Nur ein Traum?

  • Eine der unangenehmen Begleiterscheinungen einer bestimmten neurologischen Erkrankung (Narkolepsie) sind regelmäßige Alpträume. Damit habe ich inzwischen gelernt umzugehen – von Ausnahmen abgesehen helfen die Tips, die ich hier im Forum an anderer Stelle bekommen habe. Diese Alpträume treten immer beim Einschlafen auf, haben also einen festen Platz in meinem Schlafrhythmus.


    Heute war das aber anders.


    Mein vor vielen Jahren verstorbener Mann kam zu mir. Er strahlte mich mit seinem unglaublichen Lächeln an, nahm mich an die Hand und führte mich in seine jetzige Welt. Ich konnte seine Hand in meiner Hand fühlen – ganz sanft aber ganz deutlich. Angekommen in seiner Welt war ich sofort umringt von vielen freundlichen Menschen, die offensichtlich alle meinen Status kannten. Ich befand mich in einer Wohnanlage mit unzähligen Räumen, alle ineinander übergehend, alle in ganz warmen Farben ausgestattet mit sanftem Licht und angefüllt mit Menschen, die alle irgendwie beschäftigt waren, ohne daß ich erkennen konnte womit. Trotz dieser vielen Menschen war da keine Hektik zu spüren – alle waren ausgesprochen nett und alle wußten, daß ich aus einer „anderen Welt“ komme und auch dorthin zurückkehren werde.


    Irgendwann bemerkte ich, daß mein Mann schon eine ganze Zeit nicht mehr neben mir war. Ich suchte ihn, konnte ihn aber nicht mehr finden. Also setzte ich meinen Erkundungsgang ohne ihn fort aber immer in Begleitung einiger dieser freundlichen fremden Menschen.


    Und dann wurden die Traumbilder langsam aber stetig blasser und ich beschloß, ganz in die Realität zurückzukehren, aufzustehen und mich an den PC zu setzen.


    Während der ganzen Zeit war ich mir bewußt, zu träumen. Ich wußte, ich lag in meinem Bett, mein Hund lag in seinem Körbchen neben meinem Bett, mein Sohn ließ zwischendurch die Rolläden in seiner Wohnung runter – alle diese Eindrücke störten meinen Traum in keiner Weise.


    Vor allem die so deutlich spürbare Berührung unserer Hände ist so unglaublich, daß ich fast befürchte, den Verstand zu verlieren. Wie kann das sein? Kann es darauf eine Antwort geben oder sollte man die gar nicht suchen, sondern einfach nur dankbar sein, solche Erlebnisse geschenkt zu bekommen?


    Viele Grüße
    Luisa

  • Hallo Luisa. Dankbar solltest Du auf jeden Fall sein, das Du sowas erleben konntest. Irgendwie hört sich das nicht so richtig nach einem Traum an. Vielleicht eine AKE? Wenn Du es Dir wünschst und Dir vor dem schlafen gehen vorstellst, das Erlebniss nochmal zu haben, vielleicht kannst Du es dann auch nochmal erleben. Dein Gefühl sagt Dir, das es 100%ig die andere Welt bzw. das Jenseits war oder was war es für ein Ort, den Dein Mann Dir gezeigt hat? Warum hat er Dir die Wohnanlage gezeigt ist die andere Frage.

  • Etwas ähnliches passierte meiner Mutter letzte Woche. Sie ging eine lange steinerne Treppe hoch, unwegsames Gelände, bis sie schließlich ein Haus erreichte. In diesem Haus gab es viele einzelne Zimmer, die von ehemaligen, verstorbenen Familienmitgliedern bewohnt wurden. Sie gingen alle irgendwelchen Beschäftigungen nach, die sie auch zu Lebzeiten gerne taten (Stricken, Briefmarken, etc). Schließlich kam sie den Zimmer meiner verstorbenen Großeltern (ihre leiblichen Eltern). Überrascht zeigten sich die beiden über den Besuch meiner Mutter, hatten dennoch ein paar Ratschläge für die Realität bereit und wussten auch bestens über die aktuelle "wechselhafte" situation bescheid. Meine Mum ging aber schnell wieder zurück in ihren Körper und wachte mit einer eingeschlafenen Hand auf. Nach ihrer Erzählung sah sie ihren schlafenden Körper im Bett, also war möglicherweise eine AKE ..

  • An anderer Stelle hier im Forum habe ich über meine AKEs schon berichtet, sie sind zum größten Teil unfreiwillig und auch meistens nicht sehr positiv – ich bleibe in irgendeiner grauen Gegend stecken, werde dann gejagt etc.. Da bin ich aber dank der Hilfe hier im Forum schon etwas weitergekommen.
    Der Traum, von dem ich hier berichtet habe, war keine AKE – oder eine AKE in einer mir bis jetzt nicht bekannten Form. Ich hatte auf jeden Fall nicht das Gefühl, aus meinem Körper herauszutreten. Aber vielleicht muß das ja auch gar nicht sein! Am meisten beschäftigt mich die Berührung unserer Hände, die ich ganz deutlich gefühlt habe – so etwas habe ich weder bei einer meiner AKEs noch in meinen vielen Träumen bisher erlebt. Auch die Umgebung, in die mein Mann mich führte, strahlte trotz der vielen Menschen, die permanent mit etwas beschäftigt waren, keine Hektik, sondern einfach nur eine unwahrscheinliche Wärme und Freundlichkeit aus – es war faszinierend. Daß er mir diese Wohnanlage zeigte, war sicher die einzige Information, die er mir geben wollte und natürlich die Kraft durch die Berührung unserer Hände.
    Ich bin ihm unendlich dankbar dafür.