Beutelwolf / Tasmanischer Tiger

  • Lebensraum: Australien
    Der Thylacine, auch Tasmanischer Tiger genannt, soll in Australien von einem Sekretär, Priester und Gärtner gesehen worden sein.
    Der Tasmanische Tiger wurde Anfang des 19Jhd ausgerottet... ist die Sichtung dieses ausgestorbenen Tiers nun Fakt oder nur Fiction? Ihr entscheidet!

  • Der tasmanische Tiger hat viele Namen, so z.B. Beutelwolf, Streifenhund oder Zebrawolf, da er eine sehr auffällige Zeichnung hatte. Mit all diesen Namen liegt man aber eigentlich falsch. Der tasmanische Tiger heißt mit seiner zoologischen Bezeichnung "Thylacinus cynocephalus", was auf deutsch hundsköpfiger Beutler oder auch hundsköpfiges Beuteltier heißt. Er hat weder Artverwandtschaft mit Hunden und schon gar nicht mit Katzen. Der Name "Tiger" hat sich im englischsprachigen Raum eingeprägt und so trägt er ihn auch heute noch. Der Beutelwolf ist das größte bekannte fleischfressende Beuteltier, welches je auf der Erde gelebt hat. Sein Aussehen sieht auf den ersten Blick wie ein seltsam gestromter Hund aus, mit 13 bis 19 dunkelbraunen Bändern im hellbraunen bis fuchsfarbenen Fell. Doch er hat einige anatomische Eigenheiten, welche ein Hund nicht besitzt. Seine Größe wird von Fuchsgroß bis zur Größe eines Schäferhundes beschrieben. Man rechnet aber mit einer ungefähren Schulterhöhe von 58 cm und einer Länge von bis zu 180 cm, welche von der Nasenspitze bis zum Schwanzende reicht. Die Augen des Beutelwolfes waren für Raubtiere absolut untypisch. Sie waren sehr Dunkel und wurden von Menschen, welche diese Tiere noch gesehen haben, sogar als sanft beschrieben. Der Kopf war langgestreckt und hatte sehr kleine, dreieckige Ohren. Der Wurf der Beutelwölfe lag bei zwei bis vier Jungtieren, welche wie bei Beuteltieren üblich in einigen Zeitabständen geboren wurden und im Beutel der Mutter aufwuchsen, in welchem sich zwei Milchzitzen befanden. Eine weitere Besonderheit war auch der Schwanz des Beutelwolfes, dieser erlaubte ihm nicht ein Wedeln wie bei Hunden, sondern nur die vertikale Bewegung des Schwanzes, ähnlich dem Känguruh. Seine extrem gewinkelten Hinterläufe erlaubten ihm keine Sprintjagden wie z.B. dem Wolf, man muß heute annehmen, das er in gemächlichem Trab jagte und nicht, wie oft beschrieben, mit extremer Geschwindigkeit. Seine vornehmliche Beute bestand aus Känguruhs, Vögeln und Kleinsäugetieren. Nachdem der Mensch auch in Tasmanien siedelte, kamen noch Schafe und Ziegen hinzu.


    Der letzte in Gefangenschaft lebende Beutelwolf starb am 7.Dezember 1936 im Beaumaris-Zoo von Hobard. Zu dieser Zeit dachte man noch, man bräuchte nur auf die Jagd zu gehen und einen neuen Vertreter seiner Art für den Zoo einzufangen. Mit dem Tod des Beutelwolfes "Benjamin" verschwand das letzte bekannte Exemplar dieses Tieres von dieser Erde.



    Millionen Experimente reichen nicht aus, um die Relativitätstheorie für alle Zeiten abzusichern. Aber eines reicht, um sie zu widerlegen. - Albert Einstein

  • Ein süßes Kerlchen... da sehen wir mal wieder, was wir dem Menschen zu verdanken haben...


    Aber wer sagt denn, das er komplett ausgestorben ist?!


