• Also wen die Sphinx wirklich vor der Sintflut gebaut worden ist.
    Währe es doch möglich das ein Teil der Erosionen vom Wasser ist und ein Teil vom Wind oder Sandstürmen.

    Zwei Dinge scheinen unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.

    Albert Einstein

  • Zitat

    Also wen die Sphinx wirklich vor der Sintflut gebaut worden ist.
    Währe es doch möglich das ein Teil der Erosionen vom Wasser ist und ein Teil vom Wind oder Sandstürmen


    Es geht um die Frage, ob Wassererisionsspuren einer langen Regenperiode vorhanden sind, nicht von einer Sintflut.

  • Zitat

    Es geht um die Frage, ob Wassererisionsspuren einer langen Regenperiode vorhanden sind, nicht von einer Sintflut.


    eigentlich nicht. wie schon auf dem ersten bild zu erkennen ist sind die verwitterungsspuren horizontal und nicht vertikal, deshalb auch der vergleich mit dem unterschiedliche hohen wasserstand eines sees. die verwitterung von regenwasser würde spuren hinterlassen, die von oben nach unten verlaufen und nicht quer.


  • hier nochmal ein bild des sphinx... darauf kann man deutlich die horizontalen linien erkennen.


    und jetzt ein bild eines canyon, dessen wände durch stehendes bez. fließendes gewässer erodiert sind (ist natürlich nicht gestern passiert sondern schon einige zeit her)




    SO hingegen sieht erosion durch regenwasser aus:




    ich hab auf die schnelle keine besseren bilder gefunden.. aber ich denke die verdeutlichen was ich meine.


    was man allerdings auch auf dem bild erkennt ist, daß die "verkleidung" der sphinx intakt ist. zumindestens was die noch vorhandenen teile betrifft.
    abgesehen davon ist die theorie mit den wasser verwitterungslinien nicht auf meinem mist gewachsen, sondern ich glaubte mich daran zu erinnern (mein gedächtnis is auch nicht mehr das was es mal war) - aber an die bilder konnte ich mich noch gut erinnern (die bilder der linien meine ich)


    PS: hab jetzt auch ein bisschen gegoogelt und finde "nur" verwitterung durch regenfälle .. versteh ich allerdings jetzt um so weniger, nachdem ich die fotos oben rausgesucht hab :shock:

  • Ich habe sowas auch mal gehoert. Aber ich finde, die horizontalen Linien auf der Sphinx muessen nicht unbedingt von Wassererosion herruehren. Das kann auch einfach von der Art kommen, wie sie gebaut wurde.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • Die gibt's genausowenig wie die horizontalen Sintflut-Linien! :)
    Da, wo die Verkleidung intakt ist, sehe ich ueberhaupt keine Linien! Oder wurde die nachtraeglich angebracht?

    Tina

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  • Hi ,


    um noch einmal bei Tina anzuknüpfen :


    Es ist doch auf jeden Fall möglich , die Art der Erosion festzustellen. Ein Windschliff sieht definitiv anders aus als Wassererosion. Es gibt mehr als genügend Hinweise , das diese Region zu Menschheitszeiten nicht nur Wüste war. Fest steht , das dieses Gebiet einst bewachsen und fruchtbar war. In dieser Zeit ändern sich auch die Verläufe von Flüssen , was also nicht unbedingt die Sintflut "heraufbeschwören" muß .
    Ebenfalls in Betracht zu ziehen ist das eigentliche Material der Sphinx. Die auf den Fotos sichtbaren vertikalen Verwitterungen können durchaus eben nur Verwitterungen sein. D.H. aufgrund unterschiedlicher Materialbeschaffenheit der Schichten verwittern auch diese unterschiedlich. Dies ist eigentlich typisch für Sedimentgesteine.


    MfG
    winbooster

  • Zitat

    Die gibt's genausowenig wie die horizontalen Sintflut-Linien!


    offensichtlich sieht das der Geologe Dr. Robert M. Schoch anders. zumindestens meinte er (einschließlich seines teams), daß auf dem sphinx verwitterungsspuren zu finden sind, die von langandauernden regenfällen kommen. das ganze passierte 1992.


    Zitat

    Da, wo die Verkleidung intakt ist, sehe ich ueberhaupt keine Linien! Oder wurde die nachtraeglich angebracht?


    oder dieser teil war unter sand, schlamm, was weis ich was.. begraben und so eben nicht der verwitterung ausgesetzt. wo ist die restliche verkleidung überhaupt hinverschwunden?


