Krebs eine Mangelerkrankung?

  • meine freundin ist zufällig auf ein interessantes buch gestossen, in dem der autor begauptet, bei krebs würde es sich um eine mangelkrankheit handeln, die durch ein das fehlen des vitamins b17 in unserer modernen ernährung verursacht wird.


    als "beweise" dafür gibt er an, das krebs in einer zeit als dieses vitamin noch zum ernährungsplan gehörte nicht auftrat, und das es ganze völker gibt die nicht davon betroffen sind.


    ich hoffe mal, das ist eine andere theorie als die die dieser eine typ vertritt, der das kind damals sterben liess...


    weiter behauptet der autor, das die wissenschaft diesen fakt bewusst leugnet und der bevölkerung den zugang zu diesem vitamin erschwert, in dem es als giftig eingestuft wird, und aus den pflanzen in denen es vorkommt sogar herausgezüchtet wird...


    hat jemand schonmal was darüber gehört?

  • Hmm ich weiß nicht so genau was ich davon halten soll, wenn ich es recht sehe kann man aus B17 Blausäure herstellen, bzw. wird automatisch in Verbindung mit Wasser/Magensäure blausäure abgespalten. Ein ziemliches Risiko....


    Die Dosierung wäre sehr sehr Problematisch, ein falscher griff und das wars.


    Das Argument das es in einigen Gegenden natürlich in der Nahrung vorkommt, ist soweit zu relativieren, das durch zubereitungsmethoden das sogenannte B17 reduziert werden könnte...
    Wenn es einen Zusammenhang gibt, zwischen Krebserkrankung und dieser Substanz wäre die Frage, ob es sich nicht eher auf eine Reaktion auf die bei Zubereitung entstehenden Zersetzungsprodukte handelt.


    Eine direkte Einnahme des Reinproduktes sehe ich eher als Lebensgefährlich denn als Hilfreich an...


    Nahrungszubereitung mit dem Natürlichen Inhaltsstoff wäre dahingegen bestimmt eine Untersuchung wert, aber nur unter strenger Kontrolle...

  • die blausäure kann sich nur in sehr großen mengen schädlich auf den menschen auswirken...


    dazu kommt das die spaltenzyme gar nicht erst aktiv werden, wenn man die vitamine wie von der natur vorgesehen einnimmt.


    das reine vitamin b17 hat ein arzt selbst an sich getestet, und er hats überlebt :D

  • nayahm eigentlich in vielen obstkernen, aber vor allem aprikose.


    da wir aber den kern wegschmeissen, auch z.b. bei äpfeln, geht auch das vitamin verloren.
    auch in hirse und anderen getreidearten kommt es vor, sogar in manchen gräsern, daher hatte früher auch das fleisch das wir gegessen haben mehr von diesem vitamin.


    da kommt das mit der blausäure wieder: isst man einen haufen apfelkerne kanns ungesund sein, würde man die äpfel dazu essen nicht.


    soweit ich weiss hat dieser typ das zeug isoliert und sichs gespritzt o_o

  • ...gibt ja genug Scharlatane (auch in weissen Kitteln!) die mit der Angst und Hoffnung von Todkranken Geld verdienen ...dieses Buch gehört sicher mit dazu . Nichts gegen alternative Medizin , aber wenn solche "wunderheiler" auftauchen , die behaupten den den heiligen Gral zu haben , und ja nur von der bösen Schulmedizin verfolgt und unterdrückt werden , sollten alle Alarmglocken angehen .

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • ...Naja meine Familie besitzt ein Buch über unseren Stammbaum bis ins 17. Jahrhundert wo auch die Todesursachen vermerkt sind, wobei Krebs bzw Tumore schon bei den ersten Einträgen um 1680 zu finden ist.


    B17 ist schmarrn.

  • mhh vielleicht weil man und ich nehm jetzt an es handelt sich um europa, vor 1680 keinen krebs und keine tumoren erkannt hat.


    ich hab ein medizinbuch von 1900 zuhause und frag mich ehrlich immer wieder wie die menschheit es geschafft hat mit dem unsinn nicht auszusterben :wink:

  • Vor der Aufklärung war es nicht nur verpönt sondern auc unter Todesstrafe verboten Leichen zu sezieren, wir wissen also nicht um welche Zeit wie oft was zum Tode führte, von Offensichtlichen Krankheiten und Verletzungen mal abgesehen..


    Und wenn jetzt wer Mumien anführen will, die meisten Kulturen haben die EIngeweide entfernt, ehe der Tote bestattet wurde, somit kann auch hier niemand mit Sicherheit Todesursachen die nicht offensichtlich sind ausschließen....