    Und, damals gab es doch keine genetischen Überprüfungen, oder? Könnte es nicht doch sein, das er mit einem Hund verwandt ist? Bzw. Hyäne, ich finde, der Kopf hat Ähnlichkeit mit einer Hyäne. Irgend eine Laune der Natur oder verschiedene, natürliche Kreuzungen?!

  • Ich weiß nicht, der tasmanische Teufel soll ja ein sehr scheues Tier sein. Und wenn man bedenkt dass er ausgerottet ist/fast ausgerottet wäre (wie auch immer), dann ist es mit Sicherheit schwer, einen in den australischen Wäldern zu Gesicht zu bekommen. Also ich denke, es ist möglich, dass es ihn gibt.



    liebe Grüße,


    Passiflora

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  • Also ich hab schon öfters gehört, dass ein als ausgestorben geltendes Tier plötzlich wieder gesichtet wurde. Australien ist ein ziemlich großes Land und wer kann schon die gesamten Outbacks kontrollieren. Keiner. Also warum soll das tierchen in eine kleinen Population nicht irgendwo doch überlebt haben. (da dämmert mir gerade wieder ein Spruch aus miesen Film Jurassic Park vom Wochenende: DIE NATUR FINDET EINEN WEG! Das ist übrigens der einzig clevere Satz in den Film!)

  • Ich bin völlig eurer Meinung ! Ich denke nicht das der Beutelwolf ausgestorben ist, ich denke das viele Tiere noch existieren die als ausgestorben gelten, und ich glaube der Beutelwolf hat sich nach den übergriffen der Menschen soweit entwickelt das er diese mehr als nur meidet ........


    Was haltet ihr eigentlich von der idee den Beutelwolf nachzuzüchten mit dem Embryo was man damals sicher verwart hat?

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  • Das wäre eine sehr schwere Entscheidung. Einerseits, quälen sich die ersten Versuche (geklonten Tiere) weil vielleicht wieder irgendwas falsch gemacht oder nicht beachtet wurde und andererseits wäre es sehr schön, wenn ein ausgestorbenes (oder diesem Fall vielleicht auch nicht ausgestorben) Tier wieder leben könnte.

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  • Zitat von "Passiflora"

    der tasmanische Teufel


    die teufel sind die andern,kannse gerade nich beschreiben,aber die sind auf jeden fall kleiner und sehen dem beutelwolf nich soo besonders ähnlich,soweit ich weiß.


    zum klonen:
    ist zum klonen nicht ein weibliches tier notwendig? das letzte war ja bekanntlich ein männchen.
    außerdem kann man sie afaik des inzest bedingts nich wirklich.

  • Zitat von "railb"

    die teufel sind die andern,kannse gerade nich beschreiben,aber die sind auf jeden fall kleiner und sehen dem beutelwolf nich soo besonders ähnlich,soweit ich weiß.


    zum klonen:
    ist zum klonen nicht ein weibliches tier notwendig? das letzte war ja bekanntlich ein männchen.
    außerdem kann man sie afaik des inzest bedingts nich wirklich.



    Mit dem Namen Tasmanischer Teufel kenn ich mich leider nicht so aus. Mit klonen auch nicht. Aber ich weiß, dass bei vielen Versuchen oft die ersten Tiere, die dabei herauskommen leiden müssen, weil diese Wissenschaftler wieder irgendwas nicht beachtet haben, und das finde ich makaber.

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  • Jetzt muss ich mich ja doch mal wieder einschalten!


    Alles was tot ist sollte nicht wiedererschaffen werden! Selbst wenn es durch den Mensch verschuldet ist! Und vielleicht war es der Lauf der Natur... und klonen schon gar nicht! Aber da reg ich mich jetzt nicht drüber auf :-)

  • Ehrlich gesagt bin ich für das Clonen seltener Tiere auch wenn es dabei Schwierigkeiten gibt, ich denke das einige Tierarten es verdient haben wieder zu leben und unsere Erde zu bevölkern, deswegen hoffe ich das es klappt einen Beutelwolf zu klonen........


    Auch wenn das Clonen gegen die Ethischen Grundsätze verstoßt denke ich das es für einige Tierarten besser ist !