    Zitat

    Es ist doch auf jeden Fall möglich , die Art der Erosion festzustellen


    na offensichtlich hat die wissenschaft dabei schwierigkeiten. entweder man kann wissenschaftlich feststellen, daß es sich um regenerosion handelt, dann kann das nicht nur einer sondern jeder, oder man kann es nur vermuten - dann fällt es allerdings nicht ins kapitel "wissenschaftlich bewiesen".


    Zitat

    das diese Region zu Menschheitszeiten nicht nur Wüste war. Fest steht , das dieses Gebiet einst bewachsen und fruchtbar war


    das bestreitet doch auch niemand - das wird sogar als "beweis" angeführt für die datierung des sphinx.



    Zitat

    Die auf den Fotos sichtbaren vertikalen Verwitterungen können durchaus eben nur Verwitterungen sein. D.H. aufgrund unterschiedlicher Materialbeschaffenheit der Schichten verwittern auch diese unterschiedlich. Dies ist eigentlich typisch für Sedimentgesteine


    also... ähh... darum gehts doch die ganze zeit und das ist eigentlich auch kern dieser diskussion. es geht um die frage: verwitterung durch WAS? und dann noch um die frage: WANN? :lol:

  • Ich denke mal, wir werden hier nur schwer auf einen gruenen Zweig kommen, weil es "wissenschaftliche Beweise" fuer beide Theorien zu geben scheint oder auch nicht! Wie finden wir heraus, wer Nonsens von sich gibt????

    Tina

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  • also hier ist zumindestens mal was über das WIE....


    Geologe Dr. Robert M. Schoch, von der Universität Boston, Abteilung College of Basic Studies, hat zusammen mit anderen Wissenschaftlern 1992 geologische Messungen und Analysen an dem Sphinx durchführte.


    Es wurden „seismische Bojen“ in den Boden gepflanzt. Anschließend wurden Schallwellen erzeugt, wodurch ein Blick unter die Oberfläche ermöglicht wurde, eine im Alltag der Geowissenschaft bewährte Methode. Die Messdaten wurden von Computern verarbeitet, welche lange Streifen von Zeichnungen ausspuckten, die den Grundriss des Sphinx wiedergaben. In einer Tiefe von 2,4 Metern fanden sich noch Verwitterungsspuren, welche an der Rückseite fehlten. An der Rückseite waren aber lange nach dem Bau des Sphinx Reparaturen ausgeführt worden. Pharao Thutmosis IV. hatte zu seiner Zeit nämlich den Sphinx aus dem Sand graben und reparieren lassen. Aus den geologischen Messungen und chemischen Analysen konnte man schließen, dass die starken Verwitterungsspuren von einer langen Regenperiode herrührten, welche es zu der Zeit des Pharaos Chephren (2520-2494 v. Chr.), dem angeblichen Erbauer des Sphinx, gar nicht gab. Dass der Pharao Chephren heute als Erbauer der Pyramide angesehen wird, resultiert aus dem Fund einer abgebröckelten Kartusche, auf der sich gerade noch der Name „Chephren“ entziffern lässt. Dieser Name stammt jedoch nicht, wie man es vielleicht erwarten würde, vom Sphinx selbst, sondern von einer Stele des Pharaos Thutmosis IV., welcher jedoch über tausend Jahre nach Chephren, 1401-1391 v. Chr., regierte. Mal von diesem ziemlich mageren „Beweisstück“ abgesehen, sprachen die Messdaten eine ganze andere Sprache. Die Verwitterungsspuren lassen sich ähnlich wie Jahresringe datieren, und zwar auf mindestens 7000 v. Chr.



    Doch abgesehen davon war Dr. Robert M. Schoch bei weitem nicht der einzige Geologe auf dem Gizeh-Plateau. Im Team befanden sich auch Dr. Thomas L. Dobecki, zwei weitere Geologen, ein Architekt und ein Ozeanograph. Auch sie sind überzeugt, dass die untersten Teile des Sphinx eindeutige „Wasserkanäle“ enthalten würden, wie sie sich nur über einen längeren Zeitraum ins Gestein fräßen.

