Corona und der Neuanfang

  • Heute habe ich im Deutschlandfunk gehört, dass es Stimmen aus Politik und Wirtschaft gibt, die einen Neuanfang fordern. Das Argument ist, dass nun ohnehin Geld in die Hand genommen werden muss, warum also dieses nicht in neue, nachhaltige Strukturen investieren? Da bin ich voll dabei! Lasst und eine neue Wirtschaftordnung schaffen, in der nicht mehr der einzelne zählt, der am meisten bekommt. Verdienen, kann keiner mehr als ein paar Millionen. Ist nicht jetzt die Zeit, in welcher wir allen Bilderbergern und Genossen, zeigen können, wie viel Mehrwert alle, auch die die sich bisher an diesem System bereichert haben, haben könnten, wenn wir nur noch nachhaltig wirtschaften? Die Wissenschaftler*Innen berichten uns täglich vom Klimawandel und welche Unausweichlichkeiten drohen. Ist das so? Ich glaube nicht! Ich glaube, dass die Menschheit sehr wohl in der Lage ist, dieses Problem in den Griff zu kriegen und dass wir im Bestreben dahin für so ziemlich jeden, der will, Arbeit schaffen können. Sinnvolle Arbeit, die alle Menschen versorgt und auch noch die Ressourcen unseres Planeten bewahrt! Hawking ist ein Depp, wenn er meint. dass wir diesen Planeten in den nächsten hundert Jahren verlassen haben müssen, weil wir sonst untergehen. Eher schaffen wir eine Wende, zu nachhaltigem Wirtschaften, als das wir es schaffen, irgendwo sonst im Universum zu siedeln.

  • Klingt von der Idee her schön, aber ich bezweifel zum einen, dass die Mächtigen sich ihr Geld nehmen lassen werden und zum anderen gehe ich davon aus, das auch dort Schlupflöcher gefunden werden würden. Aber vielleicht liegst du ja richtig.

    "Was ohne Beweis behauptet werden kann, kann auch ohne Beweis abgelehnt werden." - Christopher Hitchens



    Wer weiß muss nicht glauben.

  • Hawking ist diesbezüglich merkwürdig surreal. Ausgerechnet ein Mensch, welcher sich so mit Wahrscheinlichkeiten beschäftigt hat, sollte doch wissen, ich schreibe betont nicht glauben, dass es wesentlich unwahrschenlicher ist, dass wir es schaffen, vor unserem Ende irgendwo anders im All zu siedeln, als dass wir die Kurve noch kriegen. Und warum seid Ihr so pessimistisch? Latürnich sieht es derzeit nicht danach aus, dass wir es schaffen den Egoismus und den Kapitalisumus, wie wenn das nicht das selbe wäre, zu überwinden. Aber wenn niemand die Möglichkeit, zumindest als angenehmere und mithin erstrebenswerte, dass wir das schon noch recht gestalten werden, lieber in Betracht zieht als eben die offensichtliche, dann kann sie ja auch nicht werden.

  • Naja soviel zusammenhalt konnte man nun auch wieder nicht sehen, wieso sind des sofort alle losgestürmt um sich mit allem einzudecken was nötig ist und was nicht?

    Allein der Klopapierwahnsinn war ja unglaublich...Menschen die krank waren trauten sich nicht mehr auf die Straße aus Angst vor den Nachbarn, manche wurden ganz schlimm beschimpft usw...

    Gerade wegen solchen Dingen kann ich mir nicht vorstellen, dass sich was ändert wenn das Ego der Menschen so groß ist.

  • Mich würde es interessieren wie du darauf kommst das jz alles besser wird und sich etwas verändert?

    Ich behaupte gar nicht dass es besser wird, aber dass es besser werden kann. Vor allem, wenn jeder einzelne Mensch, geschlechtsneutral, eingedenk aller widrigen Argumente, die eine weitere Besserung möglich erscheinen lassen, dennoch darauf hinarbeitet, dass diese bessere Gesellschaft, entstehen kann. Latürnich bin auch ich skeptisch, aber ich erwarte lieber, dass sich alles besser entwickeln wird, es macht einfach mehr Spass. Wenn ich dann am Ende meines Lebens doch unter dem Scherbenhaufen der Menschheit liege, dann kann zumindest eines sagen: Ich hab' wenigstens geraucht!

  • Es zeigt aber auch in so Schwierigen Zeiten wo wir uns gerade befinden, das Menschen zusammenhalten können und man lernt aus diese Kriese das man das gesunde Leben geniesen soll. Warum müssen eigentlich Kriege sein ? Wenn ich das in Syrien anblicke wird mir schlecht. Muss das sein ?

    Beim social distance kann ich nicht viel davon sehen, Freunde und Familie seit langer Zeit nicht mehr gesehen. Meine Schwester hatte Angst sie könnte für ein Osterbesuch von der Polizei gefasst werden usw.


    Ich wurde vorgestern mit hochgezogen T-Shirt nicht im Lidl gelassen, obwohl erlaubte Schals und provisorische Masken auch kein besserer Schutz sind.

    Gott sei Dank kann man Lebensmittel auch onllne kaufen.


    Wenn das so weitergeht haben wir schlimmere Probleme als das Virus dessen Gefährlichkeit von vielen Ärzten ja auch umstritten ist.

