Osama bin Laden

  • „Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen ..., die froh sind, wenn es ihnen gelingt, die Zeit "totzuschlagen", die sie ständig zu sparen versuchen.“


    „Vor allem müssen die Gesellschaftsformen, die der Liebe in Wege stehen, durch solche ersetzt werden, die sie fördern.“


    „Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung".“


    Erich Fromm

  • Irre ich mich, oder war Bin Laden zuletzt ein Zivilist, von dem keinerlei direkte Gefahr ausging? Dann wäre das ja ein in höchstem Maße feiger und geplanter Mord gewesen. Und das nur zwei Tage, nachdem einige von Gaddafis Angehören (ebenfalls größtenteils Zivilisten) in einer geradezu peinlichen Krachbummaktion ermordet wurden. Trotzdem wird ständig das "Diktatorensohn" bzw. "Terroristenführer" betont, wie um der Öffentlichkeit eine bestimmte Meinung aufzuzwingen.
    Und versteht mich jetzt nicht falsch, ich verachte Bin Laden genauso wie Gaddafi. Um Bin Ladens Tod ist es nicht schade; aber ich wundere mich nur, wenn Obama 10 Jahre (!) nach 9/11 auf einmal seine Leute mit Vollkaracho und ohne Vorwarnung bzw. Erklärung in das Haus eines mittlerweile völlig ungefährlichen Mannes stürmen und ihn hinrichten lässt. Warum wurde er nicht gefangen genommen? Und warum gerade jetzt? Die Massen feiern Obama für seine Aktion; vermutlich steckt seine sinkende Beliebtheit dahinter. Und damit bin ich nun wirklich nicht einverstanden.
    Bei Gaddafi ist das natürlich was anderes, die Ermordung von unschuldigen Angehörigen ist mit keiner Erklärung zu rechtfertigen. Aber ob dahinter auch (ausschließlich) Obama steckt, lässt sich natürlich bei einem NATO-Einsatz schwer nachvollziehen.
    Die Welt ist einen ihrer bösartigsten Menschen los, aber jubeln kann ich darüber nicht. Und sicherlich wird die muslimische Welt sich das nicht gefallen lassen. Es deutet wirklich alles darauf hin, dass das ein gezielter Akt der Provokation war, um Obama wieder in ein besseres Licht zu rücken, und die Wirtschaft ein bisschen anzukurbeln (bekanntermaßen ist die Wirtschaft der USA auf permanenter Kriegsführung aufgebaut, und in letzter Zeit schien irgendwie alles etwas zu stagnieren...).
    Dass Bin Ladens Tod gefälscht ist kann ich mir nicht vorstellen; denn wenn die Wahrheit doch noch rauskommen würde, säße Obama so richtig in der Scheiße. Außer natürlich, Bin Laden wurde erstmal entführt, um ihn ein bisschen Guantanamo-Style zu foltern, und dann erst umzubringen. Wer weiß das schon.
    Und nochmal, mir geht es explizit nicht darum, den "Westen" als den eigentlich Schuldigen darzustellen. Aber es kann auch nicht schaden, das Ganze mal etwas zu hinterfragen.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

    Einmal editiert, zuletzt von Rônin ()

  • Edit: Natürlich bedeutet das auch, dass von Al Quaida ab jetzt erhöhte Terrorgefahr ausgeht. Und das wiederum bedeutet, dass unsere Regierungen ein Stück mehr die totale Kontrolle ergreifen werden, und wir ein Stück mehr von unserer Freiheit geben müssen. Natürlich nur zu unserer Sicherheit und damit wir "wieder ruhig schlafen können". Und auch nur vorübergehend.
    Grausamerweise wird aber ein Großteil der Leute tatsächlich gerne dafür bereit sein, "ein bisschen zu verzichten" und sich "nur zum Schutz, nicht zur Kontrolle" überwachen zu lassen. Und sämtliche Leute die dem widersprechen als paranoide und selbstsüchtige Revoluzzer zu bezeichnen.
    Und wie schon unzählige Male vorher wird niemand bemerken, wie merkwürdig die ganzen Ereignisse ineinanderpassen...
    Ich behaupte übrigens noch immer nicht, dass eine größere Verschwörung hinter Bin Ladens Tod steckt. Ich behaupte nur, dass der Zeitpunkt sicher nicht unabsichtlich gewählt wurde, und dass die größte Gefahr die jetzt auf uns zukommt, kaum von Terroristen ausgehen dürfte.


    (ich konnte nicht mehr editieren, vielleicht würde ein Mod das hier an meinen letzten Beitrag hängen?)

