Zu heftig für einen Traum!

  • Ein interessantes Gedankenkonstrukt, das mit der Autobahn. Jedoch vermischst du zwei Bereiche: Das "irdische Lebenssystem" und das System außerhalb davon. Das irdische Lebenssystem würde den Abbau solcher Ängste zweifellos nicht zulassen und wenn es doch passierte, würde dafür gesorgt werden, dass derjenige diesen "Nachteil" nicht weitervererben kann (z.B. dadurch, dass der Träger des nachteiligen "Merkmals" aufgrund dessen stirbt, wie bei dem Autobahn-Beispiel).
    Im System außerhalb der ZRI (Zeit/Raum-Illusion; ist genau das, wonach es sich anhört) gelten zweifellos andere Maßstäbe.


    Der Punkt ist - wenn ich das vorweg nehmen darf -, dass der Sinn unserer Existenz hier in der Physis im Sammeln von Erfahrungen liegt, die hier und jetzt einzigartig sind. Und das irdische Lebenssystem macht gewissermaßen süchtig; die meisten wollen die Schulden, die sie in diesem Leben auf sich genommen haben, im nächsten Leben unbedingt begleichen. Nur dadurch hält sich IMO das ganze Schema der Re- bzw. Multiinkarnation in Gang.
    Ist unser derzeitiges Leben beendet, haben wir also zwei Möglichkeiten: Außerhalb des irdischen Lebenssystems auf Erkundungen gehen oder in jenes zurückkehren, um weitere Erfahrungen zu sammeln und alte Rechnungen zu begleichen. Fast alle entscheiden sich für Letzteres, und nur wenige durchbrechen diesen Zyklus. Dieser Prozess läuft über einen unsagbar großen Zeitraum, aber letztendlich wird jeder diesen Zyklus einmal durchbrechen und sich anderen Dingen widmen. Und eben dieser Punkt ist nach gängiger Meinung erst dann gekommen, wenn man eine gewisse "Evolutionsstufe" erreicht hat. Damit ist die Evolution des Bewusstseins gemeint, und zwar unabhängig von den Maßstäben der Physis.
    Und genau da liegt der Knackpunkt: Jeder schreibt sich nach dem Tod sein eigenes Zeugnis und tut dies quasi von "höherer Sicht" aus. Er wird sich für das entscheiden, was für die Zeit nach dem irdischen Lebenssystem förderlich sein wird und nicht für das, was ihm im System einen Vorteil verschafft (und das wären quasi nur Vorteile, die das Überleben beträfen, da dies quasi die "oberste Direktive" in jenem System ist).


    Um auf das Beispiel zurückzugehen: Es bringt zwar im Hier und Jetzt keinerlei Vorteil, keine Angst mehr vor dem Überqueren einer Autobahn zu haben, wohl aber später, wenn man nicht mehr ins irdische Lebenssystem zurückkehren will. Oder - und dieser Zeitpunkt käme natürlich weitaus früher - dann, wenn man eingesehen hat, dass die Autobahn gefährlich ist, ohne sich davor fürchten zu müssen.
    Du weißt auch, dass du dich an einer Herdplatte verbrennen kannst, aber du hast keine Angst vor ihr (abgesehen davon, dass du beim Berühren der Platte die Hand sofort zurückziehst; das ist aber ein rein körperlicher Reiz, der somit nicht ein Teil von deinem Gesamtbewusstsein ist.)


    Ich hoffe, es ist klar geworden, was ich meine *g*
    -- Martouf

  • Zitat von "Martouf"


    Ich hoffe, es ist klar geworden, was ich meine *g*


    Bin mir nicht sicher, aber ich glaube ja. Das verbinde ich aber sehr mit dem, was ich vor längerer Zeit im Religions-Unterricht über den Hinduismus (Karma, Swah-Darma und Reinkarnation) gelernt hab.
    Das ganze ist mir dann ehrlich gesagt doch ein bisschen zu esotherisch, irgendwie. :roll:
    Nimm mir die Frage nich krumm, aber ich bin sehr oft brutal ehrlich: Bist du vielleicht in einer Sekte? :oops: Soll wirklich nich beleidigend klingen, aber bisher hab ich nie jemanden erzählen hören wie dich.


