Die Bestie von Gevaudan (Frankreich)

  • betreffs der der esel/kuh-sache. im prinzip wollte ich darauf hinaus....hätte es vielleicht noch etwas ausführlicher schreiben sollen.


    da eben in diesen augenzeugenberichten offenbar ein bestienartiges übergroßes "monster" beschrieben wird, kommt bei nüchterner betrachtung eben ein solches nicht in frage. (daher mein zu anfangs geschriebenes material bezüglich schulterhöhe etc bei wolf und hyäne)


    zum töten/angreifen eines menschen bedarf es eben nicht eines kuh-großen megawolfes........ der beweis für die existenz des teufels ist, dass alle welt begierig ist ihn am werke zu sehen....(oder so ähnlich ;) )


    was das züchten von hunden und den adel betrifft, hätte ich wohl auch etwas eindeutiger schreiben sollen. es sollte eben meine "these" von einem wildhüter/adligem untermauern, der die möglichkeit, das wissen, die zeit und die lokalität dazu besessen hätte. ich wollte NICHT darauf hinaus, dass ausschliesslich adlige züchten durften, habe das meines wissens auch nicht so geschrieben.


    worum es mir ging ist, dass hier zum teil ein unsinn geschrieben wird, meist unter dem deckmantel des "ich habe mal gehört das...." was z.t. jeglichen fakten oder sachlichen betrachtungen entbehrt. dazu meist eben OHNE quellenangabe.


    da diese sache mit der bestie von gevaudan aber historisch belegbar ist, kann man ja etwas ernsthafter mit quellen arbeiten und nicht solch einen unsinn schreiben wie : das kann nur ein werwolf sein was anderes kommt nicht in frage (sinngemäss)


    ich bin zwar schon ne weile aus schule und uni raus, aber thesen und behauptungen ohne stichhaltige quellen oder sachliche argumente ? da konnte man gleich wieder abtraben.....


    die französische wiki werd ich mir mal anguggen......


    :)


    lg


    narkose

  • @ corvus corax


    ich kann mir vorstellen, dass ein imitieren eines angriffs mit einem tierschädel machbar ist. bei der experimentellen archäologie prüft man dererlei thesen praktisch auf machbarkeit nach.
    wäre also mal interessant wenn man das mal ausprobieren würde an nem dummy. ;)


    ich stell mir ein derartiges vorgehen allerdings eher sehr kraftraubend vor, wenn man bedenkt welche kräfte in einem angriff eines lebenden hundes/wolfes/hyäne stattfinden.


    wenn man einfach mal überlegt, wie es wäre man wäre ein solcher täter:
    hundeartiges wesen auf hetzen und töten abrichten , das betreffende tier unter "verschluss" halten , in abgelegenen winkeln und landstrichen auf einigermassen leichte und weniger wehrhafte menschen hetzen, bei alledem im hintergrund bleiben bis das opfer tot ist damit im falle einer erfolgreichen flucht des opfers kein bezug zum eigentlichen täter hergestellt werden kann, wenn opfer getötet kann der täter dann ungehindert das tun was auch immer er da beabsichtigt.


    über die motive eines solchen vorgehens kann man wild spekulieren - aber zumindest braucht man kein übernatürlich oder natürliches monster mehr .

  • So ein Unsinn, natürlich sind Hyänen abrichtbar.


    In Afrika werden sie schon seit langer Zeit als Haustiere gehalten (über den Sinn und Unsinn, möchte ich an dieser Stelle nicht streiten):


    Wer sich dafür interessiert, dem kann ich diesen Artikel hier empfehlen:


    http://www.gadling.com/2011/04…ip-between-beast-and-man/


    sowie dieses Video


    http://www.youtube.com/watch?v=UAI3fVieUXQ



    Freundliche Grüße,


    Erdmann

  • Hallo Erdi!


    Danke für die Bilder und das Video, aber leider muss ich dir sagen, dass du nicht ganz richtig liegst. Diese Tiere sind nicht abgerichtet, sie zeigen nur Zahmheit. Das ist ein Unterschied.
    Selbst Wölfe sind nur im Jugendstadium kontrollierbar (dann verhaten sie sich genauso wie ein Hund). Sobald sie aber in die Pubertät kommen, fordern sie ihren Rang im Rudel ein und zeigen ein erhöhtes Agressivitätspotential. Dies ist ein Grund,w eswegen Wissenschaftler die Spontandomestikation von Wölfen mittlerweile verworfen haben. (mehr dazu hier: http://www.wer-ist-fido.de/hundwerdung.html)
    Wenn man nun einem Hyänenrudel Jungtiere raubt und diese per Hand aufzieht, werde sie vielleicht zwei Jahre zahm sein, danach wird es gefährlich für alle Beteiligten.