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Ich finde es einfach immer nur amüsant, wie schnell die Verschwörungstheoretiker auf so einen Zug aufspringen, sobald er losgefahren ist. ;)


    Hitler tot: -> es war kein Selbstmord. Es wurde eine andere verkokelte Leiche hingelegt....er lebte jahrenlang auf einer Insel weiter.
    Kennedy erschossen: -> es war kein Einzeltäter. Es waren "die", "die" wollten ihn aus den Füßen haben, weil er politisch störte.
    Marylin Monroe tot: -> keine Überdosis, Mord! Sie wurde aus dem Weg geräumt, weil sie durch ihr Techtelmechtel mit dem Präsidenten zuviel wußte.
    Lady Di tot: -> kein Unfall! Sie wurde vom englischen Königshaus "entfernt", weil sie ihnen ein Dorn im Auge war.


    etc.


    Ach, die Liste könnte man beliebig weiterführen........


    Ich frage mich nur immer wieder:


    Warum ist denn so schwer zu glauben, daß auch solchen Persönlichkeiten "ganz normal" etwas zustoßen kann :?:


    Nur weil sie in der Öffenbtlichkeit standen (aus welchem Grund auch immer), waren sie doch nicht unsterblich.
    Tod und Unfälle gehören zum Leben dazu.
    Warum soll also "so einer Person" nicht auch einfach mal Scheiße passieren und sie/er einfach tot sein, weil es halt so ist :?:


    Wahrscheinlich wäre den Verschwörungstheoretikern dann den ganzen Tag zu langweilig :roll:



    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Ich stimme Ricya zu, warum sollte Bin Laden nicht wirklich von einer Spezialeinheit getötet wurden sein?


    Immerhin wurde er ja 10 Jahre lang gesucht, und nun haben sie Ihn halt gefunden.


    Die Frage ist nun welche Konsequenzen dies haben wird und wie groß dass Ausmaß dieser ist.


    Hier noch ein Zitat aus einem Interview der suedeutschen.de und dem Historiker und Politologen Bernd Greiner,

    Quelle: http://www.sueddeutsche.de/pol…-nahrung-finden-1.1091900



    lg, der DogSen

  • Zitat von Ronins

    Und warum gerade jetzt?


    Warum nicht?


    Zitat von Ronin

    Ich behaupte nur, dass der Zeitpunkt sicher nicht unabsichtlich gewählt wurde


    Wann wäre denn ein geeigneter Zeitpunkt gewesen, der dir völlig unverdächtig erschienen wäre?


    Zitat von Ronin

    Irre ich mich, oder war Bin Laden zuletzt ein Zivilist, von dem keinerlei direkte Gefahr ausging? Dann wäre das ja ein in höchstem Maße feiger und geplanter Mord gewesen.


    Damit hast du sicher nicht ganz unrecht, allerdings finde ich es etwas merkwürdig, sich ausgerechnet jetzt und sich ausgerechnet bei Osama bin Laden über diese Art von Hinrichtungen ohne Gerichtsverhandlung und unter Mißachtung des Völkerrechts zu beklagen, obwohl es diese Angriffe auf mutmaßliche Terroristen doch schon seit Jahren dutzendfach gegeben hat. Ich erinnere nur an die Drohnenangriffe in jüngster Zeit, mit oftmals vielen unschuldigen Opfern.
    Wem das erst jetzt sauer aufstößt, ist in meinen Augen ein paar Jahre zu spät dran. Damit will ich dir persönlich aber nicht unterstellen, das alles bisher nicht zur Kenntnis genommen zu haben. Nur finde ich es etwas unpassend, gerade den Tod Bin Ladens zum Anlass zu nehmen, um plötzlich eine Diskussion über die Widerrechtlichkeit solcher Maßnahmen zu starten.


    Zitat von Ronin

    Warum wurde er nicht gefangen genommen?


    Eine Gefangennahme hätte sicher einen gewaltigen Berg an Problemen nach sich gezogen. Da hat man dann eben die einfachere Variante gewählt, ob man das nun verwerflich findet oder nicht.
    Andererseits halte ich es für einigermaßen erstaunlich, dass die US-Regierung gleich von Anfang an zugegeben hat, dass man ObL bei dieser Aktion von vorneherein töten und nicht gefangennehmen wollte. Vielleicht wollte man ihn nämlich auch doch unbedingt gefangennehmen und es ist nur etwas schiefgegangen. Keine Ahnung.

  • Wäre Bin Laden wirklich dieser Terrorist, hätte man auch Bilder seiner Leiche veröffentlicht, und nicht irgendein billig-photoshop Fake!

    Es wurde doch später auch gesagt das es nen Fake ist, und soweit ich das bis jetzt mitgekreigt habe gibt es keine Fotos.

  • Zitat

    Warum nicht?

    Die Frage war eigentlich rhetorisch, wie du siehst habe ich sie mir im Nachhinein selbst beantwortet. Wo ist der Zweck dieser Aktion? Hatte Obama plötzliche Sorge um seine Bevölkerung - oder wollte er Publicity machen? Sieh dir mal einige der Kommentare im Internet an, ganz Amerika und halb Europa stehen wieder auf Obamas Seite; sind jetzt bereit dafür, ihm wieder blind und hirnlos zu vertrauen.
    Die Berichte über die heroischen Navy-Seals, die in einem epischen Feuergefecht Leib und Leben der unschuldigen Beteiligten verteidigt haben, und Bin Laden schlussendlich mit einem sauberen Kopfschuss zur Strecke brachten, halte ich auch für etwas zweifelhaft.


