Pyramide in Bosnien

  • Beweis für meinen Irrtum??? Wie bitte? Ich konnte Dir anhand von Experten (mit Quellenangabe etc) darlegen, daß Du falsch liegst. Und dann warst Du auf einmal verschwunden und hast nicht mehr geantwortet.


    Das einzige was Du entgegnen kontest war ein "Das halte ich persönlich aber für unwahrscheinlich" - und ich vermerkte, daß mir die Expertise von 3 Schiffshistorikern glaubhafter erscheint als Deine persönliche Meinung.


    Lustige leuts gibts...

  • Oh, in der Tat. Habe ich glatt übersehen - immerhin kam diese Antwort etliche Wochen nachdem Du Dich zurückgezogen hast.


    So, was steht in der englischen Wikipedia dazu?


    Zitat


    The hull was made of cedar wood of edge-joined planks (shell-based method of ship-building), a technique known from later Phoenician, Greek and Roman ships as well. Fragments of oars have been found; the largest was still 1.7 m long and 7 cm thick.


    http://en.wikipedia.org/wiki/Uluburun_shipwreck


    Also die Schalenbauweise, und nicht Spant-auf-Kiel. Das Schiff ist auch in meinen Büchern erwähnt - eben als typische Schalenbauweise.


    Oder von der Bodrum-Webseite.


    Zitat


    This was a ship constructed in shell first technique in cedar.


    http://www.guidebodrum.com/uluburun_wreck.htm


    Und hier


    http://www.bodrumpages.com/English/uluburun.html


    kann man auf dem Bild links sschön sehen, daß es ein kielloses Flachbodenschiff ist...


    FD

  • Zitat

    ...The hull was made of cedar wood of edge-joined planks (shell-based method of ship-building), a technique known from later Phoenician, Greek and Roman ships as well....


    Liest Du Deine Zitate eigentlich? Mein ich jetzt ernst, "edge-joined" heißt ja offensichtlich, dass das Schiff auf Stoß gebaut war im Gegensatz zu geklinkert, was das mit dem Kiel zu tun hat entzieht sich meiner Vorstellung.


    Und das die shell based ships noch bis zu den Römern verwendet worden sind wundert Dich auch nicht? Oder haben die ihre Rammsporne ohne Kiel gefahren, sozusagen fliegend?


    Und die Abbildung sagt gar nix über Kiel oder nicht aus, guck mal ein Wikingerschiff an, sieht der Boden viel anders aus?


    Fragen über Fragen^^


    Gruß
    Martin

  • "Edge Joined" ist eine tpische Bauweise bei spantlosen Hüllenkonstruktionen, bei dem die Planken auf Stoß nach allen Seiten mit speziellen Klampen miteinander verzapft werden - weils keine haltenden Spanten gibt. Greenhill/Morrison, The Archaeology of Boats & Ships zeigt das recht ausführlich auf S. 142, wo auch das Schiff von Odysseus besprochen wird (nochmal der Kernsatz: "Odysseus's ship had no keel").


    Lionel Cassoon schreibt in "The Earliest Ships" S. 42f zu dem Wrack:
    "As in Egypt, it had been built shell first with the planks made fast to each other. But unlike Egyptian ships, whose planks were fastened with casual joinery, on this ship they are locked together with closely set mortise and tenon joints that are transfixed by pegs to keep them from coming apart. Then, into this tightly knit structure was inserted a set of frames for stiffening. Wrecks of later centuries reveal that this, by large, was to continue to be the standard method for assembling a hull"


    Also: Spant-auf-Kiel: Erst Kiel, darauf Spanten, darauf Beplankung.


    Shell first. Erst Hülle zusammenfummeln, dann Versteifungsstreben rein.

  • 8)

    Zitat

    Lionel Cassoon schreibt in "The Earliest Ships" S. 42f zu dem Wrack:
    "As in Egypt, it had been built shell first with the planks made fast to each other. But unlike Egyptian ships, whose planks were fastened with casual joinery, on this ship they are locked together with closely set mortise and tenon joints that are transfixed by pegs to keep them from coming apart. Then, into this tightly knit structure was inserted a set of frames for stiffening. Wrecks of later centuries reveal that this, by large, was to continue to be the standard method for assembling a hull"


    Les ich aber nix von einem Kiel,
    wie soll denn der Bau ohne Kiel funktionieren und zumindest einge Spanten? Wird das Holz in der Luft gebogen? Und der Rammsporn, oder haben die Römer wider besseres Wissen und Können zerbrechliche Schiffe gebaut? Und das nur auf das Wort Kiel oder Mastfuß aufzuhängen, mir fällt da der Ausdruck Schreibtischtäter ein,


    Gruß
    Martin

  • Klar, die Bücher sind auch nur von den anerkanntesten Schiffshistorikern geschrieben worden :D Google mal nach Basil Greenhill, oder Lione Casson. Letzterer hat z.B. die wichtigsten Bücher überhaupt zur antiken Schiffahrt geschrieben, und ist einer der ersten, der Unterwasser-Archäologie verwendet hat. Schreibtischtäter :D


    Ich finds faszinierend, wie Du Dich einfach so über Expertenmeinungen hinwegsetzt - ohne auch nur einen Schimmer von dem zu haben, was sie schreiben und wie sie es belegen. Faszinierend.