    Was ist denn mit ihm hier?
    http://s1.directupload.net/file/d/3350/5vxmp5xq_jpg.htm
    Süß oder?
    Bereits kurz vor seiner Auswilderung attackierte er mich bei jeder sich bietenden Gelegenheit und hätte mir nur zu gerne mal einen Finger abgebissen oder mehr, einfach nur weil er als Einzelgänger sein Revier abstecken wollte.
    Wildtiere sind nur als Babys süß, später können sie durchaus gefährlich werden.


    Gruß, Sina

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

  • Hallo,


    also offen gesagt, denke ich schon, dass es möglich ist Hyänen unter bestimmten Umständen "abzurichten" (das Wort gefällt mir allerdings nicht, klingt mir zu negativ). Man möge sich nur mal dieses Thema hier durchlesen (wichtige Stellen sind entsprechend farblich markiert):


    http://carnivoraforum.com/topic/9335990/1/


    Ist natürlich alles nur Spekulation (mehr bleibt ja heutzutage auch nicht mehr übrig), aber mal angenommen, es handelte sich damals wirklich um eine Hyäne, so "schwierig" stelle ich mir die Abrichtung aufs Jagen, ehrlich gesagt, nicht vor. Im Grunde genommen, wäre es ja ohnehin nur ein Hetzen und Töten, also hätte sich der Halter mitsamt Hyäne an entsprechenden Stellen im Wald verstecken und auf passende Opfer warten müssen.


    Die Hyäne wäre dann zu gegebener Zeit von der Leine auf die Menschen losgelassen worden. Das würde auch erklären, weshalb es hauptsächlich Frauen und Kinder betraf, ein Tier dürfte da wohl nicht besonders differenzieren, ein Mensch hingegen sehr wohl.



    Freundliche Grüße,


    Erdmann ;)

  • weshalb es hauptsächlich Frauen und Kinder betraf, ein Tier dürfte da wohl nicht besonders differenzieren, ein Mensch hingegen sehr wohl.

    Klar dürften sie, und machen es auch täglich.
    Ein Raubtier sucht sich immer das schwächste Tier der Herde aus, da es hier die größte Chance auf Jagd-Erfolg gibt. Kinder sind natülich da die erste Wahl...
    Und da Frauen auch in der Regel kleiner und zierlicher als Männer waren, sind sie dann wohl die zweite Wahl....


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Wer sagt bitte, dass Wölfe und andere Tiere nicht abrichtbar sind?
    Da braucht ihr euch nur einen Filmtiertrainer oder den Film Christian the Lion ansehen...


    Tiere sind zu den selben Empfindubgen wie wir in der Lage!
    Und man kann mit jedem Tier gut auskommen, sofern man sich entsprechend verhält...

    Die Welt wird nicht bedroht
    von den Menschen, die böse sind,
    sondern von denen,
    die das Böse zulassen!
    A. Einstein

  • Wie ich bereits sagte, es mag eine Weile gut gehen.
    Schau doch mal, in deutschen Zoos wird kaum noch Hands-on-Haltung betrieben. Aufgrund der vielen Zwischenfälle, füttert und pflegt man die Tiere nur noch über den geschützten Kontakt.
    Man kann natürlich so naiv sein und hoffen, dass alles gut geht, aber das ist extrem unprofessionell (gerade, wenn ich Elefantenreiten für Kinder um Zirkus betrachte, wird mir schlecht!).
    Sobald ein Tier gemerkt hat, dass menschliche Körper sehr verletzlich sind, wird es immer wieder zu übergriffen kommen (siehe zB. die Tilikum-Vorfälle).


    Das Ganze hat mit Empfindungen nichts zu tun. Wir sollten aufhören, Tiere zu vermenschlichen. Das ist nicht grausam, das ist eher fair den Tieren gegenüber. Müssen Tiere denn erst so sein wie wir, um unser Herz zu gewinnen? Natürlich nicht!