  • Was man aber nach der Corona-Pandemie machen sollte: ein Programm ins Leben rufen, welches darin besteht, alle für den Menschen gefährliche Viren zu ermitteln und Heilmittel und Impfstoffe gegen alle die von diesen Viren verursachten Krankheiten zu entwickeln. Wir dürfen nicht vergessen, daß Pandemien mit viel höherer Mortalität möglich sind !

  • Was man aber nach der Corona-Pandemie machen sollte: ein Programm ins Leben rufen, welches darin besteht, alle für den Menschen gefährliche Viren zu ermitteln und Heilmittel und Impfstoffe gegen alle die von diesen Viren verursachten Krankheiten zu entwickeln. Wir dürfen nicht vergessen, daß Pandemien mit viel höherer Mortalität möglich sind !

    Darum kümmert sich ja schon Bill Gates.

  • Die Starlink-Satelliten sind eine Reaktion auf das vielerorts nur schlecht ausgebaute und mitunter schlecht zugängliche terrestrische Internet! Wer will denn Online kaufen, wenn seine Online-Zeit durch Kosten für Datenvolumen und/oder Zeit begrenzt ist und man sich nur zögernd durch die Angebote wühlen kann?

    Dann gibt es auch noch Angebote, welche nicht so richtig funktionieren. Ich habe es noch nicht geschafft ein Prepaid-Guthaben von deutschen Anbietern aufzuladen!


    Bezüglich Neuanfang: Neuanfänge erfordern einen Zustand hoher Anarchie und es ist bekanntlich zur Zeit das absolute Gegenteil der Fall!


    Interessant ist auch ein Blick in die jüngere Geschichte:

    als die 1968er aktiv waren, hat das Prinzip "höher, schneller, weiter" bestens funktioniert und da hatten viele keinen Bedarf für Alternativen.


    um 1990 waren die Rahmenbedingungen für einen Neuanfang sehr gut, doch haben sich damals alle einschlägigen Bewegungen so weit aufgerieben, daß sie nicht die Chancen nutzen konnten und neu entstehende Bewegungen bei den Medien kein Gehör fanden und somit Randfiguren blieben.

  • Die Starlink-Satelliten sind eine Reaktion auf das vielerorts nur schlecht ausgebaute und mitunter schlecht zugängliche terrestrische Internet! Wer will denn Online kaufen, wenn seine Online-Zeit durch Kosten für Datenvolumen und/oder Zeit begrenzt ist und man sich nur zögernd durch die Angebote wühlen kann?

    Dann gibt es auch noch Angebote, welche nicht so richtig funktionieren.

    Soso. Wer sagt denn, dass das Online-Shopping wichtiger für uns ist, als ein freier Blick in den Himmel, ohne das alle Minute synchron über den Himmel rasende Objekte uns noch wirrer machen, als das Uhren konnten?


    Zitat


    Ich habe es noch nicht geschafft ein Prepaid-Guthaben von deutschen Anbietern aufzuladen!

    Selstsam, das gelingt mir dauernd. Meinem Mitbewohner übrigens auch.


    Zitat

    Bezüglich Neuanfang: Neuanfänge erfordern einen Zustand hoher Anarchie und es ist bekanntlich zur Zeit das absolute Gegenteil der Fall!

    Angesichts dessen, dass wir hier über einen Haufen von intellektbegabten Wesen reden und nicht über Tsunamis, woher nimmst Du diesen Glauben, dass ein Neuanfang nötig ist? Wir müssen halt einigess bestehendes anders, mitunter sogar grundlegend anders machen, aber was soll hierin ein Neuanfang?


    Zitat

    Interessant ist auch ein Blick in die jüngere Geschichte:

    als die 1968er aktiv waren, hat das Prinzip "höher, schneller, weiter" bestens funktioniert und da hatten viele keinen Bedarf für Alternativen.

    Was die 68er zum Marsch durch die Institutionen trieb war, dass sie, mit Recht, glaubten nur aus dem inneren des Systems, dasselbe verändern könnten. Was sie sich nicht vorstellen konnten war, dass sie beim Marsch durch die Institutionen zu den Ärschen der Institutionen werden konnten.

    Zitat

    um 1990 waren die Rahmenbedingungen für einen Neuanfang sehr gut, doch haben sich damals alle einschlägigen Bewegungen so weit aufgerieben, daß sie nicht die Chancen nutzen konnten und neu entstehende Bewegungen bei den Medien kein Gehör fanden und somit Randfiguren blieben.


    Was sollen denn die einschlägigen Bewegungen sein? Etwa der "Arbeiterbund zum Wiederaufbau der KPD", mit ihrem Slogan:"Nur die Arbeiterklasse und der Sozialismus können die Welt retten"? Ich lach mich tot. Rezepte aus der Mottenkiste der Geschichte, für Probleme die entweder ganz wo anders liegen, etwa der Klimawandel, oder keine so massiven mehr sind, wie etwa die Menschen aus der Armut zu holen. Die Armut ist in den letzten dreissig Jahren rapide gesunken:"Menschen sind von extremer Armut betroffen, wenn sie in Haushalten mit Einkommen von weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag und Kopf leben. 1981 galt dies noch für 44 Prozent der Weltbevölkerung bzw. knapp zwei Milliarden Menschen. Ende 2015 war weltweit weniger als jeder Zehnte von extremer Armut betroffen – rund 700 Millionen Menschen."

    Nein! 1990 hat der Kapitalismus, den Sozialismus bezwungen und alle glaubten an dieses "Höher, schneller, weiter" welches Du zuvor angemerkt.