    Was mir gerade auffällt, ist der seltsame Übergang: Ursprünglich hab ich von einem Traum erzählt und mittlerweile sind wir bei nem komplett anderem Thema gelandet. Das is nich unbedingt schlecht, hab ja viel interessantes erfahren. Aber ich habe auch einige Fragen gestellt und wiederrum welche beantwortet. In der Hinsicht wäre es doch schön für mich, wenn sich noch jemand finden würde, der ein Bisschen darauf eingeht. :wink:

  • Zitat von "U-Lee"

    Nimm mir die Frage nich krumm, aber ich bin sehr oft brutal ehrlich: Bist du vielleicht in einer Sekte? :oops: Soll wirklich nich beleidigend klingen, aber bisher hab ich nie jemanden erzählen hören wie dich.


    :lol: Nein, ich nehme dir das natürlich nicht übel. Im Gegenteil, sei lieber ehrlich und sprich solche Gedanken offen aus, dann kann man (ich) wenigstens ein Statement darauf geben!


    Ich bin kein Mitglied einer Sekte oder ein Angehöriger irgendeiner "Glaubensgemeinschaft". Auch von der Kirche oder von Religionen im Allgemeinen halte ich nicht viel, da das alles Glaubenssysteme sind, wo Leute an etwas glauben, ohne es jemals selbst überprüfen zu können (schonmal mit Gott geplaudert? *g*)
    Deshalb fand ich schon in jungen Jahren die Wissenschaft und bis vor ca. einem Jahr war das für mich auch das einzige "Erklärungssystem", das gewisse Möglichkeiten parat hielt, um die Vorgänge in Natur, Kosmos und Technik plausibel erklären zu können. Jedoch scheitert dieses System leider an gewissen Fragen, wie z.B. "Was ist Bewusstsein?" oder "Gibt es ein Leben nach dem Tod?". Mehr oder weniger durch Zufall fand ich Anfang diesen Jahres das Paraportal und kam dort erstmals mit dem Thema AKE in Kontakt, über das ich mir dann relativ schnell so viele Informationen (Bücher etc.) besorgt habe wie möglich, um gut einschätzen zu können, was an der Sache dran ist. Und nicht zuletzt habe ich die beschriebenen Techniken ausprobiert, um zu sehen, was sich daraus ergibt - mit Erfolg. Und interessanterweise konnten diese Resultate (Erlebnisse) eben nicht mit den gängigen Dogmata der Wissenschaft erklärt werden; das war für mich der entscheidende Hinweis darauf, dass das naturwissenschaftliche Weltbild unvollständig und stellenweise gar fehlerhaft zu sein scheint.


    In einer Sekte hätte ich blind geglaubt, was der Guru gesagt hätte. In einer Religion hätte ich ebenfalls blind geglaubt, was man mir gepredigt hätte oder was in irgendwelchen Büchern stünde. Aber nirgendwo in diesen Systemen hätte ich die Chance auf persönliche Verifikation gehabt, um kritisch prüfen zu können, ob das, was ich gehört und gelesen hätte, stimmte oder nicht. Und eben dieser Aspekt ist bei AKEs und anderen "erfahrungsbasierten Wissenschaften" grundlegend anders! Also keine Sekte oder so, sondern pure Neugier :mrgreen:


    Ach ja, und mein Schreib- (und manchmal sogar Rede-)stil ist halt so, das hat mir im Leben schon viel Ärger eingebracht...ich kann meine Postings halt nicht mit "Ey, alter" beginnen, sorry :wink:


    Übrigens: Könntest du dir vorstellen, dass z.B. die buddhistischen Vorstellungen von Karma und Reinkarnation auf den AKE-Erfahrungen und Erlebnissen einstiger Mönche zurückzuführen sind, die jene Dinge einfach nur religiös (miss-)interpretierten? IMO deutet vieles darauf hin.


    Welche Fragen hättest du denn gerne noch beantwortet? Und ich sollte glaube ich langsam die Klappe halten, sonst wird das hier ein Chat-Thread *g*


    -- Martouf

  • Zitat von "U-Lee"

    Das ganze ist mir dann ehrlich gesagt doch ein bisschen zu esotherisch, irgendwie.


    Nun, die Esoterik versucht immer diese "Fachgebiete" für sich zu vereinnahmen (immerhin steht besonders in Deutschland eine luktrative "Fast Food"-Esoterik-Industrie dahinter, welche leichtgläubigen Leuten das Geld aus der Tasche zieht).


