Unglaublich! Niemand glaubt wirklich an Gott!

  • Zitat von "Frank_E_Meyer"

    Mich würde interessieren wie du das meinst?
    >Außerdem, ich frage mich, woher willst du wissen WORAUS wir auf eine Seele schließen?
    >Ich zB schließe auf eine Seele aus erlebten Dingen, aus Dingen die ich gesehen, gespürt
    >habe...


    Hm, das ist wirklich nicht leicht zu erklären.
    Hattest du zb schon mal OBE/AKE Erlebnisse? Das kann nicht gehen ohne Seele, meine ich. Das ganze Geschehnis baut auf die Seele auf.


    Ich zb habe eine Verbindung zu gewissen anderen Menschen, insbesondere zu meinen Mann.
    Ich spüre wo er ist, was er macht u was er denkt, wie er sich fühlt, umgekehrt ist das auch so. Entfernung spiel dabei keine Rolle. Das nennt man Dualseelen und wir sind glücklich daß wir uns gefunden haben.
    Ich weiß, daß ist sicher schwer zu glauben und wird von vielen auch sicher gern als Blödsinn abgetan, macht aber nichts, jeder der uns mal gesehn hat und auch keinerlei Ahnung von solchen Dingen hat, musste dem zustimmen, rein vom Gefühl her.


    Solche Verbindungen können nicht funktionieren ohne eine Seele.


    Als mein Opa zB gestorben ist, bin ich in dem Moment aufgewacht als es wirklich kritisch wurde, wenige Minuten vor seinem Tod. Das hab ich einfach gespürt, weil ich diesen Menschen sehr liebte und es für meine Welt einen großen Verlust bedeutete als er ging.


    Nur zwei kleine Beispiele um das zu verdeutlichen.

    If the doors of perception were cleansed,
    everything would appear to man as it truly is;
    infinite. (William Blake)

  • @ lùthien
    Das mit der Verbundenheit zu geliebten Personen glaube ich gern. Mir ist es auch schon oft vorgekommen, das just in dem Moment, wo ich an meine Tochter gedacht habe, das Telefon ging.
    Ich schließe Paranormale Ereignisse nicht aus, was du beschreibst ist Empathie, aber die könnten doch auch ohne eine Seele funktionieren.
    Ein Radio hat auch keine Seele und ich kann damit Menschen in aller Welt hören.
    „OBE/AKE Erlebnisse“ kenn ich nicht, dem Wort nach, aber ich habe so eine Ahnung was du meinst.


    @ samy
    OK, damit kann ich leben. Wie gesagt, ich denke anders darüber, aber ich respektiere, dass es andere Meinungen gibt.


    Ich beschäftige mich aber wie gesagt intensiv mit Geschichte und bin immer wieder schockiert, wenn ich wieder über eine neue menschliche Untat erfahre (im Moment habe ich mich intensiv mit dem Holocaust der Türken an den Armeniern beschäftigt, übrigens sind die Armenier auch Christen) und da fällt es mir wirklich schwer an eine lenkende Kraft, oder einem geheimen Plan zu glauben, oder an die besonderen Stellung des Menschengeschlechts.


    Ja, ich kenne die Argumentation mit dem freien Willen und der göttlichen Nichteinmischung.
    Aber sollen wir nicht nach Gottes Ebenbild erschaffen sein? Das läst dann aber nicht auf eine gute Vorlage schließen.
    Ich will keinem seinen Glauben Miesmachen, das ist mein Problem, das ich an so was verzweifle.


    Ich bin ein Sucher nach der Wahrheit, aber die Religion oder die Kirche bietet mir keine schlüssigen Lösungen. Irgendwie kann mir keiner befriedigende Antworten auf meine Fragen geben.
    Alles läuft auf GLAUBEN raus, ich will aber WISSEN.


    Manchmal beneide ich die Gläubigen. Wie einfach es doch sein muss, alles auf einen Gott schieben zu können, der weiß was er tut, der es schon richten wird egal was kommt.

