Welches Buch lest ihr gerade?

  • Zitat von "Zirron"

    lese gerade Sofies Welt.


    [...]


    Eher seichte Literatur für meinen Geschmack, eben ein Roman. :|


    Ich stimme ja zu das Sophie´s Welt ziemlicher Kinderkram ist, aber seit wann sind Romane denn bitte seichte Literatur?

    Rise like Lions after slumber
    In unvanquishable number
    Shake your chains to earth like dew
    Which in sleep had fallen on you
    Ye are many - they are few.

  • Zitat von "Rodion"


    Ich stimme ja zu das Sophie´s Welt ziemlicher Kinderkram ist, aber seit wann sind Romane denn bitte seichte Literatur?


    War vieleicht ein wenig verallgemeinert, ich persöhnlich unterscheide zwischen einem Buch und einem Roman, gibt na klar auch Bücher die nichts taugen, hab aber noch nie einen guten oder anspruchsvollen Roman gelesen, vieleicht ist mein Anspruch zu hoch oder es gibt Romane die ich nicht kenne die wirklich gut sind, mag sein.

  • Also ich denke, dass man dar klar aufs Genre gucken muss:
    Gesellschaftsromane wie "Effi Briest" sind ganz klar seichte Literatur, ebenso wie der Roman "Die neuen Leiden des jungen Werthers". Andererseits sind einige der historischen Romane alles andere als seicht, so zum Beispiel der allseits bekannte Roman "Krieg und Frieden" oder "der letzte Chouan". Ich würde jetzt auch noch "die Göttliche Komödie" einwerfen, aber ich weiß nicht, ob man das als epischen Roman bezeichnen kann.

  • Zitat von "Tryptophan"

    Kann man, genauer Versepos. :wink:


    Eben darum ist es kein Roman, denn ein Roman ist ein Prosatext :P


    Ich finde übrigens den Begriff Gesellschaftsroman etwas schwierig, da jeder Roman mehr oder weniger die Gesellschaft widerspiegelt in der sich der Autor zum Zeitpunkt des Schreibens befand.


    Also ist "Krieg und Frieden" von Tolstoi genauso ein "Gesellschaftsroman" wie Effi Briest.
    Auch wenn ich Effi Briest nicht mochte, würde ich keineswegs sagen das es sich um einen trivialen Roman handelt, zum Zeitpunkt seines Erscheinens war das Thema des Romans sehr wichtig und aktuell, da er im wesentlichen um die Fremdbestimmung einer Frau in der damaligen Gesellschaft handelt, sämtliche ihrer Entscheidungen werden von den Eltern, dem Ehemann, etc. bestimmt und als sie dann einmal etwas für sich entscheidet ruiniert das ihr ganzes Leben.


    Das gesamte Genre des Romans als trivial abzutun halte ich für völlig unverständlich, Trivialliteratur sind für mich Bücher wie "Das Sakrileg", "Der Schwarm" oder die meisten Werke von Stephen King oder Wolfgang Hohlbein, also Bücher die in erster Linie nur unterhalten wollen.


    Ein guter Roman dagegen unterhält und regt zugleich zum Nachdenken an und ist vor allem sehr vielschichtig in der Darstellung der behandelten Themen.

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  • Was liest ein eingebildeter Grufti wie ich zum Einschlafen? Meistens Richard Feynman ( USA, Physiker, 1918 - 1988). In Deutsch.
    "Sechs Physikalische Fingerübungen"
    "Es ist so einfach"
    "Was soll das alles"?


    Warum ich ihm mag? Er hat Humor, erzählt aus dem Leben, macht einfache Vergleiche für komplizierte Dinge.