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  • Weil wir sie zerstört haben, sollen wir etwas noch abartigeres tun?! Nein, auf keinen Fall! In der Sache bin ich total dagegen!!! Müssen wir halt verhindern, das es vorkommt! Gut machen können wir es eh nicht!
    Außerdem, weißt du, das die meisten geklonten Tiere nachher irgend welche Krankheiten insbesondere Imun-Schwächen haben?!


    Tierschutz ist gut, aber nicht um jeden Preis!!!

  • Die Tiere sind wahrscheinlich ganz froh dass sie ausgestorben sind, ausserdem ist nicht immer der Mensch schuld wenn Tiere und Pflanzen aussterben, oft richtet die Natur dass auch selbst so ein, wenn sie einsieht, dass sie Mist gebaut hat und diese Geschoepfe sich aus welchen Gruenden auch immer nicht in die Natur einfuegen koennen oder wollen. Es waere doch auch nicht "cool", wenn irgendwelche Wissenschaftler Dinosaurier wiederbelebten. Die Natur hat diese Spezies (in dem Fall Dinosaurier) zerstoert, damit andere Tiere und Pflanzen wachsen und gedeihen koennen. Wenn es eine Tierrasse oder Pflanzenart nicht mehr gibt, ist es schade, aber man sollte sich lieber auf die noch verbliebene Flora und Fauna konzentrieren und so gut wie moeglich versuchen, diese zu erhalten. Von Klonen halte ich ueberhaupt nichts. Jedes Geschoepf ist einzigartig und sollte es auch bleiben (duerfen)!!!


    Ausserdem koennte ich mir vorstellen, dass, wenn man alte DNA-Straenge von ausgestorbenen Tieren hat und diese (d. h. die Tiere) "wiederbelebt" auch alte (heute laengst ausgestorbene) Krankheiten und Defekte wieder in den natuerlichen Kreislauf eingebracht werden koennten, die dann schaedlich fuer die heutige Flora und Fauna waeren.


    They held each other and kissed
    and pushed each others' darkness into the corner,
    believing in each others' light,
    each others' dream

  • Der Beutelwolf wurde nich von der Natur vertrieben sondern von den Menschen, er wurde geschossen weil er ein Nutztierfresser war und die Menschen sowas nicht gerne sehen (Warum eigentl.?) der letzte Beutelwolf starb ja 1936 im Zoo an Altersschwäche, Krankheiten waren auch damals keine bekannt, und ich denke bzw. ich weiss das sich jeden Tier an andere Gegebenheiten in der Natur gewöhnen können......


    Und die Dinos wurden auch nicht dazu bestimmt auszusterben es war ein Zufalll und einige haben ja überlebt ( wie ich glaube) wie gesagt ich bin auch gegen das Klonen, aber ich denke man sollte ausgestorbenen Tieren auch eine 2te Chance geben!

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  • Hallo,


    ich habe hier ein paar Erkenntnisse zusammengetragen die kürzlich an der University of Adelaide, für die ich vorrübergehend mal tätig war, publiziert wurden:


    Ein neues Projekt der University of Adelaide, geleitet vom Zoologen Dr. Jeremy Austin, untersuchte ob der weltberühmte Tasmanische Tiger möglicherweise noch nach seinem offiziellen Aussterben in den späten 1930er Jahren überlebt hat. Dr. Austin vom Australischen Centre for Ancient DNA extrahierte alte DNA aus tierischen Hinterlassenschaften, die in den späten 1950ziger und ´60ziger Jahren gefunden wurde und im Tasmanian Museum and Art Gallery aufbewahrt wurde. "Der Kot wurde von Eric Guiler, Australiens letzten echten Thylacinus-Experten gefunden, der meinte er [der Kot] käme wahrscheinlich eher von einem Tasmanischen Tiger als von einem Hund, Tasmanischen Teufel oder Beutelmarder," so Dr. Austin.


