Zeitreisen

  • Wie hält man ein so genanntes Wurmloch stabil, durch das Reisen in andere Regionen der Raum-Zeit möglich werden würden? Ein internationales Forscherteam glaubt jetzt, dass dies gar nicht so schwierig ist, wenn man Materie mit negativer Gravitation dazu verwendet. Einziges Problem: Niemand weiß, ob Wurmlöcher und solche Materie überhaupt existieren.


    Zeitreisen sind zwar unmöglich, werden aber künftig einfacher. So lassen sich die Ergebnisse einer Forschungsarbeit zusammenfassen, die der neuseeländische Physiker Matt Visser und seine Kollegen jetzt im Fachblatt Physical Review Letters veröffentlicht haben. Demnach ist es einfacher als bislang vermutet, ein so genanntes "Wurmloch" offen zu halten, das weit entfernte Regionen von Raum und Zeit miteinander verbindet. Eine beliebig kleine Menge an exotischer Materie mit negativer Gravitation reiche aus, so die Forscher. Der Haken an der Sache: Niemand weiß bislang, ob es solche Materie überhaupt gibt.


    Wurmlöcher sind heute nicht nur bei Science-Fiction-Autoren, sondern auch bei Physikern das bevorzugte Transportmittel für Zeitreisen. Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie erlaubt die Existenz solcher Abkürzungen durch Raum und Zeit, auch wenn Zeitreisen unangenehme Paradoxa hervorrufen können: Legendär ist die Geschichte des Zeitreisenden, der seinen Großvater erschießt, bevor dieser seine Großmutter kennen lernt und so seine eigene Geburt verhindert.


    Allerdings sind Wurmlöcher notorisch instabil - kaum entstanden (wenn sie überhaupt entstehen), fallen sie wieder in sich zusammen. Vor sechs Jahren gelang es Visser und seinem Kollegen David Hochberg jedoch zu zeigen, dass sich Wurmlöcher durch Materie mit negativer Energie und negativer Schwerkraft stabilisieren lassen. Diese exotische Materie ist freilich ebenso wie die Wurmlöcher ein rein theoretisches Konstrukt: Nach heutigen Erkenntnissen ist ihre Existenz zwar möglich, aber gefunden hat sie bislang niemand. Immerhin konnten Visser und seine Kollegen nun zeigen, dass schon winzige Mengen dieses exotischen Stoffes ausreichen, um ein Wurmloch für Zeitreisende offen zu halten.


    von Rainer Kayser
    5. Juni 2003

  • Das geht aber auch mit Schwarzen Löchern:
    Man weiss das auf Planeten ,die eine schwache Anziehungskraft haben,die Zeit langsamer verläuft als auf der Erde.Auf Planeten die eine starke Anziehungskraft haben,verläuft dadurch die Zeit schneller.
    Jetzt müsst ihr euch vorstellen,dass ein Schwarzes Loch eine so hohe Anziehungskraft hat das sie ganze Sonnensysteme verschwinden lassen können.Würde man sich in einem Schwarzen Loch befinden,könnte man zusehen wie das Universum altert, Sonnen explodieren,ein Planet endsteht und wie er durch ihre Bewohner vernichtet wird.
    Lange wird dieser Anblick aber nicht schön sein,denn sobald man durch das Loch gezogen wird,wird man zu Spagetti verarbeitet.

  • Zitat

    Das geht aber auch mit Schwarzen Löchern


    Nichts anderes ist in dem Fall gemeint mit den hier erwähnten Wurmlöchern :)


    Bei den hier erwähnten hypotetischen(!) Wurmlöchern dient ein schwarzes Loch als "Eingang".

  • Mit einem Wurmloch ist die Verbindung zwischen einem schwarzen und weissen Loch gemeint (wobei letztere nur in der Theorie existieren, da noch nie eins entdeckt wurde).


    Das schwarze Loch soll dabei der Eingang in ein theoretisches Wurmloch sein.


    Siehe auch hier:
    http://www.paraportal.de/htopic,939,wurmloch.html


    http://de.wikipedia.org/wiki/Wurmloch


    http://www.lsw.uni-heidelberg.…mueller/lexdt_w.html#wurm

  • Leider habe ich mal wieder zuwenig Ahnung von der Materie um richtig mitreden zu können (und der Welt der Wunder Link funktioniert nicht mehr). Gerade deswegen ist mir einiges unklar oder ich hab irgendwo nen denkfehler.


    Physikalisch mag das ja alles machbar sein, gut. Wären Zeitreisen dann nicht aber auch ein Beweis das unsere Zukunft festgeschrieben ist?
    Wenn nicht wäre das doch ein ziemliches Dilemma.
    Nehmen wir z.B. an wir können in die Zukunft reisen, dann sehen wir Dinge die noch nicht passiert sind. Diese müssten dann aber unwiderruflich festgeschriben sein. D.h. man könnte nichts tun um sie irgendwie zu verhindern. Man weiß also dadurch z.B. von einem Krieg und wie er zu vermeiden wäre, kann ihn aber nicht vermeiden.
    Stände die Zukunft nicht fest, könnten wir also (nach meiner Überlegung) nicht in die Zukunft reisen. Wenn wir nicht in die Zukunft reisen können, können wir aber auch nicht in die Vergangenheit reisen, da wir nicht mehr in unsere Gegenwart, die in dem Fall wieder Zukunft wäre, zurück kämen.


    Nun könnte man denken (und in einigen Theorien wirds ja auch so gesagt), dass wir uns in dem Wurmloch befinden und die Zeit ganz normal weiter fortschreitet. Dann kämen wir zwar in die Zukunft, doch es wäre wieder eine Reise ohne Wiederkehr, da dann schließlich noch nicht geklärt ist, wie man in die Vergangenheit (gegenwart) zurück kommt.