    Zitat

    allerdings finde ich es etwas merkwürdig, sich ausgerechnet jetzt und sich ausgerechnet bei Osama bin Laden über diese Art von Hinrichtungen ohne Gerichtsverhandlung und unter Mißachtung des Völkerrechts zu beklagen, obwohl es diese Angriffe auf mutmaßliche Terroristen doch schon seit Jahren dutzendfach gegeben hat.

    Nur keine Sorge Gamma, ich beklage mich immer, wenn mir etwas merkwürdig erscheint. :mrgreen: Aber selbst wenn nicht, was spricht denn dagegen, speziell auf diesen Fall hinzuweisen? Immerhin ist er aktuell.
    Mich stört nicht, dass der Kerl tot ist. Mich stört aber zuerstmal die feige Art und Weise in der die Aktion durchgeführt wurde, und die nachfolgend selbstherrliche Berichterstattung - aber gut, das ist subjektiv. Und außerdem stören mich die offensichtlichen Konsequenzen, die aus dieser Aktion folgen werden. Bin Laden war ungefährlich, aber jetzt ist er zu einem Machtmittel geworden, und zu einem Symbol auf beiden Seiten. Für die Islamisten ist er nun ein Märtyrer, und für die Amis eine Jagdtrophäe. Damit werden Terrorakte geradezu heraufbeschworen, die die Regierungen dann als Vorwand nutzen können, politisch alles durchzusetzen, was nötig ist um uns zu beschützen.
    Ich ziehe also den Schluss, dass es hier nie um Bin Laden ging. Nur um diesen Zivilisten zu töten so einen Aufwand? Es geht hier um Meinungsmache durch die Heraufbeschwörung eines gemeinsamen Feindbildes, und zwar auf so eine radikale Art und Weise, dass man sich als Andersdenkender kaum wehren kann. All das kommt mir irgendwie bekannt vor...

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Hab ich das jetzt richtig verstanden?
    Die haben einen Mann, der über 10 Jahre lang zu den meist gesuchtesten Menschen der Welt zählte, erschossen und noch am selben Tag verbrannt und in alle Winde verstreut?
    Wenn ich das jetzt mal mit der Inhaftnahme von Saddam vergleiche, von der Bilder und Videoaufnahmen existieren, die sogar seinen Tod am Strang dokumentieren, finde ich das irgendwie komisch...

    "Man behauptet von mir, ich sei wahnsinnig - aber es ist doch die Frage, ob der Wahnsinn nicht die höchste Stufe der Durchgeistigung ist."

    -Edgar Allan Poe


    "Ausländer sollen anständiges Deutsch sprechen? Was ist "anständiges Deutsch"? Die meisten Kölner können schon in der Eifel nicht mehr nach dem Weg fragen."

    -Volker Pispers

  • 1. Hat man Saddam Hussein in einem Erdloch entdeckt und verhaftet während Osama bin Laden bewaffneten Widerstand geleistet hat. Du weißt nicht ob sie drumrum kamen ihn zu erschießen.
    2. Wird die USA nicht so dumm sein und wieder einen öffentlich hinrichten wie Saddam, da ihn das zu nichts anderem als einem Märtyrer gemacht hat.

    Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen.


    ~~~


    Today I'll tell you a story about a man who drowned in the cold waters of the ocean after the loss of someone he loved. This is the story of a man who died twice.


  • Ich behaupte übrigens noch immer nicht, dass eine größere Verschwörung hinter Bin Ladens Tod steckt. Ich behaupte nur, dass der Zeitpunkt sicher nicht unabsichtlich gewählt wurde, und dass die größte Gefahr die jetzt auf uns zukommt, kaum von Terroristen ausgehen dürfte.


    Die Frage ist dann aber wieso der jetzige Zeitpunkt gewählt wurde? Hätte es nicht in der Vergangenheit sehr viel bessere Zeitpunkte gegeben?


    Oder braucht man Bin Laden bisher vielleicht noch um eine Art Symbolfigur für den Terrorismus zu haben? Und wenn man ihn gezielt jetzt entfernt hat, wäre die Frage wieso man ihn jetzt nicht mehr braucht?


    Um mal auf der Verschwörungsschiene zu bleiben, kann natürlich sein es ist einfach so daß dahinter nichts besonderes steckt und sie ihn eben jetzt gefasst haben, aber wir sind ja hier in einem Forum für Verschwörungstheorien ;)

  • Irre ich mich, oder war Bin Laden zuletzt ein Zivilist, von dem keinerlei direkte Gefahr ausging?


    Du irrst, Rônin, mit Verlaub. ;)


    eines mittlerweile völlig ungefährlichen Mannes


    Auch hier ein Irrglaube.


