Tödlicher Sprung vom 10m-Brett

  • In München, wo ich ursprünglich herkomme, gibt es seit 1972 die Olympia-Schwimmhalle mit einem Sprungturm (habt ihr vielleicht bei Stefan Raab's erstem Turmspringen gesehen) und man erzählt sich, daß ein Junge/Teenager mal ganz cool vom 10 Meter-Brett springen wollte, allerdings hat er das mit dem Eintauchen nicht ganz geschafft und stattdessen einen Bauchplatscher gemacht.


    Dabei ist die Bauchdecke aufgeplatzt und die Gedärme sind ausgetreten - überall war Blut und Sch..... . Als Ende gibt es 2 Versionen: eine, er war sofort tot - die andere, daß er im Krankenhaus verstorben ist.


    Eklige Vorstellung, oder? Ich persönlich glaube ja nicht dran - habe mich trotzdem nur maximal vom Fünfer springen getraut.


    Gibt es diese Geschichte noch in anderen Städten?
    Und was passiert eigentlich bei einer Arschbombe???

  • Also wenn man wirklich sehr schlecht ins Wasser fällt, kann man sich schon verletzen, Brüche etc. aber Eingeweide und Blut..? Naja..
    Kerze von 10m Turm z.B. is ja nun wirklich nich besonders schlimm (mach die Sporarten "Le Parkour" und "Tricking" falls die jemand kennt und man kann auch ohne Wasser sehr tief springen/fallen, 5m Tiefe auf Betonboden ist da durchaus drin, mit nötiger Technik natürlich, Abfangen/Abrollen)
    Bauchklatscher vom 10er tut zwar bestimmt sehr weh, aber sterben? Ne.

    "Der Glauben ist das naive Mittel der Unwissenden das angeblich Unerklärliche zu erklären." -Lehner ;)

  • Ich habe versucht, es auszurechnen und bin auf (hoffentlich korrekte)
    51 km/h oder 14,2 m/s als Geschwindigkeit gekommen.



    Und wenn wir das mal im richtigen Verhältnis sehen:


    Das Gefährliche bei Bauchplanschern ist die Oberflächenspannung des Wassers, welche allerdings nur auf die Körperteile wirkt, welche ihr unmittelbar ausgesetzt sind; auf die "nachfolgend auftreffenden" Körperteile wirkt nur ein Bruchteil dieser Kraft, weil die zuerst eingetauchten Körperpartien diese Spannung aufgelöst haben (Deswegen gibt es für Anfänger eine art "Whirlpool" unter den Sprungtürmen, welche die Oberflächenspannung zerstören). Diese Fläche ist wohl alles in allem etwa 20 x 30 cm gross beim Bauchbereich; die Kraft wird also auf 600 cm3 verteilt.


    Nun nehme ich ein Auto zum Vergleicht. Genau genommen einen Autogurt. Ein Gurt hat eine enorme Reissfestigkeit, wahrscheinlich reisst er noch nicht einmal bei einem Unfall mit 300 Km/h. Dabei ist er ca. 7 cm breit und bedeckt etwa 40-50 cm des menschlichen Leibes, wobei der ganze Gurt etwa 70 cm lang ist. Das Gewicht wird also auf etwa dieselbe Fläche verteilt wie beim Menschenbauch.


    Selbstverständlich ist so ein hochmoderner Sicherheitsgurt reissfester als menschliche Haut. Dennoch darf man die Haut nicht unterschätzen, schliesslich besteht sie aus vielen Schichten; unter der (Bauch-) Haut liegen noch viele Muskel- und Fettschichten.


    Wenn nun also ein Sicherheitsgurt die volle Körperbelastung eines Menschen bei 150 Km/h problemlos aushält, kann es meiner Meinung nach kaum sein, dass die Haut selbst bei gerade mal 50 Km/h reissen soll.


    Für mich kann es also definitiv nicht sein, dass so jemand ums Leben kam.




    Und bitte sagt es mir, falls ich hier völligen Unsinn erzähle.

  • Ja, stimmt - das ist ja ein freier Fall - hab's ausgerechnet und komme zum gleichen Ergebnis, ca. 50 km/h nach 1,4278 Sekunden (ohne Luftreibung).


    Dein Vergleich mit dem Gurt ist nicht schlecht - obwohl der wohl mehr aushält als die menschliche Haut bzw. die oberste Hautschicht. Um das richtig zu testen, müßte müßte man einen Steindummy hinter den Gurt klemmen - denn der Mensch gibt ja bei einem Aufprall auch ein bißchen nach.


    Naja, kurz und gut - es ist sicher niemand gestorben - hätte wohl auch groß und breit in der Regenbogenpresse gestanden. Geglaubt habe ich es sowieso nie wirklich (s.o.) - es wird wohl erzählt, damit die Kinder beim Runterspringen keinen Unfug machen.