    Allerdings sehe ich (und Martouf sicherlich auch) AKEs und Co. mehr als eine Grenzwissenschaft an, wenn man rational und mit eigenen Experimenten an die Sache rangeht. Dort wird in erster Linie auf die unmittelbare Selbsterfahrung und die Protokollierung dieser Erfahrungen gesetzt. Diese Protokolle (Erfahrungsberichte) werden dann möglichst mit anderen Berichten (unabhängig und aus aller Welt) verglichen, um Gemeinsamkeiten zu finden. Ein gutes Beispiel ist die AKE-Studie Buhlmans, welche Martouf warscheinlich schon genannt hat.


    Die Esoterik hingegen (zumindest die naive "Fast Food"-Esoterik, welche dem grenzwissenschaftlichen Gesamtbild einen unseriösen Ruf einbrachte) ist IMHO ein unglücklicher Mix aus wissenschaftlichen Halbwahrheiten/Hypothesen, ungeprüften Behauptungen, naivem Glauben und falsch bzw. extrem subjektiv (glaubenssystemartig) interpretierten Erfahrungen. Daher sehe ich die meisten paranormalen Forschungsbereiche lieber als "Grenzwissenschaft". Das klingt neutraler und weckt nicht direkt die Asoziation mit "Eso-Spinnern".


    Zitat

    Nimm mir die Frage nich krumm, aber ich bin sehr oft brutal ehrlich: Bist du vielleicht in einer Sekte? Soll wirklich nich beleidigend klingen, aber bisher hab ich nie jemanden erzählen hören wie dich.


    Stell ruhig solche provokanten Fragen bei diesen Themen, denn das ist sehr wichtig für die "Polarität". Ich hätte wohl bei solchen Texten vor einigen Jahren noch die selbe Frage gestellt, als ich noch keine Ahnung von AKEs hatte (für jemanden, der noch nichts davon weiß, klingt es im ersten Moment wohl wirklich, wie irgendwelcher Sekten-Hokus Pokus...). Das zeigt, das du eine gute, gesunde Skepzis besitzt. Diese schützt u.a. davor, in der "Fast Food"-Esoterik (oder anderen unprofunden Glaubenssystemen) zu landen.


    Ich denke, folgender Satz drückt unsere Sichtweise recht gut aus (siehe auch Martoufs Signatur :wink:):


    "Die einzige Möglichkeit, wirkliche persönliche Gewißheit zu erlangen, ist etwas für sich selbst zu erleben/herauszufinden".
    - Robert A. Monroe (1915-1995)

    Selbsterfahrung - der kleine, aber feine Unterschied zwischen Wissen und Weisheit.
    - Wingman (2013)

  • Ich tippe eher auf einen leichten epileptischen Anfall, stimmt mit den Symptomen überein und kann auch unter Umständen im Schlaf auftreten.

    Rise like Lions after slumber
    In unvanquishable number
    Shake your chains to earth like dew
    Which in sleep had fallen on you
    Ye are many - they are few.

  • Aber wie würde ein epileptischer Anfall das abrupte Aufwachen sowie die Phänomene, die U-Lee anschließend erlebt hat, erklären? Pure Einbildung?


    Wenn ja, dann stelle ich mir - basierend auf Buhlmans Studie - die Frage, wie 98% von 16.185 Teilnehmern, also 15.861 Leute, das abrupte Aufwachen als Auftakt zu einer AKE empfinden konnten, die sie für durchaus real hielten. Weiterhin hätten sich 13.757 Personen bei den Geräuschen geirrt, die U-Lee aber ebenfalls empfunden hat, sowie 9.064 hinsichtlich der Furcht, die sie empfanden (die "Einbildung", gesetzt es sei eine gewesen, bot aber fast keinerlei Anreiz dazu).


    -- Martouf

  • Ein epileptischer Anfall ist die klinische Äußerung einer abnormen und exzessiven Entladung von Nervenzellverbänden im Gehirn. Er ist charakterisiert durch plötzlich auftretende und vorübergehende Erscheinungsformen wie Änderung des Bewusstseins, motorische Ereignisse (Zuckungen, Verkrampfung oder Versteifung der Muskeln), Veränderungen der Wahrnehmung und des Gefühls, die möglicherweise nur vom Patienten oder auch einem Beobachter wahrgenommen werden.