    Bin Laden war NIE ungefährlich. Er war der Gründer der Al Kaida :!: ...das sollte man sich immer vor Augen halten.


    Den Fehler, den viele machen, ist der, daß alle Welt mit Bin Laden an den 11. September 2001 denkt. Nun ist aber seit dem Tag nichts großartiges mehr passiert und schon vergißt man schnell und läßt sich irreführen, daß Bin Laden nun Ruhe gibt.......
    Keineswegs!


    Man muß die Geschichte Bin Laden als Ganzes sehen und nicht auf den 11.Sept. reduzieren.
    Und Bin Ladens Terror gegen die USA begann schon in den 80igern.


    Die USA wurden zu seinem persönlichen Feindbild, als sie gegen Hussein in Kuwait einmarschierten. Er fand es damals ungeheuerlich, daß ein westliches Land sich die Frechheit rausnahm sich in die Belange islamischer Dinge einzumischen.
    Er gründete also die Al Kaida und rief öffentlich zum "heiligen Krieg" gegen die USA auf.


    Was ich persönlich an dieser Sache schon fast belustigend finde:


    Wenn es darum geht, daß die USA im Irak, Afghanistan, etc. zu Gange sind, wird hier im Westen ganz laut und wichtig rausgebrüllt, daß die Ami´s falsche Hunde sind, und es ihnen doch nur ums Öl geht.......
    Wißt Ihr eigentlich von wem dieser Satz eigentlich stammt? Wer diesen Vorwurf als erster Aussprach um Anhänger für sein Vorhaben zu finden???


    Richtig, Bin Laden selbst.
    Er kam mit diesem Argument, als die USA nach Kuwait kamen.
    Seine Probaganda schaffte es also bis zu uns in den Westen und bietet Verschwörungstheoretikern eine Menge Nährboden.
    Hat schon fast etwas von Ironie, findet Ihr nicht?


    Jedenfalls gab Bin Laden in den neunzigern ein Fatwa übers Fernsehen bekannt:
    Der heilige Krieg muß gegen die USA, seine Feinde, ausgeführt werden. Und seine Feinde sind nicht nur die Militärs, sondern auch Zivilisten, Frauen, Kinder....vor niemanden ist Halt zu machen!


    Ein Irrer also.....
    Und von einem Irren kann man nicht erwarten, daß er erstens, irgendwann zur Besinnung kommt, zweitens irgendwann einmal Ruhe geben wird.


    Nach dem Fatwa fing Al Kaida mit gezielten Terroranschlägen an. Zunächst nur "kleinere" Greueltaten, wuchsen mit den Anschlägen auf die amerikanischen Botschaften in Afrika in neue Dimensionen auf.
    Zum ersten Mal wurde klar, wieviel Macht Bin Laden durch seine vielen fanatischen Anhänger eigentlich hat.


    Es wurde jahrelang etwas ruhiger.....bis BUMM....zum 11. September.


    Es fällt mir schwer zu glauben, daß dieser Mann überhaupt irgendwann einmal Ruhe gegeben hätte. Egal, ob er nun in den Bergen Afghanistans saß oder eben in einer Villa in Pakistan.


    oder war Bin Laden zuletzt ein Zivilist, von dem keinerlei direkte Gefahr ausging?


    Dieser Mensch war ein wandelndes Pulverfass.......es ging immer und jederzeit Gefahr von ihm aus!



    aber ich wundere mich nur, wenn Obama 10 Jahre (!) nach 9/11 auf einmal seine Leute mit Vollkaracho und ohne Vorwarnung bzw. Erklärung in das Haus eines mittlerweile völlig ungefährlichen Mannes stürmen und ihn hinrichten lässt.


    Die Frage ist dann aber wieso der jetzige Zeitpunkt gewählt wurde? Hätte es nicht in der Vergangenheit sehr viel bessere Zeitpunkte gegeben?


    Berechtigte Fragen, die aber zu erklären sind.
    Man darf nicht vergessen, daß die USA 10 Jahre lang versucht hat diesen Mann zu erwischen. Er war wie ein Aal, der nicht zu fassen war.
    Wie sagte ein CIA-Mitarbeiter einmal in einem Interview:
    "Unsere Leute wußten zwar, wo er sich angeblich aufhielt, aber im Endeffekt war er uns immer einen Tag vorraus."


    Ich kann mir schon denken, daß es nicht gerade ein Kindergeburtstag ist, einen Mann greifen zu wollen, der in der Bevölkerung viele Anhänger hat, die ihm helfen immer wieder unterzutauchen. Noch dazu in islamischen Ländern, die sowieso nicht allzu viel Wert darauf legen mit den USA zusammen zu arbeiten.


    Wenn man den Erklärungen glauben darf, wurde Bin Laden jetzt auch nur gefunden, weil ein im Gefängniss sitzender Attentäter den Namen eines Mannes preisgab über den die Verbindung zu Bin Laden hergestellt werden konnte.
    Kann sein, kann auch nicht sein.........