    Weil ich Gegensätze liebe und gefragt wird was ich JETZT gerade am Bett liegen habe:
    Chris Morton: Tränen der Götter. (Kristall-Schädel)
    :)
    Rainer59

  • Ich lese zur Zeit russische Märchen...find sie etwas unterhaltsamer als den schnöden Grimm Kram...wobei ich den Raüberbräutigam von Grimm echt geil finde...ist bloß nichts für Kinder*g*

  • Lese gerade zum dritten mal meine 63 von 78 Agatha Christie (Lieblingsautorin!) Krimis!
    Kim Wilkins Roman das Magische Buch ist genial!!! Unbedingt lesen!
    Ausserdem stehe ich auch auf Hohlbein und Koontz, und auch die Potter-Bücher sind super!!!


    King schweift für meine Begriffe immer zu weit vom Thema ab, wenn er einmal bei seiner Geschichte bleiben würde, hätte das Buch am Ende bloß noch huntert Seiten...

  • "Sara" vom Stephen King.


    @ Dany: Mag schon sein, dass SK hier und da etwas von der Handlung abkommt, aber dadurch lernt man meistens die Charaktere kennen und lieben/hassen. Ich lese gerade ein 600Du kannst es ja mal mit einer Kurzgeschichtensammlung versuchen, da wird nicht abgeschweift - deswegen auch so kurz - aber ich finde die irgendwie lieblos. "Die Augen des Drachen" ist auch recht kurz und hält sich meistens an die Handlung, liest sich dafür fast wie ein Kindermärchen. Es fängt sogar mit "Es war einmal..." an! "Schlaflos" dagegen ist ziemlich langatmig, befasst sich aber auch mit dem Turm...


    Ich bin zwar ein großer SK-Fan, aber mir haben auch nicht all seine Bücher gefallen (ein kleines Beispiel: "Das Mädchen"), aber die meisten finde ich exzellent!


    Ich empfehle auch weiterhin den "Talisman" und die komplette "Der dunkle Turm" - Reihe!!! :)

  • Sorry für Doppelpost... Man kann hier nix bearbeiten...


    Was ich sagen wollte - "Sara geht über 600 Seiten, über 100 hab ich schon gelesen und es ist immer noch nix passiert! Das heißt aber noch lange nicht, dass das Buch nicht gut ist...

  • Lese grade "Herr der Diebe" bisher sehr schön - auch wenn's irgendwie eher n Buch für Kinder ist... Aber ich liebe ja auch die Potter-Bücher...

    Über uns allen wölbt sich derselbe Himmel, aber leider sind die Horizonte sehr verschieden.
    (Spaak Paul Henri)

  • Momentan, bedingt durch die kalte Jahreszeit, eine ganze Menge...


    Leni Riefenstahl: Die Nuba


    Die photographische Dokumentation der Reise, die die ehemalige Regisseurin in den 60ern zu den Nubastämmen des Sudan unternahm.



    Otto Rahn: Kreuzzug gegen den Gral


    Ein sehr poetisches, romantisches Buch. Otto Rahn schildert die Geschichte der Albigenser und nimmt den Leser mit auf eine Suche nach dem Gral, die ihn noch viel weiter führt als in das Mittelalter der Ritter und Troubadoure.



    Ragnar Redbeard: Might is Right


    Mit einem Vorwort des berühmten Satanisten Anton Szandor Lavey, der uns hier das Werk vorstellt, welches
    ihn maßgeblich zu seiner satanischen Ideologie und Bibel inspirierte. Might is Right selbst ist ein antichristliches, sozialdarwinistisches Werk aus dem 19. Jahrhundert. Lavey selbst vertritt die These, dass niemand geringeres als Jack London hinter dem Pseudonym Ragnar Redbeard stecken soll, was allerdings recht fragwürdig ist. Literarisch erinnert das Werk nicht unwesentlich an Nietzsches Zarathustra und ist schonmal deutlich hochwertiger als das, was Lavey daraus hergewurstet hat.



    Herman Wirth: Die Heilige Urschrift der Menschheit


    Wirth, der spätere Mitbegründer des Ahnenerbes und noch später Ikone der Alternativkultur, untersucht hier
    archäologische Funde und Schriftsysteme aus Europa und Nordamerika und arbeitet die Parallelen und Gemeinsamkeiten dieser heraus. 79er Reprint der Originalausgabe von 1931.