    Der Tasmanische Tiger oder Thylacinus war in Tasmanien weit verbreitet als europäische Siedler 1803 ankamen. An einen großen, langen Hund mit Streifen erinnernd, mit einem schweren, steifen Schwanz und großem Kopf, war der Thylacinus das weltweit größte karnivore Beuteltier bis zu seinem Aussterben 1936 als das letzte Exemplar in Gefangenschaft im Hobart Zoo starb. "Wenn wir Thylacinus-DNA im 1950ziger Kot finden wird es bedeutungl sein," so Dr. Austin. "Der letzte freilebende Tasmanische Tiger wurde 1918 getötet, daher gibt es eine Lücke von 20 Jahren zwischen einer Sichtung in freier Wildbahn und der Haltung in Gefangenschaft. Es ist eine lange Zeit wenn sie noch immer 1950 da waren, aber wir können es derzeit nicht ausschließen."


    Dr. Austin extrahiert auch DNA aus auf dem Festland gefundenen Knochen sowohl des Tasmanischen Tigers als auch des Tasmanischen Teufels. Wissenschaftler glauben, dass der Tiger bis vor 2000 Jahren und der Teufel bis vor 500 Jahren auf dem Festland lebte. "Die DNA ist vielleicht in der Lage zu enthüllen, dass dies unterschiedliche Arten im Gegensatz zu den Tasmanischen sind, auch wenn es unwahrscheinlich ist. Es sind nur 10.000 Jahre seit die Bass-Straße geflutet wurde und Tasmanien vom Festland abgeschnitten wurde. Das ist keine lange Zeitperiode nach evolutionären Begriffen. Der Hauptgrund, warum Leute denken es könnten unterschiedliche Arten sein, ist, das der Tasmanische Tiger viel größer war als seine Festland-Verwandten. Das ist aufgrund des Klimas nicht überraschend, denn je kälter die Umwelt, umso größer das Tier."


    Dr. Austin arbeitet mit Oliver Berry von der University of Western Australia zusammen, einem weiteren Zoologen, der alte DNA aus Tierkot extrahiert auf der Suche nach Beweisen für die Existenz von Füchsen auf Tasmanien.


    Gruß MNSRaptor

  • Zitat

    Melbourne/ Australien - Australische Wissenschaftler haben genetisches Material, dass sie von rund 100-jährigen Proben Tasmanischer Tiger gewonnen hatten, in einen Mäuseembryo übertragen. Die Studie der Forscher an der University of Melbourne konnten somit zum ersten Mal zeigen, wie sich das Erbgut einer ausgestorbenen Spezies in einem lebenden Organismus auswirkt.


    weiterlesen


    wusste bis eben gar nicht das es die gibt (gab). :|
    Schon schlimm was nich so alles ausgerottet wurde an schönen Tieren.
    Ich halte ja nichts vom Klonen aber wenn es uns auch nur einen bruchteil von allen vom menschen ausgerotteten Arten zurückbringen könnte, dann studier ich jetzt medizin (also in 6 jahren wegen wartesemestern und so).


    Wenn es nicht beides geben würde, Leben und Tod, dann gäbe es auch keine Unergründlichkeit. Wenn es nur Dunkelheit gäbe, dann wäre alles klar. Aber gerade weil es nicht nur Dunkelheit gibt, sondern auch Licht, wird unsere Lage unerklärlich

  • Ja traurige Geschichte mit dem Tasmanischen Tiger. :(


    Hier kann man sich den letzten lebenden noch auf Video ansehen:
    www.youtube.com/watch?v=6vqCCI1ZF7o


    Und hier angebliche Sichtungen:
    www.youtube.com/watch?v=wwOMoC40 ... re=related (sieht aus wie eine Hyäne)


    Finde es furchtbar, dass ein so "harmloses" Tier ausgerottet wurde. Vor allem, da es von Menschenhand passierte.... :evil:


    Das Thema passt übrigens auch gut hier rein: [url=http://www.paraportal.de/viewtopic.php?f=5&t=42&hilit=tasmanische+Tiger">viewtopic.php?f=5&t=42&hilit=tasmanische+Tiger[/url]

    "Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
    Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren."
    - Albert Einstein