  • hier ein Gegenlnk :)


    de.wikipedia.org/wiki/B17-Therapie


    ne , mal im Ernst , wie hätten den die normalen Europäer im Mittelalter zb an Aprikosenkerne kommen sollen , die einfachen Bauern hatten schon zu tun einfach so zu überleben , wenn sie nicht in den ständigen Kriegen niedergemetzelt wurden ...im 30jährigen Krieg starben Millionen !!! an Hunger und Mord ...die Medizin war noch voller Aberglaube und Bakterien kannte man nicht , noch im 19 Jahrhundert war sterilisation bei chirugischen Eingriffen unbekannt , Bau und bruchverletzungen konnten nicht behandelt werden , und schwere Gliedmassenverletzungen wurden durch amputation behandelt , was aufgrund fehlender sterilität meist zu Wundbrand und Tod führte , viele Mütters starben im Wochenbett an Kindbettfieber , Seuchen wie Pest, Ruhr,,Pocken ,typhus foderten hunderttausende an Opfern , die meisten (vor allem ärmere) wurden doch gar nicht so alt um überhaupt an Krebs sterben zu können , und von krankhaften Wucherungen berichten schon die Griechen , und Tumore versuchte schon der Cro Magnon Mensch vor 20000 Jahren zu behandeln ..also alles Lügnerei und Scharlatanerie ?!

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • keine ahnung, bin nicht so medizinisch bewandert, aber interessant schon, denn bei scharlatanerie setzt man yah eigentlich voraus das die verantwortlichen geld rausschlagen möchten (siehe dr. rath).


    aber mit der äusserung: esst mehr hirse und aprikosenkerne!
    verdient man net so viel O_o


    und das mit der hochgiftigen blausäure ist unsinn, weil an hirse oder apfelkernen iss noch keiner gestorben...


    natürlich MUSS das nicht die lösung gegen krebs sein, aber man könnte mal drauf eingehn.


    das buch argumentiert auch damit, dass skorbut lange nicht als mangelerkrankung bekannt wurde, obwohl eingeborene das rätsel gelöst hatten, aber den seefahrern glaubte keiner, sie wurden ausgelacht.


    menschen können sich einfach schwer eine negative kausalität vorstellen o_o so nach dem motto "von nix kommt nix"

  • Hi Ahiru


    Zitat

    keine ahnung, bin nicht so medizinisch bewandert, aber interessant schon, denn bei scharlatanerie setzt man yah eigentlich voraus das die verantwortlichen geld rausschlagen möchten (siehe dr. rath).


    aber mit der äusserung: esst mehr hirse und aprikosenkerne!
    verdient man net so viel O_o


    ..und ganz zufällig wird dann gleich mit Links für B17 präparate geworben die die ausreichende menge an B17 enthalten , ohne dass man den ganzen tag Hirse oder Aprikosenkjerne lutschen muss,, die ausserdem hier in deutschland verboten sind , kann man so naiv sein ?...natürlich kann es erfolge gegeben haben , aber dies kann auch an den Probanden selbst gelegen haben , ihrer psychischen Einstellung , ihrer genetischen Veranlagung , und am Placebo-effekt , und wäre wahrscheinlich auch ohne die b17 Präparate eingetreten , und dass Naturvölker einst weniger an Krebs erkrankten , liegt auch daran , dass dort der hohe Einfluss von krebsfördernden stoffen fehlt , wie in der Industriegesellschaft , wo überall Gifte lauern , in Nahrung, Körperpflegemiteln ,Wasser, Luft und boden .


    dazu noch ein zitat aus obrigen Link !


    Die so genannte Vitamin B17 Therapie besteht aus der Zufuhr des Pseudovitamins B17 (Amygdalin oder Laetril). Als Pseudovitamin ist Amygdalin kein Vitamin, da es nicht für den Körper essenziell ist. Amygdalin ist ein cyanogenes Glykosid, das in Gegenwart von Wasser hochgiftige Blausäure abspaltet. Aus diesem Grund und wegen des fehlenden Wirksamkeitnachweises gilt die B17-Therapie als sehr umstritten. Pharmakologen halten das Pseudovitamin B17 für ein "Unseriöses Wundermittel". Die Befürworter der Therapie verweisen hingegen auf angebliche Erfolge bei der Krebsbekämpfung. Die Abgabe von Amygdalin für den Gebrauch beim Menschen durch Apotheker ist strafbar im Sinne des §5 AMG. Dies kann auch ohne konkreten Schadensfall strafrechtlich verfolgt werden.

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Zitat

    .und ganz zufällig wird dann gleich mit Links für B17 präparate geworben die die ausreichende menge an B17 enthalten , ohne dass man den ganzen tag Hirse oder Aprikosenkjerne lutschen muss,, die ausserdem hier in deutschland verboten sind , kann man so naiv sein?


    kerne LUTSCHT man nicht, die ISST man... und soweit ich weiss sind aprikosen in deutschland net verboten, und die enthalten zwangsläufig kerne ... >.>``


    man kann die kerne auch im reformhaus kaufen, also von nem verbot kann keine rede sein... bei hirse übrigens au net ...

  • Hi Ahiru


    Natürlich sind nicht die Aprikosenkerne oder Hirsenkerne verboten :) sondern diese angebotenen B17 Präparate dürfen zb von Apotheken nicht vertrieben werden . Du kannst natürlich Aprikosenkerne lutschen bis zum Umfallen erwarte aber nicht , dass es gegen Krebs hilft , ausserdem , wie willst du durch lutschen an die b17 pseudovitamine im inneren gelangen ?und nur die kerne schlucken hilft auch nichts , die werden nämlich wieder genauso ausgeschieden ...sind ja von Mutter Natur so konzipiert , sich nicht durch Magensäure erweichen zu lassen , sondern nur durch genüssliches zermalen :)
    Rate doch mal , wer ebstimmt an diesen b17 Präparaten verdient ?!

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...