    Mir persönlich ist der Zeitpunkt völlig wurscht.
    Die Welt ist um einen Wahnsinnigen ärmer. Das ist gut so.


    Nichtsdestotrotz wird die Al Kaida aber weitermachen. Zu glauben nun gäbe es keinen Terror mehr, ist völlig falsch.
    Im Gegenteil. Die machen weiter...und wie....man wird sehen.


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Die haben einen Mann, der über 10 Jahre lang zu den meist gesuchtesten Menschen der Welt zählte, erschossen und noch am selben Tag verbrannt und in alle Winde verstreut?


    Jap! ;)


    Die offizielle Begründung für dieses Vorgehen lautet, daß man nicht wußte wohin mit dem Leichnam. Es hätte sich kein Land gefunden, daß Bin Laden bei sich begraben hätte.
    Es war aber Eile geboten um ihn (nach islamischen Brauch) innerhalb 24 Stunden nach seinem Tod zu bestatten. Da hat man keine Zeit um mit 50 Staatschef zu telefonieren und auszusondieren, wo der Tote nun am besten aufgehoben ist.


    Kann man so glauben, oder auch nicht.
    Ich persönlich sehe schon einen Kern in dieser Aussage.
    Welches Land hätte den ein "Bin Laden"-Grab haben wollen?
    Eine Pilgerstätte für den Terrorismus?
    Nicht zu vergessen, die Gefahr, die damit verbunden ist...........schon irgendwie einleuchtend.


    Wie auch immer....


    tot ist er.....töter als tot.
    Das glaube ich insofern, weil es nicht nur von Präsident Obama so gesagt wurde, sondern weil es auch von der pakistanischen Regierung bestätigt wurde.
    Ich habe keinen Grund diese Bestätigung anzuzweifeln. ;)


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Ich glaube nich daran, noch halte ich es für sehr wahrscheinlich. Sehr amüsant allerdings ist die Überlegung schon:


    http://www.mmnews.de/index.php…alias-cia-agent-tim-osman


    (Osama Bin Laden als vermeintlicher CIA Agent - was wiederum als Teil der Verschwörungtheorie rund um den 11ten Steptember aufzufassen ist.)


    Ich denke ganz gleich wie man zu derlei Thesen steht; ich finde sie unterhaltsam und interessant wie schnell "Fakten" rethorisch ins Wanken gebracht werden können.


    „Die Wahrheit verletzt tiefer als jede Beleidigung.” ~ De Sade
    ¯¯¯¯¯¯¯
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

  • Zitat

    Du irrst, Rônin, mit Verlaub.

    Vielleicht vom Gefühl her, aber juristisch gesehen war er selbstverständlich ein Zivilist. Und zu al-Quaida gehörte er seit Jahren auch nicht mehr - eben nur noch als eine Art Symbolfigur. Aber nachdem er nicht mehr aktiv verfolgt wurde, hat er uns in den letzten Jahren nur noch mit seinen regelmäßigen Videobotschaften beglückt. Dass al-Quaida überhaupt noch eine direkte Verbindung zu ihm gewollt hätte, bezweifle ich auch. Immerhin war jeder in Bin Ladens Umfeld in massiver Gefahr, wie jetzt wieder eindrucksvoll klar wurde.
    Trust me Ricya, ich weiß auch über Bin Ladens Hintergrund vor 9/11 gut bescheid (obwohl ihm ironischerweise gerade dazu nie zweifelsfrei eine Beteiligung nachgewiesen werden konnte). Ich bleibe also dabei, vor seinem Tod ging von ihm kaum eine Gefahr mehr aus (wenn man sein Charisma und die Fähigkeit die Massen zu mobilisieren nicht mitzählt - aber über das verfügt z.B. Obama auch); und ganz gewiss weit weniger als jetzt nach seinem Tod.


    Und jetzt ist genau das passiert, das ich nicht wollte: Wenn ich auch nur die leiseste Kritik an Obamas Großtat verlauten lasse, werde ich automatisch in eine Ecke gedrängt, in der ich Bin Laden verteidigen muss. Wenn ich mich gegen Obama stelle, bin ich für Bin Laden. Dem ist nicht so.


