Träumen vom eigenen Tod?

  • Im wikipedia-Artikel über "Traum" steht folgendes:


    Zitat

    Man sagt, dass es nicht möglich ist, sein eigenes Sterben zu träumen - was nicht heißt, dass man nicht Situationen erträumen kann, in denen das eigene Ich schon verstorben ist.


    Davon habe ich noch nie etwas gehört? - Warum sollte das nicht gehen? Vielleicht weil Träume immer etwas vom Tage verarbeiten und das beim Sterben logischerweise nicht möglich ist? Was meint ihr?

  • Dem kann ich mich anschließen, das o.g. Wikipedia-Statement scheint tatsächlich falsch zu sein. Ich hab schon aufgehört zu zählen, wie oft ich im Traum in einen tiefen See gefallen bin, in dem eine starke Strömung herrschte, die mich unter Wasser in die Tiefe riss (was sich alles sehr real anfühlte, leider...), bis ich keine Luft mehr bekam und in genau jenem Moment aufwachte.
    Der Traum kommt von Zeit zu Zeit, es scheint wohl irrelevant zu sein, was ich am Tag zuvor getan/gedacht hatte, ich kann jedenfalls keinen äußeren Einfluss erkennen, der diesen Traum "auslösen" würde.


    Wobei es allerdings noch die Möglichkeit gibt, dass es tatsächlich mein Tod ist, den ich da geträumt habe; vielleicht bin ich in einem früheren Leben tatsächlich auf so grausame Art und Weise ertrunken?


    -- Martouf

  • Vielleicht muss man das ja auch anders interpretieren:


    Zitat von "Martouf"

    Dem kann ich mich anschließen, das o.g. Wikipedia-Statement scheint tatsächlich falsch zu sein. Ich hab schon aufgehört zu zählen, wie oft ich im Traum in einen tiefen See gefallen bin, in dem eine starke Strömung herrschte, die mich unter Wasser in die Tiefe riss (was sich alles sehr real anfühlte, leider...), bis ich keine Luft mehr bekam und in genau jenem Moment aufwachte.


    Da hast du ja nicht wirklich von deinem Tod geträumt, oder? Von deinem Tod hättest du geträumt, wenn du den Übergang Leben-Tod auch noch mitgeträumt hättest. Der Wikipedianer wollte damit vielleicht sagen, dass man in solchen Träumen immer aufwacht, und nicht noch den Tod mitbekommt.

  • Interessanter Aspekt, bei dieser Definition hast du bzw. die Wikipedia natürlich Recht. Wäre wirklich interessant zu wissen, ob jemand schon einmal vom Übergang "Leben-Tod" geträumt hat! :wink:


    -- Martouf

  • Zitat von "Martouf"

    Interessanter Aspekt, bei dieser Definition hast du bzw. die Wikipedia natürlich Recht. Wäre wirklich interessant zu wissen, ob jemand schon einmal vom Übergang "Leben-Tod" geträumt hat! :wink:


    Vielleicht verhindert die "Schwellenmechanik" eine Weiterführung dieser speziellen Erinnerungen nach dem Tod im Traum. Scheinbar gibt es ja nur Erinnerungsträume vom physischen Lebenssystem (worauf bezogen die psychische Verarbeitungsfunktion des Lebens auch mehr Sinn ergeben würde).

    Selbsterfahrung - der kleine, aber feine Unterschied zwischen Wissen und Weisheit.
    - Wingman (2013)

  • Mein Traum vom Tod war garnicht beunruhigend, es war eher entspannend und wirkte beruhigend. (Heftig nicht wahr.)


    In meinen Traum lag ich irgendwo ausgebreitet am Waldrand, es war wahrscheinlich Winteranfang oder Frühjahr. Ich hatte eine Uniform an, wenn ich mich richtig entsinne eine enganliegende grau grüneUniform (meine Hose war wahrscheinlich weiß und mein Mantel hatte einen grünen Innenfutter und bestand aus einen Fuselartigen grauen Stoff.