    Zum nicht erwähnten Kiel: Warum sol da was zu einem nicht verwendeten Konstruktionselement stehen?


    Die Boote haben üblicherweise ne versteifte Bodenplatte, um die herum die Hülle aufgebaut wird. Eben ein Flachbodenboot. Die Konstruktionsskizzen sind in den mehrfach auf meinem Forum genannten Büchern in aller Ausführlichkeit abgebildet. Sogar mit "Spantenrissen" falls Du es nachbauen willst. Selbst die Details der Verzapfung und der nachträglich eingebrachten Versteifungsrippen ist dargestellt.
    Die ersten Wickingerboote waren übrigens auch noch so gebaut.


    Mir kommts so vor, als spielst Du "Nicht sehen, nicht hören aber viel sprechen". Warum besorgst Du Dir die Bücher nicht einfach mal aus der Bücherei?


    Und ob Du es glaubst oder nicht: Auch die Römer hatten UNTERSCHIEDLICHE Bootstypen. Die Dinger mit Rammsporn werden als "Longboat" klassifiziert und haben natürlich einen Kiel. Das älteste dokumentierte Longboat stammt, hatte ich Dir auf meinem Forum schon geschrieben (mit Quellenangabe) von einer mykenischen Vase um 750 v. Chr.


    Daneben wurden aber noch Handelsschiffe gebaut , "Roundship" genannt. Und die wurden noch bis weit in römische Zeit nach der Schalenbauweise konstruiert.


    Ach ja, die durchaus seegängigen Koggen waren ebenfalls kiellose Flachbodenschiffe. Sogar noch im 19. JH wurden mit der Galeass in Europa kiellose hochseegängige Schiffe gebaut, die sogar bis zur Vollschifftaklung konstruiert wurden (obwohl sie standardmäßig Brigg-getakelt waren).


    Nur weil Du es Dir nicht vorstellen kannst, muß es nicht anders gewesen sein...


    Verfolgst Du irgend eine Agenda, die Spant-auf-Kiel-Bauweise 2000 v. Chr. braucht, oder was? Ich bin irgendwie irritiert.

  • www.bosnische-pyramide.de



    das wäre der link zur offiziellen deutschsprachigen seite zu dieser pyramide.


    Dass es sich dabei um eine echte pyramide handelt, gilt als ziemlich sicher.
    und hoaxes und fakes keine spur.


    und jetzt mal ehrlich. sooo unwahrscheinlich ist es nun ja nicht, dass dort tatsächlich eine pyramide stehen kann. und wie schon gesagt was dieser ort vor 1000 jahren auch mal die bosnische hauptstadt. auch wenn die pyramide damals schon mehr als baufällig gewesen sein dürfte ;)

  • Hallo Days1eeper


    Also bisher war ich völlig unetnschlossen , was diese angeblichen "Pyramiden"a neght , aber dank deines Links , bin ich jetzt davon überzeugt ,dass da ein riesen Schwindel aufgezogen wird :cry: ...bin da aber auch persönlich vorbelastet :) Kannte da einen Reithofbesitzer in Kreuzbruch , der hat im schnicken anzug auch Investoren für Riesenprojekte gesucht (zb den Bürgermeister und andere honorige Regionalgrößen) , einen Mega-Vergnügungspark in Brandenburg mit 300 M hohem Weltturm , in dem alle Kulturen dargestellt werden sollten , alles ganz schick mit Projektmappen , architekturbüros , die dahinter standen , als er dann anfing meine Freudne zu fragen , ob sie nicht mal kurz 10000 Euro auf ihre Konten legen möchten , und die Zinsen könnten sie behalten , und wir spitz kriegten , dass er Gelder in Discos kassierte , haben wir den Kontakt abgebrochen ...zum Glück ...Zum schluss wurde er verhaftet , da er der Kopf einer türkisch-deutschen Menschenhändlervereinigung war und diese Projekte nur als Mittel der geldwäsche und Geldbeschaffung ins Leben gerufen hatte