    Ich habe schon an anderer Stelle darauf hingewiesen; in diesem Krieg gibt es kein Gut und kein Böse mehr, wir sind hier nicht im Zauberwald. Bin Laden zu ermorden, war symbolisch gesehen eine Wiederholung von 9/11, unter Einberechnung all der Konsequenzen - aber diesmal nicht aus ideologischen Gründen, sondern schlicht um all die Kritiker zum Schweigen zu bringen (nein, ich möchte auch nicht 9/11 verteidigen; aber schon wieder wirkt die Argumentation gegen Obama leider so, als ob ich mich auf die Gegenseite stelle). Guantanamo ist weg, die Gesundheitsreform ist weg, die steigenden Staatsschulden sind weg, die gebrochenen Wahlversprechen sind weg. Und jeder der darauf hinweist, ist ein Bin Laden-Freund?
    Und dann werden die Abläufe langsam wahr, die ich gestern noch angekündigt habe. Direkt nach dem Anschlag hieß es noch " keine erhöhte Terrorgefahr", heute heißt es "auch in Deutschland ein erhöhtes Risiko". Wie sieht das morgen aus? Und nein, mir geht es nicht um die Terrorgefahr. Wer hier nicht erkennt, dass das alles der ideale Vorwand für den Ausbau des Überwachungstaates ist, ist blind. Es geht in kleinen Schritten vor sich, wie üblich, damit die Konservativen (scheinbar berechtigterweise) die üblichen Argumente wie "für unseren ruhigen Schlaf" und "sei nicht paranoid, es geht nicht um die Beschneidung deiner Freiheiten" bringen können. Aber von wem geht mehr potentielle Gefahr aus? Von einem Terroristen, oder von einem Staat mit absoluter, totaler Kontrolle? Stärke durch Einheit, Sicherheit durch Folgsamkeit - kommt mir alles bekannt vor.
    Bin Laden ist tot; und wir alle sind uns wohl einig, dass er das ultimative Böse war.
    Aber ist das was übrigbleibt, wirklich das ultimative Gute? Die westliche Politik handelt subtiler, weniger radikal, und viel intelligenter... aber das Ziel ist das Gleiche. Eine Diktatur ist schneller etabliert, als man merkt. Manch einem mag es erst im Nachhinein auffallen, für was er da eigentlich gearbeitet hat. Nur weil Obama einen alten Mann umgebracht hat, ist er nicht der Messias (wie er schon vor ein paar Jahren genannt wurde). Freuen wir uns dass Bin Laden tot ist, aber wir sollten nicht so blöd sein, jetzt nur noch und ausschließlich das Feinbild zu sehen, das uns zur Ablenkung vorgehalten wird.


    Und ihr alle kennt mich hier, und wisst, dass ich nicht (vollständig) paranoid bin. Also ist mir auch bewusst, wie extrem mein Post streckenweise klingt. Aber wenn die ganze Welt einer Meinung ist, dann ist es immens wichtig, auch mal die andere Seite der Medaille in ihrer vollen Hässlichkeit zu betrachten.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu.


    Zuerst eine Richtigstellungen:


    Zitat von Ricya"

    Man muß die Geschichte Bin Laden als Ganzes sehen und nicht auf den 11.Sept. reduzieren.
    Und Bin Ladens Terror gegen die USA begann schon in den 80igern.


    Sorry, aber das ist so nicht ganz richtig ;) .
    Osama Bin Laden beginnt seine terroristische Laufbahn zwar tatsächlich in den 80zigern, aber auf der anderen Seite, nämlich als Föderer der Mudschaheddin im Sowjetisch-Afghanischen Krieg und zwar am Anfang rein finanzieller Art !
    Was ihm als saudischer Milliardärssohn nicht schwer fiel.
    Das alles wurde in jeglicher Art ( Waffen, Geld, Logistik, Ausbildung ) gefördert durch die USA. Der Grund sollte klar sein : USA vs Sowjets ;), man konnte u.a. den Russen nicht ungestört Afghanistan überlassen ...
    Als sich die Russen aus Afghanistan zurückzogen, Ende der 80ziger ( 88-89 ), wurde der "Freund" Osama plötzlich zum "Feind" Bin Laden, ausgebildet von den eigenen Spezialisten des CIA.
    Erst in den 90zigern wurde er vom Paulus zum Saulus, wenn man das so ausdrücken darf und wandte sich gegen seine früheren Freunde.
    So ganz unschuldig sind die Amerikaner also auch nicht an der Entstehung von Terrorzellen, Terrorkriegen, speziell der al-Qaida und Bin Laden ( die Geister die ich rief ... ).
    Was allerdings natürlich nicht die Taten der Selben entschuldigen soll, ganz klar.
    Kurze Info hierzu:
    Osama Bin Laden


    Die Aktion zur Liquidation von O.B.L. war für Obama eine immerns wichtige Propaganda, da er es an seinem Amtsantritt als Chefsache erklärt hatte, den größten Feind der USA zur Strecke zu bringen.
    Dass man die Pakistani nicht informiert hatte, ist einerseits eine Ungeheuerlichkeit ( ein Eingriff in die Souveränität eines autonomen Staates ), auf der anderen Seite hatte es wahrscheinlich den Grund, dass man sich sonst nicht sicher war,
    das Bin Laden sonst gewarnt worden wäre. Denn dass Pakistan nicht mit offenen Karten spielt im Terror-unterstützungs-spiel, ist ja hinlänglich bekannt.
    Die Leiche Bin Ladens soll im Meer versenkt ( Bestattet ) worden sein.
    Einerseits, angeblich um die islamischen Regeln zu achten ( Bestattung innerhalb der ersten 24 Stunden ) und um keine Pilgerstädte an seinem Grab entstehen zu lassen, was sonst unumgänglich geworden wäre.