    Ich hatte keine Schmerzen aber offenbar eine Kugel im Rücken. Ich sah hoch zu den Bäumen und hörte die Blätter rascheln. Dann wurde alles irgendwie ruhig. Und ich "schlief ein".

  • Zitat von "SMOLORD"

    Mein Traum vom Tod war garnicht beunruhigend, es war eher entspannend und wirkte beruhigend. (Heftig nicht wahr.)


    Der Übergang soll in den meisten Fällen durchaus entspannend und beruhigend sein, auch wenn der Tod gewaltätig geschah.


    Zitat

    In meinen Traum lag ich irgendwo ausgebreitet am Waldrand, es war wahrscheinlich Winteranfang oder Frühjahr. Ich hatte eine Uniform an, wenn ich mich richtig entsinne eine enganliegende grau grüneUniform (meine Hose war wahrscheinlich weiß und mein Mantel hatte einen grünen Innenfutter und bestand aus einen Fuselartigen grauen Stoff.


    Das klingt sehr verdächtig nach Erinnerungen an ein anderes Leben. Die grau-grüne Uniform könnte vielleicht eine französische Uniform aus dem ersten Weltkrieg gewesen sein (obwohl die mehr bläulich ist; hab aber auch schon grünlich wirkende Exemplare gesehen, was vielleicht durch Verschleiß zustande kam):



    Die einzelnen Elemente/Farbkombinationen könnten u.U. je nach Dienstgrad unterschiedlich gewesen sein (so genau kenne ich mich da leider nicht aus).


    Zitat

    Ich hatte keine Schmerzen aber offenbar eine Kugel im Rücken. Ich sah hoch zu den Bäumen und hörte die Blätter rascheln. Dann wurde alles irgendwie ruhig. Und ich "schlief ein".


    Wie gesagt, das klingt sehr verdächtig nach Erinnerungen an eine andere Inkarnation. Um einen Traum auszuschließen: Hast du dich während dieser Zeit (oder generell) intensiv mit sowas beschäftigt, oder findest du keinen logischen Bezug zu den Inhalten?

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    - Wingman (2013)

  • An eine Art von Erinnerung aus einem früheren Leben habe ich ebenfalls gedacht. Danke für das tolle Foto aber die Uniform war doch anders. Der grüne Farbton erinnerte mich bissle an das Grün vom Pooltisch. Und ich hatte eine weiße bissle gelblich oder braun auschauende Hose an. Wie gesagt war die Uniform recht eng, mmh man hat die Uniformen im 1Wk doch recht bequem gestaltet um die Bewegung der Soldaten nicht einzuengen.



    Zwar interessiere ich mich für Geschichte und ich wollte im Grunde auch Geschichte studieren, aber das Interesse kam erst langsam nach dem Traum.


    Ich habe auch etwas nachgedacht wegen der Sache mit der Kugel im Rücken.
    Falls sie mich an der Wirbelsäule getroffen hat, wäre es eine Erklärung wieso ich keine Schmerzen hatte. Aber ich wusste definitiv, dass was in meinen Rücken steckte.

  • Ich weiß nicht, aber irgendwie erinnert mich deine Beschreibung an die Uniform eines deutschen Heer-Soldaten aus dem zweiten Weltkrieg. Hab nur leider gerade kein Foto parat, kann da einer aushelfen?


    -- Martouf

  • Wenn ich so darüber denke war es kein langer Mantel, wie z.B. auf dem Bild vom Wingman. (aber das Material haut schon hin, wirkt flauschig)
    Es war ne Art vom Umhang oder sowas. War innen grün und außen grau.
    Die Uniform ansich war ebenfalls grün wie das Innenfutter des "Umhangs". Ich glaube sie hatte hier und da ebenfalls graue Einzelheiten, irgendwelche Applikationen oder so. Und warum dann eine weiße Hose? Komisch.

