• Queen


    Ende der 60er Jahre spielen Brian May (Gitarre) und Roger Taylor (Drums) in der Londoner College-Band Smile, bis ein Kerl namens Frederik Bulsara die beiden überzeugt, statt geradlinigem Rock doch etwas Neues, eine Mischung aus Rock und Operette zu kreieren. Die drei machen sich ans Werk, finden in John Deacon einen Bassisten, und noch 1970 entstehen ihre ersten Kompositionen, mit denen in und um London getourt wird. Durch ihre Liveshows machen sie sich schnell einen Namen.
    Bulsara, der sich fortan Freddie Mercury nennt, stellt auf der Bühne sein schauspielerisches Talent unter Beweis und kümmert sich außerdem um das optische Erscheinungsbild der Band, welches sich zur damaligen Zeit stark von Heavy Rock-Bands der Marke Led Zeppelin unterscheidet. Mit Glitzerhemden, Frauenkostümen, Schminke und Nagellack suchen Queen wie die neuen Glamrock-Stars David Bowie und T. Rex die Provokation.
    Anfang 1972 gelangt ein Demotape der Band in die Hände eines EMI-Scouts, der Queen nach einem Livetest für ein Album unter Vertrag nimmt. Die erste Single "Keep Yourself Alive" steigt in Japan in die Top Ten ein, geht in Europa aber unter, das Album "Queen I" erweist sich immerhin als Achtungserfolg. 1974 erscheint "Queen II" und die Band supportet Mott The Hoople auf UK-Tour. Von nun an geht es Schlag auf Schlag: "Killer Queen" vom "Sheer Heart Attack"-Album avanciert zum Hit, die Band tourt was das Zeug hält und erspielt sich Fans auf allen Erdteilen. "Bohemian Rhapsody" wird zur besten Single 1976 gekürt, ein Jahr später komponiert Mercury mit "We Are The Champions" eine Art "My Way" für Stadionkonzerte.


    Anfang der Achtziger kooperieren Queen mit David Bowie für den Welthit "Under Pressure". Das dazugehörige '82er Album "Hot Space" wird für die beinharte Fan-Fraktion allerdings zum Härtetest. In München, dem Herzen des Disco-Beats aufgenommen, lassen Queen die synthetischen Eindrücke der allabendlichen Partynächte merklich in ihren Rocksound mit einfließen. Bei Presse und Fans stößt diese Entscheidung auf wenig Gegenliebe. Neben unerwarteten Discofunk-Ausflügen wie "Staying Power" und "Back Chat" ist mit "Life Is Real" auch eine leise Piano-Hommage an den kurz zuvor erschossenen John Lennon auf dem Album enthalten.


    Die Charts erobern Queen schon zwei Jahre später mit dem "The Works"-Album und den Welthits "Radio Ga Ga" und "I Want To Break Free" zurück. Der letztere, von John Deacon verfasste Song, wird zur Hymne der südafrikanischen Widerstandsbewegung gegen die Apartheid. Anfang 1985 geben Queen zwei umjubelte Konzerte in Brasilien, die als "Rock in Rio" in die Geschichtsbücher eingehen. Es ist das größte Festival seit Woodstock. Im Juli treten sie bei Bob Geldofs Live Aid auf und spielen in London vor über 70.000 Zuschauern. Auf der "Magic Tour 1986" sind Queen das letzte Mal live zu sehen. Auf dem Mannheimer Maimarktgelände erleben 80.000 Menschen ihren Auftritt, es ist die größte jemals erzielte Zuschauermenge eines Konzerts in Deutschland. Das dazugehörige Album "A Kind Of Magic" schreibt die Band für den Film "Highlander".


    1987 und 1988 gehen die Bandmitglieder vor allem Soloaktivitäten nach. Roger Taylor gründet die Band The Cross und Mercury kooperiert mit der Sopranistin Montserrat Caballé für ein Album. Der Song "Barcelona" wird zum Eröffnungstitel der Olympischen Spiele 1992 ausgewählt. Tourpläne für das erfolgreiche Queen-Album "The Miracle", das 1989 erscheint, werden wegen des fortgeschrittenen schlechten Gesundheitszustandes von Freddie verworfen. Der Frontmann zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück und begibt sich mit der Band schon ein Jahr später erneut ins Studio, um "Innuendo" aufzunehmen.


    Das letzte Queen-Album verkauft sich im Zuge der gleichnamigen, an den Bombast des Kultsongs "Bohemian Rhapsody" erinnernden Single weltweit prächtig. Die schlimmen Befürchtungen über Mercurys Gesundheitszustand bewahrheiten sich am 23. November 1991, als der Sänger per Pressemitteilung bekannt gibt, an der Immunschwäche AIDS zu leiden. Tragischerweise verstirbt Freddie Mercury bereits am folgenden Abend im Beisein seines Lebensgefährten Jim Hutton an einer Lungenentzündung.