    Was sagt ein Eichhörnchen, um einen am betreten seiner Nahrungsvorräte zu hindern?
    "Geh mir nicht auf die Nüsse!"

  • Ich glaube auch nicht an einen herkömmlichen "Gott", er, der uns erschaffen hat und über uns wacht und all das...


    Aber wie ich schon gesagt habe glaube ich ans Universum, an das Zusammenspiel aller Kräfte in ebendiesem usw... Es ist schwer soetwas in einer schriftlichen Diskussion richtig auszuführen...


    OBE = Out of Body Experience / AKE = Ausserkörperliche Erfahrung.


    Zitat von "Frank_E_Meyer"

    Alles läuft auf GLAUBEN raus, ich will aber WISSEN.


    Dann bist du Wissenschaftler ;)

    If the doors of perception were cleansed,
    everything would appear to man as it truly is;
    infinite. (William Blake)

  • Zitat

    Aber wie ich schon gesagt habe glaube ich ans Universum, an das Zusammenspiel aller Kräfte in ebendiesem usw


    Ein sehr einfacher Satz der aber, wie ich finde, die Existenz einer höheren Intelligenz voraussetzt.
    Oder soll es alles wirklich ein so perfekter Zufall gewesen sein?

  • Hi samy


    Zitat

    Wenn es keine Seele gibt dann entspringt das Bewustsein den komplexen Aktivitäten des Gehirns. Aber irre ich mich oder sind Gehirne nicht anatomisch identisch, sonst würde die medizinische Studie keinen Sinn machen.

    das Bewusstsein ist aber auch wiederum abhängig von der Biochemie , von Hormonen , die uns überhaupt erste rmöglichen zu empfinden und zu "seelisch" fühlen , alles was wir fühlen könnten wie nicht fühlen , gebe es da nicht die Hormone und Botenstoffe die sowohl die das Gehirn in "gefühlten" Kontakt mit der aussenwelt setzen , die dem gehirn sagen was sie an zb Botenstoffen von anderen Lebewesen empfangen und was für Signale und wie es darauf reagieren soll .

    Skepsis ist der erste Weg zur Erkenntnis :)
    ...ein nicht weit blickender Verstand ist schnell mit Glauben gefüllt...

  • Zitat von "res"

    und wessen Schöpfung ist der Schöpfer?


    :shock:
    Ich rate dir, dir darüber erstmal keine Gedanken zu machen. Ich frag mich das schon seit 3 Jahren und bin heute noch nicht zu einem befriedigendem Ergebniss gekommen *seufz*
    Gibt es einen/mehrere Gott-Gött/-er?
    Zufallsschöpfung? Für jetzt zwei unlösbare Fragen.

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Ich bin einfach zum Schluß gekommen, dass es kein Gott gibt. Das ist meiner Meinung nach die einfachste Erklärung.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • einfach ungleich richtig


    Jedenfalls kann das durchaus der Fall sein =)
    Ich finde den Entschluss etwas denkfaul.^^ Samy hat eine Frage gestellt, schau hier:


    Zitat von "samy"

    Ein sehr einfacher Satz der aber, wie ich finde, die Existenz einer höheren Intelligenz voraussetzt.
    Oder soll es alles wirklich ein so perfekter Zufall gewesen sein?


    dito..
    Die Antwort würde mich interessieren :)
    Ich finde es unwahrscheinlich, dass das alles hier nur durch Zufall entstanden ist.
    Wenn dem so wäre, gäbe es keinen perfekten Gleichgewicht in der Natur. Ich meine der Zufall ist ja nicht auf irgendeiner Weise intelligent, sodass er der Grund sein kann, dass alles "zufällig" so perfekt ist.
    Ich finde es Quatch :roll:


    Zufall=Chaos




    Der Gedanke von Schöpfer und Schöpfungsschöpfer ist schon strange... :?
    Wenn ein denkfähiges Kind noch nie etwas von Gott gehört hätte (also von jemand anderem) und "Gott" ein Fremdwort wäre, würde es die Eltern als einzigartigen Schöpfer sehen.
    Wir aber haben schon soviel über Gott gehört/gelesen/gesehen, sodass wir uns fragen, ob es wirklich einen Schöpfer gibt, der unsere Schöpfer(Eltern) erschaffen hat.
    Doch wieweit geht das? Wo ist der Anfang dieser Schöpferei?
    Ob nun wirklich alles einen Schöpfer hat?