    Auren stellen entweder den Beginn oder - wenn sie isoliert bleiben - sozusagen die Minimalform eines einfach partiellen Anfalls dar.
    Fallbeispiel 1: Physische Symptome: Es beginnt ca. 1 Min. vor dem Anfall mit einer plötzlichen Änderung in der Hörwahrnehmung, ungefähr so, als ob man Wasser im Gehörgang hat. Danach setzt eine zunehmende Übelkeit und eine starke Atemnot ein. Diese beiden Symptome enden in einem Schwindelgefühl, dann beginnt die Bewusstlosigkeit. Eine Aura kann aber auch ohne nachfolgenden generalisierten Anfall enden.


    Also audiovisuelle Phänomene gehen oft einher mit einem solchen Anfall, also halte ich das nicht für so abwegig.


    Tut mir leid, ich glaube nunmal nicht wirklich an AKEs, ich glaube das Menschen mittels Meditation oder anderer Hilfsmittel einen Zustand erreichen können der ihnen so vorkommt, aber ich denke das ist dann lediglich eine sehr starke Visualisierung bzw stark fokussierte Kanalisierung von in diesem Moment vorherrschenden Emotionen oder Eindrücken, die dem Betreffenden das Gefühl vermittelt seinen Körper zu verlassen.
    Ich glaube nicht das dies tatsächlich passiert.

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  • Kein Problem, da brauchst du dich natürlich nicht zu rechtfertigen, ist ja deine Meinung!


    Resultierend aus dem, was du gesagt hast, frage ich mich aber: Wenn U-Lee wach war, als er die Phänomene empfand, warum setzten sich dann die im Traum empfundenen Symptome im Wachzustand fort?


    U-Lee : Interessant wäre vor allem zu erfahren, ob du bereits epileptische Anfälle hattest und ob du beim vermeintlichen Schwingungszustand wach warst.


    -- Martouf

  • Zitat von "Martouf"


    U-Lee : Interessant wäre vor allem zu erfahren, ob du bereits epileptische Anfälle hattest und ob du beim vermeintlichen Schwingungszustand wach warst.


    Nein, ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass ich definitiv noch nie einen epileptischen Anfall hatte. Ich kann mir das auch nich vorstellen, da ich - so glaube ich - eigentlich absolut gesund bin.


    Wingman : Da Esotherik, wie du meintest, vielleicht ein bisschen das falsche Wort war -ich wusste das nich anders zu artikulieren - setz ich nachträglich mal einfach Anführungszeichen dazu :wink:


    Zur Diskussion zwischen Martouf und Rodion muss ich auch was sagen: Ich find das sehr gut dass sich eine "Gegenseite" zu Martoufs Aussagen gefunden hat. Nicht weil ich Martouf nicht ernst nehme (das tu ich nämlich nach- wie vor), aber wie Rodion das versucht zu wiederlegen ist doch ganz spannend und -wie mir scheint- etwas "objektiver" (sorry, auch hier weiss ich mich nicht treffender zu artikulieren).


    Ich hab in diesem Forum auch ein paar andere Threats verfasst, ausserdem viele Threats gelesen. In diesen wird teilweisse von Träumen erzählt, die mir (als "Nichtswissender") eigentlich "halb so wild" (soll wieder nicht heissen dass ich andere nicht ernst nehme) vorkommen. Aber immer wieder findet sich hier jemand, unter anderem häufig Martouf, die sofort darauf bestehen zu scheinen, dass das AKEs gewesen sein müssen. (Ich kenn mich ja mit den Symptomen nich aus, ich finde diese Vermutungen trotzdem sehr auffällig)
    Am Anfang fand ich das Thema noch interessant, hätte es sogar irgendwie cool gefunden, wenn ich tatsächlich sowas gehabt hätte.
    Aber nach all dem was ich gelesen hab kommt mir das dann plötzlich doch ein Bisschen "übertrieben" vor.
    Wenn ich geschrieben hätte "Hilfe, ich musste nachts plötzlich pupsen!", dann hätte sich -wenn ich mal so provokativ frech sein darf- sich jemand gefunden der das auf eine AKE zurückgeführt hätte. 8)


    Bitte diskutiert ma lschön darüber :D

  • Dazu möchte ich mal kurz einen Comment abgeben:


    Die Beiträge in diesem Themenbereich spiegeln ja nicht die breite Mehrheit von Träumen wieder, sondern jene, die in den Augen desjenigen, der sie geträumt hat, irgendwie "paranormal" zu sein scheinen. Sie machen also aller Wahrscheinlichkeit nach bloß einen geringen Prozentsatz aller Träume aus, die geträumt werden.