    Danke für die rege Teilnahme - es ist schön, sich einfach mal ein paar Gedanken über seltsame Dinge zu manchen - einfach so zum Spaß.


    Und bevor ich's vergesse, Euch allen ein schönes, neues Jahr! :D

  • Hm, beeindruckende Rechnerei. Unabhängig davon kann ich mir auch nicht vorstellen, dass so ein Aufprall aufs Wasser tödlich enden kann.
    Dass man sich dabei aber überhaupt nicht verletzen kann, würd ich auch nicht ausschließen.
    Prellungen oder vielleicht Verrenkungen von Gliedmaßen würde ich -ohne besser darüber bescheid zu wissen- nicht ausschließen - je nach dem wie blöd man fällt, bzw. sich anstellt :wink:
    Ich hab früher eigene Erfahrungen mit Sprungtürmen im Freibad gemacht, wovon einige nicht wirklich spaßig waren, obwohl der höchste Turm in unserem Freibad der 5er ist!


    Allerdings gibte es Fälle, in denen Sprünge tödlich enden können. Stellt euch nur mal vor, ihr springt aus solch einer Höhe auf einen unten Vorbeischwimmenden, oder umgekehrt: Jemand springt auf euch!


    Übrigens ist mein ein unschöner Vorfall bekannt, bei dem sich jemand beim Absprung mit der Hand im Geländer des Turmes verfing. Der Person wurde der halbe Handteller abgerissen!
    Meines erachtens eine wahre Geschichte, war -glaube ich- in der Zeitung zu lesen. Muss mal bei Gelegenheit nach einer Quelle suchen...

  • Die Geschichte gibt es auch in Bremen, nur hat sie mir mein Vater erzählt, und der war DRLG - Rettungsschwimmer und Bademeister, kann mir nicht vorstellen, das er mir Mist erzählt hat (ich wäre da auch so nie im Leben runtergesprungen!!)


    LG,
    Ronja

  • Zitat von "ronjakatze"

    Die Geschichte gibt es auch in Bremen, nur hat sie mir mein Vater erzählt, und der war DRLG - Rettungsschwimmer und Bademeister, kann mir nicht vorstellen, das er mir Mist erzählt hat (ich wäre da auch so nie im Leben runtergesprungen!!)

    Viele Leute erzählen Mist. Er wird Dich auf die Schippe genommen haben, auch wenn er vom Fach war. Da gibt es viele Beispiele (Schlüssel zum Verfügungsraum, Siemens-Lufthaken, Schnüffelprobe, ...). Wenn die 10-M-Story wahr wäre, wieviele aufgeplatzte Leichen gäbe es dann beim Cliff-Diving? Da sind es zumindest 30 Meter.

  • Zitat von "Irrwisch"

    Wenn die 10-M-Story wahr wäre, wieviele aufgeplatzte Leichen gäbe es dann beim Cliff-Diving? Da sind es zumindest 30 Meter.


    Ähm... Schlagen die Springer dort auch mit dem Bauch auf die Wasseroberfläche..?
    Wo sind denn dann die ganzen Überlebenden, die von der Golden-Gate-Brücke gesprungen sind...?
    hm.. Die sind dann wohl am Siemens-Lufthaken hängen geblieben... :shock:


    Ich bin der Meinung, dass Du es Dir zu einfach machst...


    mfg

    Früher war alles besser, sogar die Zukunft....
    ------
    §1: Wer Mod´s lobt, wird mit Forenurlaub nicht unter 2 Wochen bestraft...

  • Zitat von "Jochen"

    Ähm... Schlagen die Springer dort auch mit dem Bauch auf die Wasseroberfläche..?
    Wo sind denn dann die ganzen Überlebenden, die von der Golden-Gate-Brücke gesprungen sind...?
    hm.. Die sind dann wohl am Siemens-Lufthaken hängen geblieben... :shock:


    Ich bin der Meinung, dass Du es Dir zu einfach machst...


    mfg

    Ok, wenn ich es mir ohnehin zu einfach mache, dann mache ich hier einfach mal einen einfachen Link rein. Allerdings ist das halt auch nur Text.


    http://www.daserste.de/wwiewis…d,b7g9zh2hgt56mpal~cm.asp

  • Zitat von "Irrwisch"

    Ok, wenn ich es mir ohnehin zu einfach mache, dann mache ich hier einfach mal einen einfachen Link rein. Allerdings ist das halt auch nur Text.


    Den Aufwand hätteste ja auch ruhig mal ein bißchen früher treiben können. 8) Danke...

    Früher war alles besser, sogar die Zukunft....
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  • ich hab die Geschichte in Lingen schonmal gehört ich komme aus Emlichheim das ist in der nähe naja ich denke das passiert öfter wenn du aus 10 meter ins wasser springst und du falsch aufkommst ist die Wasseroberfläche so hart wie stein und dann kann man sich das ja denken was dann passiert...