  • hallo,
    stimmt nicht das man nicht vom eigenen tod träumen kann.
    das heisst aber in der traumdeutung eben NICHT das es darum geht das man auch in real erschossen oder erstochen wird z.b.
    es ist symbolisch gemeint, d.h. ETWAS ein teil von einem "stirbt" (also im übertragenen sinne).
    es gibt so viel was in einem moment gut und richtig ist und im nächsten nur noch unötigen ballast darstellt, wenn man das loslässt, kann man im traum davon träumen das man "stirbt".
    gewaltsame tode im traum haben oftmals damit zu tun das ETWAS nicht gelebt werden soll/darf, also was mit unter-drückung zu tun, durchs aussen (z.b. eltern, schule etc.) aber auch im weiteren verlauf wenn man ES sich selbst nicht erlaubt.


    und zu guter letzt kann es eben auch, wie schon erwähnt um einen
    ein-blick in leben bzw tode aus vergangenen leben gehen.
    so wurde ich schon von löwen zerfetzt, sie wollten mich durch gebogengespannte baumäste teilen usw.
    jedoch sah ich das auch nicht in einem traum sondern auf einer extra dafür vorgesehenen "reise" (trance).
    und den letzten rest bekam ich da auch nicht mit, sondern nur ich mich befand und wusste dann halt was als nächstes geschehen wird.


    light

    Wirklichkeit anerkennen heißt lediglich,
    die Daseinsberechtigung aller Dinge anzuerkennen.

  • Ich werde versuchen die Uniform zu zeichnen und sie dann hier reinzustellen.
    Da ich zur Zeit viel um die Ohren habe (Klausuren) müsst ihr euch etwas gedulden.


    Bei uns in der Bibliothek gibt es anscheinend ein gutes Buch, dass alle wesentlichen Uniformen aus den letzten 400 Jahren enthält. Nachdem ich sie gezeichnet habe werde ich mir das Buch mal anschauen. (aber nicht vorher, will ja nicht irgendwie beinflusst werden.)

  • Zitat

    Bei uns in der Bibliothek gibt es anscheinend ein gutes Buch, dass alle wesentlichen Uniformen aus den letzten 400 Jahren enthält. Nachdem ich sie gezeichnet habe werde ich mir das Buch mal anschauen. (aber nicht vorher, will ja nicht irgendwie beinflusst werden.)


    Sehr gute Idee! So machen die das ja bei der Sendung "Wer war ich?" auch immer. Ich hab übrigens einen Kollegen, der ein Militärfreak ist. Vielleicht kann er dann auch die Uniform identifizieren.

    Selbsterfahrung - der kleine, aber feine Unterschied zwischen Wissen und Weisheit.
    - Wingman (2013)

  • Also, ebenso wie Martouf ,,falle " ich in meinem Traum. Meistens aus einer gewaltigen Höhe ins Meer, dabei überkommt mich IMMER ein Gefühl der Ohnmacht und des Bewusstseinverlustes.


    SChon als kleines Kind kann ich mich erinnern hatte ich Höhenangst. Die Frage ist jedoch wieso ? immerhin hatte ich als kleiner Junge keine traumatischen Ereignisse in meinem Leben, die eine solche Angst hervorgerufen hätten können. Vielleicht sind solche Urinstinkte einfach ,,Überbleibsel " aus einem früheren Leben ??? Könnte es nicht sein, dass unser Charakter geprägt ist vom früheren Leben......denn ansonsten kann ich mir so was nicht wirklcih erklären, wieso ich eine gewisse Angst vor Hunden habe, Höhenangst etc.....
    Kennt sich jemand mit sowas aus ?? Hoffe mal auf Martoufs kompetenzen ;) Der kennt sich mit sowas immer aus ( eigentlich ;)


    MFG


    MJ :grins:

    Liebe ist die stärkste Macht der Welt, und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann.