    Nobby

    Womit man auch immer schreibt, das Wunder bleibt das Selbe:
    Schrift macht die Gedanken sichtbar, so dass man sie dauernd verfügbar hat.
    Da ist nichts als Text, Zeile für Zeile. Doch im Kopf entsteht eine ganze Welt, Voller Schönheit, Dramatik, Leidenschaft.
    ( Autor unbekannt )

  • Sorry, aber das ist so nicht ganz richtig


    Richtig! ;)
    ich habs halt so Kuddelmuddel zusammengefasst, Du warst ausführlicher, auch mit den Jahreszahlen. Danke, Nobby! ;)


    Ich bleibe also dabei, vor seinem Tod ging von ihm kaum eine Gefahr mehr aus


    Naja....das kann man sehen wie man will.
    Das er nicht mehr so protzend handeln konnte, wie vorher war klar. Er konnte gar nicht mehr so im Vordergrund agieren, weil er sonst Gefahr lief von den Amerikanern entdeckt zu werden.
    Sein Terrornetzwerk lief ja auch ohne ihn prima weiter.
    Aber deshalb davon auszugehen, daß er nun keine Gefahr mehr war, halte ich für naiv gedacht.
    Wer weiß, was der sich in seiner pakistanischen Villa schon alles für weitere Sauereien ausgedacht hat...........


    aber juristisch gesehen war er selbstverständlich ein Zivilist.


    Juristisch gesehen, ja. Aber Rônin, das ist doch Haarspalterei!
    Er war einer der meistgesuchten Männer der Welt.
    USA-Staatsfeind Nr.1.
    Es waren Kopfgelder in Millionenhöhe auf ihn ausgesetzt.
    Er war ein tausendfacher Mörder.


    Das also hier ein "Zivilist" im militärischen Sinne gesucht wurde ist schon klar.
    Nur spielte das keine Rolle, und sollte es auch nicht spielen.


    Und jetzt ist genau das passiert, das ich nicht wollte: Wenn ich auch nur die leiseste Kritik an Obamas Großtat verlauten lasse, werde ich automatisch in eine Ecke gedrängt, in der ich Bin Laden verteidigen muss.


    Was für ein Quatsch!
    Ich schrieb meinen Post nicht deshalb, weil ich Obama-Fan bin.
    Und auch nicht, weil ich es als "seine" Großtat sehe.
    (Er hat ja gar nix damit zu tun. Er hat ja nicht abgedrückt....war nicht einmal dabei. Und der Befehl Bin Laden zu bringen: tot oder lebendig, kam noch von Bush.....also auch nix mit Obama)
    Warum er jetzt da als Großmufti in dieser Sache gefeiert wird, ist mir selbst nicht ganz klar.


    Mir ging es einzig darum, daß ich Deinen Satz von wegen einem feigen Mord an einem unschuldigen Zivilisten, nicht so stehenlassen konnte, weil es Unsinn ist.
    1. Warst Du nicht dabei......wir wissen also nicht, inwiefern er also bewaffneten Wiederstand geleistet hat.
    2. Unschuldig war er auch nicht.
    3. Weißt auch Du nicht, ob er schon wieder etwas geplant hatte und nicht schon wieder dabei war die Strippen zu ziehen....selbst wenn das Attentat meinetwegen erst 2015 passiert wäre.
    11.09.2001 ging auch aus jahrelanger Vorbereitung hervor.


    Ich persönlich halte einfach nichts davon bei Menschen wie Hussein, Bin Laden.....und wie diese Massenmörder noch alle heißen.......damit zu kommen, ob es nun aus "juristischer Sicht" korrekt war ihn aus dem Weg zu räumen, oder nicht.
    Es hat keinen Falschen getroffen.
    Wie sagen wir Bayern: "Der is guad weida!" ;)


    Das Obama diese Sache nun für seinen Wahlkampf benützt, ist eine andere Sache. Da stimme ich mit Dir überein.


    Aber Obama hin, Obama her.......ich kann nur wieder sagen: es hat keinen Falschen erwischt. Das er endlich gefunden wurde, war gut so.


    Lg Ricya

    _______________________________


    Newton ist tot, Einstein ist tot, und mir ist auch schon ganz schlecht.......

  • Zitat

    Juristisch gesehen, ja. Aber Rônin, das ist doch Haarspalterei!