    Zu seinem Gedenken organisieren die übrigen Bandmitglieder am Ostermontag 1992 im Londoner Wembley Stadion ein Tribute Concert, an dem Acts wie Guns'N Roses, George Michael oder Elton John ihre Queen-Favorites zum Besten gaben. 72.000 Zuschauer im Wembley Stadion und rund 1.5 Milliarden an den Fernsehgeräten erleben das Spektakel weltweit. 1995 erscheint an Freddies Todestag mit "Made In Heaven" das vorerst letzte Queen-Album mit sehr melancholischen Songs, die kurz vor seinem Tod entstanden und die dieser bereits im Rollstuhl einsingen musste.


    Als Anfang des 21. Jahrhunderts das DVD-Zeitalter eingeläutet wird, müssen natürlich auch alte Queen-Videos in die digitale Remasters-Mangel. So erscheint mit "Live At Wembley Stadium" der Mitschnitt der beiden umjubelten '86er Konzerte in London, angereichert mit neuen Interviews der verbliebenen Bandmitglieder sowie mit Regisseur Gavin Taylor und Tour Manager Gerry Stickells, die Einblicke in den Aufbau der Shows geben. Auch die DVDs "Greatest Video Hits 1" und "Greatest Video Hits 2" sind neben den bekannten Clips randvoll mit haufenweise Archivmaterial, das teilweise sogar erstmals zu sehen ist.

    When all the salt is taken from the sea
    I stand dethroned, I'm naked and I bleed
    But when your finger points so savagely
    Is anybody there to believe in me
    To hear my plea and take care of me?

  • robson du sagst es :!:


    es war einfach das geilste bzw ist noch das geilste :wink:

    When all the salt is taken from the sea
    I stand dethroned, I'm naked and I bleed
    But when your finger points so savagely
    Is anybody there to believe in me
    To hear my plea and take care of me?

  • Queen ist geil!!!


    Nun sollten die anderen Bandmitglieder aber auch gemerkt haben, dass die Stimme von Freddie Mercury durch niemanden zu ersetzen ist - leider !!!


    Auch so ein Typ, der viel zu früh aus der Rock- Welt gegengen ist.... :cry:



    Gruß Gecko

    Das sicherste Indiz dafür, daß anderswo im Universum intelligentes Leben existiert, ist,
    daß noch niemand versucht hat, mit uns Kontakt aufzunehmen. [Calvin & Hobbes]

  • Queen war eine ganz fantastische Band


    Freddie war ein großartiger Künstler was den Gesang betrifft,
    er konnte so viele Tonlagen perfekt harmonisch treffen mit seiner klaren wunderschönen Stimme.


    Schade das er so früh von uns gegangen ist.


    Alle Bandmitglieder zusammen haben sehr gut gewirkt.


    Hier mal ein paar meiner Lieblingsstücke:


    Bohemian Rhapsody
    www.youtube.com/watch?v=irp8CNj9qBI


    Somebody To Love
    www.youtube.com/watch?v=cxbFLYa0_bw


    Killer Queen
    www.youtube.com/watch?v=MMz-wi50ACU


    Play The Game
    www.youtube.com/watch?v=NnAZTItYxUQ


    Another One Bites The Dust
    www.youtube.com/watch?v=hMenB9Ywh2Q


    I Want To Break Free
    www.youtube.com/watch?v=EVYgRPfC9nQ


    Don' t Stop Me Now
    www.youtube.com/watch?v=58CJih1iYC0


    Under Pressure
    www.youtube.com/watch?v=xtrEN-YKLBM


    You' re My Best Friend
    www.youtube.com/watch?v=Wdt5QwssWY4


    Who Wants To Live Forever
    www.youtube.com/watch?v=Zo52T7uKOJU



    Hach... Danke !

  • Ich kenne Queen nicht so gut. Aber ich "denke" das Queen nicht so ganz meinen Geschmack trifft. Ich kenne Bohemian Rhapsody und muss sagen das mir das Lied wahnsinnig angetan hat, ich liebe es!!!! Aber es gibt da auch noch so zwei andere Lieder von Queen die ich eher hasse bzw. mir nicht gefällt also sehr unterschiedlich.

  • Ich habe vor kurzem Queen wiederentdeckt. Ich finde sie eine der besten Bands des 20. Jahrhunderts. Schade das Freddy Mercury so früh gestorben ist. Ich denke da wären noch viele grossartige Stücke herausgekommen, wenn nicht das frühe Ende der Band gewesen wäre.
    Meine Lieblingstücke sind:


    Innuendo


    seven seas of rhye


    princes of the universe


    i'm going slightly mad


    it's a hard life


    old fashioned lover boy


    hammer to fall



    Eine grossartige Band, die so schell nicht vergessen geht. :-)