    Boah Fragen über Fragen :deepreader:

    Alles, was sich auf "ich/mich/mein" bezieht, kann/soll auf den Menschen allgemein bezogen werden, was impliziert, dass ich in vielen Aussagen von einem Normalfall, Normwert oder auch Durchschnitt ausgehe und diese(n) als Ausgangspunkt benutze. Somit ist - zumindest aus konstruktivistischer Sicht - die Aussagekraft der Erläuterungen trotz Einbeziehung empirischer Daten und Fakten a priori relativ zu betrachten. Je nach Wahrnehmungs-Cluster des Lesers sind sie völlig falsch oder richtig.

  • Evolution ist viel mehr als Zufall. Es ist die Summe aus Selektion, Sex und Mutation. Der Zufall spielt nur eine untergewichtige Rolle in der Evolution.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • "Oder soll es alles wirklich ein so perfekter Zufall gewesen sein?"


    Kein Zufall. Wie res schon sagte, der Stärkste bzw. der Anpassungsfähigste setzt sich durch. Zufällig geschieht in der Natur nichts. Alles hat seinen Grund und seinen Platz. Deswegen gleich auf ein höheres Wesen zu schließen, halte ich für sehr gewagt.

    Soll ich ihnen etwas Kompott in die Anorakkapuze schütten?
    Zitieren? Is nich.
    Smileys? Vergiss es.

  • Hallo Ihr
    eine sehr schöne Diskussion hier!


    Deswegen werf ich gleich mal ne neue These rein ;-)


    Ich glaube (schon wieder glauben ;-) ), dass nicht Gott UNS erschaffen hat, sondern WIR Gott! Die Frage ist nur warum? Nun, ich würde sagen, aus dem Bedürfnis heraus unsere Umwelt zu kontrollieren, sie vorhersehbar zu machen, nach Erklärungen zu suchen. Gott ist ja eine Erfindung, die vor langer, langer Zeit entwickelt wurde, als man eben noch keine wissenschaftliche Erkenntnis kannte. Gott resultiert aus dem Wunsch danach hinter die "Dinge" zu sehen. Man sieht das auch ganz oft an Fragen hier im "Thread": "Wer erschuf den Schöpfer?", "Warum hilft Gott uns nicht?" usw... Alles Ausdruck dafür, die Welt ein Stückchen mehr vorhersagbar zu machen, zu kontrollieren. Insofern halte ich es wie viele hier. Gott, das sind wir alle, und vor allem ist Gott das, was wir für ihn halten. Und da gibt es soviele Interpretationen, wie verschiedene neurologische Verschaltungen unter den Gehirnen von uns Menschen. Der eine kontrolliert seine Umwelt so, dass er unerklärliches auf Gott Gemachtes "schiebt", der andere vertraut auf übersinnliche Wahrnehmungen und der nächste eben auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Am Ende kommen aber alle irgendwie durch die Welt ;-)!

  • res
    >Der Zufall spielt nur eine untergewichtige Rolle in der Evolution.
    Im Gegenteil, der Zufall ist alles in der Evolution! Die Natur schmeißst tausende von Mutationen ins Rennen und hatte Millionen von Jahre Zeit zu sehen, was daraus wird.
    Kennst du das berühmte Beispiel mit dem Affen, den man für tausende Jahre auf dem Klavier klimpern läst und irgendwann kommt zufällig Bethofens 9 dabei raus?


    samy
    >Oder soll es alles wirklich ein so perfekter Zufall gewesen sein?
    Perfekt?! Tschuldigung, aber leben wir im gleichen Universum? Ja, es funktioniert alles um uns rum, irgendwie, aber perfekt ist für mich was anderes.
    Schau dir unseren Körper an, in einigen tausenden von Jahren werden wir keinen Blindarm mehr haben, der ist nämlich überflüssig. Unsere kleinen Zehen werden wahrscheinlich auch auf der Liste stehen, wie unsere Kopfbeharrung. Um mich herum sehe ich keine Harmonie sondern nur Anzeichen für „Versuch und Irrtum“.

