Was haltet ihr davon?

    Offensichtlich hast Du ein Talent, in Träumen sprituelle Erfahrungen zu be- und verarbeiten. Ich erlaube mir die Hypothese, dass Du das aber nicht bewusst praktizierst, wenngleich Du ähnliche Erfahrungen, auf niederem Level, weil belangloseren Themen, schon gemacht hast.

    Stell Dich mal darauf ein, an diesem Thema weiter zu träumen und "programmiere" Deine Traummaschine diesbezüglich. Erwarte also einen Moment, an dem Du bereit bist, Deinem Vater und allem was Dich mit ihm verbindet, im Traum wieder zu begegnen und lege Dich damit nieder.


    Ich könnte mir vorstellen, dass Du Träume bald im archaisch und spirituell zu wünschender Weise zu nutzen verstehst.

    Vielleicht solltest Du Dich mit luzidem Träumen beschäftigen.

  • Liebe Dala,


    mit Interesse las ich deinen vorherigen Beitrag. Ich hatte beim Lesen des ersten von dir beschriebenen Traums sofort eine Theorie, die sich mit dem zweiten Traum deckte. Deswegen möchte ich sie dir nennen, da es eine Intuition war, die sich mit dem zweiten Traum, der Wiedergeburt deines Vaters deckte und ich möchte aber mein Beileid aussprechen und sofort vor Beginn meiner Ausführungen relativieren, dass das nicht alles wahr sein muss, was ich schreibe und ich möchte dich nicht in deinen Gefühlen verletzen, sofern dies einige Sätze, die folgen, tun könnten, sondern ich schreibe nur über "meine" Meinung, was diese Träume, die wahrscheinlich (bereits meine Meinung) von deiner inneren Aufgeschlossenheit, dich spirituell von deinem Vater verabschieden zu wollen, herrührten und ihn einluden, in Form innerer Bilder, die du tagsüber als Erinnerungen von deinem Vater hattest, sich zu verwandeln in Form der derartigen Gestalten von inneren Traumbildern. Geister (Ghosts) sind, meiner Meinung nach, selten penetrant und zwingen sich in Träumen auf und ich glaube an eine gewisse Verabschiedungssehnsucht eurer beiden Seelen, die es trotzdem möglich gemacht haben könnte und glaube, dass solche exakten Träume entsprechend dem, was ich vermute, was sie bedeuten, eigentlich seltener bei dir entweder werden oder eine gewisse Seltenheit, sollten sie sich auf einen "wirklichen Vater-Ghost" der verstorbenen Seele beziehen, mindestens beibehalten müssten, sollten sie denn wirklich "echt" überhaupt gewesen sein!


    Kurzum deute ich den Traum, sollte er tatsächlich durch seelisch-geistige Energie deines Vaters hervorgerufen worden sein, wie folgt.


    Dein Vater wurde (oder [unwahrscheinlicherer Weise] wird [bald ]) wiedergeboren, wusste es entweder vor seinem Tod, weil er an so etwas glaubt (was möglich sein könnte, denn wie du geschrieben hattest, redete er selten von seinen Gefühlen und geauso privat ist Glaube) oder wusste "es" spätestens und sowieso dann sehr schnell als Geist, ("Ghost"), was passieren würde und die Veränderungen der Erscheinungen seines Körpers

    in Traum 1

    Er schaute mich an und viel um, wie eine gummipuppe ohne Knochen. Ein Hals wackelte herum und seine augen waren verschlossen. Er sah jünger aus.

    Ich fasste sein Bein an und sagte :" Papa? Du kannst mich nicht verlassen".

    I

    sowie in Traum 2


    Doch plötzlich änderte sich ihr Gesicht und wurde zu meinem Vater. Er kam immer näher als wolle er mir einen Kuss auf die Stirn oder Wange geben.

    deuten auf eine Wiedergeburt in Entfernung von dir hin, also als zum Beispiel auf jeden Fall kein Mitglied deiner Familie und womöglich in einer ganz anderen Menschenumwelt, was der Geist durch diese physischen Veränderungen deutlich machen wollte.


    Ferner signalisierte der Geist Verabschiedung und ich behaupte, er will so oder so mit diesen Zeichen kommunizieren, dass er dich liebt, was auch immer passieren wird, denn wenn er (was wohl schon passierte), völlig fern von dir wiedergeboren wird, so könnte es sein, dass du ihn nach Versterben deiner Person gar nicht wiederfinden könntest oder es in diesem Leben zumindest nicht schaffen wirst und er wollte dir entweder kommunizieren, dass er dich sehr geliebt hatte, aber nun "woanders eine andere Körperform annimmt", auch wenn ihr euch selbst nach deinem Tod außer im überzeitlichen Jenseits nicht, nämlich in deinem nächsten Leben nicht, wiederbegegnet oder er signalisierte dir, dass er als ein Mensch völlig fern von deinem Ort wiedergeboren wird, dass er dich, wie gesagt liebt, auch wenn du nicht zu ihm kommen solltest; ferner ist es möglich, dass du bei ihm wiedergeboren werden wirst, wenn du selber tot sein wirst und dass er dann eine Generation wieder verschoben "dein Vater oder Opa" (geschlechtsneutral) sein wird und dass er dich nur vorbereiten will, dass er bereit ist, dich dann zu empfangen. Ich "glaube", falls es ein parapsychischer Traum war, dass es um diese Dinge, dass er dich liebte und noch immer lieben wird, was immer (wohl auch außerhalb seines Entscheidungsspielraums – besonders deine nächste Wiedergeburt betreffend – steht) auch noch passieren wird, dass es ein Verabschiedung mit Hoffnung auf Wiederbegegnung bei Unkenntnis dessen, ob ihr euch außer im überzeitlichen Jenseits als Ghosts doch in deinem jetzigen und vor allem in deinem nächsten Leben wiederseht und in Anbetracht beider Möglichkeiten, sendete er dir, meiner Intuition nach, Liebe und Gewissheit darüber, über die Liebe und Gewissheit über ihn, auch wenn für ihn der Tod eine einschneidende Veränderung in seiner Seelenwanderung bedeutet haben müsste (oder könnte).


    Ich sehe mich selbst als spirituell an und behaupte, mediumistische Intuitionen zu haben und auch über sehr weit ausgebildetes parapsychisches "Wissen" (Wahrheiten) zu verfügen, jedoch möchte ich deine Seele nicht nötigen, mir diese "Deutung" (Interpretation) abnehmen zu müssen. Da es sich um ganz normale Träume bei dir handelte, ist es selbst mir klar, dass es sich hierbei (bei den Träumen) KEINESFALLLS schlüssig um paranormale/parapsychische "Ereignisse" (oder paranormale Geistererscheinungen) handeln muss, denn dafür FEHLEN INDIZIEN. In Träumen ist alles möglich und der Ursprung von Träumen können dein Unterbewusstsein, deine bewussten und unbewussten Wünsche sein und normalerweise sind Träume privat und nicht Ziel parapsychischen Kontakts, sondern das ist sogar eher sehr selten; daher sind alle meine Aussagen SEHR MIT VORSICHT zu genießen (– ich will aber mindestens anregen und hoffe, dir evt. wenigstens eine Inspiration,. wenn nicht eine Hoffnung sogar, gewesen sein zu dürfen!).