    Wenn du das sowieso für Haarspalterei hältst, verstehe ich nicht, warum du selbst dich an dem Begriff aufhängst und gegenargumentierst. :mrgreen:
    Nein, mir ging es auch hier mal darum, einen Gegenpol zur öffentlichen Meinung darzustellen. In den Nachrichten wird von Tötung gesprochen, und vorgespielt, dass Bin Laden bis zuletzt der Chef von al-Quaida war. Aber ist gerade der Begriff "Tötung" (juristisch neutral gesehen war es eben Mord) in diesem Zusammenhang nicht eine billige Euphemisierung? Das ist Meinungsmache, die es einem äußerst schwer macht, sich seine eigene Meinung zum Thema zu bilden. Und auch wenn es "Haarspalterei" ist, macht es mich in höchstem Maße misstrauisch, wenn die Nachrichtendienste auf Euphemisierungen zurückgreifen müssen - neutrale Berichterstattung geht anders. Da kann man zwar sagen "ist doch völlig egal, wie sie es nennen"; aber wenn es völlig egal ist, könnte man doch gleich bei den Tatsachen bleiben.


    Zitat

    1. Warst Du nicht dabei......

    :roll: Und weil wir alle nicht dabei waren, glauben wir doch lieber erstmal die offizielle Darstellung? Das war nicht die saubere Aktion, als die sie dargestellt wird, das ist offensichtlich. Aber ich erwähnte schon, genaugenommen ist mir das völlig wurscht - mich interessiert nicht so sehr was war, sondern vielmehr was kommen wird.


    Zitat

    Es hat keinen Falschen getroffen.

    ...aber andere Falsche bleiben übrig, und bauen ihre Macht weiter aus. Nur dass sie im Gegensatz zu Bin Laden eine weit reellere Gefahr darstellen. Das vor allem auch dadurch:


    Zitat

    Warum er jetzt da als Großmufti in dieser Sache gefeiert wird, ist mir selbst nicht ganz klar.

    Dir vielleicht nicht - das ändert aber trotzdem nichts daran, dass der Großteil der zivilisierten Welt aktuell nicht viel weiter denkt als "frohlocket ihr Leut, die Hexe ist tot!". Und der großartige Zauberer der das Werk vollbracht hat, ist Barack Obama. Wozu das meiner Meinung nach führen wird, führe ich jetzt aber nicht nochmal aus; da ich das schon zur Genüge weiter oben getan habe. Nach dem ersten Frohlocken wird sich aber herausstellen, dass aus dieser Aktion nichts Positives folgen kann - für keine Seite.

    I think we have a duty to maintain the light of consciousness to make sure it continues into the future.
    Send me ur dankest memes

  • Zitat von Ronin

    Wie sieht das morgen aus? Und nein, mir geht es nicht um die Terrorgefahr. Wer hier nicht erkennt, dass das alles der ideale Vorwand für den Ausbau des Überwachungstaates ist, ist blind. Es geht in kleinen Schritten vor sich, wie üblich, damit die Konservativen (scheinbar berechtigterweise) die üblichen Argumente wie "für unseren ruhigen Schlaf" und "sei nicht paranoid, es geht nicht um die Beschneidung deiner Freiheiten" bringen können. Aber von wem geht mehr potentielle Gefahr aus? Von einem Terroristen, oder von einem Staat mit absoluter, totaler Kontrolle?


    Mir ist zwar grundsätzlich klar, was du meinst, aber was befürchtest du denn konkret?


    Gegen Vorratsdatenspeicherung, Netzsperren und alle sonstigen Maßnahmen, die die persönliche Meinungsfreiheit einschränken bin ich auch. Ganz allgemein sollte es sowenige Eingriffe des Staates in das private Lebensumfeld seiner Bürger wie nur irgend möglich geben. Das gilt übrigens besonders auch für ganz banale Dinge, wie z.B. Helmpflicht für Schifahrer, diverse Rauchverbote im Freien, Burkaverbot, übertriebene Zensur von Filmen und Computerspielen etc.. Das alles gibt es entweder bereits oder wurde zumindest schonmal gefordert. Ich war schon immer strikt gegen alle Einmischungen des Staates in die Privatsphäre, mit denen man dem angeblich "mündigen Bürger" jegliche Fähigkeit abspricht, Entscheidungen für sich selber zu treffen. Dass dabei zwangsläufig auch oftmals falsche Entscheidungen getroffen werden, muss eine Gesellschaft verkraften können, wenn man sich vom Staat nicht auf Schritt und Tritt wie ein kleines Kindergartenkind gängeln lassen will.


    Wie du siehst, habe ich in der Sache einen ganz klaren Standpunkt, der sich vermutlich weitestgehend mit deinem decken dürfte.
    Aber gerade deswegen verstehe ich wahrscheinlich umso weniger, was du eigentlich genau mit einem Überwachungsstaat meinst? Was wäre denn deiner Ansicht nach ein "Worst-Case-Szenario", welches man infolge der propagandistischen Ausschlachtung von Osama bin Ladens Tod in Deutschland befürchten müsste? Was hat uns, deiner Meinung nach, bezüglich der "Beschneidung von Freiheiten" schlimmstenfalls zu erwarten und wie sähe denn ein von dir befürchteter Staat mit absoluter, totaler Kontrolle eigentlich genau aus?