    Eben diesbezüglich hinkt also der Vergleich mit dem nachts furzen - darüber würde hier nie jemand einen Thread eröffnen :wink:
    Wenn ich aber des Öfteren lese, wie jemand im Traum einem Verstorbenen begegnet, von den Folgen des Katrina-Hurricans träumt (noch bevor derjenige von den Schäden wusste!), seltsame knallende, brummende, summende (o.ä.) Geräusche hört oder sich ohne erkennbaren Grund nicht mehr bewegen kann, dann sind das Phänomene, die ich durchaus wieder erkenne. Sie gehören zur gängigen AKE-Phänomenologie, und genau darauf weise ich in jenen Threads meist hin.


    Diesbezüglich ist es also - wie es bei allen Beiträgen eigentlich ist - ausschließlich meine persönliche Meinung, die ich da hinterlasse. Ich versuche niemanden zu "überzeugen", zu "bekehren" o.ä. (wie gesagt, das gehört zu Glaubenssystemen & Religionen, wovon ich nicht viel halte) und halte auch definitiv nicht jeden x-beliebigen Traum gleich per se für eine AKE!
    Ich rede nur dann von AKEs, wenn die Träume bzw. Traumbeschreibungen mir dafür signifikante Anhaltspunkte liefern. Und Träume, die diese Kriterien erfüllen, sind wiederum nur ein Bruchteil des Bruchteils aller Träume. Es erscheint hier im Forum nur als so viel, weil hier quasi ausschließlich über "paranormal" anmutende Träume diskutiert wird.


    -- Martouf

  • Zitat von "Martouf"


    Resultierend aus dem, was du gesagt hast, frage ich mich aber: Wenn U-Lee wach war, als er die Phänomene empfand, warum setzten sich dann die im Traum empfundenen Symptome im Wachzustand fort?


    Wenn man diese (rethorische) Frage mal als "Aussage" versteht, ist daran etwas falsch: Es ist nicht so, dass sich ein Symptom aus dem Traum bis in die Wachheit fortgesetzt hat. Mir persönlich kommt es so vor, dass man das Wachheitserlebnis vom Traum abtrennen muss. Sozusagen dass daraus zwei "eigenständige" Teile (etwa wie als wenn im Fernsehen der spannende Teil plötzlich am Höhepunkt durch die Werbung unterbrochen wird) entstehen, deren Verbindung unklar ist. Zumindest mir selber ist sie unklar, da bisher weder auf den Traum noch auf diese Verbindung (wenn es denn einen logischen Zusammenhang gibt) der beiden Teile eingegangen wurde.


    Zitat von "Martouf"


    Eben diesbezüglich hinkt also der Vergleich mit dem nachts furzen - darüber würde hier nie jemand einen Thread eröffnen


    Klar, der Vergleich hinkt wirklich. Mir war das eigentlich vorher klar, aber natürlich musste ich das irgendwie überspitzt darstellen, um auf eine krasse (oder "konsequente"?) Art zu provozieren. Ich muss nochmal dazu sagen dass es nicht als Angriff, sondern als rethorisches Mittel gedacht war. Falls ich es missverständlich ausgedrückt habe, also so dass es beleidigent aufgefasst wurde, entschuldige ich mich hiermit!
    Ich gestehe dir natürlich zu, dass du darauf sehr souverän eingegangen bist (wenn du mir im Gegenzug zugestehst, dass ich das doch nich so undklug wie auf den ersten Blick eingefädelt habe :wink: )

  • Ach, du brauchst dich nicht zu entschuldigen! Dass es ein rhetorisches Mittel war, ist mir auch sofort klar gewesen, nur habe ich es als Beispiel genutzt (nicht verstanden), um meinen Standpunkt dazu besser klar stellen zu können.


    -- Martouf

  • Wie alt bist Du denn, U-Lee? Es gibt leichte Formen der Epilepsie die im Kinder und Jugendalter sehr selten auftreten und dannach völlig verschwinden.
    Andererseits war das nur ein sehr allgemeiner Verdacht und wenn Du keine Affinität zu Trancezuständen oder solcherlei Anfällen hast würde ich nicht wirklich darauf tippen.