    Zitat von Mystique

    Und man kann mit jedem Tier gut auskommen, sofern man sich entsprechend verhält...

    Jetzt bin ich aber mal gespannt, was du uns rätst, um mit einem Wildtier in der Pubertät auszukommen. :D


    Zitat von Davy Jones

    Klar dürften sie, und machen es auch täglich.


    Da hast du vollkommen recht. Tiere unterscheiden Frauen und Männer durch auf vielerlei Art! Geruch, Aussehen und vor allem Geräusche. Oft sind es zB. Papageien, welche sich entweder auf Mann oder Frau prägen lassen und alles andere angreifen. Sie scheinen diesbezüglich sehr feinfühlig zu sein.
    Wildtere erkennen auch einzelne Menschen spielend leicht. Beispiel: ein Rehbock, der mir gegenüber zahm wie ein Hund war (einige hier werden ihn von Fotos kennen), griff eine Kollegin mit seinem Geweih an und stieß sie blutig. Er musste sie nur von weitem sehen, dann war er auf 180, obwohl sie ihn nie anders behandelt hatte als ich.
    Das selektive Töten im Fall der Bestie ist keinesfalls ein Grund, ein Tier auszuschließen. Es reicht ja schon, wenn es weiß, dass sein "Halter" sich wehren kann und diese Eigenschaft auf alle Männer projeziert.


    Gruß, Sina

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    -Volker Pispers

  • Da braucht ihr euch nur einen Filmtiertrainer oder den Film Christian the Lion ansehen..

    Das ist ein Beispiel gegenüber wie vielen tausend, bei denen es arg schief gegangen ist?
    Die von Corax erwähnten Tilikum-Vorfälle sind da ein gutes Beispiel (die merkwürdiger Weise für kein Umdenken gesorgt haben). Dann gibt's noch viele weitere, in denen auch Schimpansen, Elefanten, etc. auf ihre langjährigen Pfleger losgegangen sind...


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • Von den Zwischenfällen wird berichtet, aber wieviele (exotische) Tiere gibt es, die völlig unauffällig mit Menschen zusammenleben? Dass die Presse sich natürlich nur auf Vorfälle mit "Skandalpotenzial" stürzt und somit ein recht einseitiges Bild vermittelt, sollte nicht außer Acht gelassen werden.


    Zitat

    Da braucht ihr euch nur einen Filmtiertrainer oder den Film Christian the Lion ansehen...


    Den Film hab ich letztes Jahr zufällig im Fernsehen gesehen und fand es beeindruckend, was die beiden Männer auf die Beine gestellt haben, um ihm ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Die Szenen, in denen sie ihn nach einigen Monaten erstmalig wieder besucht hatten, fand ich total beeindruckend. :)


    Pubertät/Geschlechtsreife bzw. Änderungen im Hormonhaushalt eines Tieres spielen natürlich durchaus eine Rolle, aber da könnte ich mir z.B auch vorstellen, dass es sich nicht nur um ein Exemplar gehandelt hat, sondern es mehrere "Bestien" gab. Es wurde ja mehrfach berichtet, dass ihr Verletzungen zugefügt wurden, welche sie aber scheinbar nicht davon abhielten, sich bereits am nächsten Tag nach neuen Opfern umzusehen.


    Wusstet ihr übrigens, dass es ungefähr 74 Jahre vor den Vorfällen im Gevaudan zu fast identischen Morden in Benais (ebenfalls in Frankreich) kam? Die Zahl der Opfer wurde damals auf über 200 geschätzt.

  • Das Zahmwerden ist auch darauf zurückzuführen daß sie sich der Abhängigkeit zum Pfleger "bewusst" sind. Fütterung usw. Das Verhalten trifft nicht nur auf Säuger und Vögel zu sondern sogar auf Reptilien.


    Das sogenannte Abrichten ist wieder was anderes und mir so bei Katzenartigen nicht bekannt.


    Zurück zum Thema: Wäre die Haltung/Beschaffung eines exotischen Raubsäugers zur der damaligen Zeit den irgendwie auffällig oder nachvollziehbar? Gesetzliche Regelung kamen erst viel später, das ist klar.