    Es bleibt (zumindest fällt mir momentan nichts anderes ein) nur eine Möglichkeit der Zeitreise. Nämlich die visuelle (die machen wir jeden Abend wenn wir die Sterne beobachten). Und die wäre auch nur in die Vergangenheit möglich, d.h. man könnte zuschauen, aber nichts verändern. Zeitreisen in die Zukunft wäre unter den Gesichtspunkten nur möglich, wenn diese festgeschrieben ist.


    Oder habe ich doch irgendwas falsch verstanden? :|

    "Derek sagte immer: Es ist gut mit einem Zitat abzuschliessem, denn wenn jemand anders es schon am besten formuliert hat, und man selbst es nicht besser kann, dann stielt man eben von ihm... und verschafft sich einen starken Abgang!"

  • Ich bin mir nicht sicher, ob Zeitreisen an sich ueberhaupt funktionieren wuerden. Meine einfach mal, dass Zeitreisen, wenn ueberhaupt, nur in eine Richtung moeglich sind - in die Vergangenheit. Aber es waere eine Reise ohne Wiederkehr. Denn in dem Moment, in dem man in der Vergangenheit ankommt, hat man bereits den Ablauf der Dinge veraendert, und damit exisitiert die Gegenwart aus der er kommt, nicht mehr. Das heisst auch, dass die Zukunft noch nicht feststehen wuerde. Er koennte nur dann wiederkehren, falls die Theorie mit den unendlich vielen Parallelwelten als wahr herausstellen wuerde, denn dann haette trotz seines Eingriffs in die Vergangenheit, seine Aktion keine Einwirkung auf seine Zukunft.


    Die visuelle Zeitreise ist denkbar, wenn man in der Lage ist, um die Kurvatur des Universums hinwegzusehen. In dem Film Paycheck erklaert man sich das so:


    Man nimmt eine Laser-verstaerkte Linse, und bestrahlt diese natuerlich auch mit dem Laser. Damit wuerde eine Kruemmung entstehen, die immer weiter und weiter geht. Und wo kommt man raus? Da wo man begonnen hat, aber nicht mehr in der Vergangenheit, sondern in der Zukunft. Also im Film jedenfalls. Vielleicht endet man auch in der Vergangenheit, man weiss es nicht. Aber theoretisch ist sowas denkbar. Einziges Problem: Ungeheurer Energieaufwand.


    Ansonsten kann ich auch nix weiter dazu sagen.

  • mein profesor hat mal was erzählt.das mann eine zeitspanne von 4 jahren schaffen könnte.oder so ähnlich aber leider ist es schon zu lange her.


    ich hab aber mal vom Graf saint sergmaint(srry wegn schreibfehler,ich weiss nicht wie man ihn richtig schreibt)gelesen, der hat angeblich zeitreisen gemacht.also müsste es einen weg geben.


    ich weiss nur das mann bei wurmlöchern.oder besser gesagt mit hilfe von wurmlöchern.schneller von einem pukt zum andere gelangen soll.das soll mal bei reisen durch den weltall nätzlich sein.
    mann behauptet auch das die auserirdischen so schneller herum reisen.aber wer weiss....

  • Zeitreisen sind ein interessantes phänomen, mit vielen paradoxen.
    meiner meinung nach wäre eine zeitreise lediglich in die zukunft denkbar.
    wenn man in die vergangenheit reisen würde (von der sache her schon irgendwie unlogisch für mich) käme man sicher nicht mehr in seine alte gegenwart zurück.

  • Es sei denn, es gibt mehrere Zeitdimensionen nebeneinander, dann waere es denkbar. In dem Fall waere eine Zeitreise in die Vergangenheit allerdings auch sinnlos, weil man seine eigene Gegenwart nicht veraendern koennte,

    Tina

    Wenn Du Hufe hoerst, dann erwarte zuerst einmal Pferde, keine Zentauren!


    Jeder, der an Telekinese glaubt, hebt bitte meine Hand!

  • oder grad weil man sie verändern könnte und nicht abschätzen kann in wie weit sich die veränderung des eigenen lebens auf den rest der welt auswirkt.


    man würde warscheinlich nie wieder ins eigene raumzeitdingsbums zurückkommen....

  • Im Prinzip muesste man sich das ja so vorstellen:


    Ich reise in die Vergangenheit, weil ich meinen Geliebten vor dem Tod retten will. In dem Moment, in dem ich das schaffe, veraendert sich meine Gegenwart, und ich haette nie einen Grund gehabt, in die Vergangenheit zu reisen. Grosse Frage: Was passiert jetzt mit mir??

    Tina

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  • Zitat von "Tina"

    Es sei denn, es gibt mehrere Zeitdimensionen nebeneinander, dann waere es denkbar. In dem Fall waere eine Zeitreise in die Vergangenheit allerdings auch sinnlos, weil man seine eigene Gegenwart nicht veraendern koennte,


    genau das sage ich ja. aber trotz allem ein kleiner formulierungs oder denkfehler.
    man könnte seine eigene gegenwart schon verändern nur eben ist es nicht die gegenwart aus der man abgereist ist. sinnlos für den einzelnen wäre es somit nicht unbedingt.

  • Aber in dem Moment, in dem meine eigene Vergangenheit veraendert wird, existiere ich doch in der Forn, in der ich in die Vergangenheit gereist bin, gar nicht mehr!

    Tina

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  • Ich frag mich einfach, was dann mit der Version von mir, die gerade in der Vergangenheit rumhopst, passiert! Loese ich mich auf? Oder aendert sich meine Erinnerung? Denn ich koennte mich so ja nie entwickelt haben!

    Tina

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