    Was sagt ein Eichhörnchen, um einen am betreten seiner Nahrungsvorräte zu hindern?
    "Geh mir nicht auf die Nüsse!"

  • MoonX
    Tja, das Problem ist ja auch nicht, das sich jeder sein Weltbild so zurechtlegt, wie es im am besten durchs Leben hilft, sondern das es Menschen gibt, die ihre Weltsicht für die einzig wahre halten und andere davon überzeugen wollen, das sie recht haben. Notfalls mit Gewalt.
    Dieses Problem haben aber nicht nur Religionen, der Kommunismus war ein Beispiel.


    >Am Ende kommen aber alle irgendwie durch die Welt
    Na klar, was sollen wir auch sonnst machen?

    Was sagt ein Eichhörnchen, um einen am betreten seiner Nahrungsvorräte zu hindern?
    "Geh mir nicht auf die Nüsse!"

  • Ich meinte damit, dass die Selektion einen wichtigen Teil in der Evolution einnimmt. Ohne sie würde der Zufall nichts anständiges rausbringen. Die Selektion wählt das anpassungsfähigste raus. Mit deinem Affen würde ich das so erklären. Es ist eine Menge von Affen am Klavir und es werden immer die besten ausgewählt. Diese dürfen sich paaren und man wird schneller zu einen positiven Ergebnis kommen, als wenn man die Affen einfach so spielen lässt.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • res
    Da hast du das wichtigste Problem des Darwinismus angesprochen.
    Wenn du eine Horde Affen an ein Klavier läst, gibt das nur einen Heidenlärm.
    Was bring es, da einen rauszusuchen, der glück hatte und zufällig einen Akkord traf? Glück ist schließlich nicht vererbbar.
    Was hatte der erste Affe davon, dass er aufrecht gehen konnte?
    Er sah im Grassland seine Feinde eher und hatte die Hände frei für Werkzeuge. Evolution muss sich schon Lohnen, sonst tut sich da nichts.
    Aber ich glaube, wir werden
    :offtopic:

    Was sagt ein Eichhörnchen, um einen am betreten seiner Nahrungsvorräte zu hindern?
    "Geh mir nicht auf die Nüsse!"

  • Selektion muss ja nicht heißen, dass man einen Vorteil von etwas hat. Hier hilft man halt nach.
    OK, das mit den Klavir war ein blödes Beispiel, aber lohnen würde es sich für die Affen schon, wenn sie sich vermehren dürften.
    Aber OK lassen wir das.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!

  • res
    Tut mir leid, aber da muss ich noch mal nachhacken. 8)
    Du meintest also wirklich Selektion nicht Evolution?
    Selektion zeugt ja von der bewussten Handlung einer Person wohingegen Evolution einfach nur „Ursache und Wirkung“ ist.


    Bei einer Selektion könnte dann doch wieder ein Gott seine Finger im spiel haben.
    Ein Schöpfer, der lenkend „Selektiert“.
    Womit sich auch den Gottgläubigen wieder einen Chance bietet. :pope:

    Was sagt ein Eichhörnchen, um einen am betreten seiner Nahrungsvorräte zu hindern?
    "Geh mir nicht auf die Nüsse!"

  • Selektion bedeutet doch nur, dass einige überlebensfähiger sind als andere. Das hat nichts mit auswählen eines Gottes zu tun (auswählen wollte ich nur bei den Affen, damit etwas musikalisches rauskommt). Selektiert wurden einfach die die sich fortpflanzen konnten weil ihre Gene eine bessere Anpassung an die Umwelt hatten.

    Der Flügelschlag eines Schmetterlings über der Karibik kann einen Wirbelsturm in China auslösen.
    Tötet alle Schmetterlinge!