  • Glaubt ihr eigentlich, dass heutzutage auch noch Bestien durch Frankreichs Wälder streifen?
    Ich ja irgendwie schon, um ehrlich zu sein. Es gibt soviele Berichte (quer durch die Jahrhunderte), die immer wieder von einem Tier berichten, das in gewisser Weise einem Wolf ähnelte, aber offensichtlich keiner war.
    Habe auch schon überlegt, mal ein bis zwei Wochen Urlaub im Gevaudan zu machen und mich als Frau verkleidet, in den Wald bzw. abgelegene Regionen zu begeben, als Lockvogel sozusagen, allerdings weiß ich (noch) nicht, wie ich mich im Falle eines Angriffs verteidigen soll. Habe mehrfach gelesen, dass sich viele Opfer damals auf Bäume flüchteten, aber wenn dann grad kein geeignetet in der Nähe ist, sieht es wohl schlecht aus.


    Schade dass die damalige Bestie nicht besser aufbewahrt wurde/werden konnte, in einer gut organisierten Pathologie wäre das wohl kein Problem gewesen und wir müssten uns nicht die Köpfe darüber zerbrechen, um was für ein Wesen es sich wohl gehandelt hat bzw. handelt.

  • Man verzeihe mir meine Skepsis, aber ich denke, wenn du 2 Wochen in Frauenkleidern durch die Wälder streifst, dann solltest du dir mehr Gedanken um einen guten Anwalt, als denn um einen Baum machen.


    Kannst du mal ein paar der Berichte zitieren, die auch heute noch Angriffe im Wald durch ein Tier beschreiben? In Frankreich?

  • Ich ja irgendwie schon, um ehrlich zu sein. Es gibt soviele Berichte (quer durch die Jahrhunderte), die immer wieder von einem Tier berichten, das in gewisser Weise einem Wolf ähnelte, aber offensichtlich keiner war.


    dann lass mal welche sehen, die würden mich ganz schön interessieren :D Ein einfacher Link zu einer verlässlichen Quelle reicht vollkommen aus ;)


    Schade dass die damalige Bestie nicht besser aufbewahrt wurde/werden konnte


    Ach das Vieh wurde auch gefangen ? Habe die gesamte Geschichte jetzt nicht mehr so genau im Blick, aber wieso verschwinden Kadaver von Kryptiden immer auf irgendeine komische Art und Weise -_-


    um was für ein Wesen es sich wohl gehandelt hat bzw. handelt.


    Wenn es denn überhaupt eines gab :D

  • Damit heute noch was durch die franz. Wälder streift, müsste es eine Population geben. Gerade Hundeartige oder Hyänen wären schon wegen dem Rudelwesen aufgefallen.


    Angeblich wurde damals ein Wolf abgeschossen. Kann nur der Grauwolf gewesen sein und den schließe ich als Bestie völlig aus. Auch ein Tollwütiger würde wegen der Krankheit keine Frauen/Kinder selektieren. Davon abgesehen würde das selektieren von m/w Beute nur bei Hornträgern (Reh/Hirsch) Sinn machen. Daß hauptsächlich Frauen angegriffen wurden, spricht deshalb sogar eher gegen ein Raubtier. Damit erhärtet sich wieder der Serienmörderverdacht.

  • Davon abgesehen würde das selektieren von m/w Beute nur bei Hornträgern (Reh/Hirsch) Sinn machen. Daß hauptsächlich Frauen angegriffen wurden, spricht deshalb sogar eher gegen ein Raubtier.

    Nein, wieso?


    Ein Raubtier such sich den Weg des geringsten Widerstandes, heißt es wir eine zarte Frau einem bulligen Kerl vorziehen.


    lg Davy

    "Das Problem mit Zitaten im Internet ist die Tatsache das ihre Echtheit sich nicht verifizieren läßt" - Martin Luther

  • In Fällen wo Menschen von großen Carnivoren angegriffen wurden (Bären und Großkatzen z.B.) zählten auch Männer zu den Opfern.


    Angriffe auf Erwachsene durch Wölfe, Wildhunde (afrikanischen Wh oder asiatischen Rothund) oder Hyänen sind mir da jetzt nicht bekannt. Auch wenn die Tüpfel-/Streifenhyäne dazu durchaus fähig wäre. Wenn würden solche auch eher im Rudel angreifen.


    Ich tendiere bei der Bestie entweder ein auf Frauen speziell abgerichtetes Tier, womit der eigentliche Täter ein Mensch war, oder einer hat damals Raubtier "gespielt". Wobei ihm die allgemeine Angst vorm "bösen" Wolf gelegen kam.