  • Die Ersoionsspuren an dem Sphinx stammen vermutlich von diversen Einflüssen:
    - Rieseleffekt des Sandes, der immer wieder den Sphinxgraben füllte. Zahlreiche Herrscher (Pharaonen, römische Kaiser) liesen den Sphinx wieder freilegen, der Sand füllte wieder den Graben. Da der Sphinx aus Schichten aus unterschiedlichem Material besteht, wurden weichere Schichten mehr abgenutzt, daher die heutigen Erosionsrillen.
    - Regenwasser (im AR war das ägyptische Klima ein anderes) konnte auf dem Felsgrund, den Pyramiden, Gräbern und Tempel der Nekropole von Giza nicht versickern, es floss daher bergab und gelangte so in den Sphinxgraben, wo es nur langsam abfloss
    - Der Professor für Geologie an der University of Toledo, Ohio, James A. Harrell meint, dass diese Ersionsspuren durch gesättigten Sand enstanden: Dieses Phänomen ist bekannt: um 2300 v.Chr., als es in Ägypten häufige Regenfälle gab (oder allein durch Kondenswasser!), könnte sich die Feuchtigkeit unter den Sand und bis hin zum gewachsenen Felsen selbst durchgesetzte haben, und das während die Oberfläche trocken blieb. Genau das hätte auch durch die Nilfluten entstehen können, die noch bis zum Bau des Assuandammes bis an den Sphinx heranreichten (z.B. Abb. p. 18 bei Jordan). Kapillare können dieses Wasser bis zu zwei Meter hoch in Sand und Felsen transportieren. Die Folge war eine Erosion durch Salzexfoliation (Quelle: http://www.benben.de/SphinxIII.htmlhttp://www.benben.de/SphinxIII.html[/url] ).


    Ersosionsspuren wie an der SPhinx gibt es an mehreren Stellen in Giza. Interessanterweise kommen sie nur an Stellen vor, wo sich Wasser und Sand länger halten kann, also in Gruben und Schächten. Hier ein Beispiel:
    http://www.egyptarchive.co.uk/html/plateau/plateau_09.htmlhttp://www.egyptarchive.co.uk/html/plat ... au_09.html[/url]



    @ Liloo:
    "oder dieser teil war unter sand, schlamm, was weis ich was.. begraben und so eben nicht der verwitterung ausgesetzt. wo ist die restliche verkleidung überhaupt hinverschwunden?"


    Die Verkleidung verschwand zum großen Teil nach Kairo, wo sie zum Bau von Moscheen, Stadtmauern usw. verwendet wurde. Auf den erhalten Verkleidungsblöcken finden sich keine Erosionsspuren, da sie aus einem anderen Material bestehen als der Sphinx.
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    Die Archäologie lässt also nur eine Datierung in die 4. Dynastie zu, und auch die Geologie, bis auf einige Ausnahmen (wie z.B. Schoch), stimmt dieser Datierung zu.


    [/img]

  • also jetzt hab ich zumindestens eine quelle gefunden wo die geschichte mit den wasserspuren herkommt:


    Der Mathematiker René Schwaller de Lubicz fahndete vor 70 Jahren nach geologischen Spuren der Flutkatastrophe. Vertikale Rillen in den Kalkstein-Schichten führte er auf Auswaschungen durch Wasser zurück. Für ihn ließ das nur einen Schluss zu: Die Sphinx muss ein Relikt eines versunkenen Volkes sein. Heftige Regenfälle gab es in Ägypten zuletzt vor etwa 7000 Jahren. Zu früh für eine Hochkultur. Die Spuren der Verwitterung werden laut Lehrmeinung durch Wind, Sand und Salzausscheidungen im Kalkstein verursacht.


    zu Rieseleffekt des Sandes:
    und dadurch entstehen horizontale rillen? kann ich mir irgendwie nicht vorstellen... aber vielleicht kannst du erklären wie das funktionieren soll.


    zu Regenwasser:
    du meinst der sphinx ist im warsten sinne des wortes "im regen gestanden"? warum sind diese horizontalen spuren nicht auch auf anderen bauwerken zu finden?


    zu letzterem:
    so langsam hab ich das gefühl, daß ich vollkommen falsch liege mit dem was ICH unter erosionsspuren verstehe. offensichtlich meinen wir hier etwas vollkommen unterschiedliches.
    ich spreche von den horizontalen linien auf dem körper der sphinx (unterhalb der verkleidung - zumindestens schaut es so aus).

  • Zitat

    zu Regenwasser:
    du meinst der sphinx ist im warsten sinne des wortes "im regen gestanden"? warum sind diese horizontalen spuren nicht auch auf anderen bauwerken zu finden?


    Ich glaube nicht, dass er das meint! Wenn die Sphinx im Regen gestanden haette, waere das ja ein Beweis dafuer, dass sie schon vor 7000 Jahren existiert haette. Da hat es naemlich in Aegypten zuletzt richtig geregnet.

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!