    Davon abgesehen gibt es auch einfach sehr intensive Träume die noch "nachwirken"


    Ich erinnere mich an Träume nach denen ich wie gelähmt war und zwar schon bei Bewußtsein war und langsam wach wurde, das Traumbild aber immer noch die Realität überlagerte.
    Du liegst im Bett und merkst das es sich nur um einen Traum handelte, aber die Traumbilder hallen gewisserweise noch nach.


    Ich hatte auch schon einmal einen Traum in dem ich in einen Heuschreckenschwarm geriet und im Moment des Aufwachens konnte ich noch immer spüren wie die Heuschrecken überall über meinen Körper wuselten.


    Im Endeffekt kann es sein das Du einfach nur einen sehr intensiven Traum hattest, dies tritt bei jungen Menschen häufiger auf und lässt meistens mit steigendem Alter nach, den letzten Traum von dieser Intensität habe ich mit 18 gehabt.
    In besonderen Stresssituationen oder Situationen in denen sich Deine Lebensumstände verändern können Träume auch an Intensität gewinnen, im Endeffekt sind Träume meistens der Versuch Deines Unterbewussten Dich auch bestimmte Umstände in deiner derzeitigen Lebenssituation aufmerksam zu machen, allerdings ist eine generische Deutung dieser Träume nicht möglich, da diese Bilder für jeden Träumer individuell verschiedene Deutungen haben.
    Daher sind die beliebten "Traumdeutungsbücher" nutzlos, da das Motiv an Deine persönliche Situation gebunden ist und nicht generalisiert werden kann.


    Ich empfehle die Werke von C.G. Jung oder Erich Fromm wenn Du Dich eingehender damit beschäftigen möchtest, allerdings denke ich das man so etwas nicht überinterpretieren sollte.

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    Ye are many - they are few.

  • Zitat von "Rodion"

    Wie alt bist Du denn, U-Lee?


    Ich bin erst Anfang September zarte 19 geworden, war zu der Zeit des Traumes 18.


    Zitat von "Rodion"

    Davon abgesehen gibt es auch einfach sehr intensive Träume die noch "nachwirken"


    Ja, das is auch der Grund warum ich mir nach einer Weile nichts mehr dabei gedacht habe, bis ich schliesslich auf dieses Forum stieß. Irgendwie ist es mir dann wieder eingefallen, denn es war ja wirklich sehr ungewöhnlich!
    Ich hab auch nich ganz unabsichtlich erwähnt dass sich alles sehr "schlaftrunken" anfühlte, weil ich - wie schon öfter gesagt - hoffte eine "plausible" (ich nenn das jetzt einfach mal so) Antwort bekommen zu können. Ich konnte es mir ja weder durch "Wissenschaft" noch durch dieses "Grenzthema" erklären.


    Ich kann mich erinnern wie verpeilt mein kleiner Bruder oft war, wenn ich ihn wecken musste um ihn vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer zu bringen. Auch selber war ich mal so verplant: Ich wurde von einem heftigen Unwetter geweckt, weil noch dazu die Rollos nicht geschlossen waren. Als ich diese runterlassen wollte, sah ich wie draussen eine Laterne Funken sprühte. Später hab ich in nicht-schlaftrunkenem Zustand dann erkannt dass bloß Blätter die vor der Laterne zappelten das so aussehen liessen. Mit so einem Zustand habe ich es versucht mir zu erklären, jedoch war der besagte Traum dann doch eine Nummer heftiger!

  • Jetzt muss ich wieder mal pieksen, auch wenn's weh tut und nerven mag :wink:


    Könnte man die "physischen Echos" (z.B. Tastempfindungen der Heuschrecken) dieser "sehr intensiven Träume" nicht einfach - hypothetisch - durch einen allzu beschleunigten Wiedereintritt des EKs in den PK erklären (z.B. durch einen Wecker, der den Weckprozess beschleunigt)? Es gibt diverse Theorien, dass das Gefühl, tief zu fallen, das man manchmal direkt nach dem Aufwachen hat, ebenfalls eine EK-Empfindung ist, die aufgrund des zu schnell durchgeführten Wiedereintritts "mitgenommen" wurde.
    Es würde sich also, wenn die Hypothese zuträfe, um ein Phänomen handeln, das dadurch generiert wird, dass das Bewusstsein aufgrund eines zu raschen Wiedereintritts die diversen sensorischen Empfindungen beider Körper miteinander vermischt. Könnte man diese Hypothese tatsächlich beweisen, wäre sie ein guter Ausgangspunkt für Forschungen hinsichtlich der Frage, ob das Gehirn bloß eine Art "Transmitter" oder der tatsächliche Sitz des Bewusstseins ist.
    Gesetzt, sogar beide Hypothesen träfen zu, könnte man die "physischen Echos" auf (sub-?)molekularer Ebene dadurch erklären, dass die "Schnittstelle" des Gehirns, die PK und EK verbindet, plötzlich aufgrund des zu schnellen Aufwachens mit Reizen und Kommandos überflutet wird, was zur Folge hätte, dass einige "Energiekörperempfindungen" sich in Form von physischen neuronalen Singalen (z.B. APs oder Neurotransmitter) manifestierten. Die "Schnittstelle" würde also in "Stresssituationen" dazu neigen, Fehler zu begehen.
    Nur so als Idee zur Erklärung des Phänomens *g*


    Zur Wirkungsweise von "Traumdeutungsbüchern" und ähnlichem kann ich nur sagen, dass es Indizien dafür gibt, dass Menschen mit ähnlichen Charakteristika ähnliche Interpretationen innerhalb des Traumgeschehens generieren. Das beste Beispiel ist eine Tür: Fast jeder, der in seinem Leben gewohnt ist, durch eine Tür in einen anderen Raum zu gelangen, wird eine Tür in seinen Träumen als Repräsentator eines Überganges "einsetzen". Dieser Aspekt wäre bei "Nicht-Tür-Benutzern" (z.B. Ureinwohnern diverser Gebiete der Erde, beispielsweise bei den Aborigenees [?]) also im Umkehrschluss nicht vorhanden.
    Um diesen Interpretationseffekt zu umgehen empfehle ich übrigens, anstatt Träume mithilfe von Traumdeutungsbüchern zu deuten sie schlichtweg in einem Traumtagebuch aufzuschreiben, jeden Traum dann eigenständig "auseinanderzunehmen" und sich die Bedeutung diverser auffälliger Merkmale selbst zusammenzureimen; da wäre die Trefferquote ziemlich hoch, da die Interpretation durch dasselbe Subjekt durchgeführt werden würde, das die zu interpretierenden Symbole kreiert hat (wenn auch unterbewusst).


    -- Martouf

  • Zitat von "Martouf"

    Es würde sich also, wenn die Hypothese zuträfe, um ein Phänomen handeln, das dadurch generiert wird, dass das Bewusstsein aufgrund eines zu raschen Wiedereintritts die diversen sensorischen Empfindungen beider Körper miteinander vermischt. Könnte man diese Hypothese tatsächlich beweisen, wäre sie ein guter Ausgangspunkt für Forschungen hinsichtlich der Frage, ob das Gehirn bloß eine Art "Transmitter" oder der tatsächliche Sitz des Bewusstseins ist.
    Gesetzt, sogar beide Hypothesen träfen zu, könnte man die "physischen Echos" auf (sub-?)molekularer Ebene dadurch erklären, dass die "Schnittstelle" des Gehirns, die PK und EK verbindet, plötzlich aufgrund des zu schnellen Aufwachens mit Reizen und Kommandos überflutet wird, was zur Folge hätte, dass einige "Energiekörperempfindungen" sich in Form von physischen neuronalen Singalen (z.B. APs oder Neurotransmitter) manifestierten. Die "Schnittstelle" würde also in "Stresssituationen" dazu neigen, Fehler zu begehen.
    Nur so als Idee zur Erklärung des Phänomens *g*


    Genialer Einfall! Ich frage mich, ob das schonmal aus dieser Sicht im Monroe Institut erforscht wurde. Man mache eine AKE unter Laborbedingungen mit EEG und Co., und plötzlich wird man schockartig "geweckt" und in den Körper zurückgezogen. Vielleicht kann man dabei tatsächlich was messen (obwohl so ein schockartiger "Rücksturz" ja ziemlich unangenehm sein soll). Allerdings könnten übliche Meßmethoden natürlich zu ungenau für diese "EK-Inputs" sein. Vielleicht würde man auch CT benutzen können, jedoch könnte eine AKE bei dem Geratter schwierig sein :wink:. Jedenfalls ein interessanter Ansatz, der vielleicht noch niemals so bedacht worden ist. Gratulation! Du schwimmst jetzt sofort nach Virginia und machst denen dort Feuer unterm...CHEC-Unit :lol::lol::lol:! Gute Schwimmflossen gibts übrigens ab 30€ :lol:...