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • mister x
    leider hat elper völlig recht. was da abgeht ist keine archäologische grabung, sondern eine pseudoarchäologische marketing-kampagne. osmanagic geht es kaum um ernsthafte forschung, sondern eher darum, so viel geld wie nur irgendmöglich mit seinen verrückten theorien zu verdienen.


    die "ausgrabungen" laufen seit gerademal seit einem jahr und osmanagic hat bereits toll klingende namen für seine "pyramiden" (die namen sind frei erfunden und stützen sich auf keinerlei historische anhaltspunkte), obendrein hat er sich diese namen auch gleich noch schützen lassen. zudem sind umfangreiche archäologische parks geplant (wohlgemerkt noch WÄHREND die größten "Ausgrabungen" laufen. Kein einziger Artikel wurde bisher darüber in einer Fachzeitschrift veröffentlicht. Dafür hat er die Presse mit kleinen Häppchen geradezu überschwemmt.


    All das sind vorgehensweisen, die Wissenschaftler niemals anwenden würden, ganz einfach weil die Arbeit dadurch wissenschaftlich völlig wertlos wird. ihm kommt es mehr auf den presserummel an als auf die wissenschaftlichkeit. denn presserummel bedeutet geld.


    all das wäre eigentlich halb so schlimm, immerhin gibt es hunderte von menschen, die ihr geld mit pseudowissenschaft verdienen. leider zerstört osmanagic bei seinen "ausgrabungen" aber reale archäologische stätten. davor haben zahlreiche nahmhafte wissenschaftler ausdrücklich gewarnt. nachzulesen hier:


    www.archaeology.org/online/featu ... UNESCO.pdf


    PS: Mich würde mal interessieren, ob Däniken sich schon irgendwie zu der Sache geäußert hat. Bisher habe ich noch nichts dergleichen gefunden.

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -

  • Hi mister X


    Gehe gerne nnäher darauf ein , was mich an dem alles stört :)


    1:Keinerlei wissenschaftliche Publikationen aber dafür sofort eine Stiftung und ein riesiger Werberummel und eine riesige PR Kampagne


    [url=http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,411574,00.html]http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1 ... 74,00.html[/url]


    2:Semir Osmanagić wirbt unter anderen mit Namen von Forschern , die aber angaben , eine Teilnahme abgeleht zu haben und nie dort gewesen zu sein
    3: Liess sie diese dubiose Stiftung die Namen " Bosnische Pyramide der Sonne, Bosnische Pyramide des Mondes, Pyramide des bosnischen Drachens sowie Bosnisches Tal der Pyramiden" registrieren ...natürlich nicht um damit geld zu verdienen


    de.wikipedia.org/wiki/Viso%C4%8Dica


    4: werden die echten dort vorhandenen archäologischen Fundstätten völlig ignoriert .
    5: Semir Osmanagić ist kein Archäologe , obwohl dies immer behauptet wird , und er sich genre selbst als eienr bezeichnet


    www2.onnachrichten.t-online.de/d ... 86754.html


    Das sieht eher nach einem schwindel ala Piltdown Menschen aus
    6: Semir Osmanagić hat Raubgrä#berei betrieben , hat sogar ohne Einwilligung der Grundbesitzer Grabungen durchgeführt
    7: geht Semir Osmanagić aggressiv mit Drohungen gegen Skeptiker ud kritiker vor !



    stultitia.bloger.hr/


    8:Hat er keine Grabungserlaubnis für 2007 mehr bekommen

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Vielleicht tut sich wieder was, was diese Pyramide angeht. Habe heute eine Mail bekommen, dass Sebastian Bartoschek, ein Mitglied der GWUP und der GfA die Pyramide in Augenschein nehmen will. Wenn GWUP dran steht, dann wird es skeptisch beäugt. Wenn GfA dabei steht, dann wird auch objektiv betrachtet.


    Er ist für Fragen und Anmerkungen zu diesem Thema offen. In dieser Woche macht er sich noch auf den Weg zu der Pyramide. Seine Mail-Adresse findet ihr auf seiner Website.

  • Ein erster Rohschnitt der Reise-Eindrücke ist jetzt auf Bartoscheks Podcast zu hören:


    http://bartocast.de/?p=483


    Weitgehend unkommentiert kommen hier die Verantwortlichen in Visoko zu Wort. Es ist schon bemerkenswert, wie wenig Mühe sie sich geben, echte Archäologie zu betreiben und statt dessen so richtig auf der Esoterik-Welle reiten (Stichwörter: Freie Energie, Frequenz/Schwingungen, Nikola Tesla, Masaru Emoto etc.).

    Das Glück des Forschers besteht nicht darin, eine Wahrheit zu besitzen, sondern die Wahrheit zu erringen.
    - Max Planck -