    Mahatma Gandhi (02.10.1869 - 30.01.1948)
    indischer Freiheitskämpfer

  • Mystery Jack : Ich würde mich deiner Deutung anschließen und diese Ängste ebenfalls als ein "Überbleibsel" aus anderen Inkarnationen (Leben) sehen.
    Das Gefühl des "Bewusstseinsverlustes" beim Fallen hast du übrigens gut beschrieben, ich hab es immer mit der Fliehkraft in Verbindung gebracht, aber vielleicht ist es ja tatsächlich eine Art Bewusstseinswechsel, der da stattfindet?


    -- Martouf

  • Sniper_707 die Uniformen gehen in die Richtung. So ähnlich sah sie tatsächlich aus. Die Uniform schien mir im Traum recht " kurz und eng" vorgekommen zu sein, würde wirklich auf eine davon tippen. Und ich konnte tatsächlich irgendwelche Applikationen im Brustbereich sehen. Nur halt andere Farbe. Ich werde ne Zeichnung anfertigen (leider keine Zeit), kommt bald noch.

  • Hallo Leute,


    ich habe auch schon einmal vom eigenen Tod geträumt. Es ist zwar schon über zehn Jahre her (ich war damals 17), aber der Traum ist mir in Erinnerung geblieben, und bis heute suche ich nach einer Deutung. Habt ihr vielleicht Ideen?


    Hier der Traum:


    Ich war in irgendeinem Regenwald und gehörte einer Art Guerrilla-Truppe an. Wir trugen grüne Tarnkleidung, und einige hatten Maschinengewehre dabei. Wir gingen zu einer kleinen Lichtung, um dort eine Hinrichtung durchzuführen. Plötzlich stand ich auch in der Reihe der Erschießungskandidaten. Ich sah (und hörte), wie einer nach dem anderen in der Reihe erschossen wurde, jeweils mit nur einem Schuss. (Ich stand von mir aus gesehen ganz rechts in der Reihe, der erste, der erschossen wurde, war ganz links.) Nachdem mein Nachbar erschossen worden war, dachte ich noch, dass ich jetzt dran sei. Plötzlich merkte ich, wie ich zu Boden fiel (ich hatte keinen Schuss gehört) und alle meine Sinne auf einmal aufhörten, zu funktionieren. Ich fiel in eine dumpfe Schwärze. Es ist schwer zu beschreiben, alles spielte sich in Bruchteilen einer Sekunde ab, und dennoch konnte ich eine Folge klarer Gedanken fassen, während ich zu Boden fiel (den Aufprall habe ich aber schon nicht mehr wahrgenommen): 1. Ich will nicht sterben. 2. Ich sterbe 3. Ich habe Angst vor dem, was jetzt kommt 4. Ich bin neugierig, was jetzt kommt.
    In dem Moment, als ich akzeptiert hatte, dass ich tot war, erwartete ich, dass ich die anderen Hingerichteten sehen würde und dass jetzt ein Leben nach dem Tod anfangen würde. Aber da war nichts! Um mich herum war nur "Schwarz". Ich war Bewusstsein im "Schwarz". Ich war entsetzt und dachte: "Alles war eine Lüge. Jeder stirbt für sich allein. Es gibt kein Leben nach dem Tode. Es gibt nur ewige Einsamkeit" Der Gedanke, nun für immer allein zu sein, war fürchterlich. Dann wachte ich auf.



    Was mich an diesem Traum so beeindruckte, war, dass er sich so real anfühlte (nicht, dass ich wirklich Vergleichsmöglichkeiten habe). Die Erkenntnis "Ich sterbe" jedenfalls war völlig klar in meinem Buwusstsein, als wäre ich wach gewesen... Zu dieser Zeit habe ich übrigens nicht an ein Leben nach dem Tod geglaubt, nach diesem Traum hat sich das allerdings geändert.


    Also, was ist eure Meinung? War es "nur" ein Traum? Was war dann seine Botschaft? War ich auf einer höheren Bewusstseinsebene? War es eine Erinnerung an ein früheres Leben (halte ich selbst allerdings für unwahrscheinlich)?