    Selbsterfahrung - der kleine, aber feine Unterschied zwischen Wissen und Weisheit.
    - Wingman (2013)

  • U-Lee : Dein Traumgeschehen erinnerte mich irgendwie an einen fast ähnlichen Traum den ich auch mal hatte. Darin wurde ich von irgendjemanden mit einer Kanone in den Hals geschossen. Und wie das ja nun mal so ist, tut man sich meist reflexartig auch gleich dahin fassen. Alles was ich dabei empfunden habe, war ein leichter Druck in meinem Hals, es war kein Blut an meiner Hand und letztendlich bin ich einfach zusammengesackt (konnte nicht mehr sprechen, mich nicht mehr bewegen) und anschließend aufgewacht. Das hat jetzt zwar nichts mit deinem Traum zu tun, aber für mich war es auch sehr seltsam, vorallem, weil es ungerecht war, einfach aufzuwachen, nur wegen eines Schusses in den Hals :roll: .
    Mein Rat an dich: Entweder du versuchst dir selbst eine Meinung zu bilden oder du lässt es sein. Natürlich muss man nicht alles glauben, was einem aufgetischt wird (in deiner Hinsicht auf AKE). Ich muss ehrlich gesagt zugeben das selbst ich auch manchmal noch etwas skeptisch dem gegenüber bin, obwohl ich es schon selbst erlebt habe :roll: . Aber im gegensatz zu meist anderen Skeptikern tue ich wenigsten selbst meine eigenen Erfahrung machen und die Ergebnise sind einfach wunderbar.
    Tue oder denke einfach das was du für richtig hälst, es zwingt dich ja keiner.


    LG Luisant

    Durch bloßes logisches Denken vermögen wir keinerlei Wissen über die Erfahrungswelt zu erlangen; alles Wissen über die Wirklichkeit geht von der Erfahrung aus und mündet in ihr.
    (Albert Einstein)

  • Zitat von "Luisant"

    Ich muss ehrlich gesagt zugeben das selbst ich auch manchmal noch etwas skeptisch dem gegenüber bin, obwohl ich es schon selbst erlebt habe


    Hast du schonmal experimentiert, ob du Dinge in einer AKE sehen konntest, die du nicht hättest sehen können, welche sich dann aber als korrekt rausstellen (z.B. unbekannte Räume oder was bekannte Leute gerade machen)? Das wäre ein sehr interessantes Verifikationsexperiment (aber bei weitem nicht einfach, soviel ist klar).

    Selbsterfahrung - der kleine, aber feine Unterschied zwischen Wissen und Weisheit.
    - Wingman (2013)

  • Das ist ja gerade das blöde (Pardon). Immer wenn ich mal aus meinem Körper herauskomme tuen alle schlafen :( . Das ist wirklich schwierig, vorallem, weil ich ja auch mein Bewusstsein aufrecht erhalten muss. Aber in letzter Zeit war ich immer so kurz draussen (aus meinem Körper), dass ich einfach nichts unternehmen konnte :cry: .
    Aber ich versuche schon immer mal auf kleinigkeiten zu achten :wink:. Guck mal Monroe hat sich über 40 Jahre (glaube ich zumindest) mit AKE beschäftigt und hat großartige Erfolge darauss gezogen. Und ich, naja, ich tue mich gerade mal knapp ein Jahr damit beschäftigen :roll: . Du siehst, es ist alles nicht so einfach. Aber es kann ja nur besser werden :D .


    LG Luisant

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    (Albert Einstein)

  • Ja stimmt, das mit der Bewußtseinsaufrechterhaltung soll recht schwierig sein (daher sind zum Teil auch solche Experimente so selten erfolgreich). Hast du es schonmal geschafft, durch Materie zu gelangen? Das stelle ich mir recht interessant vor (bei meinen frühen AKEs, wo ich noch nicht wußte, was es ist, ist es mir noch nie passiert).

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    - Wingman (2013)